(kinästhetische Analysatoren)
Die kinästhetische Rückmeldung kommt von den Propriozeptoren (es handelt sich um Rezeptoren = Fühler der Muskeln, Sehnen und Gelenke, die dem Nervensystem Stellung und Lage des Körpers bzw. der Extremitäten im Raum melden). So gibt die Muskelspindel (Dehnungsrezeptor) z. B. Info über den Dehnungs- und Kontraktionszustand (und somit auch über den Krafteinsatz) des Muskels. Die Funktion der Muskelspindel, die unter anderem einer zu starken muskulären Überdehnung entgegenwirkt, wird durch Sehnenrezeptoren (Golgi-Organ) sinnvoll ergänzt: Durch ihre Spannungsrezeptoren, die bei zu starker oder passiver Muskelkontraktion aktiviert werden, wird eine Hemmung der entsprechenden Neuronen (Alpha-Motoneuronen) ausgelöst und so die Gefahr eines Muskel- und Sehnenrisses verhindert.
Die weitere Bedeutung der Dehnungsreflexe liegt in der Aufrechterhaltung des Körpers (stützmotorischer Aspekt) und die Stellung der Extremitäten (zielmot. Aspekt). Dehnungsreflexe bremsen „überschießende“ Bewegungen ab und bilden somit die Voraussetzung für flüssige Bewegungsfolgen.
Ob z. B. ein Speerwerfer am Ende der Bewegung übertritt oder nicht, hängt vor allem von den Muskelspindelafferenzen (afferente oder auch sensorische Impulsübertragung geht vom Rezeptor zum ZNS, die effernte oder auch motorische Übertragung geht vom ZNS zur motorischen Endplatte / Skelettmuskulatur) ab: bei der dem Wurf folgenden Ausgleichsbewegung in Form der Standwaage kommt es durch die Verlagerung des Oberkörpers nach vorne zu einer starken Dehnung der Wadenmuskulatur, die reflektorisch zu ihrer sofortigen Kontraktion führt und somit ein „Nachvornekippen“ / Übertreten verhindert.
Durch Koordinations-, Techniktraining wird die Feinabstimmung aller reflektorischen Regulationsmechanismen optimiert.
|