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Volker Schmidt
Nichts Ungewöhnliches ist es seit Jahren, wenn sich am Gymnasium Philippinum Austauschschüler aus Weilburgers Partnerstadt Privas tummeln. Ungewöhnlich war aber diesmal, dass sich der französische Generalkonsul Henri Reynaud gleich einen ganzen Vormittag Zeit nahm, um mit Oberstufenschülern aus den Französischleistungskursen politische Fragen zu diskutieren. Auf Französisch natürlich. Nach der Diskussion bestand dann für die 45 Austauschschüler aus Privas und ihre Weilburger Gastgeber die Gelegenheit, Henri Reynaud als das zu fragen, was man von einem Generalkonsul wissen will. Reynaud machte deutlich, dass Spanisch in Frankreich als Unterrichtsfach beliebter werde als Deutsch. Aufgehalten werde dieser Prozess aber durch den Erfolg der Gruppe „Tokio Hotel“ und die Notwendigkeit deren deutsche Texte ins Französische zu übersetzen. Die Musikgruppe sei so erfolgreicher als die Bemühungen des Bildungsministeriums.
Die Organisation des Programms lag in den bewährten Händen von Ulrike Fuhrmann-Grote. Schulleiter Dietrich Heese konnte zu der Veranstaltung, die ebenfalls die fünfzigjährige Partnerschaft Weilburgs mit Privas würdigte, auch Bürgermeitster Hans-Peter Schick begrüßen. Besonders erfreut zeigten sich Generalkonsul, Schuleiter, Bürgermeister und nicht zuletzt Ulrike Fuhrmann-Grote darüber, dass durch ein besonderes Austauschprogramm, bei dem die Schüler für zwei bis drei Monate ins Nachbarland gehen, die Absicht entsteht, die Sprache des Nachbarlandes zu studieren.
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Volker Schmidt
Vor gespannt lauschenden Zuhörern aus den fünften Klassen fand der diesjährige Vorlesewettbewerb der Jahrgangsstufe 6 am Gymnasium Philippinum Weilburg statt.
Dabei überzeugte Neele Ehrenberg aus der Klasse 6e nicht nur das Publikum, sondern auch die Jury mit einem Ausschnitt aus dem „Zauberfluch des Elfenkönigs“ von Vanessa Walderer.
Erstmals saßen neben den Deutschlehrern Gudrun Ehlert-Lorenz, Stefanie Kanthak und Adelhaid Stein auch Oberstudiendirketor Dietrich Heese, Christiane Henss von der Kreis- und Stadtbücherei sowie Astrid Habib als Vertreterin des Buchhandels in der Jury. Mit einem Bewertungsbogen des Börsenvereins des Deutschen Buchhandels beurteilten sie in einer ersten Runde, wie die 4 Schülerinnen und zwei Schüler Paul Jennings Geschichte „Ein guter Tipp für Geister“ aus seinem Buch „Absolut unheimlich“ vorlasen. Dieser Text war den Teilnehmern nicht bekannt, sodass sie ihn unvorbereitet lesen mussten. In einem zweiten Durchgang mit einem selbst ausgewählten Buch ging es für die Juroren nicht nur um Textgestaltung und Lesetechnik, sondern auch noch um das Textverständnis.
Die Organisatorin des Wettbewerbs, Gudrun Ehlert-Lorenz, freute sich über die gezeigten Leistungen. Die verstärkte Leseförderung und die Möglichkeit, das Mittelstufenlernzentrum mit seiner Bücherei zu nutzen, hätten das Interesse am Lesen beflügelt. Aufmerksame Zuhörer fand auch Astrid Habib, die im Rahmen der Veranstaltung neue Jugendbücher vorstellte. Die vorgestellten Bücher und viele mehr können, sollten sie nicht unter dem Weihnachtsbaum liegen, nach den Ferien in der Bibliothek des Mittelstufenlernzentrums ausgeliehen werden.
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Sophie Pauly
Seit September 2008 besteht das Schülerunternehmen „Present Place“ des Leistungskurses Politik und Wirtschaft 12 des Gymnasium Philippinum Weilburg. 20 Schüler lernen mit der Unterstützung ihres Tutors Volker Schmidt und Anisha Brunzendorf als Wirtschaftspatin, wie ein Unternehmen funktioniert. Die in den letzten Wochen produzierten Artikel – Ketten, Armbänder, Geschenkflaschen, Filztäschchen und Kerzen – werden die Schüler am Samstag und Sonntag auf dem Weilburger Weihnachtsmarkt verkaufen. Es ist die erste Bewährungsprobe für die Geschäftsidee, an der die Gruppe vor allem außerhalb des regulären Unterrichts gearbeitet hat. Dabei setzt die Schülerfirma auch auf einen ökonomischen Erfolg, denn sie arbeitet im Rahmen des Projekts JUNIOR mit einem realen Stammkapital von derzeit 800 Euro. Dieses Kapital erhielt die Firma durch den Verkauf von Anteilsscheinen an „Aktionäre“, die trotz der Finanzkrise dem Engagement der jungen Unternehmer vertrauen und auf eine Gewinnausschüttung im Sommer 2009 hoffen.
Das Unternehmen ist Teil des Projekts JUNIOR des Instituts der deutschen Wirtschaft (IW Köln), einer gemeinsamen Einrichtung von Verbänden und Unternehmen mit Sitz in Köln. Es bietet Jugendlichen in ganz Deutschland die Möglichkeit, mit der Gründung eines JUNIOR-Unternehmens Erfahrungen für das spätere Leben in der Arbeitswelt zu sammeln. Nachdem sich die Weilburger Schüler am Schuljahresbeginn auf die Geschäftsidee geeinigt hatten, individuellen Schmuck zu produzieren, wurde das Unternehmen gegründet. Heute besteht es aus den Abteilungen Verwaltung, Finanzen, Marketing und Produktion, in der jeweils eine Gruppe von Schülern tätig ist. Geleitet wird das Junior-Unternehmen von einem aus zwei Schülern bestehenden Vorstand. Das Sortiment wurde bald auf weitere Geschenkartikel wie Schmuckflaschen und Dekorationsartikel ausgeweitet, was zu dem Namen „Present Place“ führte. Jeder Artikel ist einzigartig und aus eigener Produktion, worauf die jungen Unternehmer sehr stolz sind.
Zu dem Projekt JUNIOR des IW Köln finden Sie weitere Informationen unter www.juniorprojekt.de.
JUNIOR wird in Hessen unterstützt vom Hessischen Ministerium für Wirtschaft, Verkehr und Landesentwicklung, der Aktion „An Hessen führt kein Weg vorbei“, der Europäischen Union Europäischer Sozialfonds, der Vereinigung der hessischen Unternehmensverbände, der Arbeitsgemeinschaft hessischer Industrie- und Handelskammern, den Wirtschaftsjunioren Hessen (WJH) e.V., der Arbeitsgemeinschaft der hessischen Handwerkskammern und der Landesarbeitsgemeinschaft SCHULE-WIRTSCHAFT Hessen.
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Volker Schmidt
Am 5. Dezember 2008 fand in der Georg-August-Zinn-Schule in Kassel die 16. Hessische Russisch-Olympiade statt. Der Hessische Russischlehrerverband hatte die Veranstaltung organisiert. 61 Schüler aus allen Teilen Hessens kamen zusammen, um in den verschiedenen Niveaugruppen des gemeinsamen Europäischen Referenzrahmens ihre Russischkenntnisse in schriftlichen und mündlichen Prüfungen unter Beweis zu stellen. Erstmals nahmen mit Viktoria Micheev, Alexandra Kolembach und Jana Vasilev auch drei Schülerinnen des Gymnasiums Philippinum Weilburg teil und belegten auf Anhieb einen beachtlichen 3. Platz. Mit ihnen freute sich ihre Russischlehrerin Rita Heun, die sie für den Wettbewerb begeistert hatte. Die Preisverleihung erfolgte durch Konsul Sacharow vom Russischen Generalkonsulat Frankfurt. Die Sieger nehmen an der Bundesolympiade teil, die dortigen Sieger reisen dann zur Internationalen Russischolympiade nach Moskau.
Am GPW wird seit 2 Jahren Russisch im Bereich der 3. Fremdsprachen angeboten, wobei der Russischunterricht sowohl für Neuanfänger als auch für Kinder aus russlanddeutschen Familien geeignet ist. Dabei haben interessierte Schüler die Möglichkeit, das Sprachzertifikat TRKI zu erwerben. Außerdem organisiert das Philippinum seit mehreren Jahren in Zusammenarbeit mit dem Goethe-Institut Schüleraustauschfahrten nach Russland und anderen GUS-Staaten. Im Frühjahr 2009 fährt eine Gruppe mit Frau Heun nach Kemerowo/Sibirien, eine weitere mit Herrn Riesen nach Saransk. Dann besteht die Gelegenheit, die erworbenen Sprachkenntnisse praktisch zu erproben.
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Jan Hooss
Mit dem jeweils 1. Platz beim Kreisentscheid „Jugend trainiert für Olympia“ am vergangenen Mittwoch in Limburg haben sich die Mädchen und Jungen der Handball-Schulmannschaft des Gymnasium Philippinum Weilburg für den Regionalentscheid qualifiziert.
Im einzigen Spiel des WK II (Jahrgänge 1992-1995) mussten die Weilburger Titelverteidigerinnen gegen die Goetheschule Limburg antreten. Nach hektischer Anfangsphase gelang es den Mädchen des Philippinum zunehmend das Spiel zu bestimmen und so konnten sie sich bis fünf Minuten vor Schluss einen vier Tore Vorsprung erspielen. Dann allerdings ging die spielerische Linie ein wenig verloren und Limburg holte auf. In der Endphase konnten sich die Mädchen des GPW, lautstark angefeuert durch die Jungenmannschaft, schließlich mit 17:16 durchsetzen. Für das GPW spielten: Maxine Geis, Sarah Beck, Michelle Keller, Katharina Kurz, Sarah Novak, Sinja Sussek, Denise Wagenführ, Cosima Rizzo.
Die Jungen des GPW hatten ebenfalls nur einen Gegner und mussten gegen die Tilemannschule Limburg spielen. Schnell erspielte sich das GPW einen Vorsprung und konnte sich in der Folge deutlich absetzen. Das Weilburger Team zeigte eine geschlossene Mannschaftsleistung und konnte sich nach 30 min. Spielzeit über einen souveränen 19:9 Sieg sowie den Kreismeistertitel freuen.
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Volker Schmidt
„Saufen, bis der Arzt kommt.“ - Von den Erfahrungen, die in diesem Filmtitel stecken, konnte keiner der Achtklässler berichten, die am Projekttag zum Thema Alkohol am Gymnasium Philippinum teilnahmen. Allerdings belegen Vorfälle auf Klassenfahrten und an der Schule aus dem vergangenen Jahr, dass Alkoholkonsum bereits in diesem Alter ein Problem ist. Und wer im Alltag, auf Kirmesfesten und Weihnachtsmärkten die Augen aufmacht, bemerkt dies ebenfalls. Aus diesem Grund führten mit Unterstützung der Schulleitung Christof Trümner und Alexander Funk einen Projekttag durch, an dem alle 8. Klassen des Gymnasiums teilnahmen. Sie kamen damit der am 5. Dezember von Sabine Bätzing, der Drogenbeauftragten der Bundesregierung gestarteten Kampagne „Keep cool, stay gold“ zuvor, die sich gegen das Komma- und Flatrate-Trinken richtet.
In dem in der Schule gezeigten Film sahen die Schüler, wie in einer Nacht fünf Jugendliche im Alter von 12 bis 16 Jahren mit einer Alkoholvergiftung in eine Klinik eingeliefert wurden und dann unansprechbar und in Windeln gewickelt in Krankenhausbetten lagen. Arbeitsgruppen arbeiteten den Film und zusätzliche Informationen zum Thema auf. In einer Podiumsdiskussion unter Leitung der Kollegen Astrid Schweitzer und Hans Fischer trafen schließlich verschiedene Gruppen aufeinander, die ihre jeweilige Meinung zum Alkoholkonsum Jugendlicher vertraten. Natürlich haben die Hersteller alkoholischer Getränke, Diskothekenbesitzer und Kirmesveranstalter andere Interessen als Eltern, Schulen und viele Jugendliche. Die Moderatoren der Diskussion, Benjamin Tächl und Raoul Peters, stellten am Ende fest, dass gegen „Vorglühen“, „Komasaufen“ und „Flatrate-Partys“ auf jeden Fall vorgegangen werden müsse. Warum aber viele Jugendliche zum Alkohol greifen, auch wenn er ihnen nicht schmeckt, blieb ungeklärt. Schulleiter Dietrich Heese wies in diesem Zusammenhang darauf hin, dass offenbar das „Mittrinkenmüssen“ und „Mittrinkenwollen“ einen heimlichen Zwang auf die Jugendlichen ausübe. Hier seien alle, die für Jugendliche Verantwortung tragen, gefordert, diese Zwänge als falsch zu entlarven. Das Eintreten für eine konsequente Einhaltung des Jugendschutzgesetzes sei, so Heese, dafür ein wichtiger Schritt.
Als kleinen Erfolg des Projekts „Alkoholprävention“ werten die Organisatoren, dass in der diesjährigen Wanderwoche keine Alkoholprobleme bekannt geworden seien. Die positiven Rückmeldungen der Schüler, Eltern und Lehrer haben das Team bestärkt, das Projekt auch im nächsten Schuljahr fortzuführen.
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Volker Schmidt
Alle (?) gehen zweimal jährlich zum Zahnarzt, viele regelmäßig zum „Gesundheitscheck“. Der allbekannte TÜV prüft weit mehr als nur Kraftfahrzeuge und kritische Verbraucher schauen sich vor dem Kauf Testergebnisse in „Test“ oder „Öko-Test“ an. Geschäftsbilanzen von Aktiengesellschaften werden geprüft und sogar veröffentlicht – aber das ist in diesen Wochen ein ganz anderes Thema.
Realität ist seit dem 18. November, dass vier Inspektoren das Philippinum nach den Kriterien des Instituts für Qualitätssicherung in Wiesbaden das Gymnasium unter die Lupe nehmen. Das Gebäude wird besichtigt, die Mitglieder der Schulgemeinde (Schüler, Lehrer, Eltern, Personal) werden interviewt und die Inspektoren nehmen mit Hilfe eines Beobachtungsbogens den Unterricht in Augenschein.
Die Ergebnisse der Inspektion werden der Schulgemeinde am 15. Januar 2009 vorgestellt. Ausführliche Informationen über das Thema Schulinspektion finden sich auf www.iq.hessen.de.
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Volker Schmidt
Bilder mit wunderbar harmonischen Figuren präsentierten Schüler der Leistungskurse Chemie, Physik und Mathematik am vergangenen Donnerstag im Rahmen der naturwissenschaftlichen Vortragsreihe des Gymnasium Philippinum. In der bis auf den letzten Platz besetzten Aula demonstrierten die Physiker am Beispiel eines Farnblattes anschaulich, dass Fraktale als „Selbstähnlichkeit“ wahrgenommen werden können. Der Ast eines Farnwedels entspricht in seinem Aussehen exakt dem Wedel und jede kleinere Einheit folgt diesem Prinzip. Gleiches gilt auch für die menschliche Lunge, welche, abstrakt dargestellt, die Form eines „Mengerschwamms“ zeigt. Die Chemiker ließen in einer einfachen Versuchsanordnung zur Freude der Zuschauer einen kleinen Silberbaum wachsen. Er folgte in seinem Aufbau dem Modell, das zuvor am Farn erklärt worden war und Ähnlichkeit mit einem Stammbaum hat. Die mathematischen Geheimnisse, die hinter diesen Figuren stecken, brachten die Mathematiker dem Publikum näher. Mit Taschenrechnern und unter Anleitung der Schüler erfuhr das Publikum, wie eine „Julia-Menge“ zu berechnen ist und was sich hinter dem „Sierpinksi-Dreieck“ verbirgt. Schüler fütterten einen Computer mit den entsprechenden Formeln. Mit Hilfe einer Beamer-Projektion konnte dann verfolgt werden, wie jene Bilder entstehen, deren Harmonie einen eigenen Reiz besitzt.
Das Publikum dankte den Schülern und ihren Lehrern Elisabeth Hilt-Seibring, Jörg Lorenz und Wolfgang Radkovsky mit langem Beifall. Die stellvertretende Schulleiterin Renate Geil lobte das von allen gezeigte außerordentliche Engagement und machte neugierig auf den nächsten von Schülern gestalteten Vortrag, der sich am 29. Januar mit der Chaostheorie beschäftigt. Schon am 27. November geht Professor Dr. Thomas Rießinger die Wette ein, dass jeder Mensch ein Mathematiker ist. Der Titel seines Vortrags lautet: Wetten, dass Sie Mathe können!
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Volker Schmidt
Schüler aus der westsibirischen Großstadt Kemerowo waren in den vergangenen Tagen schon zum zweiten Mal Gäste in Weilburg und am Weilburger Gymnasium. Die jungen Leute aus der sechs Zeitzonen entfernten Stadt hatten an einem Projekt des Moskauer Goethe-Instituts teilgenommen und den Hauptpreis gewonnen. Die Fahrt nach Deutschland führte zum Weilburger Gymnasium, das seit fünf Jahren in Zusammenarbeit mit dem Frankfurter Goethe-Institut Austauschprogramme mit Schulen in Sibirien und den zentralasiatischen Staaten organisiert.
In seiner Begrüßung wies Oberstudiendirektor Dietrich Heese unter Hinweis auf die Schülerbegegnungen in Westeuropa nach dem 2. Weltkrieg auf die Bedeutung solcher Programme für die Völkerverständigung hin. Die Gäste aus Kemerowo nahmen am Unterricht teil. Land und Leute lernten sie in ihren Gastfamilien sowie bei Ausflügen nach Kassel, Braunfels, den Opelwerken in Rüsselsheim und einer Schifffahrt auf dem Rhein kennen. Viele von ihnen, so war von den betreuenden Lehrern Rita Heun und Henrik Riesen vom Gymnasium Philippinum zu erfahren, würden später gerne in Deutschland studieren. Die deutschen Schüler bereiten derzeit im Unterricht den Gegenbesuch vor, der sie im Mai nach Sibirien führen wird.
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Dirk Hölscher
Eine ganze Woche lang standen schulische und berufliche Fragestellungen im Zentrum des Projektunterrichts am GPW. Unsere Neuntklässler erhielten eine Schullaufbahnberatung, indem sie darüber informiert wurden, welche Schulen zu welchen Abschlüssen nach Jahrgang 10 führen. Neben einem Bewerbungstraining durch die AOK und einem Besuch beim Berufsinformationscenter der Bundesagentur für Arbeit unterstützten die Klassen- und PoWi-Lehrer das Projekt durch sinnvollen Berufswahlunterricht.
An einem Tag waren 12 Referenten aus verschiedenen Berufen zu Gast, die in mehreren Veranstaltungen über Ausbildung und Tätigkeiten in ihren Berufen informierten. Hier hatten die Schüler die Gelegenheit, sich unter anderem mit Polizisten, einem Tierarzt, einem Juristen, einer Journalistin, einem Elektroingenieur oder auch einem Schauspieler zu unterhalten. Eine Aufgabe für die Schüler bestand darin, sich Informationen für ihren Traumberuf zu organisieren und diesen per Plakat- oder Power-Point-Präsentation darzustellen. Hierbei wurden zum Teil wahre Kunstwerke hergestellt, die von den Schülern selbst bewertet wurden. Die zwanzig besten Präsentationen wurden mit Sachpreisen prämiert. Die Projektwoche mit berufsbildendem Schwerpunkt, die schon seit acht Jahren am GPW stattfindet, fand auch dieses Mal bei Eltern, Lehrern und Schülern nach der Evaluation eine positive Bilanz.
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Dirk Hölscher
In diesem Jahr beteiligen sich viele Schüler an mehreren Wettbewerben im ökonomisch-politischen Bereich.
Planspiel Börse
Trotz oder gerade wegen der aktuellen Finanzmarktkrise gab es eine Rekordzahl an Anmeldungen für das Planspiel Börse. Insgesamt 46 Spielgruppen (ca. 150 Schüler!) aus den Jahrgängen 10 – 13 versuchen vom 6. Oktober bis zum 16. Dezember 2008 mit 50.000 € fiktivem Startkapital in 175 mögliche Wertpapiere zu investieren. Sieger ist, wer am Ende das meiste Geld auf seinem Depot hat. Das Spiel, das inzwischen seit 25 Jahren stattfindet, motiviert, sich mit ökonomischen Zusammenhängen in der sozialen Marktwirtschaft zu beschäftigen und leistet damit einen wichtigen Beitrag zu einer breiten Allgemeinbildung. Zur Zeit liegen 5 unserer Spielgruppen unter den ersten 10 von 130 in unserer Region. Näheres unter www.planspiel-boerse.de.
Bankenplanspiel
Eine Gruppe aus einem Leistungskurs Politik und Wirtschaft aus dem Jahrgang 13 macht bei dem Bankenplanspiel des Bundesverbandes deutscher Banken mit. Hier führen die Schüler eine Bank und übernehmen im Team die Aufgaben eines Bankvorstands. Sie müssen z. B. über Kredit- und Sparzinsen, Aktienfonds, Aufbau eines Filialnetzes u. a. beraten und entscheiden. Die Marktentwicklung, Konjunkturlage, das Verhalten der Konkurrenz, die gesetzlichen Rahmenbedingungen und die Vorschriften der Zentralbank müssen beobachtet werden. So erleben die Schüler hautnah, wie Marktwirtschaft und Wettbewerb funktionieren. Ziel ist es, seine Bank auf Platz 1 innerhalb seiner Spielgruppe zu führen, um im Finale nach Berlin zu kommen. Insgesamt nehmen bundesweit 850 Teams mit über 4000 Schülern am Schulbanker-Spiel teil. Weitere Informationen unter www.schulbanker.de.
JUNIOR-Schülerfirma
In diesem Schuljahr haben sich in den Leistungskursen Politik und Wirtschaft von Herrn Schmidt und Herrn Hölscher wieder Schülerfirmen gegründet. Hier geht es darum, innerhalb eines Schuljahres ein „echtes“ Unternehmen zu betreiben, das sich selbst Löhne bezahlt und Sozialabgaben an JUNIOR (Institut der deutschen Wirtschaft) abführen muss. Ein Startkapital wird über den Verkauf von Aktien erreicht. Über das an unserer Schule schon mehrfach erfolgreich durchgeführte europaweite Projekt mit Wettbewerb informiert auch die Internetseite www.juniorprojekt.de.
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Gerhard Becker
Nach dem letzten großen Konzert in der Weilburger Schlosskirche hat der Philippinum Chor ein Programm für den etwas kleineren Rahmen erarbeitet: Der Chor hat am 24. und 25. September 2008 in Aula des Gymnasium Philippinum Weilburg den Kabarett-Abend „Der Auftritt“ aufgeführt.
Weilburg kommt ins Fernseh´n – in die Sendung „Land und Leute“. Natürlich soll auch eine Weilburger Musikgruppe die Stadt in dieser Sendung repräsentieren. Nur welche? Der Gesangsverein Harmonia-Treue 1847 e.V. erhält vom Bürgermeister den Auftrag diese Gruppe in Form eines groß angelegten Castings auszusuchen. Die nächste Jahreshauptversammlung wird daher zu einer Castingshow, in der aber auch heftig über interne Vereinsprobleme gestritten wird.
Der turbulente Abend rund um die fiktive Jahreshauptversammlung des Gesangsvereins Harmonia-Treue 1847 e.V. wurde von Schülerinnen und Schülern des Philippinum Chors gestaltet – mit solistischen Beiträgen, im Ensemble und im Chor. Geboten wurde wird viel Komik, Musik, Chansons und Kabarett.
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Volker Schmidt
Am zweiten Schultag begrüßte Oberstudiendirektor Dietrich Heese 166 Sextaner und ihre Eltern in der frisch renovierten Kreissporthalle des Gymnasium Philippinum, dem, so Heese, „Wohnzimmer“ der Schule. Aufgeteilt in 6 Klassen, zu denen erstmals zwei Singeklassen gehören, machen sich die neuen Schüler ab Mittwoch auf ihren Weg zum Abitur. Dabei würden sie, meinte der Schulleiter, erleben, welche Auswirkungen die anstehende Sanierungen haben, an derem Ende eine helle, freundliche Schule mit großen Räumen stehen werde. Diese Aussicht sei ein Ansporn auf einem Weg, an dessen Abschluss nach 8 Jahren aus Sextanern junge Menschen mit einem gesunden Selbstbewusstsein ständen. Diesen Prozess verdeutlichte Heese mit der Geschichte des Schwächlings und Sitzenbleibers Bastian aus Michael Endes „Unendliche Geschichte“. Nachdem Bastian vom „Wasser des Lebens“ getrunken hat, sind all seine Schwächen überwunden und ein selbstständiger Mensch tritt ins Leben. Solche Menschen, sagte Heese, seien dann jene Freunde, denen man vorbehaltlos vertrauen könne.
Um das zu erreichen, gelte es nun, zu lernen, anstatt zu spielen. Neu für die Schule sei dabei auch die konsequente Umsetzung der Freiarbeit unter Federführung von Oberstudienrätin Carmen Rosenstiel-Stahl in den Klassen 5 und 6. Es sei geplant, dieses Konzept auch in den folgenden Klassen weiterzuführen. Schüler müssten jene sozialen Fähigkeiten erwerben, die heute die Voraussetzung des eigentlichen Lernens bildeten. Mit ihrem entschleunigten Zeitrhythmus habe die Schule dazu bereits erste Voraussetzungen geschaffen. Am Ende seiner Rede dankte Heese Studiendirektorin Annegret Weigel für ihre Arbeit und forderte Lehrer und Eltern auf, den Schülern zu helfen, wenn sie sich nun auf den Weg machten, den „Lernberg“ zu erklimmen.
Schulelternbeiratsvorsitzender Bernhard Wehner ermunterte in seiner Begrüßung die Sextaner, auf der Wanderung zum Abitur nie zu verzagen, sondern mutig weiterzugehen. Dabei sollten sie vor allem auf die „Wegweiser“, ihre Eltern und besonders die Lehrer, achten, um ihr Ziel erfolgreich zu erreichen.
Die neuen Klassenleiter sind Gudrun Ehlert-Lorenz, Jörg Freihold, Alexander Funk, Stefanie Kanthak, Janina Schmidt und Carmen Rosenstiel-Stahl. Bei ihrer Arbeit werden sie von je zwei Schulpaten aus der Jahrgangsstufe 11 unterstützt, die den Neulingen in ihrem Alltag zur Seite stehen. Eugen Rudolf Ancke für den Ehemaligenverein „Wilinaburgia“ und Karl Georg Jung-Seibel für den „Gymnasialschulverein Weilburg e.V.“ informierten die Eltern nach der Klasseneinteilung über ihre Arbeit. Ohne die Unterstützung der beiden Vereine, meinte Dietrich Heese in seiner Einleitung, seien viele Projekte für die Schulgemeinde nicht zu verwirklichen.
Das musikalische Rahmenprogramm gestalteten das Schulorchester unter der Leitung von Martin Weinbrenner sowie die Philippinum Voices und Minivoices unter Michael Glotzbach. Sketche und Akrobatik, die den Sextanern einen Vorgeschmack auf ihr künftiges Schulleben boten, gab es von der 6e unter der Leitung Sandra Linns, der 6c unter Nadja Gundermann, der 7e unter Martina Zimmermann und der 8f unter Ulrike Tielesch. Richtig ernst für die Sextaner wird es erst ab Freitag, wenn nach der Erkundung der Schule am Mittwoch und der Aufführung des Musicals „Turandot“ am Donnerstag in der Stadthalle der Unterricht nach dem Stundenplan beginnt.
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Volker Schmidt
Landrat Manfred Michel sprach am Dienstag, dem 17. Juni, von einer unendlichen Geschichte, die nun glücklich und zur Zufriedenheit aller zu Ende gegangen sei. Drei Jahre habe die Sanierung der Kreissporthalle gedauert. Eine Zeit die kaum abzusehen war, als es mit der notwendig gewordenen PCB-Sanierung anfing. Schließlich habe sich der Kreis in Zusammenarbeit mit seinem neuen Eigenbetrieb Gebäudemangement zu einer 1,859 Millionen Euro teuren Gesamtsanierung entschlossen; einer Summe für die auch nagelneue Sporthallen erstellbar seien. Das Gesamtkonzept, das nicht nur eine Sporthalle, sondern auch eine Versammlungsstätte inklusive einer zeitgemäßen Betriebskostenstruktur einschließe, habe eine „tolle Sporthalle“ ermöglicht. Spaß am Sport wünschte der Landrat der Schulgemeinde und übergab Oberstudiendirektor Dietrich Hesse auch noch einen Scheck zur Komplettierung der Ausstattung.
Schulleiter Dietrich Hesse war das Aufatmen anzumerken, dass der Sportbetrieb der Schule im neuen Schuljahr endlich wieder in der Kreissporthalle stattfinden kann. Ein besonderes Dankeschön für die lange Wartezeit sei die Kletterwand, die nicht zuletzt für die lange Wartezeit entschädige. Auch für die anstehende Gesamtsanierung der Schule wünsche er sich eine Fortsetzung der guten Zusammenarbeit mit dem Kreis und seinem Eigenbetrieb. Sportfachvorsteher Peter Pankratz hob in seiner Rede die Bedeutung des Sports für das Lernen überhaupt hin. Sport, das hätten Studien gezeigt, fördere die Konzentration, erhöhe die kognitive Leistung und führe zu weniger Aggressionen unter den Schülern. Er dankte auch Dietrich Heese dafür, dass am Philippinum durch die gute Personal- und nun auch wieder bauliche Ausstattung der Sportunterricht nach der Stundentafel erteilt werden könne. Alle Redner dankten den Schülern und dem Kollegium für die Geduld und Entbehrungen während der Sanierung. Spaß beim Sport in der neuen Halle wünschte Landrat Manfred Michel am Ende.
Dass es wirklich Spaß macht, in der neuen Halle aktiv zu sein, zeigten Schülerinnen der Jahrgangsstufe 5 und 11. Wer etwas Geduld nach dem Ende der Veranstaltung hatte, konnte auch den ersten „offiziellen“ Kletterer bewundern: Peter Pankratz.
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Hans Werner Bruchmeier
Fünf strahlende Mädchen nahmen ihre Goldmedaillen im Wiesbaden-Schiersteiner Hafen in Empfang. Gerade hatten Sabrina Henche, Lea Kurz, Annemarie Zinke, Malin Muser und Steuerfrau Aline Bruchmeier beim Landesentscheid „Jugend trainiert für Olympia“ den Gig-Doppelvierer der Jahrgänge 1991-1993 gewonnen und damit das Ticket für das Bundesfinale im September in Berlin erkämpft. Auch der Nachwuchs landete auf den Medaillenplätzen.
Nach den Vorläufen auf der 1.000 m – Strecke war das Weilburger Quartett als Zweite im Renn-Doppelvierer, aber im Gig-Doppelvierer als Zeitschnellste für das Finale qualifiziert. So schien die Crew dann auch im Rennboot nicht mit voller Konzentration in das Rennen zu gehen, und lag zur Streckenhälfte schon zurück. Auf der Ziellinie trennte sie vom Sieger aus Limburg eine Bootslänge, zum Zweiten aus Hanau fehlten vier Zenhntel Sekunden. Dafür gingen Henche / Kurz /Zinke / Muser /Bruchmeier dann im Gig-Vierer taktisch klug an den Start, überließen den Skullerinnen aus Kassel und Hanau die Startphase ohne zu „überdrehen“, und zogen mit einem mächtigen Zwischenspurt zur Streckenhälfte in Front. Diesen konnten die Mädchen des Philippinums bis ins Ziel auf deutliche zwei Bootslängen ausbauen und siegten vor Kassel, Hanau, Eschwege und Frankfurt.
Nach einem Jahr Pause ist damit zum siebten Mal ein Weilburger Boot in Berlin dabei. Die Überraschung war der neuformierte Mädchen-Vierer im Jahrgang 1994. Erst seit wenigen Wochen sitzen die Schülerinnen der Klasse 7 im Boot, boten aber durch die einzelnen Rennen immer bessere Zusammenarbeit. Im Rennvierer qualifizierten sich Fabienne Frensch, Vanessa Weiß, Elisabeth Heinz, Vivien Vollmer, Steuerfrau Lea Kurz mit einem zweiten Platz für das Halbfinale, in dem sie dann als Dritte knapp das Finale verpassten. Dafür überraschten sie auf der 500 m – Strecke im Gig-Vierer, wo sie den Vorlauf und das Halbfinale klar gewinnen konnten. Mit ein wenig mehr Routine wäre hier sogar Gold möglich gewesen, doch die technisch besseren Mädchen des Friedrichsgymnasium Kassel setzten sich im Endspurt knapp durch. Die Silbermedaille für das Philippinum sollte für die Mädchen ein Ansporn für die Zukunft sein. Martin Wetzig / Christian Laux nutzen Wiesbaden für einen Start im Doppelzweier 1989 – 1990. Hier gab es direkt das Finale, in dem die Routiniers aus dem Riemenrudern bis zur Streckenhälfte mit Gießen gleichauf lagen, dann aber etwas zurückfielen und die Silbermedaillie vor zwei Mannschaften aus Eschwege und dem Boot aus Hanau erkämpften.
Lukas Kittler, Fabian Bindenberger, Jan-Patrick Hochgürtel, Marvin Späth, Steuerfrau Aline Bruchmeier qualifizierten sich im Rennvierer 1994 / 95 für das Halbfinale, wurden nach einem Skullbruch dort aber Letzte und schieden aus. Im Gig-Vierer erreichten sie aber nach einem zweiten Paltz im Vorlauf und einem Sieg im Halbfinale den Endlauf. Alle Boote lagen auf der Strecke auf einer Höhe und der Zieleinlauf war an Spannung nicht zu überbieten. Die Schillerschule Frankfurt gewann mit drei Zehntel Sekunden vor Limburg, das Weilburger Boot nur zwei Zehntel Sekunden dahinter auf dem Bronzerang vor Hanau. In diesem Rennen hatten das Philippinum auch eine jüngere Crew am Start. Michael Kittler, Konstantin Henß, Jannis Muser uns Sean Field gewannen ihren Vorlauf, schieden dann im Halbfinale als Dritte aber aus. Im Renn-Vierer wurden sie Vierte und kamen nicht weiter. Pech hatten Niklas Hörle, Patrick Simon, Ferdinand Lößl, Jonas Erbe, die im Vorlauf des Gig-Vierers auf die späteren Sieger aus Kassel trafen und nach Behinderung durch das Frankfurter Boot als Dritte unter Wert sofort ausschieden.
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Acht Siege für die Ruderer des Gymnasium Philippinum Weilburg
Hans Werner Bruchmeier
Mit einem großen Aufgebot konnte das Gymnasium Philippinum Weilburg bei der diesjährigen Schülerregatta in Kassel an den Start gehen und in Rennen Siege errudern. Dabei ging es für die Vierermannschaften schon um eine Standortbestimmung für den Landesentscheid „Jugend trainiert für Olympia“ am kommenden Wochenende in Wiesbaden, bei dem sich die Weilburger wieder eine Qualifikation für das Bundesfinale in Berlin erhoffen. Hier dürften die Vierer mit Sabrina Henche, Aline Bruchmeier, Annemarie Zinke und Malin Muser wohl noch die besten Chancen haben, sie wurden im sowohl im Gig-Doppelvierer als auch im Rennboot als schnellste Hessinnen Zweite, hier dominierte die Schulhochburg aus Osnabrück.
Auf eine Außenseiterchance hoffen Niklas Hörle, Patrick Simon, Ferdinand Lößl und Jonas Erbe, die gegen die starken Niedersächsischen Schulmannschaften über 1000 m ihren ersten Sieg einrudern konnten und auf der Kurzstrecke jeweils einen dritten Platz im Renn-Doppelvierer und hartumkämpft im Gig-Doppelvierer erreichten.
Leider zu spät in Fahrt ist der Doppelvierer der Jungen gekommen. Hier mussten Lukas Kittler, Fabian Bindenberger, Jan-Patrick Hochgürtel und Marvin Späth im Rennboot aufgrund technischer Mängel noch mit Platz drei zufrieden sein, konnten sich aber im Gigboot deutlich besser in Szene setzen und wurden Zweite.
Der jüngeren Jungen-Doppelvierer mit Jannis Muser, Michael Kittler, Konstantin Henß und Sean Field erruderten in ihrem ersten gemeinsamen Rennen im Gig-Doppelvierer über 650 m den dritten Platz. Großer Jubel im Weilburger Boot, als sie im zweiten Rennen mit Bestzeit aller 12 Mannschaften ihren ersten Sieg erkämpft hatten.
Leider nicht im „Jugend trainiert“-Programm enthalten ist der Mixed-Doppelvierer. Hier hätte das Philippinum mit Fabienne Frensch, Doreen Riepel, Lukas Kittler und Fabian Bindenberger beste Chancen, denn sie gewannen ihr Rennen mit deutlichem Abstand. Lea Kurz sorgte im Schülerinnen –Einer für den letzten Sieg. Martin Wetzig wurde Zweiter in seinem Lauf, ebenso Riepel / Frensch im Doppelzweier.
Die Nachwuchsruderer Janis Schmitt, Marvin Späth, Jan-Patrick Hochgürtel und Fatih Seyfi mussten den Trainingsvorsprung ihrer Gegner anerkennen und wurden Dritte bei den Junioren C, ebenso wie Fabienne Frensch nach einem spannenden Einerrennen und Nico Wirbelauer, Enrico Schneider, Christian Brückner und Jan-Patrick Hochgürtel zweimal im Gig-Doppelvierer.
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Dirk Hölscher
Nachdem sich beide Weilburger Schülerfirmen, Playtime und WAVE PRINT, durch das Einschicken der monatlichen Buchführungsunterlagen, eine rege Geschäftstätigkeit und einen Geschäftsbericht unter die letzten neun hessischen JUNIOR-Unternehmen qualifiziert hatten, fand nun am 08.05.08 das Landesfinale im Congress-Park Hanau statt. Hier galt es einen Messestand zu bauen, zwei Interviews von Wirtschaftsfachleuten zu bestehen sowie eine fünf minütige Präsentation auf der Bühne zu zeigen. Zusätzlich zählten noch die Geschäftsidee und der Gesamteindruck der Firma. Bis auf die Geschäftsidee (Marketing, Art und Design) lagen die Schüler-Unternehmer von WAVE PRINT aus dem PoWi-LK 2 aus Jahrgang 12 immer an der Spitze. Das große zeitliche und persönliche Engagement (durchschnittlich wurden 66,5 Stunden von jedem Schüler neben dem normalen Unterricht für das Projekt gearbeitet) hat sich allerdings gelohnt.
Stolz nahmen unsere Schüler die Urkunde über den zweiten Platz und den Preis von 300,-€uro aus den Händen des hessischen Wirtschaftsministers Alois Rhiel entgegen. Zusätzlich erhält jeder Schüler nach Auflösung der Firma ein Zertifikat, das ihn als jungen Unternehmer ausweist und bei Betrieben hoch angesehen ist.
Die Wave Print-Präsentation als Videodownload
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 - Hielten die Abiturrede: Christian Schmidt, Jonas Bender und Daniel Keis
Volker Schmidt
„Ab heute sind wir reif!“, das stellten für die 148 Abiturienten des Gymnasium Philippinum Jonas Bender, Daniel Keis und Christian Schmidt in ihrer gemeinsamen Ansprache bei der Entlassungsfeier in der Kreissporthalle am Freitag fest. Dabei waren sie durchaus selbstkritisch und bekannten sich zur Verantwortung, die sie jetzt mit ihrem „Reifezeugnis“ erhalten hätten. Sie erklärten, dass nicht nur sie den gymnasialen Bildungsstand erreicht hätten, sondern dass es auch einen Standard für die Lehrer gäbe. Hier forderten sie eine konsequente Ausschöpfung der Notenskala und vor allem die Vermittlung einer grundlegenden Methodenkompetenz an die Schüler, um zukunftsfähig zu sein.
Schulleiter Dietrich Heese freute sich, dass nach aufwändiger Sanierung die Abiturientenverabschiedung wieder in der Kreissporthalle stattfand. In seiner Rede griff er das Thema Reife ebenfalls auf und erläuterte dazu Jean-Jacques Rousseaus Satz: „Auf seine Freiheit verzichten, heißt auf seine Menschenwürde, Menschenrechte, selbst auf seine Pflichten verzichten.“ Wer nicht akzeptiere, dass Pflichten zu erfüllen seien, setze Menschenwürde und Menschenrechte aufs Spiel, und erinnerte unter Verweis auf manche Vorfälle im vergangenen Jahr an den Unterschied von Freiheit haben und sich die Freiheit herausnehmen. Im Paragraph 2 des Hessischen Schulgesetzes sei das Leitbild des mündigen Bürgers beschrieben, der nicht nur für seine hemmungslose Selbstverwirklichung lebe. Es komme, so Heese, darauf an, den Zusammenhang zwischen Freiheit und Verantwortung zu sehen, Freiheit couragiert zu verteidigen und dafür auch Nachteile in Kauf zu nehmen. Das nicht zuletzt durch die Globalisierung bedrohte Gleichgewicht zwischen Selbstverwirklichung auf Kosten der Allgemeinheit und der Erhaltung eines sozialen Gemeinwesens müsse gewahrt bleiben. Der Schule, das zeige das diesjährige Abitur, sei es fast durchweg gelungen, den Schülern das im Schulgesetz formulierte Leitbild zu vermitteln. Am Ende dankte er den Eltern und dem Kollegium für die geleistete Arbeit sowie dem Ehemaligenverein „Wilinaburgia“ und dem Schulverein für die materielle Unterstützung der Bildungsarbeit.
Bernhard Wehner, Vorsitzender des Schulelternbeirates, gratulierte zum Abitur. Stolz könnten die Schüler über das Erreichte sein, sich freuen und für einen Moment entspannen. Die Schüler hätten jetzt eine solide Basis, um Verantwortung zu übernehmen und sich den Herausforderungen der Zukunft zu stellen. Es gelte intelligente ökonomische, ökologische und soziale Lösungen für den Planten Erde zu finden.
Horst Klassen überbrachte die Glückwünsche der „Wilinaburgia“. In seiner Rede, die das Abitur-Motto „I believe I can fly“ aufgriff, wünschte er sich von den Schülern Erfindergeist und Mut. Den Weg finde man im Lied. Liebe helfe aus der Hoffnungslosigkeit, der eigene Wille lasse einen die Ziele erreichen und alles habe seinen Anfang im eigenen Innern. Am Ende forderte er die Abiturienten dazu auf, der Schule und der Stadt Weilburg verbunden zu bleiben. Den Fritz-Glöckner-Preis des Vereins, der für besondere Leistungen in den Bereichen Sprachen, Politik sowie Mathematik und Naturwissenschaften verliehen wird, übergab er an Martin Zimmermann, Daniel Martin Leimbeck und Stefan Schulz.
Den Apollinaire Preis der Robert Bosch Stiftung überreichte Schulleiter Dietrich Heese an Alexandra Fries. Die Auszeichnung der Deutschen Physikalischen Gesellschaft ging an Alexandra Fries, Felix Hamborg, Andreas Müller, Nicolas Rohloff und Stefan Schulz, der auch den Buchpreis der Gesellschaft erhielt. Eine besondere Würdigung erfuhren auch die Schüler, die mit Studiendirektor Günter Jakob am Wettbewerb „Europäisches Jugendparlament“ teilgenommen hatten. Im Frühjahr hatten sie es bis ins europäische Finale geschafft. Neben Günter Jakob leiteten Gudrun Ehlert-Lorenz, Egon Jung, Michael Rangol, Markus Horz, Erhard Sames, Jörg Lorenz und Reinhard Seibring die insgesamt 8 Tutorengruppen.
Für den festlichen Rahmen sorgte das Schulorchester unter Leitung Martin Weinbrenners und gleich drei Vokalensembles unter der Leitung von Michael Glotzbach. Dabei erhielt das erstmals auftretende „Männerensemble“ mit seinem „kleinen grünen Kaktus“ den stärksten Applaus.
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Thilo Pfeiffer
Zwei Physik-AGs des Philippinums haben beim Physik-Wettbewerb explore-science im Mannheimer Luisenpark ihre Geschosse im Vergleichskampf mit über 100 anderen Teams unter Beweis gestellt. Aufgabe ware es, ein rohes Ei unbeschadet über eine Distanz von 10 m fliegen zu lassen. In der Mitte der Strecke stand eine ca. 3 m hohe Barrikade. Hatten die jüngeren Schüler sich auf das Schleuderprinzip verlassen, so hielt die ältere Gruppe das Prinzip der Armbrust als Abschussmechanismus für sinnvoller. Beide Gruppen konnten in einigen aber nicht allen drei Durchgängen Erfolge verzeichnen. Dies war daher nicht genug, um auf einem der vorderen Plätze zu landen, doch eine Gruppe erhielt einen mit 100 Euro dotierten Sonderpreis für die Konstruktion mit der größten technischen Rafinesse. Die Gruppe hatte für eine sichere Landung des Eies einen Fallschirm an das Fluggerät gebaut, der nach ca. 8m Flug automatisch öffnete.
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 - Juliane Lößl, Amrita Großmann und Isabell Zintl sammeln den täglichen Pausenmüll
Volker Schmidt
Einmal vor Augen führen, was es heißt, wenn jeder seinen Abfall achtlos an Ort und Stelle fallen lässt – darum geht es beim „7. Sauberhaften Schulweg“ am 17. Juni. Schüler der Jahrgangsstufen 5 bis 11 des Gymnasium Philippinum werden sich an diesem Tag mit Handschuhen, Abfallzangen und Müllbeutel ausrüsten, um dem Müll auf ihren Schulwegen den Kampf anzusagen. Übung im Müllsammeln haben die Schüler durch das alltägliche Müllsammeln in der Schule. „Das ist in der Schule eine Sisyhusarbeit“, meinten Amrita Großmann, Juliane Lößl und Isabell Zintl, die in dieser Woche mit ihrer Klasse 5b Ordnungsdienst auf dem Schulgelände haben. „Fast alle lassen ihre Abfälle einfach liegen, und der Ordnungsdienst räumt hinterher. Manchmal ist es wirklich schlimm.“
Daher wollen 250 Schüler des Gymnasiums am Dienstag zeigen, dass sie die Sauberkeit des öffentlichen Raumes respektieren. Wenn dies im Schulalltag nicht immer funktioniert, so wird die Aktion hoffentlich alle Schüler zum Nachdenken und Nachahmen anregen. Ab 8 Uhr sind die jungen Müllwerker im Stadtgebiet unterwegs. Die gesammelten Abfälle werden um 10.30 Uhr am Marktplatz zusammengetragen, von den Stadtwerken abtransportiert und verwogen. Mit etwas Glück gibt es für die Sammelaktion sogar eine Belohnung. Unter allen teilnehmenden Schulklassen mit ihren rund 35000 Schülern verlost das Hessische Ministerium für Umwelt mit Unterstützung der „Hessischen Ehrenamtskampagne“ 25-mal 400 Euro.
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 - Kein Andrang, sondern das Warten auf die Würstchen
Volker Schmidt
Nachdem im Vorfeld viele Klippen sicher umschifft worden waren, fand am 6. Juni nach langer, langer Zeit wieder ein Oberstufenfest statt. Die SV hatte sich mit den Vorbereitungen in Zusammenarbeit mit der Studienleiterin Elvira Jastrow und Vertrauenslehrer Alexander Funk viel Mühe gemacht, die Logistik vorbereitet und ein Rahmenprogramm auf die Beine gestellt. Würstchen, Kuchen, Getränke – für alles war gesorgt. Ab 15.30 Uhr kam Live-Musik hinzu. Und das Wetter hätte für eine Veranstaltung nicht besser sein können, bei der auch Fußball und Beach-Volleyball gespielt wurden.
Die Bundesrepublik hat nach dem Spiel „Wer wird Bundeskanzler“ (TG Schmidt) nun eine weibliche „Doppelspitze“ mit einer Bundespräsidentin und einer neuen Kanzlerin. Wer wollte, konnte seine DNA konserviert und eingefärbt mit nach Hause nehmen (TG Buch) und sich im chemischen Kochkurs etwas vorkochen lassen, was zu Hause in dieser Qualität kaum möglich ist (TG Hilt-Seibring). Shakespeares „Hamlet“ gab es gleich in drei Filmversionen (TG Klass). Wer ihn jetzt immer noch nicht versteht, sollte die Ferien für das Original nutzen. Dass der Sport-LK im Stadion zu finden war, versteht sich von selbst und für die Verpflegung sorgten die TGs Fister und Pfeiffer.
Wer dabei war, konnte ein paar Stunden genießen, die der schuleigene Teichfrosch mit einem zustimmenden, freudigen und in der Lautstärke sehr moderaten Ton begleitete. Auch eine Libelle schwirrte sichtlich vergnügt zwischen den Binsen hin und her. Stören ließ sie sich nicht; so friedlich und freundlich war es.
Es war so, weil außer den unmittelbaren Akteuren kaum Schülerinnen und Schüler zu sehen waren. Die Abiturienten, nun, mit ihnen war eine Woche nach den Prüfungen nicht zu rechnen, die Elfer, nun, sie waren nicht direkt in die Durchführung einbezogen worden und fühlten sich, obwohl Oberstufe, offensichtlich nicht angesprochen, die Lehrerinnen und Lehrer, von denen es ja etwa 120 an der Schule gibt, nun, sie führten Zeugnislisten, Punkteeingabe, letzte Korrekturen und allgemein die fehlende Zeit als Grund an, nicht zu erscheinen. Dass zeitweise trotzdem mehr Lehrerinnen und Lehrer als Schülerinnen und Schüler im Biotop saßen, ist schon verwunderlich und wirft die Frage auf, wo die Hälfte der immerhin einhundertfünfzig12er verblieben war.
Ob die gewiss hungrigen Sportler nach ihren Turnieren noch schnell ein Würstchen bekamen, ist zweifelhaft. Denn wegen fehlender Nachfrage war der Grill gegen 5 Uhr praktisch außer Betrieb. Kuchen, aber keine Waffeln mehr, alkoholfreie Getränke und, – ja, Bier war noch zu haben. Gut, dass vom Gerstensaft nur vierzig Liter in zwei Fässchen geordert waren. Das zweite kann für die hoffentlich verbesserte und wünschenswerte Neuauflage dann ebenso als Grundstock dienen wie die vielen nicht gegessenen Würstchen und Brötchen.
Vielleicht aber will oder kann niemand mehr Feste feiern, die sich abseits der Konsum- und Kommerzkultur – die inzwischen berüchtigten Abi-Vorfeiern und aktuell das „Public-Viewing“ während der Fußballeuropameisterschaft seien beispielhaft genannt - bewegen, bei denen es um etwas anderes geht, als sich äußerlich und innerlich zuzudröhnen. Die wenigen, die beim Oberstufenfest am Freitag dabei waren, sollten einfach weiter machen. Für Essen und Trinken ist ja bereits gesorgt und tragfähige Ideen für ein Programm zu finden, auch dafür, das zeigte das erste „Oberstufenfest“ nach langer Zeit, ist das Potenzial vorhanden.
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 - Elvira Jastrow bei ihrer Arbeit
Volker Schmidt
Vom 26. Mai bis zum 2. Juni finden die mündlichen Abiturprüfungen statt. Nach dem schriftlichen Abitur vor den Osterferien und den Präsentationsprüfungen vor Fronleichnam gilt es nun für die 153 Abiturientinnen und Abiturienten, die letzte Hürde vor dem zum greifen nahen Ziel zu nehmen.
Studienleiterin Elvira Jastrow leitet von ihrem „Rechenzentrum“ aus seit vielen Jahren die Prüfungen. Sie trägt die Ergebnisse der mündlichen Prüfungen ein und rechnet nach der letzten Prüfung die Gesamtnote aus. Solange müssen sich die Schülerinnen und Schüler gedulden, bis sie ihre Ergebnisse erfahren. Eine spannende und Nerven aufreibende Sache für alle Beteiligten, bevor es am 13. Juli zur feierlichen Entlassung der Abiturientinnen und Abiturienten in der Kreissporthalle kommt.
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Volker Schmidt
In einer Veranstaltung zu diesjährigen Europawoche und gerade noch rechtzeitig vor der Verabschiedung des Lissabonner Vertrags durch den Bundesrat am 23. Mai stellte sich der Europaabgeordnete Michael Gahler (CDU) den Fragen von Schülern der Klassen 10a, b und f des Weilburger Philippinums. Sie wollten wissen, was es mit dem im Vertrag gestärkten Subsidiaritätsprinzip auf sich hat, ob die nationalen Parlamente wirklich mehr in die Entscheidungsprozesse eingebunden werden, was aus der in Deutschland noch eingeschränkten Arbeinehmerfreizügigkeit im Jahr 2011 werden wird, wie es um den Beitritt der Türkei steht und wie er den Lissabonner Vertrag insgesamt bewerte. Viel Lob erhielten die Schüler von Michael Gahler für ihre kurzen Vorträge. Sie hätten die Probleme richtig dargestellt und entscheidende Fragen formuliert. Der Entscheidung über den Türkeibeitritt werde, nicht zuletzt durch die strengen Kopenhagener Kritierien auf Seiten der EU, aber auch durch die innenpolitischen und wirtschaftlichen Probleme in der Türkei noch eine Weile auf sich warten lassen. Das Subsidiaritätsprinzip sei, so Gahler weiter, ein wichtiger Punkt europäischer Politik, weil er eng mit der Akzeptanz der Union bei den Bürgern zusammenhänge. Bei der Frage der Arbeitnehmerfreizügigkeit dämpfte er die Befürchtung, Deutschland werde in wenigen Jahren von billigen Arbeitskräften bedrängt. Schon heute könne man sehen, dass bei einem im Heimatland steigenden Lohnniveau viele ausländische Arbeitnehmer dorthin zurückkehrten. Gerade das sei auch ein Erfolg europäischer Politik. Insgesamt bewertete Gahler den Lissabonner Vertrag als einen weiteren wichtigen Schritt hin zu einem mehr an Europa. Insbesondere die erneut erweiterten Kompetenzen des Europäischen Parlaments, im kommenden Jahr findet die nächste Wahl statt, seien ein Fortschritt, der die Europäische Union ein Stück weiter mit ihren Bürgen verbinde.
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Volker Schmidt
Nicht alltäglich war die Siegerehrung für Schüler des Gymnasium Philippinum in Weilburg beim Bundeswettbewerb Fremdsprachen 2008 in der Wiesbadener Elly-Heuss-Schule am 20. Mai. Denn nur drei Prozent der etwa 7000 Schüler, die an den Einzelwettbewerben und von den 3000 Gruppen die an den Gruppenwettbewerben bundesweit teilnehmen, erhalten für ihre Leistungen eine Auszeichnung oder einen Preis. So konnte sich die Klasse 8a unter Leitung von Frau Gerlinde Ancke über einen dritten Preis für ihren Beitrag „Why?“ freuen. Fast schon eine Selbstverständlichkeit war hingegen der zweite Preis für Mara Austerschmidt, Mike Berger, Freya Köster, Pia Köster und Lorenz Schröder. Wie der Landesbeauftragte für den Fremdsprachenwettbewerb, Thomas Boiselle, bei der Gratulation feststellte, war die Gruppe im vergangen Jahr sogar bis in die bundesweite Endrunde gelangt. Diesmal wurde ihre Kurzverfilmung „Hamlet – the Prince of Denmark“ prämiert. Klassenlehrer Volker Schmidt hatte die Gruppe beraten, die zwei Monate intensiv an ihrem Projekt gearbeitet hatte. Neugierig seien sie gewesen, wie man dieses nicht einfache Drama auf 15 Minuten reduzieren und verfilmen könne, neugierig auch darauf, wie gut ihr Englisch im Vergleich zu Schülern anderer Schulen sei, meinte Mike Berger. Allerdings sei es auch manchmal nervig gewesen. Wenn eine kurze Szene elfmal gedreht werden musste, seien ihm schon Zweifel an ihrem Vorhaben gekommen. Kreativität und Teamgeist hätten jedoch, so Lorenz Schröder, am Ende über solche Tiefpunkte gesiegt. Glücklich war auch Alina Celebcigil die für ihre Leistungen in Latein ausgezeichnet wurde.
Die offiziellen Redner des Tages, unter ihnen auch Kultusminister Jürgen Banzer, hoben die Bedeutung der Fremdsprachen für die Exportnation Deutschland hervor. Auch zur Standortbestimmung der eigenen Leistung sei der Bundeswettbewerb bestens geeignet. Die Wiesbadener Schuldezernentin Rose-Lore Scholz vergaß nicht, die Schüler und die sie betreuenden Lehrer für ihre Leistungen und ihr Engagement zu loben. Die Ehrung würdige die erbrachten Leistungen und erkenne sie ausdrücklich an. In seinem Grußwort machte der Vorsitzende der Bundesjury, Friedrich Stephan, am Beispiel der Autorin Cornelia Funke deutlich, wie man mit dem Erlernen einer Fremdsprache auch in sich selbst neue Welten entdecken könne. Dies sei ein Grund mehr, an der nächsten Runde des Wettbewerbs teilzunehmen.
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Nina Bartzsch/Volker Schmidt
Seit dem 16. Mai hat das Gymnasium Philippinum mit Studiendirektorin Renate Geil wieder eine stellvertretende Direktorin. Für ein halbes Jahr ist sie zunächst kommissarisch mit den Aufgaben einer Stellvertreterin betraut. Die Stundenplangestaltung ist dabei ihre nach außen hin sichtbarste, aber auch, wie Oberstudiendirektor Dietrich Heese betonte, konfliktträchtigste Aufgabe. Heese ist sich jedoch sicher, dass mit der aus Nordhessen stammenden Mathematikerin und Naturwissenschaftlerin die richtige Frau die Nachfolge von Gabriele Abraham antritt. Renate Geil werde der Schult gut tun, meinte er.
Seit 1994 unterrichtet Renate Geil am Philippinum Mathematik und Physik. Als Fachbereichsleiterin Mathematik und Naturwissenschaften hat sie wesentlich dazu beigetragen, dass sich die Schule pädagogisch weiter entwickelt. Daran sei ihr, so die neue Stellvertreterin, auch weiter gelegen. Erst nach reiflichen Überlegungen habe sie sich auf die Stelle beworben. Nach wie vor sei es ihr Ziel, der Schule ein Profil zu geben, das die Schulgemeinde stolz sagen lasse: „Das ist meine Schule.“ Oberstudiendirektor Dietrich Hesse wünschte Renate Geil, vor allen starke Nerven und überreichte ihr dafür das Buch „Schiller für gute Nerven“. Als äußeres Zeichen übergab er noch die „kleine“ Amtsglocke, damit ihr auch die Leitung von Konferenzen gut gelinge. Das in der Aula versammelte Lehrerkollegium, Josepha Wilhelm für den Personalrat, die Schülervertretung und die Schülerzeitung „Spektrum“ begrüßten schließlich die neue Stellvertreterin mit langem Beifall.
Hesse vergaß nicht, mit einem Blumenstrauß Studienleiterin Elvira Jastrow für die in den letzten Monaten geleistete „Stellvertreterarbeit“ zu danken. Außerdem freute sich der Schulleiter darüber, dass Studiendirektorin Annegret Weigel mit der Leitung des Fachbereichs Sprachen und musische Fächer betraut wurde. Damit sei nach einem Jahr eine weitere Stelle in der Schulleitung besetzt.
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Volker Schmidt
Anfang Mai hatten sich 34 Schüler des Gymnasium Philippinum mit ihren Lehrerinnen Ulrike Fuhrmann-Grote, Konstanze Keul und der Fremdsprachenassistentin der Schule, Danielle Marty, auf den Weg in Weilburgs Partnerstadt Privas gemacht. Zum fünfzigjährigen Jubiläum der Städtepartnerschaft hatten die Schüler als besonderes Präsent Erinnerungs-T-Shirts im Gepäck. Für den Entwurf hatte Maria Meuser von der Schülerfirma „wave-print“ gesorgt.
Nicht nur die T-shirts stießen in Frankreich auf helle Begeisterung, sondern auch das während der 12-stündigen Busfahrt entstandene „Austauschlied“. Bei jeder Gelegenheit wurde es nach der Ankunft gemeinsam und auch bei den folgenden offiziellen Feierlichkeiten gesungen. Eine gemeinsame Begrüßung der Schüler durch die Bürgermeister der Partnerstädte, Yves Chastan und Hans Perter Schick (parteilos) fand am 1. Mai statt.
Cathie Meylan vom Lycée Vincent d’Indy hatte einmal mehr ein abwechselungsreiches Programm für die Schüler zusammengestellt. So lernten die Schüler aus Deutschland nicht nur das französische Alltags- und Schulleben kennen, sondern hatten auch Gelegenheit, bei schönstem Sommerwetter eine Nougatfabrik, Aigues Mortes und Aven d’Orgnac kennenzulernen. Eine abenteuerliche Kanufahrt von Vallon Pont d’Arc unter der Pont d’Arc hindurch bildete den Höhepunkt der gemeinsamen Aktivitäten. Europa, so Ulrike Fuhrmann-Grote, sei durch diesen Austausch wieder ein Stück weiter zusammengewachsen. Erfreulich sei auch, dass die Motivation, Französisch einmal als Leistungskurs zu wählen, durch die positiven Erfahrungen im praktischen Sprachgebrauch deutlich gestiegen sei.
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Nele Balser
Der 10. Mai dieses Jahres ist ein denkwürdiges Datum gewesen. Denn an diesem Tag jährte sich die Bücherverbrennung der Nationalsozialisten zum 75. Mal. Dies war für Dr. Frank Schmidt (SPD), Bundestagsabgeordneter für den Landkreis Limburg-Weilburg, Anlass genug, fünf Schulen des Landkreises fünf Bücher von Autoren zu überreichen, die damals in allen Universitätsstädten verbrannt wurden.
Schmidt sagte, es gebe keinen besseren Ort für die mahnende Erinnerung an dieses Ereignis als die Aula des Gymnasium Philippinum Weilburg, da man sich hier direkt neben einer der ältesten Schulbibliotheken Hessens befinde. Er erinnerte: „Man muss hier offen benennen, dass Kulturgut, Werke großer deutscher Dichter einfach aus dem Gedächtnis der Menschen getilgt werden sollten.“ So wurden am 10. Mai 1933 und den folgenden Tagen Bücher von Gegnern des Nationalsozialismus verbrannt, von Brecht über Freud, Mann und Marx bis zu Tucholsky.
Nur ein Mensch, der ungehinderten Zugang zur Literatur habe, könne abwägen und verstehen.
Dies solle in der Schule geschehen. Schulleiter Dietrich Heese führte an, dass die Schule die Schüler zum kritischen Umgang mit Literatur anleite, damit sich ein zehnter Mai 1933 nicht mehr wiederhole.
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Dirk Hölscher
Die beste Schülerfirma Hessens wird am Donnerstag, 08.05.08 im Congress Park Hanau gesucht. Bis unter die letzten 10 Firmen haben es unsere beiden Unternehmen am GPW geschafft. Nach Besuchen von Messen in Darmstadt und Remscheid sowie der Geschäftstätigkeit und dem Einschicken von monatlichen Buchführungsunterlagen und einem Geschäftsbericht haben sich beide Unternehmen nun qualifiziert. Am Wettbewerbstag müssen ein Messestand gebaut werden, eine Präsentation auf der Bühne gezeigt und bewertete Interviews mit Wirtschaftsfachleuten geführt werden. Am Ende wird der Wirtschaftsminister Alois Rhiel vor vielen Medienvertretern (Zeitungen, Radio, Fernsehen) den Siegern gratulieren. Vielleicht ist auch ein GPW-Unternehmen dabei? Wir drücken die Daumen.
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Thilo Pfeiffer
Die Schülerfirma Wave-Print bei Bursche am Nachmittag im Radio:
Teil 1 (2,2 MB)
Teil 2 (1,7 MB)
Teil 3 (1,9 MB)
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Volker Schmidt
Gerade rechtzeitig am Beginn der warmen Jahreszeit stellte am Freitag die Biologie-AG am Gymnasium Philippinum dem 1. Vorsitzenden der „Wilinaburgia“ Eugen Rudolf Ancke und Oberstudiendirektor Dietrich Heese zehn neue Sitzbänke und 4 leuchtend rote Mülleimer vor.
Die massiven, etwa 120 kg schweren Holzbänke flankieren den Zugang zum Schulgebäude und bieten in den Pausen endlich eine Sitzgelegenheit für die Schüler.
Die Idee zum Projekt entstand vor Weihnachten in der von Dr. Björn Hendel und Lena Steffens geleiteten Biologie-AG. Bei der „Wililnaburgia“, dem Ehemaligenverein der Schule, fand die Idee ein offenes Ohr. Die Finanzierung der Materialien übernahm der Verein, den Aufbau die AG mit Patricia Derlet, Kim Herche, Felix Humpert, Christian Laux, Jan David Maruska, Anne Mau, Maria Meuser, Sergej Nesterenko, Brigitte Schröder, Lorenz Schröder und Natascha Wright. Die Schüler strichen die von einer heimischen Firma gelieferten Holzteile, vertieften die von Kreismitarbeitern vorgebohrten Löcher, rührten insgesamt 2500 kg Betonestrich an und stellten die zusammengebauten Bänke und die vom Schulträger finanzierten Papierkörbe auf.
Schulleiter Dietrich Heese dankte den Schülern und der „Wilinaburgia“ für die überfällige Verbesserung auf dem weitläufigen Schulgelände. Eugen Rudolf Ancke lobte die geleistete Arbeit und meinte, der Förderung des Lernens dienten auch Pausen, in denen die Schüler sich wohl fühlen. Die Bänke seien dazu ein Beitrag. Er hoffe, dass sie pfleglich behandelt werden, damit sie ihren Zweck lange erfüllen.
Kim Herche übergab schließlich einen Plan, auf dem die Standorte für zehn weitere Bänke eingezeichnet waren. Sie sollen auf dem Gelände unterhalb der Königsbergerstraße aufgestellt werden. Dietrich Heese begrüßte diese logische Fortsetzung des Projekts und Eugen Rudolf Ancke sicherte die weitere Förderung durch die „Wilinaburgia“ zu. Da die Arbeitsgemeinschaft sich nicht nur freitags regelmäßig trifft, sondern auch schon einmal den einen oder anderen Ferientag opfert, könnten die Schüler schon im August auf zehn weiteren Bänken ihre Pausen genießen.
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Volker Schmidt
13 % der ausländischen Mitbürger Weilburgs kommen aus China, etwa doppelt so viel wie aus Italien. 70, bald 100 Unternehmen aus China haben sich in Weilburg niedergelassen. Die Globalisierung macht China zu einem wirtschaftlichen Riesen, an dem niemand auf der Welt mehr vorbeikommt. Und auch politisch ist eine Auseinandersetzung mit der neuen Weltmacht unumgänglich. Was lag also für das Gymnasium Philippinum näher, als die Gelegenheit umzusetzen, einen Chinesisch-Kurs anzubieten. Mit Thomas Klimaschewski hat sich ein kompetenter Lehrer gefunden, dem es Freude bereitet, eine Gruppe wissbegieriger Schüler in einer Arbeitsgemeinschaft zu unterrichten.
In einem 5jährigen Studium, zu dem auch ein Aufenthalt in der Stadt Tianjin in der Nähe von Beijing (Peking) gehörte, hat sich Thomas Klimaschewski die Grundlagen der für uns ungewöhnlichen Sprache erarbeitet. Aber erst im Alltag, im direkten Kontakt mit Chinesen habe er durch harte Arbeit ein Niveau erreicht, auf dem er sicher mit den Menschen aus dem fernen Asien kommunizieren kann. Doch das Lernen höre nie auf. Für unbekannte Situationen müsse er wieder neu lernen. So erweiterten sich, meint Klimaschewski mit sichtbarer Freude, seine sprachlichen Fähigkeiten ständig. Sein Wissen mit Spaß und Begeisterung zu vermitteln, ist ihm wichtig.
Dass es ihm gelingt, zeigt ein Besuch in der Arbeitsgruppe im Raum V 02. Die Atmosphäre ist entspannt, das Lernen soll eben Spaß machen. Herr Klimaschewski erklärt, malt auf und unterstreicht seine Aussagen mit Gestik und Mimik. Ungewohnt ist die Sprache, mit ihren einsilbigen Wörtern aus einem Vokal, dem ein Konsonant vorausgehen und ein Nasal folgen kann. Wichtig ist schließlich der Tonfall, der für die Identität des Wortes entscheidend ist. Im Satz wird das Wort nicht gebeugt. Hinzu kommt die Bilderschrift, die eine Wortschrift ist und keine Spiegelung des Lautkomplexes. Amelie Waldhauer beschreibt das aus ihrer Sicht: „Dadurch dass sich Chinesisch von den romanischen Sprachen komplett unterscheidet, muss man sich überall Eselsbrücken bauen, um sich verschiedene Ausdrücke merken zu können. Ableiten geht da nicht. Zudem besteht die gesamte chinesische Sprache aus vielen Silben, die durch vier verschiedene Betonungszeichen jeweils eine andere Bedeutung erhalten. Die Aussprache ist daher sehr wichtig, denn macht man dabei einen Fehler, kann man unbewusst schon etwas ganz anderes sagen. Und das ist mindestens so kompliziert, wie es sich anhört.“
Nach den Erklärungen ihres Lehrers versuchen die Schüler das Gelernte sofort praktisch umzusetzen. Wer zu diesem Zeitpunkt am Unterrichtsraum vorbeikommt, könnte leicht zu dem Schluss kommen, hinter der Tür fände ein Logopädie-Kurs statt. All diese „shi“, „hi“, „si“, „sheng“ und „shang“.
Bei Nachfragen, was hier denn getrieben werde, und der selbstverständlichen Antwort „Chinesisch-AG!“ bekommt man teils neugierige, teils ungläubige Gesichter zu sehen. Chinesisch am GPW? Ja, die Arbeitsgruppe existiert seit dem Schuljahr 2007/2008. Und der Lernerfolg ist groß. So können die Schüler mittlerweile schon ganz stolz einen kleinen Steckbrief auf Chinesisch verfassen. Außerdem beschränkt sich der Unterricht nicht auf das manchmal zähe schulische Lernen, sondern Ausflüge und Begegnungen mit ortsansässigen jungen Chinesen werden wie bei der Besichtigung der Terrakotta-Armee zur Bewährungsprobe. Demnächst möchten die Schüler mit den Chinesen aus Weilburg zusammen kochen. Chinesisch versteht sich.
Es treffe jedoch zu, so meint ein Schüler, dass die Existenz dieser Arbeitsgruppe viel zu wenigen bekannt sei, bzw. derzeit nur Schüler der Jahrgangsstufe 11 daran teilnehmen könnten. „Schade!“, meinen Nina Bartzsch und Brigitte Schröder. „So ein nicht nur sprachlich, sondern auch kulturell ansprechendes Programm sollte Interessierten nicht vorenthalten werden, egal welchen Alters, damit später möglichst viele Schüler sagen können: ‚Women shuo Zhongwen!’ – ‚Wir sprechen Chinesich!’“
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Karin Keilich
Im Fachbereich der Philipps-Universität in Marburg fand am 04.03.2008 wieder das alljährliche „Chemikum“ statt. 14 Schüler und Schülerinnen trafen sich um 12:00 Uhr am Weilburger Bahnhof. Nach einer halbstündigen Verspätung wegen Sturmschäden konnten wir dann starten. Umsteigen in Gießen und Anbindung an den Stadtbus Marburg liefen dann reibungslos ab. Unser Experimentalnachmittag begann mit einer Einführungsvorlesung im großen Hörsaal zum Thema Nutzpflanzen. Anschließend konnten wir dann im Labor zahlreiche Experimente durchführen.
Zu jedem Versuch gab es detaillierte Anleitungen und Erklärungen, außerdem standen mehrere Studenten zur Beantwortung unserer wissbegierigen Fragen zur Verfügung. Die Versuche hatten interessante Überschriften wie: Smog-Alarm!, Fluoreszierendes Puddingpulver, Untergehende Sonne, Chemischer Garten, Einsteins Vision, Stinkender Fisch u. Ä.
Zudem lernten wir eine Low-Cost-Gaschromatographie kennen und beobachteten die Verbrennung eines Rohdiamanten.
Das Experimentieren ließ uns die Zeit vergessen, sodass wir uns zum Schluss sputen mussten, um Bus und Zug nicht zu verpassen.
Um 19:45 Uhr kamen wir dann in Weilburg an - körperlich müde, aber geistig aktiviert.
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Dirk Hölscher
Am 26.03.08 werden Schüler aus dem 12. Jahrgang im Radiosender You FM über ihre Arbeit in der Schülerfirma „WavePrint“ berichten. Zwischen 14 und 18 Uhr sind mehrere Gespräche des Moderators mit den Schülern geplant. In einem Teil gibt es eine Vorstellung, in einem anderen Teil werden die Schüler gebeten für den Moderator bzw. die Sendung einen Slogan oder ein kleines Marketingkonzept zu entwickeln.
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Sonja Klees
„Bonjour tout le monde, je suis Julien!“, so begrüßte Julien Dujardin am Montag, den 10.03.2008 drei Klassen der Jahrgangsstufe 6, die erst im Sommer mit der 2. Fremdsprache angefangen haben und ganz gespannt ihren Gast erwarteten. Im Gepäck hatte der Referent des France Mobil Humor und eine einige authentische Materialien, wie z. B. französische Chansons, die die Schülerinnen und Schüler auf spielerische Weise zum Sprechen anregen sollten. Französisch spricht man aber nicht nur in Frankreich – einen unterhaltsamen Einstieg in die Francophonie hatte an diesem Vormittag auch die Klasse 8b.
Auf Einladung der Französischlehrerin Sonja Klees machte das France Mobil, eine Initiative der französischen Botschaft und der Robert Bosch Stiftung, bereist zum dritten Mal Station am GPW.
Auf dem Foto: die Klasse 6c mit ihrer Französischlehrerin E. von Seggern und S. Klees.
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Volker Schmidt
Gleich 35 französische Schüler aus Weilburgs Partnerstadt Privas und 25 spanische Schüler aus Girona, der Hauptstadt der Costa Brava, sind am vergangenen Wochenende angereist und verwandeln das Gymnasium Philippinum für eine Woche in eine Schule, die den europäischen Gedanken lebt. Dies betonte Oberstudiendirektor Dietrich Heese bei der Begrüßung der Gäste am Montag, bei der Cathie Meylan und Josepha Wilhelm dolmetschten. Heese fügte hinzu, der seit Jahren praktizierte Austausch ermögliche es, Sprache und Kultur des Gastlandes authentisch kennen zu lernen. Die Unterbringung in den Gastfamilien, die Teilnahme am Unterricht und die gemeinsamen Unternehmungen garantierten den Erfolg des zu einer bewährten Tradition gewordenen Austauschprogramms.
So freuen sich die französischen Schüler, die von Cathie Meylan und ihrer deutschen Assistentin Hanne Lamparter begleitet werden, auf einen Tag am Frankfurter Museumsufer, während die Spanier Mainz und das Gutenbergmuseum erkunden. Für die spanischen Lehrerinnen Olga Busquets und Virginie Inda ist es der erste Besuch in der Lahnstadt. Bürgermeister Hans-Peter Schick (parteilos) empfängt beide Gruppen im Heimat- und Bergbaumuseum. Zum Programm gehören natürlich eine Stadt- und Schlossführung. Eine besonders intensive Begegnung verspricht der gemeinsame Ausflug zur Diezer Eissporthalle zu werden. Französisch, Spanisch, Deutsch und zur Not auch Englisch werden auf der Eisfläche die Verständigung untereinander ermöglichen.
Dass der Notnagel Englisch tatsächlich hilft, zeigte übrigens die musikalische Begrüßung durch die Philippinum Voices unter Leitung von Michael Glotzbach. Begleitet von Gina Gaul (Flöte) und der Lehrerband mit Martin Weinbrenner, Dirk Hölscher und Jörg Lorenz gab es Swing-Melodien zu hören, die alle kannten und verstanden.
Auf Seiten des Gymnasiums lag die Organisation des Besuchs in den bewährten Händen von Ulrike Fuhrmann-Grote für den Austausch mit der Partnerschule in Privas und von Gudrun Ehlert-Lorenz sowie Josepha Wilhelm für die Gäste aus Spanien. Die drei Lehrerinnen lobten am Rande einmal mehr das Engagement der Gastfamilien, ohne dass sich das Austauschprogramm nicht verwirklichen ließe. Insbesondere an den Wochenenden sorgten die Gastgeber für ein abwechselungsreiches Programm, das die individuellen Wünsche der Schüler aufgreife.
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Sportkurse zum achten Mal im Zillertal
Hans-Werner Bruchmeier
Zum achten Mal in Folge zogen insgesamt 60 Schülerinnen und Schüler ihre Spuren in den „g’führigen“ Schnee des Hochzillertals. Unter der Leitung der vier Sportlehrer Bruchmeier, Hooss, Pankratz und Trümner sowie zwei Studentinnen wurden nach einer theoretischen und konditionellen Vorbereitung in den Sportkursen die neuesten Erkenntnisse über die Carvingtechnik in die Praxis umgesetzt. Sowohl die Anfänger, die auf den kurzen Big Foots und Snowblades die ersten schneidenden Schwünge erlebten, als auch die Könner erreichten auf den Pisten von Kaltenbach und Zelle am Ziller bis zum Ende des Kurses ein gutes Niveau. An den Abenden wurden zusätzlich Probleme des Skilaufs, alpine Gefahren und Erste Hilfe bei Skiunfällen, sowie Videoaufnahmen der Schüler analysiert. Die gemeinsame Woche in dem Alpengasthof brachte wieder einmal das Erlebnis von „Klassengemeinschaft“ zurück.
Das Bild zeigt einen Teil der Gruppe während einer Tagestour nach Königsleiten vor der Kulisse des Venedigers.
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Das Landesabitur in seiner zweiten Runde
Thilo Pfeiffer, Björn Hendel
Zum zweiten Mal wird in Hessen das schriftliche Landesabitur durchgeführt. Begonnen wird am 6. März mit Mathematik, zwei Wochen später wird das schriftliche Abitur mit Klausuren in Physik beendet. Seit 2007 werden die schriftlichen Abiturprüfungen in Hessen landesweit einheitlich geschrieben. Dies soll die Vergleichbarkeit der Abiturprüfungen erhöhen.
Das Kollegium des GPW wünscht allen Abiturienten viel Erfolg für die Prüfungen.

Die Aufgaben liegen vor: um 7 Uhr diskutieren die Mathematiklehrer des GPW über die bestlösbaren Prüfungsaufgaben für ihre Schülerinnen und Schüler in der Bibliothek.
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Volker Schmidt
Viele Mitglieder der Schulgemeinde hatten dem Tag entgegengefiebert, andere waren skeptisch vor der Premiere des ersten „Tages der offenen Tür“ am Philippinum. Am Ende waren Besucher und Akteure überaus zufrieden, und Oberstudiendirektor Dietrich Heese lobte die Veranstaltung, vor allem aber all jene, die zu den über 100 Programmpunkten beigetragen hatten. Vom Schnupperunterricht für die künftigen Fünftklässler, über praktische Experimente in den Naturwissenschaften und Sport in der Hessentagshalle bis zu Kunst und Musik im Spielmannbau sowie politischen Planspielen reichte das Angebot.
Das Informationsbedürfnis vor allem der Eltern erfüllten Stände zum bilingualen Unterricht, der Hochbegabtenförderung, der pädagogischen Mittagsbetreuung, der Streitschlichtung, der Gewaltprävention und dem Schulsanitätsdienst. Die Schülerzeitung „Spektrum“ war mit einer Leseecke vertreten, die beiden derzeit aktiven Schülerfirmen „playtime“ und „wave-print“ mit Marketing-Ständen. Die „Wilinaburgia“, der Verein der Ehemaligen, und der „Gymnasiale Schulverein“, die beide die Schule ideell und finanziell unterstützen, stellten ihre Arbeit und Ziele vor. Ein Publikumsmagnet waren nicht zuletzt die fast einstündigen Schulführungen, bei denen Schülerinnen und Schüler Interessierte die Schule vom Keller bis zum Dach, vom Musikraum bis zum Chemiesaal, vom Neubau über das Hauptgebäude bis zum Spielmannbau zeigten. Auf eine Wiederholung, soviel ergab ein erstes Resümee, dürfen sich all die freuen, die den ersten „Tag der offenen Tür“ versäumt haben.
Weitere Bilder finden Sie hier!
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Volker Schmidt
Am 23. Februar lädt das Gymnasium Philippinum die Öffentlichkeit erstmals zu einem „Tag der offenen Tür“ ein. Schüler und Lehrer halten die Türen zu Klassen- und Fachräumen weit offen und präsentieren von 10 bis 14 Uhr die ganze Vielfalt des Schullebens.
Ein Programm, das keine Jahrgangsstufe und kein Fach auslässt, zeigt, was sonst hinter den Klassenzimmertüren verborgen bleibt und nur ansatzweise bei Veranstaltungen zu sehen ist. Künftige Schüler und ihre Eltern können so einen Eindruck gewinnen, was das Philippinum bietet, die Bevölkerung erhält die Gelegenheit, die Schule mit ihren 1600 Schülern sowie 120 Lehrern und ihre Arbeit einmal näher kennen zu lernen, Eltern und Angehörige können sich vom Leistungsvermögen ihrer Kinder überzeugen, und Ehemalige bekommen die Chance zu einem Wiedersehen. Mit dabei sind die „Wilinaburgia“, der Verein ehemaliger Angehöriger des Gymnasiums sowie der „Gymnasiale Schulverein“, die beide die Arbeit der Schule auf vielfältige Weise unterstützen. Über 90 Programmpunkte und ein ständiges Mitmachangebot fordern die Neugier heraus. Damit die Übersicht nicht verloren geht, stehen Schüler bereit, die durch das Programm und die Schule lotsen.
So werden unter anderem in der Aula mathematische Zaubereien ebenso angeboten wie Informationen über die 2. Fremdsprache und den bilingualen Unterricht in Englisch. Wie es um die Fremdsprachenkenntnisse der Schüler steht, kann man in den Veranstaltungen „Microeconomy – an introduction“ (Klasse 12), „Un rap francais“, der Aufführung „Roman Rulers“ oder dem Film „Nuovo rumbo a la vida“ erfahren. Natürlich informiert die traditionsreiche Schule auch über das Fach Latein, für das ebenso wie für Französisch ein Schnupperunterricht angeboten wird. Die Naturwissenschaften zeigen chemische Experimente, bieten Physik-Workshops und Mikroskopierkurse an. Praktische Anwendungen demonstrieren Veranstaltungen zur Flugphysik und Faserherstellung. Die drei Informatik Räume laden zum Programmieren, Experimentieren und Spielen ein. Politisch und wirtschaftlich Interessierte können sich über die Schülerfirmen „Playtime“ und „Wave-Print“ informieren und live erleben, wie im Planspiel „Wir machen Landespolitik“ eine neue Ministerpräsidentin oder ein neuer Ministerpräsident gewählt wird. Die Fächer Religion und Ethik stellen verschiedene Projekte vor. Die Klassen 5 und 6 veranstalten einen Lesewettbewerb, informieren unter dem Motto „Alles rund ums Buch“ und regen an, selbst ein Märchenbuch zu schreiben. Das Fach Kunst bietet ständige Aktionen und Performances im Spielmannbau. Dort kann man außerdem das Orchester sowie die Philippinum Voices erleben und Neuigkeiten über die geplante Singklasse erfahren. Die Sportler präsentieren sich in der Hessentagshalle und mit einer „Gym-Show“ in der Kreissporthalle.
Außerdem stellen sich die Schülervertretung, die Schülerzeitung „Spektrum“ und der Schulelternbeirat vor. Auch was sich genauer hinter den Begriffen „Umweltschule“, „Trouble line“ und „Mediation“ verbirgt, können die Besucher erfahren. Außerdem gibt es Informationen über die Mittagsbetreuung, Austauschprojekte, das Betriebspraktikum und die Hochbegabtenförderung. Für Notfälle steht der Schulsanitätsdienst bereit, für das leibliche Wohl die Cafeteria. Und schließlich besteht die nicht alltägliche Möglichkeit, in Gesprächen mit den beteiligten Schülern und Lehrern Informationen aus erster Hand zu erhalten.
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Volker Schmidt
In der Aula des Gymnasium Philippinum ehrte Oberstudiendirektor Dietrich Heese am Ende des 1. Halbjahres erfolgreiche Schülerinnen und Schüler. Die Würdigung solle die Leistung hervorheben, die von den Schülern erbracht wurde, und sie ermuntern, auch weiterhin an Wettbewerben teilzunehmen. Darüber hinaus seien sie ein Vorbild für ihre Mitschüler, die durch ihre Erfolge motiviert würden, ebenfalls ihr Können unter Beweis zu stellen. Der Direktor hofft im übrigen, dass nach dem endgültigen Abschluss der Sanierung der Kreissporthalle die Ehrungen wieder in einem breiten und würdigen Rahmen durchgeführt werden können.
In der bundesweit durchgeführten „Langen Nacht der Mathematik“ kam das Team 3x3 mit Nico Schulz, Diana Gottschalk und Johanna Schleicher, alle aus der Klasse 6, auf den 8. Platz unter 1596 teilnehmenden Gruppen. Ebenfalls auf den 8. Platz kam die Gruppe „Schokopudding“ aus der Klasse 8 mit Anna-Lena Grün, Vanessa Mangrum, Hannah Löhr und Fabienne French. 807 Gruppen hatten in diesem Jahrgang an dem Wettbewerb teilgenommen.
Schulsieger im Mathematikwettbewerb der Klasse 8 wurde Dennis Knörr gefolgt von Sinja Sussek, Henrik Schmidt, Leonie Albrecht, Florian Mau und Gregor Pitsch. Klassenbeste sind Florian Mau (8a), Doreen Riepel (8b), Dominik Lang (8c), Gregor Pitsch (8d), Dennis Knörr und Sinia Sussek (beide 8e) und David Losacker (8f).
Beim Vorlesewettbewerb der Klasse 6 lasen zunächst alle Teilnehmer aus einem selbst gewählten Buch vor. In einer zweiten Runde mussten sie dann den ihnen unbekannten Text „Halb unerwünscht“ von Antje Babendererde vortragen. Die Jury kürte Antonia Abel aus der 6e zur Schulsiegerin. Sie hatte zuvor aus dem „Todeskreis“ von Anthony Horowitz vorgelesen. Klassensieger sind Senem Engin (6a), Antje Kullmann (6b), Marlene Fuchs (6c) und Lea Schröder (6d).
Einen besonderen sportlichen Erfolg konnte die Volleyballmannschaft der Wettkampfklasse III (1996 bis 1998) feiern. Das Team mit Alice Dombach, Nilüfer Cakmak, Ariane Freitag, Annika Leuning, Josefine Perner, Büsra Yildrim und Chiara Zimmermann wurde Regionalsieger und fährt zum Landesentscheid nach Hofheim.
Einen 2. Platz in der Wettkampfklasse II (1991 bis 1993) gab es für Cora Ecker, Carina Erbe, Franziska Grote, Samantha Laux, Anna Rysop, Anna Schaffner, Charleen Stahl und Regina Wibe. Betreut wurden die Mannschaften von Peter Kleemann und Alexandra Grochowski.
Schon etwas außergewöhnlich war die Teilnahme von 13 Schülerinnen und Schülern am Frankfurt Marathon. Oberstudienrat Hans-Werner Bruchmeier hatte sie und sich ein Jahr auch außerhalb des Unterrichts auf die 42 km vorbereitet. Christian Laux schaffte es in 2:55 Stunden, Christoph Schmidt in 3:36 und Sebastian Chmura in 3:51. Mit dabei waren außerdem: Lisa Baum, David Bender, Jonas Bender, Leonard Betz, Tronje Jolitz, Andrea Letzel, Hardy Lottermann, Jan Lüke, Marcel Neubauer, Robert Steinruck und Peter Weiß.
Nicht minder erfolgreich waren die Fußballer der Jahrgänge 1993/1994, die einen beachtlichen 13. Platz beim Bundesentscheid aus Berlin erreicht hatten.
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Madeleine Sanchez-Porro
Die durch das Institut für deutsche Wirtschaft geförderte Schülerfirma „Playtime“ des Gymnasium Philippinum Weilburg hatte den hessischen Finanzminister Karlheinz Weimar zu Gast, um ihn über die Firma und ihre Geschäftsidee zu informieren.
In der Orangerie des Weilburger Schlosses hieß der Vorstandsvorsitzende Samuel Becker den Finanzminister willkommen und präsentierte bei dieser Gelegenheit die ersten Handmuster der Memory-Spiele, die von der Schülerfirma nach individuellen Wünschen gefertigt werden.
Anschließend stellten sich die einzelnen Abteilungsleiter mit ihren Aufgabengebieten und Mitarbeitern dem Minister vor. Weimar zeigte sich sehr erfreut darüber, dass junge Menschen die Möglichkeit nutzen, in einem solchen Projekt reale Erfahrungen im Wirtschaftsleben zu sammeln. So erfuhr er von Sarah Pfeiffer und Elisa Schmidt aus der Finanzabteilung, dass die Firma mit 900 Euro Starkapital ausgestattet ist. Dieses Kapital ist in 90 Anteilsscheine gestückelt, die von den Schülern verkauft wurden.
Der Minister informierte sich eingehend über die Geschäftsidee, die Produktionsplanung und die Vermarktung der Produkte. Lobenswert fand er den Plan, die Produktion in Zusammenarbeit mit Behindertenwerkstätten auszuführen. Kritisch verwies er auf die eingeschränkte und auf den regionalen Markt zugeschnittene Produktpalette. „Es ist nicht sehr förderlich immer neue, innovative Ideen zu haben, sondern es ist wichtig, auf das schon vorhandene „Know-how“ aufzubauen“, riet er den jungen Unternehmern mit Blick auf die Zukunft. Außerdem müssten die potenziellen neuen Kunden angesprochen werden. Dies fordere klare Definitionen über die Verkaufsregion, in der diese Kunden am besten zu gewinnen seien. Auch zur Personalführung gab es wertvolle Ratschläge. „Ihr müsst besonders darauf achten, dass wirklich alle Mitarbeiter und Mitarbeiterinnen, auch die, die nicht in höheren Positionen fungieren, in das Geschehen der Firma involviert werden und dass möglichst alle Ideen berücksichtigt werden. Wenn diese Bedingung erfüllt wird, resultiert daraus ein gutes Arbeitsklima in dem Unternehmen, was die Entwicklung und den Erfolg der Firma in jeder Hinsicht vorantreibt“, legte der hessische Finanzminister den Schülern und Schülerinnen ans Herz. Auch müsse jeder für seinen Arbeitseinsatz gelobt werden, um seine Motivation zu erhalten. Er stellte auch fest, dass ein Unternehmen nur dann floriert, wenn im Team gearbeitet werde. „Es ist wichtig, dass man schon in jungen Jahren lernt, teamfähig zu arbeiten“, gab er den 22 Jungunternehmern mit auf den Weg, die ihn offensichtlich von ihrer Firma überzeugen konnten. Ohne zu zögern kaufte Karlheinz Weimar den letzten noch unverkauften Anteilsschein mit der Nummer 90. Wenn „Playtime“ die Ratschläge des Ministers beherzige und mit der Begeisterung der letzten Wochen weiterarbeite, meinte Samuel Becker abschließend, sei ein erfolgreiches Geschäftsjahr zu erwarten.
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Volker Schmidt
Der aus Franken stammende Schriftsteller und Rezitator Gerd Berghofer war mit seinem Programm „Die verbrannten Dichter“ in der ersten Schulwoche nach den Weihnachtsferien schon zum zweiten Mal Gast an der Schule. Seine erste Lesung aus den Werken von Schriftstellerinnen und Schriftstellern, die von den Nationalsozialisten verfolgt worden waren, hatte ein so positives Echo unter den Schülern hervorgerufen, dass er noch einmal Texte von Erich Kästner, Albert Ehrenstein, Erich Mühsam, Oskar Maria Graf, Heinrich Heine, Bertolt Brecht, Else Lasker-Schüler, Claire Goll, Klabund, Paul Zech, Hans Sahl und Kurt Tucholsky vortrug. In den Vortrag baute er biografische Informationen ein und machte so das literarische Vergnügen nebenbei zu einer lehrreichen Stunde Literaturgeschichte. Mit ihrer Bücherverbrennung im Mai 1933, vor 75 Jahren also, ihrer Verbotspolitik und ihren Verfolgungen sei es den Nationalsozialisten in der Tat gelungen, viele Autoren aus dem Bewusstsein des Publikums zu verdrängen.
Gefördert wurden die beiden Lesungen und eine Lesung aus Heines „Wintermärchen“ für Schüler der Klasse 10 von der „Wilinaburgia“.
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