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Hanna Lorber und Laura Ziegler
20 Oberstufenschüler des Weilburger Gymnasium Philippinum waren für vier Tage in Berlin und haben an dem politischen Projekt SIMEP (Simulation Europäisches Parlament) teilgenommen. Dabei wurden die Schüler von den Lehrern Dirk Hölscher und Eike Kehr begleitet. Im Rahmen der SIMEP sollen die Oberstufenschüler selbst erleben, wie Entscheidungen im Europäischen Parlament entstehen und wie aufregend es ist, mit Abgeordneten aus 27 Mitgliedsstaaten und auf fünf Fraktionen aufgeteilt, einen Konsens zu finden. Möglich wurde die Fahrt nur durch eine großzügige finanzielle Beteiligung des Gymnasialen Schulvereins des GPW.
An der SIMEP haben neben den Schülerinnen und Schülern aus Weilburg noch über 200 weitere Oberstufenschüler aus Berlin und Brandenburg teilgenommen. Sie schlüpften dort für zwei Tage in die Rolle von Abgeordneten des Europäischen Parlaments und debattierten ausgiebig über aktuelle Europapolitik. Am ersten Tag wurden die Teilnehmer von Moritz Jahnke, dem Vorsitzenden der Jungen Europäischen Bewegung Berlin Brandenburg (JEB-BB), im Plenarsaal des Marie-Elisabeth-Lüders-Haus im Berliner Regierungsviertel begrüßt. Die Schwerpunktthemen der Veranstaltung lagen in der Zukunft der EU, der Klimapolitik und in der Migrationspolitik. Nach der Begrüßung wurden in Arbeitsgruppen die verschiedenen Positionen der EU-Mitgliedsländer erarbeitet. Dazu waren im Vorfeld jedem Schüler ein EU-Mitgliedsstaat und eine Fraktion des Europäischen Parlaments zugewiesen worden. Nachdem die 27 Länder vorgestellt wurden, trafen sich die Schülerabgeordneten zu Beratungen innerhalb ihrer jeweiligen Fraktion. Der zweite Tag fand im Plenarsaal des Berliner Abgeordnetenhauses statt. Zunächst standen die ehemalige für den Haushalt zuständige EU-Kommissarin, Michaele Schreyer, und der parlamentarische Geschäftsführer der CDU/CSU-Fraktion, Peter Altmaier, den Projektteilnehmern Rede und Antwort. Anschließend haben die Teilnehmer als Rollenspiel eine Debatte des Europäischen Parlaments durchgeführt. Im Rahmen dieser Debatte wurden Beschlüsse über die Zukunft der EU, die Klimapolitik und die Migrationspolitik gefasst und verabschiedet. Hierbei ging es zum Teil verbal hoch her und es wurden flammende Reden gehalten.
Man war sich einig darüber, dass das Interesse an den Entscheidungsabläufen innerhalb des Europäischen Parlaments bei den Bürgern weiter gesteigert werden muss. Bei den Schülern aus Weilburg ist es jedenfalls gelungen. Über das Projekt wurde von der Jungen Presse Berlin und TV Berlin in mehreren Ausgaben und Nachrichtensendungen berichtet.
Nähere Informationen gibt es mit Bildern und Film unter http://www.simep.eu/.

Volker Schmidt
Der Sieger im Vorlesewettbewerb der 6. Klassen am Gymnasium Philippinum heißt Jan Metzler. Mit einem selbst ausgewählten Textauszug aus Otfried Preusslers „Krabbat“ wusste der Schüler aus der Klasse 6a am vergangenen Mittwoch die Jury ebenso zu überzeugen wie mit einem ihm unbekannten Textabschnitt aus Mark Twains „Tom Sawyer“. Sein Vortrag beeindruckte, wie Jury-Vorsitzende Christa Leiting-Neutsch bei der Siegerehreung hervorhob, vor allem durch die gestalterische Umsetzung des Textsinns beim Vorlesen.
Jan Metzler wird beim Kreiswettbewerb sicher auf eine ähnlich starke Konkurrenz treffen wie am Gymnasium, wo er in Tim Nickel, Doreen Kremer, Annette Lochki, Flora Mückschel und Vanessa Schmidt ebenbürtige Mitbewerber hatte. Alle Vorleser wussten nämlich in der vollbesetzten Aula ihr Publikum aus den 5. Klassen insbesondere mit den selbst ausgewählten und kurz vorgestellten Texten zu fesseln. Direktor Dietrich Heese und die Organisatorin des Wettbewerbs, Gudrun Ehlert-Lorenz, wiesen in ihren Begrüßungsworten auf die ungebrochene Bedeutung des Bücherlesens hin. Mit dem Medien- und Lernzentrum und der Bibliothek verfüge das Gymnasium gleich über zwei Einrichtungen, in und mit denen die Schüler neben dem Unterricht diese elementare Kulturtechnik erlernen könnten.
Fatih Seyfi
Der 4.12.2009 war der erste öffentliche Auftritt des diesjährigen deutschen Comenius-Teams. An diesem Projekt nehmen drei Schulen aus Europa teil: Eine Gruppe ist aus Spanien, eine andere aus Belgien und die dritte kommt aus Deutschland - vom Gymnasium Philippinum Weilburg. Über eine Onlineplattform im Internet kommunizieren sie miteinander und stellen dabei ein gemeinsames Projekt auf die Beine. Diesmal heißt das Thema „Märchen und Sagen“.
Und nun stelle man sich diese kurze Einleitung auf Märchensprache vor und man hat eine Vorstellung von den „warmen Worten“, die die Zusammenkunft am Freitag beginnen ließen. Das Ganze fand im Atrium des Gymnasiums statt, denn der eigentliche Anlass war der, dass das metallene Mitgliedsschild des Comenius Projekts aufgehängt werden sollte. Damit verbunden war natürlich auch ein bisschen Feierlichkeit und so gab es ein kleines Ratequiz: Vier Schüler des Teams ratterten total sinnlos zusammengewürfelte Zitate aus den verschiedensten Märchen herunter und die Zuschauer, zwei Klassen aus der Unterstufe, die Schulleitung und der Elternbeirat, konnten anhand von kleinen Ankreuzzetteln raten, welche Märchen sie gehört hatten.
An diesem Tag wurden die Märchen nicht nur durch Sprache lebendig, „unerklärlicherweise“ sah mach auch Schneewittchen mit einem Korb voller Äpfel und Rotkäppchen mit einem Kuchen herumspazieren. Allerdings war nach ein paar Minuten nichts mehr von dem Inhalt der Körbe zu sehen… Zum Leidwesen der Teammitglieder waren die „Ingredienzien“, wie sich einer der projektleitenden Lehrer auszudrücken pflegte, bei den Jüngeren so gut angekommen, dass nichts, aber auch wirklich gar nichts, übrig blieb.
Es schien, als wäre das der Höhepunkt für die meisten Zuschauer gewesen…
Während einige noch fröhlich weiter mampften, begannen zwei Mitglieder des Teams damit, Löcher in die Wand zu bohren, um das Schild mit der Aufschrift „Comenius Projekt 2009-2011“ anzubringen. Als das nach einigen Fehlversuchen gelang, konnte das ganze Team stolz auf die Wand im Atrium blicken: Dort hängen nun drei Comenius Schilder einträchtig nebeneinander direkt neben einer hölzernen Europakarte.
Und genau das ist die Botschaft des Projekts: Zusammenhalt innerhalb von Europa.
Wir gehören alle zusammen, wir sind alle Europäer, das muss man verinnerlichen.
Barbara Klass
Am Freitag, den 4.12.09 besuchte die Klasse 10f im Rahmen des Geschichtsunterrichts die Ausstellung über jüdische Weilburger im 20. Jahrhundert. Die Schüler und Schülerinnen erhielten die Gelegenheit, sich einen persönlichen Zugang zu den erschütternden Ereignissen des Holocaust, der auch das jüdische Gemeindeleben in Weilburg auslöschte, zu verschaffen. Dabei wurden ihnen besonders eindrücklich anhand der Einzelbiographien und Familiengeschichten jüdischer Weilburger, die mit viel Akribie vom Ausstellungsmacher Herrn Joachim Warlies recherchiert worden sind, die menschenverachtenden Verbrechen des Dritten Reichs, an denen auch Weilburger beteiligt waren, an unseren Mitbürgern und Mitbürgerinnen, vor Augen geführt. Die Klasse zeigte sich tief betroffen und nachdenklich. Mehr als anonyme Statistiken zu den Verbrechen der Nationalsozialisten kann eine solche Ausstellung junge Menschen heute aufrütteln gegen Ignoranz, Intoleranz und Gleichgültigkeit auch in unserer Gesellschaft aufzustehen, sie ist jeden Besuch Wert.

Volker Schmidt
Gleich 40 Schüler aus Weilburgs Partnerstadt Privas konnten am Wochenende Oberstudiendirektor Dietrich Heese und Bürgermeister Hans-Peter Schick (parteilos) in der Aula des Gymnasiums begrüßen. Bis zum kommenden Freitag werden sie in ihren Gastfamilien, in der Schule und auf einigen Ausflugsfahrten das vorweihnachtliche Deutschland erleben und ihre Sprachkenntnisse erweitern. Erfahren, wie es sich in anderen Ländern und Kulturen leben lasse, sei, so Dietrich Heese, ein nicht zu unterschätzender Beitrag des seit vielen Jahren erfolgreich betriebenen Austauschprogramms. Die Schule leiste sich diese Programme, weil sie das Lernen sinnvoll ergänzten. Er dankte Oberstudienrätin Ulrike Fuhrmann-Grote und Agnès Alphand aus Privas für die Organisation und den Eltern für ihre notwendige Unterstützung.
Bürgermeister Hans-Peter Schick (parteilos) stellte den Schülern Weilburg und seine Städtepartnerschaften vor. Er betonte, dass Weilburg Wert darauf lege, seine Partnerschaften mit Leben zu füllen. So nehme sich Weilburg Pivas zum Vorbild, wenn es versuchen werde, das Geschäftsleben in der Innenstadt durch Geschäfte mit regionalem Angebot zu beleben. Die beiden slowakischen Braunbären im Tierpark seien ebenfalls ein Zeichen für gelebte Partnerschaft. Sie werde voraussichtlich durch die italienische Stadt Quattro Castello im kommenden Jahr erweitert. Dass aus Weilburg der erste deutsche König und der erste Präsident eines Parlaments komme, erfülle die kleine Stadt mit gewissem Stolz.
Wichtig sei ihm, dass die Partnerschaften nicht nur auf dem Papier stünden, sondern gelebt würden. Für seinen Beitrag dazu dankte er dem Philippinum.
Höhepunkte des Ausflugsprogramms bilden Fahrten nach Frankfurt und Mainz. In der Kaiserstadt stehen der Besuch der Botticelli-Ausstellung im Städel und die Besichtigung des Goethe-Hauses, in Mainz eine Stadtführung in französischer Sprache und das Gutenbergmuseum auf dem Programm. Und auf den zahlreichen Weihnachtsmärkten haben die französischen Gäste Gelegenheit, sich von der Vorweihnachtszeit in ihrem Gastland verzaubern zu lassen.
Jörn Schweisgut
Am Samstag, den 28.11.2009, haben fünf Schülerinnen des Schulsanitätsdienstes zusammen mit ihrem Lehrer, Herrn Schweisgut, am ersten Schulsanitätsdienst-Forum des Jugendrotkreuzes in Friedberg teilgenommen. In einer Kombination aus Theorie und Praxis konnten die Teilnehmer ihr Wissen über Diabetes und Schädel-Hirn-Traumata und ihre Kompetenzen im Umgang mit Blutzuckerentgleisungen und der Versorgung von Sturzverletzungen erweitern.
Etwa 1% der Kinder in Deutschland sind Diabetiker und Schädel-Hirn-Traumata stellen die zweithäufigste Verletzungsgruppe bei Schulunfällen in Hessen dar. Da ist es gut zu wissen, dass die Schülerinnen und Schüler des Schulsanitätsdienstes im Notfall kompetent und sicher helfen können.
Das Bild zeigt (von links nach rechts): Anne-Christin Göbel, Melanie Raab, Anke Kulhanek, Janrike Berger und Larissa Zechel.

Volker Schmidt
Das „Spektrum“ wurde beim Hessischen Schülerzeitungswettbewerb 2009, wie schon in den Jahren zuvor, geehrt. Diesmal gab es in der Gruppe Gymnasien und Gesamtschulen mit Sekundarstufe II einen 4. Platz hinter der Altkönigschule aus Kronberg, dem Kasseler Goethe Gymnasium und, ebenfalls aus Kassel, der Georg-Christoph-Lichtenbergschule.
Die von namhaften Verlagen gestifteten Buchpreise nahm das Redaktionsteam auf der Frankfurter Buchmesse entgegen. Besonders freuen konnte sich zudem Spektrumredakteurin Julia Mühl, die aus der Hand der US-Generalkonsulin einen Sonderpreis für ihren Artikel „Yes we can – Obama revolutioniert Amerika“ erhielt. Gelobt wurde das „Spektrum“ ansonsten für die vielen schulspezifischen Beiträge in den letzten Heften.

Volker Schmidt
Gudrun Pausewang, die bekannte Autorin, beeindruckte mit Auszügen aus ihren Werken und Einblicken in ihre Lebensgeschichte die Zuhörer in der voll besetzten Aula. Möglich geworden war die Lesung durch die Zusammenarbeit zwischen der Kreisvolkshochschule, die in diesem Jahr ihren 60. Geburtstag feiert, der Sparkasse Weilburg als Sponsor und dem von Gudrun Ehlert-Lorenz geleiteten Medien- und Lernzentrum des Philippinums.
Neben den „Lesebeauftragten“ des Gymnasiums waren auch je eine Klasse der Gagern- und Mankelschule sowie literaturbegeisterte Bürger unter den Zuhörern.

Volker Schmidt
Über die Vorteile der sexuellen gegenüber der vegetativen Fortpflanzung informierte der Leistungskurs Biologie des Gymnasiums Philippinum unter Leitung von Studienrätin Karin Keilich die Zuhörer in der voll besetzten Aula. Im Rahmen der naturwissenschaftlichen Vortragsreihe ging es aber in erster Linie um die DNA als „Stickleiter der Evolution“. Anschaulich stellten die angehenden Abiturienten dar, wie Veränderungen der DNA und Evolution zusammenhängen. Von den Mendelschen Erbgesetzen kam man schnell zu der von Rosalind Franklin entdeckten Doppelhelix, die James Watson und Francis Crick ihr „stahlen“ und zu dem noch heute gültigen Modell weiterentwickelten.
Es erklärt, dass die sexuelle Fortpflanzung die Anpassung an die Umwelt erleichtert, dass die Nordeuropäer aufgrund ihres Milchkonsums eine Laktosetoleranz entwickelten und dass bei der Mehrzahl der Menschen die Ohrläppchen angewachsen sind. Ein Ausblick in die Epigenetik, die erklärt, dass unsere Gene ein Gedächtnis haben, rundete den lehrreichen und amüsanten Vortragsabend ab. Schließlich konnte, wer wollte, sich am Ende einen Knäuel seiner DNA mit nach Hause nehmen. Vorher musste er allerdings 20 ml Speichel in ein Reagenzröhrchen spucken.

Volker Schmidt
Zum 9. Mal wurde das Gymnasium Philippinum als Umweltschule prämiert. Aus der Hand von Kultusministerin Dorothea Henzler und Umweltstaatssekretär Mark Weinmeister nahm Oberstudienrat Erhard Sames die Auszeichnung „Umweltschule 2009 – Lernen und Handeln für unsere Zukunft“ entgegen, die bei der Verleihung in Melsungen noch 108 weitere Schulen aus Hessen erhielten.
Damit würdigte die Kultusministerium das kontinuierliche Engagement der Schule bei der Betreuung der Streuobstwiese, der Bienenvölker und der im schuleigenen Biotop angesiedelten Wildbienen. Mit diesen Projekten fördere das Philippinum auch außerhalb des Unterrichts die ökologische Bildung und wecke ganz praktisch das Bewusstsein dafür, sorgsam und unter dem Aspekt der Nachhaltigkeit mit der Natur umzugehen. Gerade die Verarbeitung des Honigs und die Ernte und Verarbeitung der Äpfel, so Erhard Sames, veranschaulichten unmittelbar den Nutzen einer intakten Umwelt für den Menschen. Erfreut zeigte er sich auch darüber, dass immer wieder neue Schüler zur Bio-AG kommen und die erfolgreiche Arbeit fortsetzen.
Katharina Eckhardt
Im Rahmen der Projektwoche widmete sich die TG Klass ganz dem Theater. Unter Anleitung von Frau Klass und Frau Eckhardt bildete hierbei die kreative Auseinandersetzung mit Darstellungsübungen aus den Bereichen Pantomime und Improvisation, um das Ausdruckspotenzial von Körpersprache und Stimme zu entdecken und deren bewussten Einsatz im eigenen Spielen zu erproben, den Schwerpunkt. Doch auch Theoretisches und Geschichtliches rund ums Theater wurden in die Projektarbeit des Englisch-Leistungskurses einbezogen sowie die inhaltliche Vorbereitung auf den Besuch des Dramas "Streetcar named Desire" von Tennessee Williams im English Theatre Frankfurt, wo die Schülerinnen und Schüler zudem die Gelegenheit erhielten, im Anschluss an die Aufführung die amerikanischen Schauspieler zu ihrer Arbeit zu befragen, Bühne und Backstage-Bereich des Theaters kennen zu lernen und selbst Standbilder des Stückes in den Originalkulissen nachzuspielen.
Martina Zimmermann und Frauke Kafitz
Am 30. September 2009 besuchten über 100 Schülerinnen und Schüler der Ethik-Kurse der Jahrgangsstufe 9 – 11 und der Religionskurse der Jahrgangsstufe 10 zusammen mit ihren Lehrerinnen und Lehrern Frau Zimmermann, Frau Kautz, Herr Schwitters und Frau Süsser eine Vorstellung des Kinofilms „Wüstenblume“. Der Film widmet sich der Lebensgeschichte der jungen Somalierin Waris Dirie und thematisiert das Thema Genitalverstümmelung bei jungen Frauen und Mädchen in Afrika, das zuvor auch im Unterricht behandelt wurde. Die Schülerinnen und Schüler und Lehrer zeigten sich beeindruckt von der Art und Weise, wie der Film sich des schwierigen Themas annimmt. Unterstützt wurde die Veranstaltung von der Wilinaburgia, der ein besonderer Dank gilt.
Dirk Hölscher
Im Rahmen der Projektwoche des 9. Jahrgangs haben zehn Referenten aus verschiedenen Berufen über ihre tägliche Arbeit berichtet. Die Informationen über die Berufe umfassten neben den Tätigkeiten auch die Anforderungen und notwendigen Qualifikationen. Zu der Veranstaltung, die Frau Schweitzer und Herr Hölscher zusammen mit der Elterninitiative Lahn-Dill organisierten, waren auch Eltern eingeladen.
Folgende Berufe wurden mit Referenten besetzt, die sich unentgeltlich bereitstellten:
Beruf | Name, Unternehmen |
Bankkaufmann/-frau | Herr Jürgen Schmidt, VOBA |
Manager, Unternehmensberater/in | Herr Jochen Riedel, RCM Consulting |
Elektroingenieur/in | Herr Dieter Knahl, Siemens AG |
Rechtsanwalt/Rechtsanwältin | Herr Björn Schmidt, Rechtsanwälte und Notare Unützer, Wagner & Werding |
Lehrer/in | Frau Kerstin Hataij, Pestalozzischule Weilburg |
Journalist/in | Dr. Uwe Röndigs, Zeitungsgruppe Lahn-Dill |
Polizist/in | Frau Wolf und Herr Ulrich Demmer, Polizeidirektion Hochtaunus, Regionale Kriminalinspektion Bad Homburg |
Psychologe/Psychologin | Herr Paul Geng |
Informatiker/in | Herr Edgar Schüller, Staatliche Techniker Schule Weilburg |
Event-/Touristik-Manager/in | Herr Knut Rehn, Fremdenverkehrs Marketing GmbH |
Dieser Workshop-Tag ist eingebettet in die Projektwoche mit dem Titel „Berufs- und Lebensplanung“, in der sich die Schülerinnen und Schüler intensiv mit dem Bewerbungsverfahren und Berufen beschäftigen. Ein Besuch beim Berufsinformationszentrum, eine Schullaufbahnberatung, der Berufswahlunterricht und eine Präsentation des „Traumberufes“ per Plakat oder am Computer runden diesen Themenschwerpunkt ab.


Volker Schmidt
Unter diesem Thema hat ein Projekttag zur Alkoholprävention in der Jahrgangsstufe 8 am Gymnasium Philippinum in Weilburg stattgefunden. Ein ganzer Schulvormittag stand im Zeichen des Alkohols, seinen Wirkungen und Folgen. „Es gab keinen besonderen Anlass zu dem Tag, aber Schülerumfragen haben gezeigt, wie wichtig das Thema für die Jugendlichen ist. Und so nehmen wir den erzieherischen und gesellschaftlichen Auftrag als Schule erst. Von daher ist es uns wichtig, auch dieses unliebsame Thema in der Schule anzusprechen“, so Beratungslehrer Christof Trümner, der diesen Tag zusammen mit den Klassen- und Fachlehrern geplant und durchgeführt hat. Sonja Schneider von der Fachstelle für Suchtprävention in Limburg bereitete die Veranstaltung erneut mit vor, leitete eine Schülergruppe und stand Schülern und Lehrern in allen Fragen beratend zur Seite. Dem Vorbereitungsteam war es wichtig, zum einen die Jugendlichen durch Sachinformationen aufzuklären, zum anderen über Gründe von Alkoholkonsum, seine erwünschten und unerwünschten Wirkungen sowie über gesundheitliche und soziale Folgen zu informieren.
Ein Suchtentstehungsmodell wurde vorgestellt. Die Schüler arbeiteten heraus, dass Sucht immer eine lange Vorgeschichte hat, stets aber mit „lieb gewonnenen“ Gewohnheiten anfängt. Ganz bei der Sache waren die Jugendlichen dann, als der Film „Saufen bis der Arzt kommt“ gezeigt wurde. In dem Film sind Jugendliche zu sehen, die nach einem übermäßigen Alkoholkonsum ins Krankenhaus eingeliefert wurden, weil sie eine Alkoholvergiftung hatten. Ohne ärztliche Hilfe wären sie gestorben. Die anschließende Diskussion führte zur Einsicht, dass Spaß auf einer Fete sehr schnell zu Alkoholmissbrauch oder zu einer Alkoholvergiftung führen kann. Der Weg in die Abhängigkeit ist dann nicht mehr weit. Ein im Film gezeigter Arzt war der Beleg dafür. Er betreut in seiner Therapieeinrichtung schon fünfzehnjährige Jugendliche mit einer Alkoholabhängigkeit. Die Jugendlichen im Film waren alle unter 18. Es war für sie kein Problem, auf Feten und in Discos an hochprozentigen Alkohol zu kommen. Die Schüler bestätigten dies und sorgten damit bei den Lehrern für Entsetzen. Es ist auch im Kreis Limburg-Weilburg für Jugendliche unter 18 Jahre einfach, an hochprozentigen Alkohol zu kommen. „Es wäre schon viel getan, wenn die Kneipenbesitzer, Kioskinhaber und Party-Veranstalter konsequent den Jugendschutz einhielten“, meinte eine Klassenlehrerin.
Der Film zeigte außerdem, dass Freunde beim berüchtigten „Komasaufen“ dabei waren, ohne es zu verhindern. In Rollenspielen wurde dieses Problem aufgearbeitet. Dabei standen der Umgang mit dem Gruppenzwang und der Mut, Nein zu sagen, im Vordergrund. In diesem Zusammenhang wurde auch das bei Konfirmationen übliche kollektive Trinken der Konfirmanden kritisiert. Am Ende war wohl allen Schülern klar, dass Alkohol keineswegs „Freund“, „Beschützer“ und „Tröster“ ist, sondern schnell zum „Feind“ werden kann.
Dirk Hölscher
Vom 5. Oktober bis 15. Dezember 2009 treten die Rekordzahl von 57(!) Spielgruppen unserer Schule beim Planspiel Börse an. Trotz oder wegen der Finanz- und Wirtschaftskrise wollen die Schüler aus den 9. – 13. Klassen erste Erfahrungen im Umgang mit Aktien sammeln und ihr fiktives Startkapital von 50.000 Euro vermehren.
Dafür mussten sich die Teilnehmer in Teams von 4 – 5 Mitspielern zusammenfinden und einen Spielgruppennamen finden. Gemeinsam entscheiden sie, welche der 175 zur Auswahl stehenden Wertpapiere die Erfolg versprechenden sind und wie lange sie im Depot gehalten werden. Dabei erweitern die Schüler ihr wirtschaftliches Grundwissen, lernen, wo man sich Informationen über Börse, Aktien und Unternehmen beschafft und wie diese zu bewerten sind. Am 15. Dezember 2009 ist dann derjenige Sieger, der am meisten Geld auf seinem Depot aufweisen kann.
Zusätzlich gibt es noch den Wettbewerb "Euro-Stoxx-Tipp", bei dem der zukünftige Wert des Index für die 30 größten europäischen Unternehmen abgegeben werden muss.
In diesem Jahr gibt es auch erstmalig Preise für die Gruppen, die mit Aktien von Unternehmen, die für Nachhaltigkeit stehen, den größten Gewinn erzielen.
Dass ca. 240 Schüler für diesen Wettbewerb motiviert werden konnten, liegt nicht nur daran, dass wir in den letzten Jahren viele vordere Plätze belegt haben, sondern dass die PoWi-Lehrer/innen den Wettbewerb für einen praxisorientierten Unterricht nutzen.
Mehr Informationen gibt es unter www.planspiel-boerse.de oder den PoWi-Lehrern des GPW.


Volker Schmidt
Biologielehrer Paul Eisenkopf ist es zu danken, dass mancher dieser Tage auf eine eher unscheinbare blaue Blume zwischen den Turnhallen aufmerksam wurde: die Wegwarte.
Sie ist in Hamburg und Niedersachsen als gefährdet (Status 3 auf der Roten Liste) eingestuft.
Umso erfreulicher ist es, dass sich Cichorium intybus nicht nur zwischen den Turnhallen, sondern auch am Stadionparkplatz beobachten lässt.
Möglicherweise war sie Vorbild für die in Novalis Roman „Heinrich von Ofterdingen“ beschriebene „Blaue Blume“ der Romantik. Ihre Nützlichkeit und die ihrer Verwandten ist jedoch seit der Antike bekannt.

Volker Schmidt
Am 24. September startete die diesjährige naturwissenschaftliche Vortragsreihe des Gymnasiums Philippinum im Komödienbau der Stadt Weilburg. Dr. Jürgen Neffe, Journalist und ehemaliger Mitarbeiter des Max-Planck-Instituts für Wissenschaftsgeschichte, berichtete unter dem Titel „Darwin: Das Abenteuer des Lebens“ von Darwins berühmter Forschungsreise. Studiendirektorin Renate Geil dankte in ihrer Begrüßung nicht nur dem Referenten für sein Kommen, sondern auch der Stadt für die Überlassung der alten Aula, den Stadtwerken für die fortwährende Unterstützung der Reihe, der Technikerschule für ihre Hilfe, den beteiligten Kollegen und den Spendern. Der Geschäftführer der Stadtwerke, Jörg Korschinsky, war in Vertretung des Bürgermeisters gekommen und freute sich besonders über den gefüllten Saal.
Dr. Jürgen Neffe, der Physik, Biologie und Philosphie studiert hat, schilderte wie er 7 Monate lang der Route folgte, die der erst 22jährige Charles Darwin ab 1831 einschlug. Im Gepäck hatte er Darwins Tagebücher, mit denen er an Ort und Stelle dessen Erfahrungen nachspürte. Zu Hause habe Darwin, der erst auf der Reise zu einem Wissenschaftler wurde, dann als Stubenhocker die bekannte Evolutionstheorie entwickelt. Neugier, Beobachtungsgabe und die Fähigkeit, Zusammenhänge herzustellen, seien die Voraussetzungen dafür gewesen. Wie sehr sich die Welt bis heute verändert hat, verdeutlichte Neffe damit, dass Darwin nach seiner Landung noch in den südamerikanischen Urwald laufen konnte, während er erst nach fünfstündiger Autofahrt vor den ersten Bäumen stand. Der Mensch sei nicht nur ein Ergebnis der Evolution, sondern inzwischen ein Evolutionsfaktor, der unübersehbar in die Umwelt eingreife. Der Vortrag und die anschließende Diskussion machten deutlich, wie radikal Darwins Theorie mit der christlichen Religion brach. Trotzdem habe Darwin, so Neffe, Gott als Weltschöpfer anerkannt.
Der nächste Vortrag der Reihe, die ganz im Zeichen des Darwinjahrs steht, findet am 5. November statt. Der Leistungskurs Biologie wird dann die Geheimnisse der DNA enthüllen.

Volker Schmidt
In einer Feierstunde wurde am 23. September das Medien- und Lernzentrum für die Unter- und Mittelstufe am Gymnasium Philippinum offiziell eröffnet. Ein „neues Herzstück“ der Schule, so Oberstudiendirektor Dietrich Hesse, sei mit dem von Gudrun Ehlert-Lorenz betreuten Projekt entstanden. Wenn es im Zuge der Schulsanierung seinen Platz über dem dann überdachten Atrium gefunden habe, sei es in der Tat ein Zentrum der Schule.
Sein besonderer Dank richtete sich an die „Wilinaburgia“, den Verein der Ehemaligen. Mit erheblichen Zuwendungen habe sie das Projekt gefördert und die wichtige Zusage gegeben, es auch weiterhin zu tun. Ebenso dankte er Albrecht Heckelmann, der Landrat Manfred Michel vertrat. Der Kreis habe seinen Plan, aus Klassenräumen den Platz für ein Lernzentrum zu schaffen, schnell umgesetzt. Mit dem nun entstandenen Medien- und Lernzentrum (MLZ) sei es endlich möglich, sowohl den Bedürfnissen einer Ganztagsschule gerecht zu werden als auch das eigenständige Lernen und Arbeiten der Schüler zu unterstützen. Das MLZ fördere nicht zuletzt die heute immer noch unersetzlichen Kulturtechniken des Lesens und Schreibens.
Albrecht Heckelmann hob in seinem Grußwort die erheblichen Mittel hervor, die der Kreis mit Hilfe von Bund und Land in den nächsten Jahren in die Sanierung der Schulen investiere.
Noch in diesem Jahr werde am Philippinum mit dem Neubau der Naturwissenschaften und der Mensa begonnen, sodass sich die Raumsituation insgesamt deutlich verbessere.
Eugen Rudolf Ancke, der Vorsitzende der „Wilinaburgia“, erläuterte, dass es ein Ziel des Vereins sei, gute Lernbedingungen zu schaffen. Dazu gehörten die seit 1685 bestehende Bibliothek der Schule, die mit Hilfe des Vereins einen modernen Online-Katalog erhalten habe, und die langfristige Unterstützung des MLZ.
Bevor die in jeder Klasse gewählten „Lesebeauftragten“ von Gudrun Ehlert-Lorenz und Fachbereichsleiterin Annegret Weigel ihre Ausweise erhielten, bedankte sich Dietrich Heese noch für das besondere Engagement, das neben einigen Kolleginnen besonders die Referendarinnen Frauke Nies, Stephanie Pulz und Annika Wrackmeyer mit der Entwicklung von Lernstationen für das MLZ gezeigt hätten. So werde die Arbeit der Lesebeauftragten unterstützt. Deren Aufgabe ist es, ihre Klassen über neue Bücher aus allen Wissensgebieten zu informieren und bei der Nutzung des Zentrums zu unterstützen.
Mit der Schulgemeinde freute sich auch die Leiterin der Stadt- und Kreisbücherei, Christiane Henss, über die neue Einrichtung. Wenn es zu der von Dietrich Heese apostrophierten „Pandemie des Lesens“ komme, sei die Bücherei im alten Gymnasium auf den Ansturm vorbereitet.
Volker Schmidt
Am Donnerstag, den 24. September, beginnt um 19.30 Uhr im Komödienbau (alte Aula) in der Mauerstraße die diesjährige Vortragsreihe "Blickfeld Naturwissenschaften".
Referent des Abends ist der bekannte Journalist und Mitarbeiter des Max-Planck-Instituts Dr. Jürgen Neffe. Er spricht über "Darwin: Das Abenteuer des Lebens".
Möglich wurde diese Veranstaltung durch die Unterstützung der Stadtwerke Weilburg und der Residenzbuchhandlung.
Weitere Informationen zu dieser und den anderen Veranstaltungen der Reihe finden Sie auf den Seiten der Vortragsreihe.

Volker Schmidt
Nach Saransk in Russland reisten in den ersten beiden Septemberwochen 14 Schüler des Weilburger Gymnasiums mit ihren Lehrerinnen Rita Heun und Kornelia Griebel-Klein. Es war der Gegenbesuch in der 650 südöstlich von Moskau gelegenen Hauptstadt der Republik Mordovia, nachdem im September 2008 die Schüler des Gymnasiums Nr. 20 der Stadt in Weilburg zu Gast gewesen waren.
Auf dem Hinflug hatte das Goetheinstitut, mit dem das Philippinum seit einigen Jahren kooperiert, einen Zwischenstopp mit einer ganztägigen Führung durch die 10-Millionen-Stadt organisiert. Roter Platz, Lenin-Mausoleum, Kreml, die wunderschöne Basilius-Kathedrale und die Lomonossow-Universität mit einem Panoramablick über die Stadt vermittelten den Schülern einen ersten Eindruck, der in der Fußgängerzone Arbat und bei einer Fahrt mit der Metro und ihren palastartigen Stationen vertieft wurde.
Mit dem Nachtzug ging es am nächsten Tag vom Kasaner Bahnhof, einem der 7 Bahnhöfe Moskaus, aus weiter. Die 11 Stunden gaben wenigstens das Gefühl mit der Transsibirischen Eisenbahn zu fahren. Der morgendliche Empfang durch die Gastfamilien war herzlich, sodass sich die Schüler nach den ersten Streifzügen durch die Stadt wie zuhause fühlten.
Bei traumhaftem Altweibersommerwetter standen neben der Teilnahme am Unterricht zahlreiche Ausflüge auf dem Programm. Wie VIPs wurde die Gruppe im Regierungssitz der Republik Mordovia empfangen. Ein Gespräch mit der führenden Partei Edinaja Rossija, deren Vorsitz Putin innehat, schloss sich an. Die Schüler besichtigten das Olympische Trainingszentrum und trafen einige Sieger von Peking sowie der Leichtatlethik-WM in Berlin, was insbesondere die russischen Gastgeber begeisterte. Wiederholt führte der regionale TV-Sender Interviews mit den Weilburger Gästen durch, die wir dann abends im Fernsehen anschauen konnten. Daneben besichtigten wir ein orthodoxes Kloster, das Museum des berühmten Bildhauers Ersja und lernten bei einer Fahrt auf das Land viel über die Volksgruppe der Mordva, ihre Trachten, Lieder und Traditionen. Eine riesige Farm mit 500 Milchkühen ergänzte das Programm ebenso wie eine Brauereibesichtigung.
Da einige der deutschen Teilnehmer Russisch als 3. Fremdsprache am Weilburger Gymnasium erlernen und die russischen Schüler Englisch und Deutsch, gelang die Verständigung, manchmal auch mit Hilfe von Händen und Füßen, problemlos. Manche Schüler genossen mit ihren Familien den Ausflug zur Datscha, wo sie die russische Art des Grillens, Schaschlik, und die Banja, die russische Sauna, kennenlernten, angelten und Pilze sammelten.
Über das Internet wird nun der Kontakt bis zum voraussichtlichen Gegenbesuch der Freunde aus Saransk im kommenden Frühsommer aufrechterhalten. Der Dank der Weilburger Gruppe geht einmal mehr an das Goetheinstitut, ohne dessen tatkräftige Unterstützung solche Austauschvorhaben nicht möglich wären.
Marco Ludwig und Karin Keilich
Das erste mittelhessische MINT-Camp fand in diesem Jahr in Herborn statt. Übernachtet wurde in der Jugendherberge am Heisterberger Weiher. Die Schüler Fabienne Frensch (9b), Lukas Kittler (9b), Nilüfer Camack (8a), Lena Zennig (8a) und Julian Peusch (8a) vom Gymnasium Philippinum trafen mit jeweils fünf Schülern der Gymnasien aus Herborn und Marburg zusammen.
Gemäß der Maxime des römischen Philosophen Seneca „Nicht für die Schule, sondern für das Leben lernen wir“ lautete das Motto des MINT-Camps 2009: „Mein Alltag mit Chemie“. Mit Fragestellungen aus dem Bereich der täglichen Hygiene, der Ernährung und der Freizeitgestaltung konnte ein großer Bezug zur Lebenswelt der Jugendlichen hergestellt werden. „Was steckt eigentlich in meinem Deo?“, „Waschen - nur mit Wasser?“, „Ist wirklich so viel Eisen im Spinat?“. Nach einer Woche im MINT-Camp konnten die Teilnehmer und Teilnehmerinnen diese und viele andere Fragen beantworten. So fanden die Jugendlichen beispielsweise heraus, dass in den meisten handelsüblichen Deodorantsprays Aluminiumionen enthalten sind. Sie verschließen die Schweißporen, womit das Schwitzen reduziert wird. Dabei tritt allerdings der Nachteil auf, dass dann Bakterien nicht mehr herausgeschwitzt werden und es so zu Hautirritationen kommt. Ebenso wurde festgestellt, dass die Wirkung von Seife darin besteht, Fett und Wasser zu verbinden, wodurch das Abwaschen des Schmutzes erst möglich wird; jetzt wird klar, was - aus Sicht des Chemikers - gegen eine „Katzenwäsche“ nur mit Wasser spricht. Entkräftet werden konnte auch ein Argument einer ganzen Elterngeneration: „Iss deinen Spinat – Spinat ist gesund!“ Zwar ist Spinat als Gemüse sicherlich als Teil einer gesunden Ernährung anzusehen, doch der viel gerühmte hohe Eisenanteil des Spinats basiert, wie man heute weiß, auf einem Druckfehler.
Durch die Teamarbeit mit Schülerinnen und Schülern anderer Schulen wurden neben den fachlichen zudem auch soziale Kompetenzen, wie Kommunikations- und Kooperationsfähigkeit, gefördert. Und nachdem man 5 Tage lang sozusagen „Tisch und Bett“ geteilt, pH-Werte bestimmt und Chromatogramme angefertigt hatte, war aus den 16 Schülern dreier Schulen eine große Gemeinschaft geworden, bei der die Chemie“ offenbar gestimmt hat: „Es war nicht nur toll, eine Woche Chemie zu machen, sondern auch viele nette Leute zu treffen. Wir haben uns von Anfang an gut verstanden und werden auch nach unserer gemeinsamen Woche noch Kontakt halten“, äußerte sich ein Teilnehmer. Die Lehrer der drei teilnehmenden Schulen (Frau Keilich, Frau Bamberger und Herr Ludwig) hatten schon im Vorfeld dafür gesorgt, dass den „Labormäusen“ auch ein attraktives Freizeitangebot gemacht werden konnte.
Am Ende einer erlebnisreichen und spannenden Woche überzeugten die Arbeitsgruppen mit interessanten Präsentationen, in denen sie ausgewählte Experimente sowie Erkenntnisse für ihren eigenen Alltag vorstellten. Zu den Zuhörern gehörten Mitschüler, Lehrer und Vertreter der ortsansässigen Industrie, die sich an der Finanzierung beteiligt hatte.
Hannah Löhr, Katrin Landgraf und Tamara Winkhardt-Möglich
Viele Grüße aus den Philippinen senden Hannah Löhr, Katrin Landgraf und Tamara Winkhardt-Möglich nach Deutschland. Wir sind seit 4 Wochen auf den Philippinen und nehmen mit unseren philippinischen Austauschschülern Kim, Maraiah und Isabel, die uns vor den Sommerferien in Deutschland besucht haben, am Unterricht der European International School teil.
Der Unterricht läuft hier etwas anders ab. Die Klassen sind sehr klein mit z. T. nur 9 Schülern, daneben gibt es in jedem Klassenraum Klimaanlagen, weil die Temperaturen sehr hoch sind. Bereits morgens um 5 Uhr haben wir hier 28 Grad. Die Schule macht hier viel Spaß, es gibt einen Pool, den wir nutzen können, in jeder Klasse gibt es für jeden Schüler einen Computer und Beamer hängen auch in jedem Klassenraum.
Mit Herrn Pindur haben wir gemeinsam den Mount Mayon besucht, einen der schönsten Vulkane der Welt und waren auch schon Wakeboarden, daneben werden wir demnächst noch eine kleine Tour auf eine Insel im Süden machen.
Insgesamt macht es hier viel Spaß, wir sprechen in den Familien viel Englisch und die Menschen sind sehr freundlich.
Viele Grüße nach Deutschland,
Hannah, Katrin und Tamara

Volker Schmidt
162 „Entdeckertaschen“ für die 162 neuen „Sextaner“ des Gymnasiums Philippinum Weilburg hatte Eva Kühne-Hörmann, die Hessische Ministerin für Wissenschaft und Kunst, mit in die Kreissporthalle gebracht, um bei der Aufnahme der neuen Schüler dabei zu sein und der Schulgemeinde im Namen des Landes Hessen einen guten Start in das neue Schuljahr zu wünschen. Das Land habe mit einer Aufstockung des Bildungsetats, der Neuanstellung von Lehrern und der Beteiligung an der laufenden Schulsanierung die Rahmenbedingungen geschaffen, damit die „Kleinen“ erfolgreich ihren Weg zum Abitur gehen könnten. Dafür sei eine „vertrauensvolle Partnerschaft“ innerhalb der Schulgemeinde ebenso notwendig wie ein Kollegium, das die Schüler geduldig und innovativ zugleich fördere.
Oberstudiendirektor Dietrich Heese erinnerte in seiner Ansprache auch noch einmal an die Bedeutung einer vertrauensvollen Zusammenarbeit von Eltern, Schülern und Schule für eine erfolgreiche Schullaufbahn. Das Lernen sei zwar mitunter harte Arbeit, aber Freude und Erfolg stellten sich dann ein, wenn die Schule nicht in „tödlicher Langeweile“ erstarre.
Mit einem Abschnitt aus Michael Endes „Momo“ veranschaulichte er den neuen Schülern diesen Gedanken. Das neue, von Gudrun Ehlert-Lorenz betreute Medien- und Lernzentrum und das von Carmen Rosenstiel-Stahl begleitete Projekt „Selbstständig organisiertes Lernen und Arbeiten“, das nun in den Klassen 7 bis 9 fortgeführt werde, schafften die Voraussetzungen zum Erwerb jener Lerntugenden, die sicher zum Abitur führten.
Schulelternbeiratsvorsitzender Bernhard Wehner knüpfte mit seiner Geschichte von einer guten „Schulfee“ an diese Gedanken an. Der sanierte und erweiterte Gebäudekomplex und das gute Kollegium bildeten zusammen mit der Freude am Lernen auf Seiten der Schüler die Grundlagen für eine erfolgreiche Schullaufbahn. Eine gute Fee sei, wenn diese drei Dinge zusammenkämen, überflüssig.
Durch das Programm führte die für die Klasseneinteilung verantwortliche Studiendirektorin Annegret Weigel. Insgesamt gibt es 6 Klassen, darunter auch erstmals 3 „Singeklassen“. Klassenlehrer sind Frank Bröckl, Verena Tillmann, Nadja Gundermann, Anke Hartmann, Frauke Kafitz und Susanne Neusser. Sie werden jeweils von 2 bis 3 „Schulpaten“ unterstützt, die als erfahrene Schüler der Jahrgangsstufe 11 mit dafür sorgen, dass kein Fünftklässler in dem zunächst ungewohnten „Großbetrieb“ verloren geht.
Die Musikgruppen der Schule unter Leitung von Michael Glotzbach und Martin Weinbrenner sowie Aufführungen von Schülergruppen, die von Julia Bezecny, Evelyn von Seggern, Martina Zimmermann und Janina Schmidt betreut wurden, stimmten die Sextaner und ihre Angehörigen auf den neuen Lebensabschnitt ein.
Nach der Aufnahmefeier informierten die „Wilinaburgia“, der Ehemaligenverein der Schule, und der Gymnasiale Schulverein über ihre Zielsetzungen und Förderaktivitäten, die manche Vorhaben erst möglich machen und das Schulleben insgesamt bereichern.
Markus Rudersdorf
Mit Beginn der Sommerferien fiel der Startschuss für die Sanierungsarbeiten am Schulgebäude des Gymnasium Philippinum Weilburg.
Seit heute hat unserer Homepage den neuen Bereich:
Schulsanierung, mit dem wir alle Interessierten in den kommenden zwei Jahren auf dem neusten Stand halten möchten.
Bereits jetzt gibt es einige Einblicke in die neuen Toilettenanlagen im Hauptgebäude.

Volker Schmidt
145 Schüler aus 5 Klassen des Gymnasiums Philippinum nahmen auch in diesem Jahr wieder an der Aktion „Sauberhaftes Hessen“ teil. 80 kg Müll sammelten sie am Bahnhof, am Hallenbad, am Karlsberg und rund um die Lessingstraße. Zwar meinten die beteiligten Lehrer, es sei weniger Müll als in den vergangenen Jahren gewesen, aber die Sammler zeigten sich doch erstaunt darüber, was in der unmittelbaren Nähe der Schule alles aufgelesen wurde und gewiss zu einem erheblichen Teil von weniger ordentlichen Mitschülern stammte. „Ich werfe meinen Abfall nicht einfach weg. Es gibt doch genug Papierkörbe“, meinte ein Fünfklässler. Oberstudienrat Erhard Sames gefiel nicht nur diese Antwort, sondern auch der Eifer, mit dem die blauen Säcke gefüllt wurden. Kein Hang war zu steil, keine Ecke zu entlegen. Mitarbeiter des Bauhofs holten am Ende der Aktion den Müllberg vor der Schule ab und führten ihn der fachgerechten Entsorgung zu.
„Wenn wir nächstes Jahr weniger Müll einsammeln“, kommentierte Erhard Sames am Ende der Aktion, „ werden wir sicher nicht wie vor einigen Jahren zu den Wettbewerbssiegern zählen, aber es wäre ein Beweis, dass die Schüler gelernt haben Umwelt und Nachbarschaft zu respektieren.“
Frauke Kafitz
Beim englischen Vorlesewettbewerb der Klassen 6, der in diesem Jahr zum zweiten Mal am Philippinum stattfand, setzte sich Jasmin Lü aus der Klasse 6d am vergangenen Dienstag gegen ihre Mitbewerberinnen und Mitbewerbern aus insgesamt sechs Klassen durch. Zweitplatzierte wurde hinter Jasmin die Schülerin Malin Lautenschläger aus der Klasse 6a. Die Jury lobte im Vortrag der beiden Schülerinnen besonders die Aussprache, Betonung und Flüssigkeit des Lesens. Alle Klassensieger hatten zur Aufgabe, einen ihnen unbekannten englischen Text möglichst fehlerfrei und flüssig vorzutragen.
Für die einzelnen Klassen traten die folgende Schülerinnen und Schüler als Klassensieger an:
6a: Edwin Tetzlaw und Malin Lautenschläger
6b: Marie Koch und Awita Großann
6c: Stefanie Lehr und Katharina Halle
6d: Jasmin Lü und Roland Schurig
6e: Nina Wolf und Kimberly Kleemann
6f: Freya Obijon und Violetta Gaul

Volker Schmidt
Am 26. Juni versammelten sich 136 Abiturientinnen und Abiturienten mit ihren Tutoren, ihren Familien und Freunden zur feierlichen Verabschiedung in der Kreissporthalle. Freude, aber auch ein wenig Wehmut stand ihnen ins Gesicht geschrieben, als ihnen Oberstudiendirektor Dietrich Heese ihr Zeugnis überreichte. Die Tutoren Bettina Fister (Deutsch), Barbara Klass (Englisch), Volker Schmidt (Politik und Wirtschaft), Mathematik (Hans-Georg Lorenz), Elisabeth Hilt-Seibring (Chemie), Ulrike Buch (Biologie) und Peter Pankratz (Sport) schlossen sich den Glückwünschen des Direktors an und überreichten das obligatorische Schreibwerkzeug.
Ein bewegender Moment für alle Anwesenden war das Gedenken an die beiden verstorbenen Mitschüler des Abiturjahrgangs, mit dem Madeleine Sanchez-Porro, Michael Mohr und Christian Tewes ihre Rede begannen. Anschließend machten sie wie Schulelternbeiratsvorsitzender Bernhard Wehner deutlich, dass sie einen ersten Meilenstein in ihrem Leben gemeistert haben, aber ein weiter und nicht immer einfacher Weg noch vor ihnen liegen wird.
Einen auch physisch weiten Weg, Christian Tewes hat es vorgerechnet, hatten sie bis zum Abitur bewältigt. Doch nicht alle hatten ihn geschafft, was Oberstudiendirektor Dietrich Heese kritisch betrachtete. Der Bildungs- und Erziehungsauftrag des Hessischen Schulgesetzes und die Zwänge des Zentralabiturs rieben sich aneinander. Damit aber unabhängig davon alle Schülerinnen und Schüler das Abitur bestehen könnten, müsse die Schule den Schülern verstärkt die Kompetenz vermitteln, selbstständig ihr Lernen zu organisieren und erfolgreich eigenständig zu arbeiten.
In seiner Rede vergaß der Schulleiter nicht, die Abiturienten auf die „Wilinaburgia“ hinzuweisen. Mit ihrer Mitgliedschaft hielten sie den Kontakt zu ihrer alten Schule aufrecht und unterstützten mit ihrem Jahresbeitrag zudem noch die Arbeit des Gymnasiums.
Die Glückwünsche der „Wilinaburgia“ überbrachte ihr Vorsitzender Eugen Rudolf Ancke. Am Beispiel des lange verborgen gebliebenen Abi-Mottos zeigte er auf, wie leicht – und zeitraubend sowie oft sinnlos dazu – der Versuch ist, aus dem Internet vorhandene Ideen zu kopieren. Viel mehr zähle die eigene Leistung. Der Tradition folgend verlieh er den „Fritz-Glöckner-Preis“ der „Wilinaburgia“ an Frederik Schumacher für das Aufgabenfeld 1, Britta Zöller für das Aufgabenfeld 2 und Andreas Fried für das Aufgabenfeld 3.
Mit Frederik Schumacher und Andreas Fried wurden damit auch die beiden Abiturienten geehrt, die ihr Abitur mit 1,0 bestanden haben.
Für besondere Leistungen gab es, wie in jedem Jahr noch weitere Preise: Colin Flohr wurde als bester Französischschüler ausgezeichnet und Andreas Fried und Mehmet-Akif Seyfi für die Betreuung des Internetauftritts. Die Deutsche Physikalische Gesellschaft verlieh ihre Preise an Andreas Fried, Inga Elvers, Thomas Horn, Daniel Malzacher, Sebastian Schutzbach, Tom Tropp, Marcel Weirich und Andreas Fried. Geehrt wurden ebenfalls die Abiturienten, die sich in einem Ehrenamt engagiert haben. Den traditionellen Rahmen des Programms gestalteten die Orchester und Chorgruppen sowie die Tanz-AG des Gymnasiums.

Volker Schmidt
Gut 3000 Kilometer hatten 15 Schüler und zwei Lehrerinnen aus Astana, der neuen Hauptstadt Kasachstans, zurückgelegt, um in den letzen zwei Juniwochen Gäste am Weilburger Gymnasium zu sein. Inzwischen ist der vom Goetheinstitut finanziell und organisatorisch unterstützte Austausch am Philippinum Tradition geworden.
Der Begrüßung durch die stellvertretende Schulleiterin Renate Geil folgte eine Besichtigung von Schloss und Stadt. Am Ende empfing Bürgermeister Hans-Perter Schick (parteilos) die Gäste aus dem flächenmäßig neuntgrößten Land der Welt und ihre Gastgeber. Die Russischlehrer Henrik Riesen und Rita Heun hatten ein Programm zusammengestellt, das sowohl das persönliche Kennenlernen als auch die Erkundung des fernen Landes förderte.
So ging es ins Gießener Mathematikum, zu Opel in Rüsselsheim, wo es eine russischsprachige Führung gab, nach Marburg und sogar nach Straßburg.
Im kommenden Frühjahr sollen die geschlossenen Freundschaften bei einem Gegenbesuch vertieft werden.

Volker Schmidt
Zufriedene Gesichter gab es bei den Schülern der Klasse 9a und ihrer Lehrerin Gerlinde Ancke über den Anerkennungspreis beim diesjährigen Bundeswettbewerb Fremdsprachen. Ein halbes Jahr hatten Thorsten Brandies, Victoria Hühn, Jennifer Fasel, Svenja Tanke, Marius Knaak, Michael Rauh und Daniel Kötter an einem Film gearbeitet. Vampire und die Rückverwandlung ihrer Opfer waren das Thema des in englischer Sprache gedrehten Films. So könne man, meinte das Team, mit Spaß Englisch lernen. Natürlich seien sie auch stolz auf ihre Leistung, auch wenn sie den dritten Platz aus dem Vorjahr nicht verteidigt hätten. Auf alle Fälle möchten die sieben Preisträger im nächsten Jahr wieder teilnehmen.

Volker Schmidt
Am Montag konnten sich in einer zweistündigen Podiumsdiskussion im Gymnasium Philippinum 170 Schüler der Jahrgangsstufe 12 aus erster Hand über Fragen der aktuellen Politik informieren. Der Einladung des Faches Politik und Wirtschaft zur ersten Veranstaltung dieser Art waren die Wahlkreiskandidaten der im Bundestag vertretenen Parteien gefolgt. Bundestagsabgeordneter Holger Haibach (CDU), Dr. Hans-Jürgen Schabedoth (SPD), Norman Dießner (Bündnis 90/Die Grünen), Dr. Stefan Ruppert (FDP) und Manuela Schon (Die Linke) äußerten sich zur aktuellen Wirtschaftskrise, den Problemen der Staatsverschuldung, möglichen Koalitionen nach der Wahl im September und dem Thema Politikverdrossenheit. Moderatoren der Runde waren Dirk Hölscher und Volker Schmidt. Lisa Keller und Jonas Novak sorgten mit Stoppuhr und Gong dafür, dass die Polit-Profis die vorgegebene Redezeit einhielten.
Die Diskussion zeigte, dass die Schüler sich zwar auch mit den allgemein bekannten politischen Themen beschäftigen, aber ebenso ein feines Gespür dafür haben, an welcher Stelle politische Entscheidungen ihre eigenen Interessen unmittelbar berühren. Ob das „Zugangserschwerungsgesetz“, das die Verbreitung von Kinderpornographie im Internet verhindern soll, nicht die freie Internetnutzung insgesamt in Frage stelle, wollte ein Schüler wissen und machte damit auch die hellwach, die bei der Frage nach KfW-Krediten für den Mittelstand eher an die letzten Klausuren dachten. Die Antworten der Kandidaten überraschten nicht. Während die Regierungsparteien das Gesetz verteidigten und darauf hinwiesen, eine allgemeine Überwachung der Internetnutzung nicht zu beabsichtigen, verwiesen die drei anderen Parteien auf ihre Ablehnung der Koalitionsvorlage am vergangenen Mittwoch.
Auch sonst bot die Diskussion für politisch Interessierte wenig Neues, den übrigen aufmerksamen Zuhörern machte sie immerhin deutlich, wo sich die Parteinen unterscheiden, wo mögliche Schnittmengen vorhanden sind und wo es keine Gemeinsamkeiten gibt.
Dass die Finanzmärkte weltweit strenger reguliert werden müssten, stand außer Frage, ebenso dass weniger die Managergehälter selbst das Problem seien, sondern vielmehr eine Managerhaftung eingeführt werden sollte. Spannender war, nach welchen Kriterien Unternehmen zu unterstützen wären. Hier war viel von „Systemrelevanz“ und nachhaltigen Investitionen die Rede, aber auch davon, dass, wie im Fall Opel/Arcandor es an einer Lobby für Frauenarbeitsplätze fehle. Ein sinnvoller Mitteleinsatz müsse im Übrigen betrieben werden, um die kommenden Generationen nicht mit unüberschaubaren Folgekosten zu belasten. Zu Fragen sei auch, ob dem Mittelstand genug geholfen werde. Weitgehend einig war man sich auf dem Podium, dass die Sicherung und Schaffung von Arbeitsplätzen und damit die Erhöhung der Binnennachfrage einen wichtigen Teil der Krisenbewältigung darstelle. Außerdem hänge die Zukunft des Sozialstaats angesichts des demographischen Wandels von einem hohen Beschäftigungsstand ab. Beim Thema Schuldenabbau reichte das Spektrum von Steuererhöhungen auf der linken bis zu Ausgabenkürzungen auf der liberalen Seite. Während die kleinen Parteien hier Profil erkennen ließen, vertrauten die derzeitigen Regierungsparteien auf kluges Handeln und die Hoffnung, mit der neu beschlossenen Schuldenbremse die Staatsfinanzen konsolidieren zu können.
Die Koalitionsfrage behandelten die Kandidaten ausgesprochen nüchtern. Während „Die Linke“ keine Koalition eingehen und Sprachrohr der an den Rand der Gesellschaft gedrängten Menschen sein möchte, ließen CDU und FDP erkennen, dass sie eine bürgerliche Koalition favorisieren. Ansonsten, darin waren sich die vier für Koalitionen offenen Parteien nahe, komme es auf das tatsächliche Wahlergebnis an.
Der Rede von der Politikverdrossenheit der jungen Bürger standen die Teilnehmer kritisch gegenüber, was sie nicht zuletzt mit ihrem Durchschnittsalter untermauerten. Allerdings fehlte auch nicht der Appell, sich aktiv in den demokratischen Parteien zu engagieren.

Volker Schmidt
Nach einem langen Anlauf verfügt die Bibliothek des Gymnasium Philippinum endlich über einen zeitgemäßen OPAC-Katalog, wie er heute in allen bedeutenden Bibliotheken zu finden ist. Dieser "online-public-access-catalogue" ermöglicht es, den Bestand der Bibliothek von einem Computerarbeitsplatz aus zu durchsuchen. Möglich wurde die Modernisierung durch eine Spende der Wilinaburgia, des Ehemaligenvereins des Gymnasiums, in Höhe von rund 10.000 Euro. Oberstudiendirektor Dietrich Heese und Bibliothekar Götz Fitjer dankten dem Vereinsvorsitzenden Eugen Rudolf Ancke für die erneute großzügige Unterstützung der Schule. Der moderne Zugang zur Bibliothek, meinte Götz Fitjer, senke die Hemmschwelle der Schüler, für Referate und Hausarbeiten auf die vorhandenen Wissensschätze zurückzugreifen, anstatt sich oberflächlich im Internet zu informieren. Gleichzeitig könnten sich die Schüler mit Arbeitstechniken vertraut machen, die sie im späteren Studium benötigten.
Etwa 20.000 Bände der seit 1665 bestehenden Bibliothek können derzeit an drei Arbeitsplätzen gleichzeitig über das Intranet der Schule erschlossen werden. Außerdem ist der Zugriff auf den Katalog der Kreis- und Stadtbücherei möglich, was die Recherchemöglichkeiten zusätzlich erweitert und die seit 1994 von Schul- und Stadtbibliothek angestrebte engere Zusammenarbeit verwirklicht. Zwar wird noch einige Zeit vergehen, bis der Gesamtbestand von 60.000 Bänden und 80.000 Titeln vollständig erfasst sein wird, aber die in den letzten 15 Jahren angeschafften Bücher, mithin die aktuellen Werke, sind aufgenommen und können über Schlag- und Stichwörter erschlossen werden. Die mühsame und zeitraubende Suche im alten Zettelkatalog ist damit überflüssig geworden. Bibliothekar Götz Fitjer und seine Mitarbeiter Frau Dr. Marie-Luise Crone und Herr Zeccirja Muharemi legen bei der Titelaufnahme großen Wert darauf, dass auch einzelne Aufsätze über Schlag- und Stichwörter erschließbar sind. Die vielfältigen Möglichkeiten des neuen OPAC-Katalogs verblüfften bei der offiziellen Vorstellung nicht nur Eugen Rudolf Ancke und Schulleiter Dietrich Heese, sondern auch einige Schüler. Sie nutzten sofort die Gelegenheit, um Material für ihre nächsten Referate zu suchen.

Volker Schmidt
Auf Russisch, Deutsch, Englisch und notfalls auch mit Händen und Füßen gelang die Verständigung zwischen 15 Schülern des Weilburger Gymnasiums Philippinum und ihren Gastgebern im sibirischen Kemerowo. Vom 4. bis 16. Mai erwiderten sie mit ihrer Reise, begleitet von den Lehrerinnen Rita Heun und Gisa Muster, einen Besuch russischer Schüler im vergangenen Herbst.
Der Flug in die 3600 km östlich von Moskau gelegene Großstadt in der Kohleregion Kuzbass begann mit einem Zwischenstopp in Moskau. Kreml, Roter Platz und Lenin-Mausoleum, die Basilius Kathedrale und der Blick von der Lomonossow-Universität auf die Millionenstadt bildeten einen ersten Höhepunkt, wobei die zum Teil wie Paläste gestalteten U-Bahnstationen einen besonderen Eindruck hervorriefen.
Überrascht wurden die Weilburger durch den herzlichen Empfang, mehr aber von der Ausstattung der Partnerschule, dem Gymnasium Nr. 21. Zwar plagen die russische Schule auch Platzsorgen wie das Weilburger Gymnasium, aber die Anwesenheit einer Psychologin, einer Krankenschwester und einer Bibliothekarin setzte die Besucher ebenso in Erstaunen wie die Ausstattung der Klassenräume mit moderner Technik.
Neben der Teilnahme am Unterricht standen Ausflüge zum Bergbaumuseum Krasnaja Gorka, einem Freilichtmuseum mit Felszeichnungen der Ureinwohner und Schamanenplätzen auf dem Programm. Russische Bären gab es, in einem Käfig, auch zu sehen. Der 9. Mai mit seinen Militärparaden zum Sieg über Hitler-Deutschland bot eine ungewohnte historische Perspektive. 20 Grad Tagestemperatur und sonniges Wetter während des gesamten Aufenthalts machten die Fahrt mit der transsibirischen Eisenbahn nach Krasnojarsk, wo der Jenissej West- und Ostsibirien trennt, zu einem weiteren Höhepunkt der Reise, zu der auch das Schaschlikgrillen und der Banjabesuch mit den Gastfamilien gehörten. Am liebsten würde sie sofort wieder nach Sibirien fliegen, meinte die Schülerin Brigitte Schröder nach ihrer Rückkehr. Es sei eben ein völlig anderes Land, das dazu Einlade, neue Eindrücke zu sammeln.
Dass dies auch weiterhin möglich sein werde, sei, so Rita Heun, dem Goethe-Institut zu danken, das solche Austauschfahrten bereitwillig unterstütze.
Gerhard Becker
Am 8., 9., und 10. Mai hat der Oberstufenchor des Gymnasium Philippinum drei beeindruckende Aufführungen von Jacques Offenbachs "Orpheus in der Unterwelt" in der jeweils voll besetzten Stadthalle gezeigt. Die Aufführung war von den Musikkollegen Herrn Blüthgen, Herrn Weinbrenner und Herrn und Frau Glotzbach zusammen mit den Schülerinnen und Schülern während der diesjährigen Chorfreizeit in der Toskana vorbereitet worden. Frau Sterlepper sorgte mit ihrem Schülerteam wie immer für die beeindruckende Kulisse. Katja Bördner, ehemalige Schülerin unserer Schule und heute professionelle Sängerin, hatte die Solisten vorbereitet.
In der witzig-satirischen Operette Offenbachs spielten insgesamt rund 25 Solisten und weitere 50 Chorsänger auf hohem musikalischem und schauspielerischem Niveau. Begleitet wurden sie dabei von einem Orchester aus Berufsmusikern und ehemaligen Schülern unserer Schule.
Drei unvergessliche Abende für alle, die dabei waren!
Wer es nicht erlebt hat, kann sich zumindest noch photographische Impressionen und die Kritik unserer Lokalzeitung auf der Seite des Konzertvereins anschauen.
http://www.konzertverein-philippinum.de/

Volker Schmidt
Tobias Blum aus der Klasse 8b des Gymnasium Philippinum Weilburg wird am 19. Mai zum Landesentscheid im Mathematikwettbewerb fahren. Bravourös hatte er in der Schule die erste Hürde genommen. Beim Kreisentscheid sicherte er sich die Fahrkarte nach Wiesbaden durch einen 1. Platz. Sein Mathematiklehrer Hans-Georg Lorenz ist davon überzeugt, dass er auch dort gut abschneiden wird. Mathe sei seine Leidenschaft. Studiendirektorin Renate Geil führt den Erfolg natürlich auf den Einsatz des aus Hirschhausen kommenden Schülers zurück. Sie freute sich ebenso darüber, dass beim Kreisentscheid 3 der 5 teilnehmenden Weilburger Gymnasiasten unter die ersten Zehn kamen. Allgemein beobachtet die stellvertretende Schulleiterin, dass durch die gezielte Förderung in den mathematischen und naturwissenschaftlichen Fächern, das Interesse an diesen Gebieten und das Leistungsniveau gestiegen sei. Die Bemühungen, „MINT-Schule“ zu werden und zu bleiben, so Renate Geil, führten inzwischen zu nachhaltigen Erfolgen. Nicht nur sie und Mathematiklehrer Hans-Georg Lorenz, sondern auch die ganze Klasse drücken Tobias am Dienstag die Daumen.

Nele Balser/Volker Schmidt
Im Rahmen der „Europa-Woche“ stand der Europaabgeordnete Michael Gahler von der Fraktion der Europäischen Volkspartei am 8. Mai Schülern des Gymnasium Philippinum Rede und Antwort. Die Schüler der Jahrgangsstufe 10 hatten sich im Politikunterricht dem Thema „Europa“ aus verschiedenen Blickwinkeln genähert, sodass sich der für den Landkreis zuständige CDU-Politiker einer Vielzahl von Fragen in der von Martin Ruß moderierten Veranstaltung ausgesetzt sah.
Die Wirtschafts- und Währungspolitik war ebenso Thema, wie die Frage, was er persönlich vom Beitritt der Türkei halte. Hierbei erläuterte Gahler die genaueren Umstände, mit denen man sich als MdEP (Mitglied des Europäischen Parlaments) zu befassen habe, wenn man über den EU- Beitritt der Türkei diskutiere. Es gehe zum Beispiel um ökonomische, kulturelle und politische Probleme, vor allem aber auch um die Frage, ob die Beitrittskriterien erfüllt seien. Dies sei noch nicht der Fall. Der Parlamentarier verdeutlichte den Schülern, dass die Entscheidungsfindung im Europaparlament nicht immer leicht sei, da man die verschiedensten Faktoren zu berücksichtigen habe und zwischen Parteien mit völlig unterschiedlichen Ansichten vermitteln müsse. Das gelte besonders für die Außenpolitik, da dort nationale Interessen durchaus eine Rolle spielten.
Der Politiker konnte auch verständlich erklären, was der Euro Deutschland, gerade während der aktuellen Weltwirtschaftskrise, an Vorteilen bringt. Die gemeinsame Währung bezeichnete er als „Anker, der für Stabilität sorgt“ und erklärte, dass Deutschland ohne Euro mit einer hohen Inflation hätte rechnen müssen.
Natürlich wollten die Schüler auch wissen, wie man als Abgeordneter nach Straßburg und Brüssel kommt. Gahler berichtete, er habe zunächst in Frankfurt am Main Jura studiert, sei durch ein Praktikum in Brüssel und den darauf folgenden Besuch einer Diplomatenschule zum Auswärtigen Amt und schließlich als Abgeordneter ins Europäische Parlament gekommen. „Denn“, so sagte er, „ MdEP zu sein, kann man nicht zielgerichtet anstreben, das passiert eher zufällig. Man kann nur die richtigen Wegsteine legen.“ Interesse an Sprachen und Geschichte seien neben dem obligatorischen Interesse an Politik auf jeden Fall von Nutzen.
Zum Schluss rief Gahler die Schüler dazu auf, alle Wahlberechtigten zum Wählen aufzufordern, „denn das ist der Weg, durch den die Bürger mitbestimmen können. Nur so können wir Vertreter auch unsre Legitimation erhalten und gute Entscheidungen treffen.“
Am Ende der Veranstaltung überreichte Nina Bartzsch von der Redaktion der Schülerzeitung „Spektrum“ dem Abgeordneten als Dank für seine wiederholte Bereitschaft, mit Schülern über europäische Fragen zu diskutieren, einen Bildband mit Zeichnungen Alfred Nungessers, einem ehemaligen Kunstlehrer des Gymnasiums.
Der Carvingtechnik auf der Spur
Hans Werner Bruchmeier
Zum neunten Mal in Folge zogen rund 60 Schülerinnen und Schüler aus zwei Grundkursen und einem Leistungskurs des Gymnasium Philippinum Weilburg ihre Spuren in den „g’führigen“ Schnee des Hochzillertals. Nach einer theoretischen und konditionellen Vorbereitung in den Vorwochen konnten die Oberstufenschüler unter der fachkundigen Leitung der vier Sportlehrer Pankratz, Bruchmeier, Funk, und Trümner und der Referendarin Maja Koprivica die neuesten Erkenntnisse über die Carvingtechnik in die Praxis umgesetzen.
Sowohl die Anfänger, die auf den kurzen Big Foots und Snowblades die ersten schneidenden Schwünge erlebten, als auch die Könner erreichten auf den Pisten von Kaltenbach und Zelle am Ziller bis zum Ende des Kurses ein gutes Niveau oder verbesserten ihre Technik. An den Abenden wurden zusätzlich Probleme des Skilaufs, alpine Gefahren und Erste Hilfe bei Skiunfällen, sowie Videoaufnahmen der Schüler analysiert. Die gemeinsame Woche in dem Alpengasthof brachte wieder einmal das Erlebnis von „Klassengemeinschaft“ zurück.
Hans Werner Bruchmeier
Fünfzig Schülerinnen und Schüler der „Politik und Wirtschaft – Kurse“ der Jahrgangsstufe 12 des Gymnasium Philippinum Weilburg besuchten auf Einladung von Dr. Wolfgang Gerhardt (FDP) den deutschen Bundestag. Nach einer Rundfahrt entlang der Sehenswürdigkeiten vom Bahnhof Zoo bis zum Alexanderplatz und der Besichtigung der Holocaust-Gedenkstätte wurden die Schülerinnen und Schüler auf der Besuchertribüne über Strukturen und Abläufe des Bundestages informiert. Der anschließende Rundgang in der Kuppel des Reichstagsgebäudes brachte interessante Eindrücke von der Bundeshauptstadt.
Auch ein längerer Rundgang im Ostteil der Stadt mit Besuch des DDR – Museums und des Berliner Doms brachte den Kursen von Hans Werner Bruchmeier und Carmen Rosenstiel-Stahl die jüngere Geschichte Berlins und die vorübergehende Trennung Deutschlands deutlich näher als der Unterricht es zuhause vermag.


Ei auf 2 cm genau abgelegt.
Jörn Schweisgut
Am Dienstag, den 5. Mai 2009 wurden in der Aula Eier gelegt. Grund war kein entlaufenes Huhn, sondern die Physik-Challenge. Aufgabe war es in diesem Jahr, ein Gefährt zu bauen, das ein Ei zu einem bestimmten Punkt transportiert und dort zielgenau abgelegt.
Mit der zweitplazierten Konstruktion der Jahrgangsstufen 7 und 8 schafften es Pascal Bialas und Jan-Patrick Hochgürtel aus der 8e, das Ei 3,9 cm nah am Zielpunkt abzulegen. Bei der Konstruktion der Gewinner Jannis Muser und Tobias Blum aus der 8b lag das Ei sogar nur 2,1 cm entfernt vom Zielpunkt.
In der Klasse der Jahrgangsstufen 5 und 6 wurden ebenfalls beeindruckende, gut durchdachte Fahrzeuge vorgestellt. Hier teilten sich Hanna Konrad und Lola Zeller aus der 6b den ersten Platz mit der Lea Diehl, Viola Hlederer und Selina Mergenthal aus der 5b.
Die Physik-Fachschaft führt die Physik-Challenge jährlich durch. Ziel des Wettbewerbes ist es, den Schülern Freude am Experimentieren und Basteln zu bringen. Die Sachpreise für die Gewinner wurden vom Gymnasialschulverein Weilburg e.V. zur Verfügung gestellt.
Laura Hülsemann, Philipp Schönfeld, Kim Barz und Lisa Metzger
Im Erdkundeunterricht der Klasse 5D haben wir uns mit dem Thema „Leben in der Stadt“ beschäftigt. Wir haben dort viel über die Merkmale einer Stadt, unterschiedliche Stadtviertel, Gebäudenutzung, Verkehrswege und Stadt und Umland erfahren. Damit wir einen eigenen Eindruck von einer Großstadt bekommen, haben wir am 21.04.2009 eine Exkursion mit unserem Erdkundelehrer Herrn Pindur nach Frankfurt gemacht, bei der uns auch Frau Büttgen begleitet hat.
Wir mussten früh aufstehen und sind bereits um 7.21 Uhr mit dem Zug Richtung Frankfurt aufgebrochen. Dort angekommen sind wir vom Frankfurter Bahnhof mit der S-Bahn zur Hauptwache gefahren. Über die Station Paulskirche gingen wir zum Römer und sahen uns dort das Frankfurter Rathaus und den Justitiabrunnen an. Der eiserne Steg war unser nächstes Ziel, wo auch unser Gruppenfoto entstand. Im Hintergrund sieht man übrigens den Commerzbank-Tower, der mit 259m das höchste Gebäude Deutschlands ist.
Unser nächstes Ziel war Sachsenhausen, ein citynahes Wohngebiet, wo wir die Unterschiede zwischen den Wohnhäusern und den Geschäftshäusern in der City gut erkennen konnten. Zurück auf der Zeil haben wir uns zuerst in der Zeil-Galerie auf der Dachterasse ein Bild von der Skyline gemacht und dabei gleichzeitig viele startende Flugzeuge vom Airport Frankfurt gesehen. Unsere Mittagspause haben wir in dem neuen Shopping-Center „MyZeil“ gemacht. In „MyZeil“ gibt es über 80 Geschäfte, die längste Rolltreppe der Europas und sehr gute Eiscreme. Leider mussten wir nach unserer Mittagspause schon wieder zurück nach Weilburg fahren. Schade, es war so ein schöner Tag.
Dirk Hölscher
Zum Landesfinale hatten sich die Schüler des Politik und Wirtschaft-Leistungskurses von Herrn Hölscher aus Jahrgang 12 mit ihren monatlichen Buchführungsunterlagen und einem hervorragendem Geschäftsbericht qualifiziert. Im Veranstaltungsort, dem Congress Park Hanau, ging es nun darum, das Unternehmen, die Geschäftsidee und das Team gut darzustellen. Die Schüler mussten einen Messestand gestalten und ihre Produkte präsentieren. CM-Sensation hat es sich zum Ziel gesetzt, aus umlackierten Verkehrsschildern nach speziellen Kundenwünschen Unikate herzustellen. Ein weiteres Produkt ist ein von den Schülern erfundenes Gesellschaftsspiel mit dem Namen Weilburgoli. Dabei werden wirtschaftspolitische Inhalte mit Job-, Besitz- und Aktionskarten verbunden und mit Bildern von Weilburg ein regionaler Bezug hergestellt.
Inhalte aus dem PoWi-Unterricht wurden so mit praktischen Tätigkeiten zur Entwicklung und dem Vertrieb eines Produkts verknüpft. Diese beispielhafte Verbindung zwischen Wirtschaft und Schule wurde auch von der Jury lobend anerkannt.
Neben der Gestaltung des Messestandes mussten sich die jungen Unternehmer mehreren Interviews von Vertretern des Wirtschaftsministeriums, der Handwerkskammer, den Unternehmerverbänden und der Wirtschaft stellen. Diesen Teil der Prüfung bestanden die Schüler überzeugend und mit viel Fachwissen.
Der Höhepunkt des Finales war die Unternehmenspräsentation auf der Bühne. Die Zwölftklässler verknüpften die Darstellung der Produktionsschritte mit einem Fernsehbericht und kamen mit ihrer kreativen und witzigen Idee gut an.
Aus den Händen von Ministerialdirigent Henkel, der stellvertretend für den Wirtschaftsminister Posch gekommen war, nahm die Vorstandsvorsitzende von CM-Sensation, Karina Reif, die Urkunde und den Preis von 300,- € in Empfang. Am Ende des Schuljahres erhalten die Schüler noch vom Institut der deutschen Wirtschaft ein Zertifikat, das sie als junge Unternehmer ausweist und bei Bewerbungen einen ausschlaggebenden Aspekt haben kann.
Am selben Tag, noch vor Bekanntwerden des Ergebnisses, erschien in HR 4 ein Beitrag über die Arbeit der Schüler, die hierüber interviewt wurden.
Nähere Informationen über das JUNIOR-Projekt finden Sie unter http://www.juniorprojekt.de/.
Ein Radiobericht über CM-Sensation steht
hier zum Download bereit.
Die Schülerfirma des Philippinums stellt sich unter http://www.cmsensation.de/ vor.

Volker Schmidt
Siggi, Heinz, Nicole und Thomas von der Theatergruppe „Requisit“ begeisterten mit ihrem Improvisationstheater die Schülerinnen und Schüler der neunten Klassen. Auf Zuruf und unter Mitwirkung des Publikums mussten die Schauspieler, die Mitglied der Selbsthilfegruppe „SIT – Selbsthilfe im Taunus“ sind, Szenen spontan darstellen. „Das Amüsante an der ganzen Aktion war, dass alle Szenen, die wir sahen von den Darstellern spontan ausgedacht wurden, nichts also einstudiert war“, meinte ein Schüler.
Aber es ging an diesem von Christof Trümner organisierten Vormittag nicht (nur) um lustige Sketche, sondern auch um Drogen. Alle Ensemblemitglieder waren einmal drogenabhängig gewesen. Darum ging es im Anschluss an das Theater in Gesprächsrunden der Schauspieler mit den Klassen. So berichtete eine Darstellerin, dass sie schon mit acht Jahren von Schokolade abhängig geworden sei. Am Ende habe sie dann harte Drogen genommen. In den Gesprächen konnten die Schüler erfahren, wie schnell eine Drogenkarriere beginnen kann, wo sie endet und wie mühsam der Entzug ist. „Ich fand das Theater total super und lustig. Das anschließende Gespräch war eher erschreckend, aber das sollte wohl so sein. – Also ich kann „Requisit“ anderen Schulen nur empfehlen“, lautete das Fazit einer Schülerin.
Finanziell unterstützt wurde die Veranstaltung wie in jedem Jahr durch die „Wilinaburgia“, den Ehemaligenverein des Gymnasiums.

Volker Schmidt
Mit den Stücken "Billy’s Friend“ für die Unter- und „Promised Land“ für die Mittelstufe begeisterte die 1978 gegründete englische Theatergruppe Schülerinnen und Schüler aus insgesamt 13 Klassen. Die Freude war umso größer, als die jungen Zuschauer merkten, dass sie schon so viel Englisch gelernt hatten, um die Stücke zu verstehen.
In „Billy’s Friend“ ging es um einen Jungen und seine Freundschaft zu einem Gorilla, in „Promised Land“ um das Migrantenkind Ravi, das sich gegen den alltäglichen Rassismus wehren muss. Organisator Egon Jung zeigte sich am Ende des Theatervormittags zufrieden.
„Für die Schüler ist es schon ein Erlebnis, Muttersprachler ohne weitere Hilfe verstehen zu können.“ Sein abschließender Dank ging an die überzeugenden Schauspieler und den Gymnasialschulverein Weilburg e.V., der die Hälfte der Kosten übernommen hatte.

Volker Schmidt
Urkunden und Blumensträuße gab es zwei Tage vor den Osterferien für die Studiendirektorinnen Renate Geil und Annegret Weigel. Anlass war die endgültige Ernennung Renate Geils zur stellvertretenden Direktorin und von Annegret Weigel zur Leiterin des Fachbereichs I (Sprachen, Kunst und Musik).
Oberstudiendirektor Dietrich Hesse dankte der seit 1994 am Philippinum unterrichtenden Renate Geil für viele Jahre erfolgreicher Zusammenarbeit, vor allem aber für ihre Verlässlichkeit, die Bereitschaft sich aktiv auch an der pädagogischen Leitungstätikeit der Schule zu beteiligen und für ihren Einsatz, wenn es gilt, Erziehungsmaßnahmen durchzuführen. Die neue Stellvertreterin bedankte sich für das in sie gesetzte Vertrauen und das gezeigte Verständnis für die manchmal unangenehmen Seiten ihrer Arbeit. Sie habe ihre Aufgabe mit Freude übernommen und hoffe, weiter zu einer positiven Entwicklung der Schule mit ihren vielen „Baustellen“ beizutragen. Wie der Schulleiter sei auch sie davon überzeugt, dass durch gute Zusammenarbeit zwischen Schulleitung und Kollegium selbst die anstehende große Schulsanierung gemeistert werde könne.
Mit Annegret Weigel, so Dietrich Heese, übernehme eine Kollegin die Leitung des Fachbereichs I, die sich seit 1987 durch konsequente und erfolgreiche Arbeit die Anerkennung des Kollegiums erworben habe. Er sei sicher, dass Annegret Weigel nicht zuletzt den nötigen Mut besitze, um den vielfältigen Fachbereich kompetent zu leiten. Annegret Weigel, die neben Deutsch auch Mathematik unterrichtet, machte deutlich, dass sie sich ganz bewusst für den Fachbereich I entschieden habe. Sie hoffe, dass sich aus den vielen kleinen Projekten des Fachbereichs, die sie in ihrer Zeit als kommissarische Leiterin kennengelernt habe, dauerhafte und allseits gewürdigte Projekte entwickelten.

Volker Schmidt
Mit der am 2. April vorgestellten Kooperationsvereinbarung zwischen dem Gymnasium Philippinum Weilburg und der Technik-Akademie Weilburg werden, so Oberstudiendirektor Dietrich Heese, die Türen für neue Lernprozesse weit geöffnet. Die Technik-Akademie biete für die Schule die einmalige Möglichkeit, die mehr theoretisch betriebenen naturwissenschaftlichen Fächer und das Fach Informatik um die Seite ihrer praktischen Anwendung zu erweitern. Durch die Zusammenarbeit seien Experimente möglich, die in der Schule nicht möglich seien. Die Schüler könnten so z.B. die reale Umsetzung der Theorie auf industrieller Ebene erfahren. Ziel der MINT (Mathematik, Informatik, Naturwissenschaft, Technick)-Schule Philippinum sei es, auch durch diese Kooperation die Schüler für eine naturwissenschaftliche Ausbildung zu begeistern. In diesem Zusammenhang ging sein Dank an seine Vertreterin Renate Geil, die das MINT-Projekt und die Kooperation maßgeblich voran gebracht habe.
Die Zusammenarbeit habe im vergangenen Jahr auf der Baumesse ihren Anfang genommen, als sich Schule und Akademie nebeneinander präsentierten, wusste Dr. Markus Horz zu berichten. Er war ebenso wie Wolfgang Radkovsky mit seinem Leistungskurs Physik und Karin Keilich mit ihrem Leistungskurs Biologie unter den Zuhörern, als Wolfgang Hill, Leiter der Technik-Akademie, in seiner Ansprache verdeutlichte, dass die Kooperation ein neues Netzwerk bilde und damit mehr sei als eine bloße Addition der Potenziale der beiden Lehranstalten. Es gelte junge Menschen für die Ingenieurwissenschaften zu gewinnen, denn in ihnen gründe heute die ökonomische Zukunft unseres Landes. Die Technik-Adademie biete mit den Schwerpunkten Technik und Informatik aus dem Bereich „MINT“ Möglichkeiten für beide Institutionen, wie sie der europäische Kooperationsrahmen vorsehe. Die Durchlässigkeit des Bildungssystems sei schließlich kein leeres Gerede, wenn die Studenten der Technik-Akademie durch die Zusammenarbeit die Hemmschwelle Studium leichter überwänden und die Gymnasiasten sich für die Ingenieurwissenschaften begeisterten.
Barbara Klass
Die Klasse 7b war am 27.03.09 unterwegs durch das mittelalterliche Limburg.
Was war zuerst da – die Burg oder die Stadt? Woher kommt das Wort ‚Spießbürger‘? Was hat der Fensterladen mit unserem Verkaufsladen zu tun? Solche und viele andere Fragen klärten die Schülerinnen und Schüler der 7b auf ihrer Exkursion nach Limburg. Die Stadtführerin und die Domführerin wussten an diesem einen Vormittag allerhand zu berichten über die Herren von Limburg, den Dom, das Stadtleben, die Pest und die Vertreibung der Juden aus der Stadt, schließlich hatte Limburg ja einen berühmten Stadtschreiber im 14. Jahrhundert, der alles genau festgehalten hatte. Alle trotzten tapfer der Kälte und einzelnen Schauern, um im Rahmen des Geschichtsunterrichts ihr Wissen zum mittelalterlichen Stadtleben mit viel Anschauungsmaterial zu unterfüttern und alle waren sich einig: es hat sich gelohnt.
Céline Hoffmann, Anna-Lena Schwender, Neele Ehrenberg und Jana Taube
Im Geschichtsunterricht der Klasse 6 haben wir uns zuletzt mit dem Neandertaler beschäftigt. Damit wir uns das Leben des Neandertalers besser vorstellen können, haben wir mit unseren Lehrern Frau Kanthak, Herrn Bröckl, Frau Kafitz und Herrn Pindur eine Exkursion ins Neandertal unternommen.
An diesem Tag haben wir unterschiedliche Stationen im Neandertal besucht, eine Führung im Museum gehabt und einen Workshop gemacht.
Zu Beginn der Führung empfing uns die nette Betsy, die uns Kopfhörer, zur besseren Verständigung, austeilte. Als erstes führte sie uns zu zwei Neandertalern. Es war ein älterer Herr und eine jüngere Frau, die von einem Künstler gestaltet waren. Wir haben viele Informationen zu den Figuren erhalten, viele Details kannten wir aber auch schon aus dem Geschichtsunterricht.
Anschließend gingen wir an einem Gemälde des Neandertals vorbei und haben dann eine Vitrine gesehen, in der Knochen des Neandertalers lagen. Allerdings waren es keine originalen Knochen, „die liegen in einem Tresor in einer anderen Stadt“, wurde uns von Betsy erzählt. Sie erzählte uns ebenfalls, wie die Knochen gefunden wurden und wer sie gefunden hat.
Die nächste Station waren mehrere unterschiedlich entwickelten Frühmenschen in Glasvitrinen bis zu einer begehbaren Vitrine mit Informationen zum heutigen Menschen. Wir haben bei der Führung viel über den Neandertaler erfahren und es hat uns viel Spaß gemacht.
In der Steinzeitwerkstatt haben wir an einem Workshop teilgenommen, bei dem wir für uns selbst Steinzeitschmuck hergestellt haben. Wir setzten uns zu sechst an einen Tisch und jeder von uns bekam einen Speckstein und einen Steinzeitbohrer aus Holz. Mit dem Bohrer haben wir ein Loch in den Speckstein gebohrt. Das Loch durfte nicht zu nah am Rand sein, denn dann wäre der Speckstein durchgebrochen.
Als das Loch fertig war, haben wir die Steine mit unterschiedlichen Schleifsteinen poliert. Wir sollten uns eine Form ausdenken und dazu hatten wir einen groben und einen feinen Schleifstein und als letztes haben wir die Steine eingefettet. Erst dann bekamen sie eine Farbe, grün, blau, weiß, gelb…vorher waren die Steine grau. Es gab Steine, die aussahen wie Kreise, Blätter oder Herzen. Wir haben sie mit einem Lederband zu einer Kette gebunden und siehe da, fertig war der „schicke Stein“, unser selbst gemachter Steinzeitschmuck.
Um 15 Uhr sind wir dann wieder nach Weilburg abgefahren und dort wurden wir von unseren Eltern abgeholt. Es war ein toller Tag.
Ulrike Fuhrmann-Grote
Seit vielen Jahren besteht ein regelmäßiger Schüleraustausch zwischen dem Gymnasium Philippinum Weilburg und dem Lycée Vincent d’Indy in Privas.
Während die Franzosen vor Weihnachten bei ihren deutschen Korrespondenten zu Gast waren, fand der Gegenbesuch der deutschen Schüler der Jahrgangstufen 10 – 12
vom 15.- 23. März statt. Verantwortlich für die Organisation und die Betreuung der Schüler war wieder Französischlehrerin Ulrike Fuhrmann-Grote, die von Französischlehrerin Konstanze Keul bei der Fahrt begleitet wurde.
Die Deutschkolleginnen in Privas, Agnès Alphand und Cathie Meylan, hatten wieder ein abwechslungsreiches Programm zusammengestellt. Bei herrlichstem Sommerwetter besuchten die Gymnasiasten die Aven d’Orgnac mit anschlißendem Picknick an der Pont d’Arc und hatten beim Besuch einer Nougatfabrik in Montélimar die Möglichkeit, sich über die Herstellung von Nougat zu informieren und natürlich auch zu probieren.
Auch ein gemeinsamer Tagesausflug von deutschen und französischen Schülern nach Lyon mit einer Stadtführung in der historischen Altstadt und der Besichtigung der „traboules“ gehörte zum Programm.
Natürlich nahmen die deutschen Schüler auch am Unterricht teil und hatten so die Möglichkeit, Vergleiche zwischen dem deutschen und französischen Schulsystem herzustellen. Während des offiziellen Empfangs im Rathaus von Privas durch den Bürgermeister und seine Mitarbeiter durften die deutschen Schüler den Rathausturm besteigen und den herrlichen Ausblick genießen. Ein wahrer Augenschmaus war auch das sich daran anschließende kalte Buffet in Salle Ouvèze, das liebevoll von den französischen Kolleginnen und ihren Schülern vorbereitet worden war. Nach der Begrüßung durch den Schulleiter konnten alle das Essen im Freien bei strahlendem Sonnenschein genießen.
Absoluter Höhepunkt der Austauschfahrt war sicherlich der Tagesausflug nach Nîmes und Saintes- Maries de la Mer. Einige Schüler wagten sogar ein Bad im Mittelmeer, obwohl das Wasser noch ziemlich kalt war.
In dieser Woche bekamen die deutschen Austauschschüler nicht nur Einblick in das französische Schulleben, sondern auch in das Leben in den Familien. Das französische Essen fanden die Schüler abwechslungsreich und immer wieder spannend.
Der Abschied fiel wie immer schwer. Auf privater Ebene wollen viele Schüler ihre Kontakte fortsetzen, planen in den Sommerferien gegenseitige Besuche und hoffen, dass es auch weiterhin diesen Schüleraustausch geben wird!

Sophie Pauly
Nachdem die im September letzten Jahres gegründete Schülerfirma „Present Place“ des Leistungskurses Politik und Wirtschaft des Gymnasium Philippinum einen großen Erfolg auf dem Weilburger Weihnachtsmarkt verbuchen konnte, standen Anfang diesen Jahres weitere Projekte an.
Zunächst besuchten 7 Schüler und der betreuende Lehrer Volker Schmidt am 5. Februar als einziges hessische Unternehmen eine Messe für Schülerfirmen aus ganz Deutschland in Remscheid. Diese vom JUNIOR-Projekt organisierte Veranstaltung fand in einem Einkaufszentrum statt und bot gute Verkaufsmöglichkeiten für die Schülerfirma. Das Produktsortiment aus individuellen Schmuck, Schmuckflaschen und weiteren Geschenkartikeln stieß beim Publikum auf reges Interesse. Überzeugen konnten die Schüler auch mit ihrem Werbespot, den sie zweimal auf einer Bühne vorführten. Die Schüler erfuhren auch, dass es nicht einfach ist Produkte zu promoten und Kunden zum Kauf zu bewegen.
Am Tag der offenen Tür des Gymnasium Philippinum am 28. Februar war Present Place ebenfalls mit einem Stand vertreten, sodass Schüler und Eltern einen Einblick in die Arbeit des Unternehmens erhielten. Schließlich beteiligte sich die Schülerfirma auch auf dem Weilmünsterer Frühlingsmarkt am 8. März mit einem Stand, wo sie trotz des regnerischen Wetters erfreuliche Umsätze erzielen konnte.
In den nächsten Wochen wird sich das Juniorunternehmen nochmals an der eigenen Schule präsentieren und weiterhin auf verschiedenen Märkten in der Region vertreten sein.
JUNIOR ist ein Projekt des Instituts der deutschen Wirtschaft, Köln, das Schülern die Möglichkeit bietet, für ein Jahr in die Welt der Wirtschaft hineinzuschnuppern und in einer eigenen Firma zu erlernen, was es bedeutet, in einem Unternehmen tätig zu sein.
Weitere Informationen:
Frauke Kafitz
Nach intensiver redaktioneller Arbeit der Klasse 10F unter Führung von „Chefredakteurin“ Frau Stein ist es nun endlich soweit: Das Jahrbuch 2007/08 ist seit letzter Woche käuflich zu erwerben. Neben Klassen- und Lehrerfotos enthält das Jahrbuch auf 150 Seiten Berichte und Interviews rund um das GPW-Schuljahr, eingesandt von Schülerinnen und Schülern der Unter-, Mittel- und Oberstufe. Entstanden ist das Projekt nach einer Idee der Klasse 10F, ein Jahrbuch „von Schülern für Schüler“ zu erstellen.
Von den 750 Exemplaren sind noch wenige Exemplare zum Einzelpreis von 6€ zu erhalten.

Volker Schmidt
Cremefarbig und runzlig, 1400 Gramm schwer und durchzogen von 600 km Blutgefäßen – so lässt sich unser Gehirn äußerlich beschreiben. Drei Prozent unserer Körpermasse nimmt es ein und benötigt 20 Prozent des Sauerstoffs, damit 100 Milliarden Zellen mit einer Energie von 30 Watt aktiv werden können. Wenn sie es tun und eine unvorstellbar große Zahl von Synapsen entstehen, lernen wir.
Genau darum ging es in dem Vortrag, den Prof. Dr. Stephan Kröger von der Universität München im Rahmen des naturwissenschaftlichen Vortragsreihe des Gymnasium Philippinum Weilburg hielt. Dabei räumte er mit dem Vorurteil auf, nur in der Jugend könne man lernen. „Was Hänschen nicht lernt, kann Hans auch noch lernen“, meinte der Wissenschaftler. Es gebe zwar „sensible Phasen“, in denen das Lernen leichter falle, aber unser Gehirn wolle immer lernen. Es sei ein dynamisches Organ für lebenslanges Lernen und zum Verarbeiten von Informationen. Kein Wunder sei es also, dass nach einem ausgedehnten Erholungsurlaub unser IQ merkbar gesunken ist.
Die zahlreichen Schüler in der voll besetzten Aula des Gymnasiums wollten natürlich wissen, wie man erfolgreich lernt. Mit allen Sinnen, mit einer positiven Grundhaltung und auf verschiedenen Wegen solle man sich mit den Gegenständen aktiv auseinandersetzen. Angstfrei müsse die Lernatmosphäre sein. Zudem sei genügend Zeit für das Üben vorzusehen. Damit stieß Prof. Kröger auf offene Ohren, obwohl gerade der Schulalltag diese Voraussetzungen nicht immer gewährt.
Am Ende der Veranstaltung dankte Oberstudiendirektor Dietrich Heese seiner Stellvertreterin Renate Geil und Studienrat Dr. Markus Horz für die gelungene Gestaltung der Vortragsreihe. Ihnen gelinge es immer wieder, kompetente Referenten für Themen zu finden, die faszinierende Einblicke in die Welt der Naturwissenschaften und Mathematik eröffneten.

Volker Schmidt
Am 25. Februar ist Professor Wilfried Kuhn im 86. Lebensjahr verstorben.
Der aus Aumenau stammende und zeitlebens dort wohnende Wissenschaftler bestand 1942 am Weilburger Gymnaisum sein Abitur. Nach dem Krieg studierte er in Marburg Physik, Mathematik und Philosophie. Im Anschluss an das Referendariat in Limburg und Frankfurt unterrichtete er bis 1968 am Gymnasium Philippinum. Noch in seine Weilburger Zeit fiel die Veröffentlichung seiner ersten fachdidaktischen Monographie „Atomphysik in der Schule. Eine Einführung in ihre experimentellen, theoretischen und philosophischen Grundlagen“.
Damit begann seine reiche publizistische Tätigkeit, aus der unter anderem 18 Lehrbücher der Physik hervorgingen.
Von 1968 bis 1971 war er Leiter der naturwissenschaftlichen Abteilung des Hessischen Instituts für Lehrerfortbildung in Frankfurt. 1971 erfolgte die Berufung zum ordentlichen Professor für Didaktik der Physik an der Universität Gießen. Von 1975 bis 1976 war der Dekan des Fachbereichs Physik. Auch noch nach seiner Emeritierung 1991 führte er Lehrveranstaltungen durch.
Dirk Hölscher
Beim Planspiel Börse, das vom 06.10. – 16.12.08 stattfand, haben unsere Teams wieder sehr gut abgeschnitten. Nachdem sich die Rekordzahl von 44(!) GPW-Spielgruppen für den Wettbewerb eingeschrieben hatten, konnten wir beim eigentlichen Planspiel Börse einen 2. und einen 3. Platz belegen. Der zweite Platz im Oberlahnkreis ging an unsere Gruppe „Die Abzocker“ aus dem zehnten Jahrgang mit André Ziegler, Dennis Watz, Mario Dietrich und Hendrik Dobel, die am Ende ein Plus von ca. 9500,- € aufzuweisen hatten. Betreuende Lehrerin war Frau Kunze-Grölz. Den dritten Platz belegten „Die Schandmäulchen“ Jessica Schleicher und Svenja Heise aus dem PoWi-Kurs in Jahrgang 13 von Herrn Freihold. Sie schafften es, ihr Startkapital von 50.000,-€ um ca. 12.500,-€ zu vermehren. Aus diesem Kurs stammt auch der letztjährige Sieger des Börsenplanspiels, die „Konsumhengste“.
Eine weitere Platzierung gab es durch die Gruppe „Die Börsentippler“, die beim Euro-Stoxx-Tipp den zweiten Platz erreichten. Hier lagen Marcel Dorth, Carsten Dorth und Stefan Zimmermann mit ihrem Tipp ganz nah an dem späteren Euro-Stoxx-Wert. PoWi-Lehrer ist hier Herr Bruchmeyer.
Da wir mehr als 15 Spielgruppen gemeldet hatten, bekam die Schule von der Kreissparkasse Weilburg eine Anerkennung von 250,- € überreicht, die zur Förderung des Wirtschaftsunterrichts eingesetzt werden kann.
Jörn Schweisgut
Am Montag, den 9. März 2009, wurde in der zweiten Stunde die Physik-Challenge 2009 offiziell in der Aula eröffnet.
Es können Schülerinnen und Schüler der Jahrgangsstufen 5 bis 8 teilnehmen, die Freude am Experimentieren und Basteln haben. Schülerinnen und Schüler, die am Wettbewerb teilnehmen möchten, sind herzlich eingeladen. Anmeldungen nehmen Frau Geil oder Herr Schweisgut gerne entgegen.
Die Aufgabe besteht darin, ein Fahrzeug zu konstruieren, das ein Ei transportiert und zielgenau ablädt.
Präsentiert erprobt werden die Konstruktionen am Dienstag, den 5. Mai 2009 in der Aula. Den Erstplatzierten winken wertvolle Preise!
Die genaue Aufgabenstellung ist hier zu finden.
Viel Spaß und Erfolg!
Dirk Hölscher
Wie bereits in den vergangenen Jahren nimmt der Leistungskurs Politik und Wirtschaft im Jahrgang 12 unter der Leitung von Herrn Hölscher am Projekt „JUNIOR“ teil.
Der Leistungskurs Politik und Wirtschaft hat im Oktober dieses Jahres die Schülerfirma "C-M-Sensation" ("Creative Metal Sensation") gegründet. Die Schülerfirma "CM-Sensation" stellt aus alten Verkehrsschildern und anderen metallischen Gegenständen Schilder für jeden Gebrauch her. Es gibt Schilder für Feiern und Geburtstage oder Fanartikel. Das Besondere hierbei ist, dass alles aus ausrangierten Verkehrsschildern oder Gegenständen vom Schrottplatz hergestellt wird. Neben den fest im Angebot vorhandenen Produkten werden zudem weitere individuelle Kundenaufträge bearbeitet, was die Angebotspalette von CMS um ein Vielfaches erweitert Die Schilder werden nach dem individuellem Wunsch des Kunden umlackiert und neu gestaltet, verlieren aber trotzdem nicht den Charakter eines Verkehrsschildes.
Ein weiteres Produkt der Schülerfirma ist ein Spiel über Weilburg. Es ist aufgebaut wie ein ganz normales Brettspiel und wird nach einem selbst aufgestellten Regelwerk gespielt. Das Spiel, das "Weilburgoly" heißt, enthält viele Bilder aus Weilburg und Umgebung und ist ein Muss für jeden Weilburger. Es gibt Job-, Besitz- und Ereigniskarten, die, passend zur Finanz- und Wirtschaftskrise, wirtschaftliche Inhalte aufgreifen.
Prominente Anteilseigner der Schülerfirma sind unter anderem der Landrat des Landkreises Limburg-Weilburg und Finanzminister Karlheinz Weimar sowie der ehemalige Wirtschaftsminister Dr. Alois Rhiel. Noch gibt es fünf Aktien zu kaufen!
Als Ziel haben sich die jungen Unternehmer vorgenommen, bis ins hessische Landesfinale vorzustoßen und dort eine gute Figur abzugeben.
Am Ende des Schuljahres wird die Schülerfirma aufgelöst und jeder Schüler erhält für seine geleisteten Arbeitsstunden ein Zertifikat, das ihn als jungen Unternehmer ausweist.
Weitere Informationen zu JUNIOR erhalten sie unter http://www.juniorprojekt.de/
Weitere Informationen und Preise von "C-M-Sensation" findet man unter http://www.cmsensation.de/.

Volker Schmidt
Das Gymnasium Philippinum Weilburg bot am vergangenen Samstag beim zweiten „Tag der offenen Tür“ ein „Bildungsbüffet“, das umfassend über seine Arbeit informierte und erneut zahlreiche Besucher anlockte. Unter dem Publikum waren wieder viele Eltern mit ihren Kindern, die in den nächsten Wochen über den weiteren Bildungsweg nach der Klasse 4 entscheiden müssen. Sie konnten sich besonders im „Schnupperunterricht“ verschiedener Fächer ein Bild von dem machen, was sie erwartet. Eine Attraktion waren auch die zahlreichen Mitmachangebote der Naturwissenschaften und der Kunst. Manch zukünftiger Schüler nahm so ein selbstgebautes Flugzeug oder einen platonischen Körper mit nach Hause.
Gesang und Instrumentalmusik lockten Neugierige in den Spielmannbau. Sportbegeisterte konnten in der Kreissporthalle nicht nur Vorführungen verschiedener Gruppen bestaunen, sondern auch selbst ihre Kräfte im Kraftraum oder an der Kletterwand testen. „Warum Faulheit uns weiterbringt“ – unter diesem Titel demonstrierten Schüler nicht nur den ökonomischen Sachverhalt. Sie zeigten dabei auch, was bilingualer Englischunterricht am Gymnasium leistet. Die zwei am Projekt „JUNIOR“ teilnehmenden Schülerfirmen zeigten ihre Produkte und informierten über ihre mit realem Geld wirtschaftenden Unternehmen.
Zum „Büffet“ gehörten auch Informationen über Gewaltprävention, Hochbegabtenförderung, die Schullaufbahnberatung und das Konzept „Selbst organisiertes Lernen – SOL“, die Schülerzeitung „Spektrum“, den Schulsanistätsdienst und die Arbeit des Schulelternbeirats. Die Bibliothek präsentierte außer ihrem beeindruckenden Bestand auch den neuen „OPAC-Katalog“, der die Literatursuche mittels EDV ermöglicht, Mit dabei waren auch die „Wilinaburgia“ und der „Gymnasialschulverein Weilburg“, die der Schule durch ihre Hilfe manches Projekt erst ermöglichen.
Stark gefragt waren die „Schulscouts“. Sie führten die Besucher durch die Gebäude, erläuterten die Gebäudeteile und sorgten dafür, dass jeder die Veranstaltung fand, die er suchte. Am Ende der dreistündigen Veranstaltung dankte Oberstudiendirektor Dietrich Heese dem Kollegium und den Schüler für ihren außergewöhnlichen Einsatz. Auch der zweite „Tag der offenen Tür“ sei eine gut genutzte Gelegenheit gewesen, der Öffentlichkeit die Arbeit der Schule näher zu bringen.
Zu den Bildern vom Tag der offenen Tür
Gerhard Becker
Einen ausführlichen
Bericht des Weilburger Tagesblatts sowie
Fotos von der Aufführung finden Sie auf der Seite des Konzertvereins.
Barbara Klass
Sechs Schülerinnen und Schüler der Jahrgangstufe 12 und 13 haben nach Vorbereitung in der Cambridge Certificate –AG im ersten Halbjahr 2008/09 die Feuerprobe in Englisch bestanden und seit Januar 2009 den international anerkannten Abschluss in Englisch in der Tasche.
Kristian Ehlert, Inga Elvers, Andreas Fried, Lisa Löw , Frederik Schumacher und Stephanie Stoll durchliefen an einem Tag die fünf Prüfungsteile Leseverständnis, Hörverstehen, Schreiben, Sprechen und Sprachfertigkeit mit sehr gutem und gutem Erfolg und bewiesen damit nicht nur ihre Fertigkeiten im Umgang mit der englischen Sprache, sondern erhöhten auch ihre Chancen für Bewerbungen an ausländischen Universitäten und bei international operierenden Firmen. Sie alle bewerteten die Prüfungsanforderungen bei entsprechender Vorbereitung auf die spezifischen Teile des Examens als machbar. Am schwierigsten sei es gewesen, die Konzentration über den ganzen Prüfungstag hinweg hoch zu halten, aber auch da kann die Übung anhand von früheren Prüfungsvorlagen in Echtzeit helfen.
Die Mehrheit der Sechs konzentriert sich jetzt erst mal auf das Abitur. Eine von ihnen ist aber schon sicher, dass sie das Cambridge Certificate brauchen wird. Sie hat sich in Edinburgh an der Universität beworben und wir drücken ihr die Daumen, dass alles klappt.
Jan Hooss
Weilburg/Rechtenbach Einen sehr guten zweiten Platz beim Regionalentscheid Handball „Jugend trainiert für Olympia“ belegten die Mädchen der Schulmannschaft des Gymnasium Philippinum Weilburg am vergangenen Mittwoch (18.02.09) in Rechtenbach.
Nur mit Außenseiterchancen waren die Mädchen und Jungen der Handball-Schulmannschaft des WK II zu dem mit starken Teams besetzten Turnier nach Rechtenbach/Vopertshausen gereist. Gleich im ersten Spiel gegen die Gesamtschule Schwingbach gelang den GPW-Mädchen eine Überraschung. In einer spannenden und spielerisch sehr guten Partie konnten sie sich mit 8:7 durchsetzen. Anschließend verloren die Mädchen knapp gegen die Liebigschule Gießen mit 4:5. Im nachfolgenden Spiel gegen den späteren Turniersieger Anne-Frank-Schule Linden gab es für die Weilburgerinnen allerdings eine deutliche 5:15-Niederlage. Gegen die Ohmtalschule Homberg fanden die Mädchen des GPW wieder ihre spielerische Linie und konnten sich am Ende über einen 10:5 Sieg sowie den zweiten Platz des gesamten Turniers freuen.
Für die Weilburger Jungen waren die teilweise mit Regionalligaspielern besetzten Teams aus Wettenberg, Gießen und Rechtenbach diesmal eine Nummer zu groß. Gegen die Scholl-Schule Alsfeld konnten die Jungen ein gutes Spiel zeigen, verloren aber mit 4:6. Den Titel beim diesjährigen Regionalentscheid der Jungen sicherte sich die Schwingbachschule Rechtenbach.
Für das GPW spielten: Milan Weber, Steffen Straßheim, Fabian Broll, David Matschke, Henrik Löw, Daniel Metzger, Felix Jung, Jonas Hautzel, Alexander Schraut, Dennis Funk.

obere Reihe v.l.n.r.: Maxine Geis, Denise Wagenführ, Michelle Keller, Sarah Beck, Sarah Novak
untere Reihe v.l.n.r.: Cosima Rizzo, Sinja Sussek, Katharina Kurz

Volker Schmidt
Am Samstag, den 28. Februar ist es wieder soweit. Das Gymnasium Philippinum Weilburg mit seinen rund 1600 Schülern und 120 Lehrkräften öffnet von 10 bis 13 Uhr seine Türen für alle, die erfahren wollen, was hinter den sonst verschlossenen Türen in der Lessingstraße geleistet wird. Fast einhundert Programmpunkte geben einen Einblick in die reiche Vielfalt des Schullebens. Die Besucher, besonders aber zukünftige Schüler und ihre Eltern, werden kein Museum, sondern eine lebendige Schule vorfinden. Damit der Überblick nicht verloren geht, gibt es vor Ort einen umfangreichen Veranstaltungsplan und Schüler, die als „Scouts“ Schulführungen anbieten oder gezielt helfen.
Schnupperunterricht der Fremdsprachen und des Fachs Ethik, Mitmachangebote der Naturwissenschaften sowie Präsentationen aller Jahrgangsstufen und Fächer laden dazu ein, die Schule und ihr Angebot kennenzulernen. Mathematische Zaubertricks werden ebenso zu sehen sein wie eine Landtagsdebatte. Für Sportbegeisterte ist die Kreissporthalle mit Kraftraum und Kletterwand die erste Wahl, Musikliebhaber werden sich im „Spielmannbau“ heimisch fühlen. Wer mehr über das Konzept „SOL – Selbst Organisiertes Lernen und Arbeiten“ oder das Mittelstufenlernzentrum und die Leseförderung wissen möchte, findet kompetente Ansprechpartner. Dies gilt auch für den bilingualen Unterricht, die Schullaufbahnberatung, die Organisation der Oberstufe, die Mediationsgruppe und die Hochbegabtenförderung. Aus dem Schulleben nicht wegzudenken sind die Schülervertretung und die Schülerzeitung „Spektrum“ sowie die Schülerfirmen „Present Place“ und“CM – Sensation“, die am Projekt „JUNIOR“ teilnehmen. Und es besteht nach vier Jahren wieder die Gelegenheit, ein Jahrbuch der Schule zu kaufen.
Der Schulelternbeirat fehlt ebenso wenig wie die beiden Fördervereine „Wilinaburgia“ und „Gymnasialschulverein Weilburg e.V.“. Der schuleigene Sanitätsdienst ist für Notfälle einsatzbereit, für das leibliche Wohl sorgt die Cafeteria.
Kurz: Seien Sie herzlich willkommen beim zweiten Tag der offenen Tür am Gymnasium Philippinum Weilburg!
Alle Informationen zum Tag der offenen Tür finden Sie hier.

Volker Schmidt
Karl Müller-Lüdenscheid-Weinbach-Drommershausen. Zugegeben, der Name ist etwas lang und nach Paragraph 1355 des Bürgerlichen Gesetzbuches auch nicht zulässig. Die bekannte Meinungsforscherin Elisabeth Noelle-Neumann-Meier-Leibnitz ist zwar unter dem Doppelnamen Noelle-Neumann bekannt, ihr vollständiger Name hatte aber, und das ganz legal, diese vier Bestandteile. Und was, wenn Träger solcher Namen heiraten? Der Gesetzgeber hatte mit einer Novellierung des Paragraphen das Entstehen solcher Gebilde für die Zukunft verhindert und damit, so die Meinung der Beschwerdeführer vor dem Bundesverfassungsgericht in Karlsruhe, mindestens das Recht auf die freie Entfaltung der Persönlichkeit verletzt. Auch von der Würde nach Artikel 1 Grundgesetz und sogar vom Recht auf freie Berufswahl (Artikel 12) war die Rede. Dem Münchner Ehepaar, das sich einen Dreifachnamen zulegen wollte, war dies zuvor von den bayerischen Gerichten versagt worden.
Diese scheinbare Nebensache war am vergangenen Dienstag für den Leistungskurs Politik und Wirtschaft des Weilburger Philippinums mit seinem Lehrer Volker Schmidt Anlass genug, eine Verhandlung vor dem höchsten deutschen Gericht zu beobachten. Es ging den Schülern weniger um die Sache, sondern um das Verfahren. Der Vorsitzende des Ersten Senats, Prof. Dr. Hans-Jürgen Papier, wies in seiner Einleitung darauf hin, dass jeder, der seine Grundrechte durch staatliches Handeln verletzt sehe, Verfassungsbeschwerde erheben könne. Allerdings werde nur ein kleiner Teil der jährlich über 6000 Verfassungsbeschwerden zur Entscheidung angenommen und ein noch kleinerer Teil öffentlich verhandelt. Zwei Stunden folgten die Zuschauer den Vorträgen der Berichterstatterin des Bundesverfassungsgerichts, Dr. Christine Hohmann-Dennhardt, des Prozessbevollmächtigen des Ehepaares, den Vertretern der Standesbeamten und des Familiengerichtstages und der Bundesjustizministerin Brigitte Zypries (SPD). Sie war mit einem beeindruckenden Mitarbeiterstab angereist, um die bestehende Regelung zu verteidigen, während die vortragenden Verbandsvertreter keine zwingenden Gründe sahen, Mehrfachnamen zu verbieten.
Die Schüler zeigten sich am Ende einerseits verwundert, warum wegen einer solchen „Kleinigkeit“ das Bundesverfassungsgericht angerufen werde und sogar eine Ministerin aus Berlin anreise, verstanden aber andererseits, dass das Bundesverfassungsgericht den Bürger gegenüber dem Staat schützt. In einer ersten Einschätzung meint eine Mehrzahl der Schüler, das Bundesverfassungsgericht werde der Beschwerde stattgeben und den Gesetzgeber zu einer Neufassung des Namensrechts auffordern. Das Urteil wird in etwa drei Monaten erwartet.

Volker Schmidt
Einer inzwischen guten Tradition folgend ehrte Studiendirektorin Renate Geil am Ende des 1. Halbjahres Schülerinnen und Schüler der Schule für besondere Leistungen.
So Alisa Jung, Saskia Stehlik, Josi Perner, Sarah Heinzeroth, Annika Leuning, Kira Ahäuser, Nilüfer Cakmak und Büsra Yildrim für den 1. Platz beim Regionalentscheid im Volleyball der Wettkampfklasse III. Richard Lenz, Klasse 10f, wurde für seine Teilnahme am Experimentierwettbewerb „Chemie – mach mit!“ geehrt.
Natürlich fehlten auch die Klassensieger beim Lesewettbewerb 2008 nicht: Jana Kremer, Michel Pfütz, Meilissa Seitz, Christopher Kleiber, Neele Ehrenberg und Freya Obijon. Im Mathematikwettbewerb der Klasse 8 siegte Tobias Blum vor Sara Konrad, Eva-Maria Hille, Clara Reichwein, Viktor Sommer und Daniel Weber. Die Klassenbesten waren hier: Nilüfer Cakmak, Alex Fiehn, Fabian Ohly, Tim Richter und Elisabeth Heinz.
Für eine tolle Leistung im Bundesfinale „Jugend trainiert für Olympia – Rudern“ gab es den obligatorischen Schraubenschlüssel für Sabrina Henche, Lea Kurz, Annemarie Zinke, Malin Muser und Aline Bruchmeier.
Für den Logo-Wettbewerb um das beste Logo für das Mittelstufenlernzentrum wurden Lisa Mühl, Maria Milani und Julia Norwig ausgezeichnet.
Wohlverdient waren die Ehrungen für Mehmet Akif Seyfi, Andreas Fried und Nils Bergmann, die die Homepage der Schule betreuen.
(Bild: Laura S. Jung)
Volker Schmidt
Für den Vorstand der Ökumenischen Tagespflege Oberlahn e.V. bedankte sich Willy Klämt bei Michael Glotzbach für die Spenden, die nun schon mehrere Jahre aus den Einnahmen beim Weihnachtskonzert dem Verein und ganz konkret dem Helmut-Hild-Haus zukommen. Mit dem gespendeten Geld können unter anderem finanzielle Engpässe überbrückt werden, die sich in der Tagespflege ergeben, wenn freie Plätze vorgehalten werden.

Wolfgang Radkovsky
Am 29.01.2009 fand in der Aula des Gymnasium Philippinum im Rahmen der naturwissenschaftlichen Vortragsreihe „Blickfeld Naturwissenschaften“ ein Vortrag zur Chaostheorie statt. Der Abend wurde von Schülerinnen und Schülern des Leistungskurses Physik der Jahrgangsstufe 13 mit Experimenten, theoretischen Überlegungen und Anwendung in einer hervorragenden PC-Präsentation unterhaltsam gestaltet.
Nach einer historischen Einführung zur Bedeutung des Begriffs Chaos in der Antike wurde ausgeführt, wie das analytisch unlösbare Dreikörperproblem die klassische Physik in Frage stellte, da kleinste Unterschiede in den Anfangsbedingungen völlig voneinander abweichende Entwicklungen zur Folge haben können. Als weiteres Merkmal des deterministischen Chaos wurde in optischen und akustischen Rückkopplungsexperimenten der rekursive Aspekt solcher Vorgänge demonstriert. Ein mathematischer Exkurs zum Weg von der Ordnung über Bifurkationen zum Chaos stellte die Beziehung zur fraktalen Mathematik mit Mandelbrots „Apfelmännchen“ her.
Zur physikalischen Anwendung der Chaostheorie wurden Versuche zu mechanischen und elektrischen Schwingungen vorgeführt und dabei die Bedeutung eines Phasendiagramms erläutert, da hier Bifurkationen und chaotische Vorgänge direkt sichtbar werden. Es wurde gezeigt, dass mit einem solchen Diagramm eine Entscheidung möglich ist, ob es sich bei einem Prozess um einen chaotischen Vorgang handelt. Da in diesem Fall keine exakte Voraussage über das weitere Verhalten des Systems möglich ist, muss dann eine möglichst genaue Erfassung der Anfangsbedingungen angestrebt werden. Dieses Verfahren wurde in zwei praktischen Beispielen aus Medizin und Meteorologie eindrucksvoll dargelegt. Die Bedeutung der Chaostheorie für unser tägliches Leben wurde abschließend in einer Übersicht über chaotische Vorgänge aus den verschiedensten Wissenschaftsbereichen erläutert.
Nach dem Vortrag bedankte sich Oberstudiendirektor Dietrich Heese bei den Schülern, die trotz der bevorstehenden Abiturprüfungen Zeit für die Vorbereitung und Durchführung dieses Vortrages fanden, sowie bei den betreuenden Lehrern Wolfgang Radkovsky und Jörg Lorenz für die geleistete Arbeit.

Volker Schmidt
Die Schüler der Leistungskurse Politik und Wirtschaft des Weilburger Philippinums wussten, wovon die Rede war, als der SPD-Abgeordnete Joachim Poß am Freitag im Bundestag das Konjunkturpaket 2 als „richtigen Mix“ zur Krisenbewältigung bezeichnete. Umso gespannter hörten die von ihren Lehrern Dirk Hölscher und Volker Schmidt betreuten zukünftigen Abiturienten zu, mit welchen Argumenten die Opposition in erster Beratung das „Gesetzes zur Sicherung von Beschäftigung und Stabilität in Deutschland“ kritisierte.
Bundeskanzlerin Angela Merkel, Vizekanzler Frank-Walter Steinmeier, Finanzminister Peer Steinbrück und die fast vollständige Ministerriege verfolgten, wie Jürgen Trittin (Bündnis 90/Die Grünen), Jürgen Koppelin (FDP) sowie Oskar Lafontaine und Gregor Gysi (Die Linke) das Gesetz als unzureichend kritisierten. Dabei wurde nicht nur über Inhalte gestritten, sondern es ging auch um politische Verfahrensfragen, als das Abstimmungsverhalten Bremens und Hamburgs im Bundesrat zur Sprache kam. Dass der CDU-Abgeordnete Steffen Kampeter die Gesetzesvorlage verteidigte, weil sie „Maß und Mitte“ beweise, wunderte die Schüler nicht.
Es fiel den kritischen Zuschauern natürlich auf, dass die Reden besonders für die Öffentlichkeit bestimmt waren und weniger der inhaltlichen Auseinandersetzung dienten. „Hahnenkämpfe“ für die eigene Wählerschaft seien die Reden zu einem Gutteil gewesen, meinten einige Schülerinnen nach der Debatte. Dem einstündigen Besuch sollte sich ein Gespräch mit dem für den Wahlkreis Hochtaunus zuständigen Abgeordneten Omid Nouripour (Bündnis 90/Die Grünen) anschließen, der die Gruppe eingeladen hatte. Er musste sich allerdings von seinem Büroleiter Herbert Möller vertreten lassen, da er an einem Gespräch über das Konjunkturprogramm teilnahm, das parallel zur Bundestagsdebatte stattfand. Auch hier fanden die Schüler bestätigt, was sie gelernt hatten. Die eigentliche Arbeit des Parlaments findet nicht im Plenum, sondern in Ausschüssen und Beratungen statt. In ihnen werden die Entscheidungen inhaltlich vorbereitet.
Im Gespräch mit Herbert Möller ging es in erster Linie um außenpolitische Fragen. Die Problematik des Bundeswehreinsatzes in Afghanistan waren ebenso ein Thema wie die Iranpolitik des Westens, der Frieden im Nahen Osten, eine mögliche Erweiterung der EU und der Nato sowie ein ständiger Sitz Deutschlands im Sicherheitsrat der Vereinten Nationen. Außerdem ging es um mögliche Koalitionen nach der nächsten Bundestagswahl.
Das unmittelbare Erleben praktischer Parlamentsarbeit habe tiefere Einsichten in praktische Demokratie gebracht als manche Unterrichtsstunde, meinten die Schüler am Ende der zweitägigen Fahrt, die durch den Besuch des DDR-Museums und des Deutschen Historischen Museums noch weitere Informationen zur politischen Geschichte Deutschlands bot.

Sonja Klees
Zum ersten Mal nehmen Oberstufenkurse des GPW an der Preisverleihung des Prix des lycéens teil
Dieser Wettbewerb des Institut français stellt interessierten Leserinnen und Lesern eine Auswahl aktueller Jugendliteratur zur Verfügung und gibt ihnen die Möglichkeit ihren Favoriten aus den vorgestellten Buchtitel zu küren. Seit Beginn dieses Schuljahres nahmen auch Schülerinnen und Schüler des GK und LK Französisch (Jgst. 13) an diesem landesweiten Projekt teil. In Ergänzung zum Unterricht tauschten sie ihre Leseeindrücke aus und berieten intensiv über die Stärken und Schwächen der Lektüren. Am Mittwoch, den 14.01.2009 trafen sich nun die beiden Kurse zum kleinen „Finale“ und wählten ihren „Schulsieger“ der vorgestellten Buchtitel. Welche Lektüre die meisten Stimmen erhielt, wird an dieser Stelle nicht verraten. Randi Becker vertritt das GPW in der Beratungsrunde der hessischen Gymnasien, die dann die endgültige Wahl des Prix des lycéens 2009 trifft.
Foto: Teilnehmer der Wahljury mit ihren Kursleiterinnen – Frau U. Fuhrmann-Grote und Frau S. Klees

Volker Schmidt
Rudern gehört zum festen Sportangebot am Gymnasium Philippinum. Damit es so bleibt und Schülerinnen und Schüler auch weiterhin an die Erfolge von Kaja Brecht, Jan Will und den zahlreichen Mannschaften, die es bis in die Landes- und Bundesentscheide geschafft haben, anknüpfen können, freuten sich Schulleiter Dietrich Heese und Rudertrainer Hans-Werner Bruchmeier über zwei neue, hochmoderne Ergometer und drei Spinningbikes.
Möglich wurde die Anschaffung durch die Bündelung von Mitteln des Hessischen Kultusministeriums, des Kreises Limburg-Weilburg, des Schulsportzentrums an der Tilemannschule, des Ehemaligenvereins „Wilinaburgia“ und des Gymnasialschulvereins Weilburg.
Nicht nur die aktiven Ruderer der Schule testeten bei der Übergabe die Neuanschaffungen, sondern auch Schulleiter Dietrich Heese, Eugen Rudolf Ancke (Vorsitzender der „Wilinaburgia“) und Karl Georg Jung-Seibel (Vorsitzender des Gymnasialschulvereins) ließen es sich nicht nehmen, zur Freude der Schülerinnen und Schüler, dem Vertreter des Schulsportzentrums Willi Normann und dem Vorsitzenden den Weilburger Rudervereins Hans Bruchmeier einige Kilometer mit den neuen Geräten zurückzulegen.

Voker Schmidt
Ein mit sieben neuen Trainingsgeräten der „Rolls Royce“-Klasse, so Sportfachvorsteher Peter Pankratz, ausgestatteter Kraftraum steht den Schülerinnen und Schülern ab sofort auch offiziell zur Verfügung. Möglich wurde diese wesentliche Verbesserung und Erweiterung der Ausstattung durch die Zusammenarbeit von Schule, Gymnasialschulverein Weilburg e.V. und dem LAV Weilburg, die die Finanzierung der 27.000 Euro teuren Geräte sicherten. Dabei steuerte der Gymnasialschulverein mit 19.000 Euro den größten Batzen bei.
Oberstudiendirektor Dietrich Heese dankte dem Vereinsvorsitzenden Karl Georg Jung-Seibel für den Mut des Vereins, schnell und unbürokratisch die Finanzierung zu sichern, da es galt, ohne zu zögern, bei einem „Sonderangebot“ zuzugreifen. Karl-Georg Jung-Seibel gab zu, vom Preis verführt worden zu sein, betonte aber, dass der Verein mit dieser Spende seinem Grundsatz gefolgt sei, der Schule langfristige und zukunftsträchtige Vorhaben zu ermöglichen.
In einem kurzen Vortrag erläuterte Peter Pankratz die Bedeutung des Krafttrainings, das abgesehen von seiner Bedeutung für den Leistungssport auch allgemein einen positiven Einfluss auf den Hormonhaushalt, den Knochenbau, die Schutzfunktion der Muskulatur, den Rücken und das allgemeine Wohlbefinden habe. Mit den 7 neuen sowie den 7 alten und immer noch gebrauchstüchtigen Krafttrainingsgeräten bestehe nun die Möglichkeit, dass eine ganze Lerngruppe zusammen trainieren könne. Schüler der Jahrgangsstufe 11, die sich für einen Leistungskurs Sport interessieren, nutzten den Termin, um zu testen, was sie im kommenden Schuljahr erwartet.