Im Jahr 1927 macht das erste Mädchen in Weilburg ihr Abitur: Ursula Strauß (links).
In der Zeit des Nationalsozialismus (1933-1945) hat das Philippinum manche schwierige Klippe zu umschiffen. Der Direktor (Dr. Fenner) und fast das gesamte Kollegium (bis auf zwei) stehen den Nazis ablehnend gegenüber, müssen sich aber der höheren Gewalt fügen. Die Schülerschaft gehört fast durchweg zu den begeisterten Anhängern der neuen Lehre.
Mit Beginn des Krieges 1939 sind die Auswirkungen auf den Unterricht deutlicher zu spüren: immer mehr Lehrkräfte und Schüler werden an die Front oder zum Reicharbeitsdienst abkommandiert. Die Zahl der Abiturienten sinkt beträchtlich, 1942 sind es noch 12, im Jahr 1943 nur ein einziger.
Unterbrechung des Unterrichts aufgrund von Bombenalarm, durchziehende Truppen, die die Schule als Lager belegten sowie Brennstoffmangel gehören zur Tagesordnung und beeinträchtigen den Schulbetrieb.
Am 19. März 1945 muss der Schulbetrieb gänzlich eingestellt werden: das Gymnasium wird Lazarett.
Traurige Bilanz des Krieges für das Philippinum: 137 tote Schüler, ein toter Lehrer, 27 Vermißte.
Hier gelangen Sie zur Zeit nach dem zweiten Weltkrieg.