Termine

für die nächsten vier Wochen

 

02.02.12 - 3. und 4. Stunde in der Aula

Vortrag Prof. Dr. Wilfried Stroh zum Thema "Die Macht der Rede im antiken Rom und heute" für alle Latein-Schüler/innen der Oberstufe

 



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Auszeichnungen


Bewegungslernen

Peter Pankratz, November 2003

 

Was man beim Lernen von Bewegungen beachten sollte:

Gibt es ein Lernen auf Anhieb? Kaum, evtl. gelingt bei einfachen Bewegungsabläufen sogenannten Bewegungstalenten ein sofortiges Erfassen der Bewegung.
Normal ist jedoch, dass sich erst nach vielem Üben und Bemühen ein stabiler und variabler (abrufbare Bewegung in Perfektion unter verschiedensten Bedingungen)  Bewegungsablauf, man spricht auch von einer automatisierten Bewegung, einstellt. Das kann, je nachdem wie komplex die Bewegung ist, sehr lange dauern und erfordert viel Geduld (mit Wiederholungszahlen von 10.000 – 50.000 ist zu rechnen).

 

Einige Tipps/Hinweise/Regeln zum Bewegungslernen:

  • Kenntnisse über den Ablauf einer Bewegung (Bewegungsvorstellung über die „Knotenpunkte“ der Bewegung ) helfen Lernprozesse deutlich zu verkürzen
  • Hat man schon einen Bezug zur Bewegung (verfügt über Vorerfahrung aus ähnlichen Bewegungen), ist also in der Lage die Bewegung nachzuempfinden, wird ein Lernen auf Anhieb möglich
  • Oft reicht verlangsamtes Vormachen für ein erfolgreiches Nachmachen
  • Der rhythmische Verlauf der Bewegung muss dir deutlich sein
  • Versuche mit „Gefühl“ (Bewegungsgefühl: gedankliches Nachspüren...... Nachfühlen, innerliches Mitzuempfinden= „Innensicht“ ist wichtig) zu Lernen, probiere nichts mit Gewalt
  • Nimm dir nicht zu viel vor, du musst Erfolgserlebnisse haben
  • Lerne nie, wenn du müde und unkonzentriert bist
  • Beobachte Bewegungen von Könnern („Außensicht“) und versuche sie nachzuempfinden ("Innensicht")
  • Unter Umständen reichen die konditionellen Voraussetzungen (Kraft, Ausdauer etc.) nicht aus, um die Bewegung zu erlernen. Dann müssen zunächst diese motorischen Fähigkeiten erworben werden.

 

Einige Hinweise zum Korrigieren von Bewegungen (Eigenkorrektur):

  • Bei fehlerhafter Bewegungsausführung sollte man zunächst immer selbst nach Fehlern und deren Ursachen fragen; folgende Fragestellungen bieten sich an:
  • Wie ist die Bewegung verlaufen (Istzustand) und wie sollte sie verlaufen (Sollzustand)?
  • Wie war der rhythmische Ablauf, wie war mein Krafteinsatz, wie waren die Übergänge von der Vorbereitungs- zur Hauptphase (Bewegungsfluss), wie präzise war meine Bewegung, welche Ursachen waren für die fehlerhafte Ausführung von zentraler Bedeutung, was müsste ich machen, damit etc.?

 

Einige Hinweise zum Korrigieren von Bewegungen (Fremdkorrektur):

  • Frage den Partner, was er bei seinem Bewegungsablauf empfunden hat
  • Lasse ihm Zeit seine „Innensicht“ der Bewegungsausführung zu beschreiben
  • Schildere ihm deine „Außensicht“ (fehlerhafte Bewegungen, zentrale Ursache)
  • Schlage ihm nur eine wesentliche (zunächst nur auf „Knotenpunkte“ der Bewegung achten) Verhaltensänderung für den nächsten Versuch vor
  • Korrigiere, solange das Bewegungserleben beim Partner noch da ist (ca. bis 30 sek.)