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Volker Schmidt
Wegen seiner zahlreichen Schulpartnerschaften und vielen Europaprojekten, die zu einem festen Bestandteil des Schullebens geworden sind, ist das GPW als einzige hessische Schule vom Institut für europäische Partnerschaften und internationale Zusammenarbeit (IPZ) und dem Bundespresseamt für die Veranstaltung „ Europa für junge Leute“ ausgewählt worden.
Ziel der Veranstaltung, an der die Schülerinnen und Schüler der Jahrgangsstufe 12 teilnahmen, war es, den Jugendlichen die Dimensionen europäischer Politik naher zu bringen. Dazu standen als Diskussionspartner MdEP Dr. Wolf Klinz (FDP), MdL Roland von Hunnius (FDP) und Ministerialrat Wolf Schwarz vom Hessischen Kultusministerium zur Verfügung. Moderiert wurde die Veranstaltung von Dietmar Woestler (IPZ). Mit auf dem Podium saßen als Vertreter der Schülerschaft Leonardo Eisert und Alexander Wright.
Insgesamt machte die Veranstaltung auf der einen Seite deutlich, wie breit gefächert die Dimensionen europäischer Politik sind, ließ aber andererseits viele konkrete Fragen unbeantwortet. Bleibt zu hoffen, dass der Appell an das Engagement und die Eigeninitiative der Schüler langfristig Wirkung zeigt.

Volker Schmidt
Am 2. und 3. Dezember beteiligte sich die Klasse 9 g des Weilburger Gymnasiums Philippinum am Medienworkshop der Initiative STEP 21. Am Donnerstag stellte die Klasse ihre Ergebnisse der Schulöffentlichkeit vor. Ziel des Projekts war es, die Medienkompetenz der Schüler im Sinne eines präventiven Jugendmedienschutzes zu stärken. Dazu trugen einerseits die Projektbetreuer Carsten Siehl von der Landesmedienanstalt Hessen sowie Lukas Kugler und Dirk Wiesecke von der Jugendinitiative für Toleranz und Verantwortung aus Hamburg bei. Andererseits wurde der Workshop zu einem besonderen Erfolg, da sich Oberstudiendirektor Hans-Helmut Hoos, Studienrätin Anja Baumgärtner und Studienreferendarin Andrea Bürger fächerübergreifend beteiligten und fachspezifische Hilfen anbieten konnten.
Die Schüler präsentierten in der Aula eine Talkshow, drei Comicserien und einen kurzen Film. Alle Beiträge hatten sie an den beiden Tagen selbst erdacht und produziert. Dabei erfuhren sie, dass sich hinter der scheinbaren Leichtigkeit von Fernseh- und Comicproduktionen anstrengende Arbeit verbirgt. Selbst das kleinste Detail ist einstudiert und erfordert von allen Beteiligten höchste Konzentration. Besonders die Arbeit an der Talkshow und dem Film trug zur Entzauberung der Medienwelt bei. So gelang den Schülern eine überzeugende Satire auf die Nachmittagstalkshows mit ihrem Thema Beziehungskrisen zwischen Eltern und Kindern. Der Film zeigte realitätsnah, wie sich im Schulalltag Cliquen bekriegen. Das Spiel „Zicken“ gegen „Streber“, das machte die Reaktion des Publikums deutlich, war direkt aus dem Schülerleben gegriffen. Die Comics zum Thema Zukunft spiegelten die Träume der Jugendlichen. Erfolg und Misserfolg im Berufsleben, ein wildes Leben außerhalb gesellschaftlicher Normen und der Traumurlaub waren die Themen, die professionell dargeboten wurden. Die von der Hamburger Initiative zur Verfügung gestellte Medienbox und die vorhandene Theatertechnik lieferten den Schülern dabei das notwendige Handwerkzeug. Hinzu kam, so Direktor Hoos, dass die sonst eher durchschnittliche Klasse während des Projektes eine überduchschnittliche Motivation und ein überduchschnittliches Engagement gezeigt habe. Er hoffe unter Berufung auf die Hessische Kultusministerin Karin Wolf, dass in Zukunft an den Schulen mehr Raum für Projekte unabhängig vom Stundenplan zur Verfügung stehe. Der Lernerfolg der vergangenen beiden Tage rechtfertige den gezeigten Einsatz, für den er allen Beteiligten dankte. Am Ende konnte Hans-Helmut Hoos dem Fachvorsteher des Fachs Deutsch, Wilfried Lange, eine STEP-Medienbox übergeben Durch ihren Einsatz könne das in den Lehrplänen verankerte Lernziel Medienkompetenz gezielter erreicht werden.
STEP 21 hat sich zum Ziel gesetzt, Jugendliche in ihrem Engagement für Demokratie, Toleranz und Verantwortung zu unterstützen. Die Jugendlichen sollen lernen, ihre Berufs- und Lebensplanung aktiv zu betreiben und mündige Mitglieder der Gesellschaft zu werden. Schirmherr der Initiative ist Bundespräsident Prof. Dr. Horst Köhler. Zahlreiche prominente Persönlichkeiten wie Steven Spielberg, Paul Spiegle, Johannes B. Kerner, Marco Bode und Günther Jauch unterstützen STEP 21 aktiv.
Weilburger Tageblatt, 25.11.2004
„Ein weiterer Meilenstein der Informatikausstattung des Weilburger Gymnasium wurde erreicht“. Mit diesen freudigen Worten begrüßte Hans-Helmut Hoos, Direktor des Gymnasium Philippinum Weilburg, die fünf Techniker-Schüler Oliver Titte, Viktor Müller, Dirk Theis, Rene Dietrich und Jan Dombach. Sie hatten im Rahmen ihrer Projektarbeit an der Staatlichen Techniker Schule Weilburg, den Computerraum der Schule installiert und in Betrieb genommen haben. Damit haben die Techniker nicht nur etwas für ihre berufliche Karriere getan, sondern auch etwas Wichtiges für das Gymnasium getan, so Hoos zu Beginn der Präsentation der Technikerschüler.
Den Schülern stehen nun 23 Computerarbeitsplätze zur Verfügung. Hoos hofft, das durch die Aktion „Schule@Zukunft“ in naher Zukunft noch ein zweiter Multimediaraum hinzu kommen würde, da eine durchschnittliche Klasse in der Mittelstufe 30 Schüler umfasse. In Zusammenarbeit mit Wolf-Dieter Möckel, Lehrer des Gymnasium, und unter der Betreuung durch den projektleitenden Lehrer Josef Süß, richteten die Technikerschüler den Computerraum ein. Ihre Hauptaufgabe bestand darin, die Computer, die der Schulverein zur Verfügung stellte, nach den Bedürfnissen der Schule einzurichten und ein neues Netzwerk zu installieren, ohne dass der Informatikunterricht des Gymnasium darunter leiden würde. Daher wurden die meisten Arbeiten am Wochenende und nach Schulschluss durchgeführt.
Die Techniker führten dabei alle Arbeiten, angefangen vom Verlegen der notwendigen Kabel, über die Vorbereitung des Kabelkanals bis hin zum Installieren der Programme und Vernetzung sowie Einrichtung der Computer selbst. Bei der Installation wurde auf größtmöglichen Schutz der Computer vor Viren und Hackern Wert gelegt und verschiedene Sicherheitseinstellungen und Maßnahmen getroffen. Des Weiteren wurden neben Windows XP Professionals für die Nutzung verschiedene Mathematikprogramme, Grafikprogramme und Lexika installiert.
Volker Schmidt
Auf Einladung der SV berichtete Matthias Adrian im Komödienbau über seinen Ausstieg aus der Neonaziszene. Zuhörer waren die Schülerinnen und Schüler der Klassen 10, die über Adrians Anektoden zwar manchmal lachten, dann aber doch mit nachdenklichen Mienen zur Schule zurückgingen. Matthias Adrian ist mittlerweile Mitarbeiter der Initiative „Exit“ der Gesellschaft für Demokratische Kultur in Berlin.
Anschaulich vermittelte der Achtundzwanzigjährige den Schülern, wie er über alte Kriegsgeschichten, das Lesen der rechtsradikalen „National-Zeitung“ und jugendliche Rebellion schließlich die Jugendarbeit der NPD in Südhessen organisierte. Grund für den Ausstieg aus der Szene seien die Widersprüche zwischen Ideologie und täglicher Praxis gewesen, mit denen er sich immer stärker konfrontiert sah. "Ich habe mich immer mehr distanziert, weil die nicht das gelebt haben, was sie predigten."
Volker Schmidt
"Industrielle und kulturelle" Spurensuche hieß das letzte Comenius-Projekt, an dem das Philippinum teilnahm. 2001 hatte dieses Projekt unter Leitung von Peter Kleemann begonnen und wurde nach dessen Pensionierung von Uwe Kraffert fortgeführt. Schulleiter Hans-Helmut Hoos zeigte sich jetzt bei einer kleinen Feierstunde erfreut darüber, dass eine neue Schülergruppe die erfolgreiche Arbeit ihrer Vorgänger fortsetzt. Thema des neuen Projekts ist: „One Environment – Different Cultures“. Das von der EU unterstützte Projekt führt Schulen aus Tczew (Polen), Dobris (Tschechien) Madrid (Spanien), Privas (Frankreich) und Frascati (Italien) mit dem Philippinum zusammen.
Die Schüler werden im ersten Jahr Umweltdaten erfassen und auswerten. Erste Kontakte knüpfte die neue Gruppe unter der Leitung von Studiendirektorin Gabriele Abraham bereits mit der tschechischen Schule in Dobris.

Volker Schmidt
Frankfurt, 5.11. Hessens Umweltminister Wilhelm Dietzel (CDU) überreichte am Freitag Studiendirektorin Gabriele Abraham vom Gymnasium Philippinum Weilburg in der Sporthalle der Fraport AG zum 6. Mal in Folge die Auszeichnung „Umweltschule in Europa“. Die Schule erhielt den Preis als Anerkennung für Projekte zur nachhaltigen Verbesserung der Umweltverträglichkeit im vergangenen Schuljahr, in dem die Mülltrennung und die Errichtung von Nisthilfen für Wildbienen einen besonderen Schwerpunkt bildeten.
Neben dem Weilburger Gymnasium erhielten 77 weitere hessische Schulen Urkunden, Fahnen und Stempel von der „Deutschen Gesellschaft für Umwelterziehung e.V.,“ die das in 25 Ländern mit 9000 Schulen durchgeführte Projekt in Zusammenarbeit mit dem Hessischen Umweltministerium, dem Hessischen Kultusministerium, dem Hessischen Landesinstitut für Pädagogik und der Fraport AG jährlich neu ausschreibt. In seiner Rede wies Minister Wilhelm Dietzel darauf hin, dass die Verbesserung des Umwelthandelns eine ständige Aufgabe sei und eine Investition in die Zukunft der kommenden Generationen darstelle. Ministerialrat Wolf Schwarz vom Hessischen Kultusministerium betonte, dass das Projekt hohe Anforderungen an die Teilnehmer stelle und zu einer „Erfolgsstory“ geworden sei. Langfristigkeit und dauerhafte Verhaltensänderungen seien Ziele, die nur in enger Kooperation mit außerschulischen Kooperationspartnern erreicht werden könnten. Heiko Crost von der Deutschen Gesellschaft für Umwelterziehung machte deutlich, dass „Umweltschule in Europa“ zwar weniger spektakulär sei als Aktionen von Greenpeace oder WWF, aber der Grundstein für nachhaltiges, umweltbewussstes Handeln im alltäglichen Leben gelegt werde. „Umwelterziehung darf keine Grenzen haben“, sagte er zum Schluss seiner Rede und kündigte an, dass das Projekt im kommenden Jahr auf 38 Teilnehmerländer ausgeweitet werde. Arbeitsdirektor Herbert Mai aus dem Vorstand der Fraport AG erläuterte abschließend, dass sich der Flughafen den umweltpolitischen Herausforderungen stelle, die sich aus dem Betrieb ergäben. Ein Umweltfond mit 16 Millionen Euro solle dazu beitragen, die Umweltverträglichkeit des Flughafens zu erhöhen. Er betrachte die Unterstützung des Projekts „Umweltschule in Europa“ als Teil der Bemühungen, eine lebenswerte Umwelt zu schaffen.
Auf einem Rundgang durch die Ausstellung, die die Projekte der teilnehmenden Schulen zeigten, wurde deutlich, dass das Weilburger Gymnasium in den vergangenen Jahren mit seinen Projekten mit zu den innovativsten Schulen gehörte. Das solle, so die stellvertretende Schulleiterin Gabriele Abraham, auch in Zukunft so bleiben, auch wenn es langsam schwer werde, wirklich neue Ideen zu finden und umzusetzen. Auf alle Fälle werde sich das Philippinum wieder am nächsten Wettbewerb beteiligen.

Gerhard Becker
...oder warum Schülerinnen gefährliche Kreaturen mit Akkuschraubern bedrohen…
Einen ausführlichen Bericht mit vielen Fotos finden Sie hier

Volker Schmidt
Vom 12. bis 19. Mai waren 39 Schüler aus den Klassen 9 bis 11des Gymnasiums Philippinum mit ihren Lehrerinnen Ulrike Fuhrmann-Grote, Maren Stühler und Martina Zimmermann. Nachdem sich bereits im Dezember beim Besuch der französischen Schüler in Weilburg viele Freundschaften entwickelt hatten, stand der gesamte Austausch jetzt unter dem Zeichen der Verbundenheit zwischen den Partnerstädten, den Schulen und Familien.
Die Bedeutung des neu aufgelebten Schüleraustauschs zwischen dem Philippinum und dem Lycée d’Indy kam beim Empfang durch die Stadt und den Direktor der Schule zum Ausdruck. Auf dem weiteren Programm standen die Teilnahme am Unterricht, den Besuch einer Seidenraupenzucht und die Besichtigung der prähistorischen Grotte von Orgnac. Höhepunkte waren der Besuch des Papstpalastes in Avignon, der Pont du Gard und besonders der gemeinsame Ausflug zu den Schluchten der Ardèche am Pont d’Arc.
Die Gastfreundschaft in Privas begeisterte die Weilburger Schüler, so dass die Angst vor der „fremden“ Sprache bald keine Rolle mehr spielte. „Wir freuen uns jetzt schon wieder auf den Gegenbesuch im November und wollen auf jeden Fall nächstes Jahr wieder nach Privas“, meinte abschießend eine Schülerin.

Volker Schmidt
Wahlleiterin Elvira Jastrow führte am 26. Mai die Mitglieder des neuen Schulpersonalrates in ihre Ämter ein. In einer kurzen Ansprache dankte sie den ausscheidenden Mitgliedern Heidi Mulch, Hartmut Eisenträger und Walter Wicke für die vorbildlich geleistete Arbeit und wünschte dem neu gewählten Gremium viel Erfolg.
Neue Personalratsvorsitzende ist Anke Hartmann, ihr Stellvertreter Uwe Kraffert, der auch die Schriftführung übernommen hat.

Volker Schmidt
Der Celebration Service des Gymnasiums wurde am 19. Mai in Kassel Sieger im Landeswettbewerb „Bestes Junior-Unternehmen Hessen 2004“. Die Leistungskursschüler Politik und Wirtschaft gründeten am Anfang des Schuljahres unter der Leitung ihres Lehrers Dirk Hölscher die Schülerfirma, die Partys und Events nicht nur für junge Leute erfolgreich organisiert. Das Spektrum der Veranstaltungen reicht vom Kindergeburtstag bis zur Hochzeit, von der Disco-Party bis zum Bandcontest.
Bei der Preisverleihung lobte der Sprecher der Jury, Kay-Henric Engel, die pfiffige Geschäftsidee, das dynamische und verbindliche, dabei aber doch lockere Auftreten bei der Präsentation. Er hob außerdem hervor, dass die Schülerinnen und Schüler bei der Planung und Durchführung ihrer Veranstaltungen ein hohes Maß an Risikobereitschaft, Verantwortungsbewusstsein und Stressresistenz aufgebracht hätten. Mitte Juni fährt die Gruppe zum Bundeswettbewerb nach Köln.

Volker Schmidt
Die Kaderspielerinnen und -spieler des TV Waldgirmes waren beim Regionalentscheid der Schulen im Beachvolleyball noch eine Nummer zu groß für die Akteure des Philippinum Weilburg auf der Beachanlage im Schwimmbad von Waldgirmes. Allerdings die Schülerinnen und Schüler des GPW noch wesentlich jünger und dürfen noch mindestens ein Jahr teilnehmen, während die Spielerinnen und Spieler der Lahntalschule Atzbach das Alterslimit (1987 und jünger) in diesem Jahr erreicht haben und nur noch 2004 die Region beim Landesentscheid Anfang Juli in Waldmichelbach vertreten dürfen.
Drei Schulen hatten Mannschaften geschickt, die aus einem Jungen - einem Mädchen- und einem gemischten Doppel bestehen müssen. Sowohl die Lahntalschule wie auch das Philippinum - Steffi Stoll/Anna Lena Schellenberg, Lukas Strzelecki/Jochen Schmidt, Lisa Baum/Julian Stahl buchten die Punkte - gewannen ihre ersten Spiele gegen die Anne-Frank-Schule Gießen deutlich mit 3:0, so dass es schließlich zwischen Atzbach und Weilburg ein richtiges Endspiel gab. Die Gastgeber gingen im Jungendoppel mit einem 25:16 Erfolg gegen JochenSchmidt/Lukas Strzelecki in Führung. Anna Lena Schellenberg/Caro Frey glichen mit 25:16 aus, so dass die Entscheidung über die Teilnahme am Landesentscheid im Mixed fallen musste. Zunächst lagen Baum/Stahl mit einigen Punkten vorne, doch nach dem 15:13 kam die Wende, als der einheimische Hessenkaderspieler mit einer Serie von platzierten Aufschlägen und scharfen Schmetterschlägen die Weilburger beeindruckte. Lisa Baum imponierte zwar mit einige spektakulären Abwehraktionen und ihrem genauen Zuspiel, doch die körperliche Überlegenheit der Gegner setzte sich am Netz folgerichtig durch.

Volker Schmidt
Am vergangenen Freitag wurde die Grillhütte im Biotop des Weilburger Gymnasiums offiziell eingeweiht. Ihr Entstehen verdankt sie der engen Zusammenarbeit zwischen der Wilinaburgia, dem Verein der ehemaligen Schüler des Philippinums, der Schulleitung und dem Schulelternbeirat, der durch seine Vorsitzende Christine Maurus vertreten war. Dabei unterstützte die Wilinaburgia das Projekt finanziell, während die Eltern in Zusammenarbeit mit den beiden Schulhausmeistern die Grillhütte errichteten.
In seiner Rede dankte Schulleiter Hans Helmut Hoos der Wilinaburgia für ihre Unterstützung, die nicht nur in diesem Fall dazu beitrage, dass Dinge realisiert werden könnten, die sonst der Schule nicht möglich wären. Mit der Grillhütte sei ein weiterer Schritt getan, die Schule zu einem Lebensraum werden zu lassen. Der Vorsitzende der Wilinaburgia, Eugen Rudolf Ancke, betonte in seinem Grußwort, der Verein sei kein Zusammenschluss von Gruftis, die alten Zeiten nachtrauerten. Vielmehr möchte er sich durch gezielte Unterstützungsleistung „aktiv in das schulische Leben einschalten“. Die Grillhütte könne zu einem Ort der Begegnung zwischen Jung und Alt werden. Um den Kontakt zu erleichtern, habe der Verein jetzt auch eine Internetseite – www.wilinaburgia.de – eingerichtet, die von Markus Langer, Frank Bröckel und Martina Zimmermann betreut werde. Auf ihr sei es möglich, sich aktuell über die vielfältigen Aktivitäten des Vereins zu informieren.

Volker Schmidt
Das Hessische Kultusministerium verlieh dem Gymnasium Philippinum Weilburg in der vorletzten Schulwoche das Gütesiegel für die besondere Förderung von Hochbegabten. Mit dieser Anerkennung ist eine zweckgebundene Förderung von 2500 Euro verbunden, die, so Schulleiter Hans-Helmut Hoos, insbesondere zur individuellen Förderung hochbegabter Schülerinnen und Schüler, zum Aufbau einer Fachbibliothek und für themenbezogene Fortbildungsveranstaltungen genutzt werden solle. Der Schulleiter hatte in seinem Antrag darlegen können, dass das Philippinum alle Voraussetzungen für das Gütesiegel erfüllt. Dazu gehören neben einem überprüfbaren allgemeinen Förderungskonzept die Aufnahme der Hochbegabtenförderung in das Schulprogramm, die Zusammenarbeit mit Schulpsychologen und der Beratungsstelle BRAIN, die Erstellung individueller Förderpläne, die Beratung der Eltern und die Fortbildung der Lehrkräfte. Mit der Umsetzung des Konzepts ist Studienrätin Dr. Meike Keul-Stubbe beauftragt, die sowohl in der Arbeitsgemeinschaft „Hochbegabtenförderung in der Sekundarstufe I“ des Hessischen Kultusministeriums als auch in den entsprechenden Arbeitskreisen des regionalen Schulamtes in Weilburg mitarbeitet.
Die Förderung am Philippinum beginnt bereits beim Übergang von der Grundschule zum Gymnasium. Eine qualifizierte Beratung der Eltern, die Erstellung individueller Förderpläne, die Zusammenarbeit mit der Kinder- und Jugendakademie in Darmstadt, der Gesellschaft für Hochbegabung in Heidelberg und der Hochbegabtenförderung beim Staatlichen Schulamt tragen dazu bei, dass die Schüler angemessen gefördert werden.
Hinzu kommt, dass der bilinguale Zweig , die zahlreichen Arbeitsgemeinschaften und die Teilnahme an überregionalen Wettbewerben und Projekten vielfältige Möglichkeiten bieten, die Entwicklung besonderer Begabungen zu unterstützen. Um das erfolgreiche Projekt weiter auszubauen, sollen die Arbeitsgemeinschaften im Rahmen eines Ganztagesangebots gestärkt werden. Zusätzlich ist geplant, insbesondere die Kooperation mit den Grundschulen zu vertiefen, einen pädagogischen Tag zum Thema Hochbegabung durchzuführen und das Fortbildungsprogramm zu intensivieren.

Volker Schmidt
Neben den Glückwünschen des Schulleiters Hans-Helmut Hoos, der Elternbeiratsvorsitzenden Christine Maurus und dem Vertreter des Ehemaligenvereins „Wilinaburgia“ Karlheinz Weber waren auf der Entlassungsfeier selbstkritische Worte von den Abschiedsrednern Franziska Löfflat, Jan André Zacke, Anne-Kathrin Hennche und Michael Johannes Schellenberg zum Thema „Sind Schüler Helden?“ zu hören.
Nach einem zunächst lustigen Anfang, in dem sie die Entwicklung des Fünftklässlers zum Strategen, des Mittelstufenschülers zum Rebellen und des Abiturienten zur reifen Persönlichkeit schilderten, gingen sie mit sich als Mitglieder der so genannten Spaßgesellschaft ins Gericht. An ihnen selbst werde es liegen, die Gratwanderung zwischen Spaß und Leistung zu schaffen, um damit die Zukunft selbst in die Hand zu nehmen und die Gesellschaft nachhaltig zu gestalten. Ebenso kritisierten sie, dass die Schule zu einer Bewertungsmaschinerie verkommen sei. Doch daran seien sie mit ihrer Gleichgültigkeit und ihrem Desinteresse selbst schuld. Sie appellierten an Lehrer, Eltern und Schüler diese Entwicklung zu stoppen und auch mehr Verbundenheit mit der Schule zu zeigen.
Schon der nächste Schultag biete die Gelegenheit, aus den aufgezeigten Fehlern zu lernen. In seiner Begrüßung und in seiner Rede wies Oberstudiendirektor Hans-Helmut Hoos darauf hin, dass die Freude über die bestandene Prüfung als Quelle für eine erfolgreiche Zukunft genutzt werden könne. Glück, meinte er, gehöre allerdings dazu. Zehn Schritte zum Glück stellte er vor, versäumte aber nicht die Abiturienten zu ermuntern, neue und eigene Wege zum Glück zu suchen. Schulelternbeiratsvorsitzende Christine Maurus hatte zuvor in ihrer Rede den Abiturienten mit auf den Weg gegeben, dass sie in schwierigen Zeiten die Zukunft verkörperten. Bei der Rede zur Verleihung des Fritz-Glöckner-Preises der „Wilinaburgia“ durch Karlheinz Weber stellte er die beispielhafte Biographie des Lehrers Fritz Glöckner vor und forderte auf, seinem Beispiel zu folgen und Gräben zwischen Menschen und Nationen zu überwinden.
Der Schulleiter verlieh den Apollinaire-Preis der Robert-Bosch-Stiftung an Alexander Zipp, Löhnberg, für seine Leistungen im Fach Französisch, den Preis der Deutschen Physikalischen Gesellschaft an Siri Metzger, Biskirchen, Timo Schneider, Weinbach, André Dragässer, Kirschhofen, Claudia Glenske, Leun, und Sebastian Nickel, Wirbelau.
Mit dem Fritz-Glöckner-Preis der „Wilinaburgia“ für die besten Leistungen in den drei Fachbereichen wurden Judith Ancke, Edelsberg, Philipp Tielmann, Braunfels und André Dragässer, Kirschhofen, ausgezeichnet. Nora Hausotter und Anna Radkovsky wurden von Rachel Hornung für ihre Verdienste um die Schülervertretung geehrt. Umrahmt wurde die Entlassungsfeier durch das Streicherensemble der Musikschule, das Oboentrio des Gymnasiums, das Schulorchester und den Ober- und Mittelstufenchor sowie die „Philippinum-Voices“.

Hans Werner Bruchmeier
Weilburg entwickelt sich zu einer Schulruderhochburg. Mit einem sensationellen Ergebnis endete der Landesentscheid Rudern im Schulwettbewerb „Jugend trainiert für Olympia“ im Wiesbadener Hafen. Viermal legten Vierer des Gymnasium Philippinum Weilburg am Siegersteg an und stellen damit drei von acht hessischen Booten für das Bundesfinale im September in Berlin. Die klarsten Siege fuhren die „Berlin-Zweiten“ des letzten Jahres, Jan Will, Tobias Jung, Fabian Habich, Nicolai Schwab mit Steuermann Jonas Novak heraus. Im Gig-Doppelvierer (Wettkampf II) dominierten sie sowohl im Vorlauf als auch im Halbfinale und gingen als Favoriten in den Endlauf. Schon am Start legte sich das Quartett vor dem Friedrichsgymnasium Kassel, Tilemannschule Limburg, Gutenbergschule Wiesbaden und dem Leibnizgymnasium Offenbach in Front und arbeitete auf der 1.000 m – Strecke zwei Längen Führung bis ins Ziel heraus. Auch im Renn-Doppelvierer qualifizierte die Crew sich mit einem Sieg für das Finale. Mit hoher Schlagzahl gelang es, sich bis zur Streckenhälfte etwas von den Gegnern aus der Karl-Rehbein Schule Hanau und Kassel zu lösen, die Boote von der Limburg und der Schillerschule Frankfurt fielen zurück. Im Endspurt sichterte sich das GPW den zweiten Sieg mit einer Bootslänge Vorsprung. Da man nur in einer Bootsgattung beim Bundesfinale starten darf, entschied sich die Mannschaft um Jan Will für den Gig-Vierer, in dem man sich die größeren Chancen ausrechnet. Das zweite GPW Boot mit Jan Lüke, Christian Laux, Alexander Erbe, Simon Mottl, St. Daniel Henche erreichte das Halbfinale im Renn-Doppelvierer, hier verpasste die junge Crew aber das Finale.
Strahlende Gesichter gab es bei den Juniorinnen. Kaja Brecht, Kristina Meyring, Anuschka Karakas, Charlotte Hammer, Steuerfrau Britta Lüke starteten ebenfalls in beiden Bootsgattungen. Im Rennvierer (WK II) hatten sie mit der Gutenbergschule Wiesbaden und der Schillerschule Frankfurt zwei komplette A-Juniorinnenmannschaften mit Medaillengewinnerinnen als Vorlaufgegner und mussten schon hier alles geben, um sich als Dritte für das Finale qualifizieren. Hier startete die eingespielte Weilburger Crew stark, lag bei Streckenhälfte gleichauf mit Frankfurt und Schweitzerschule Kassel, vor Wiesbaden und Friedrichsgymnasium Kassel. Mit einer bärenstarken Kaja Brecht als Schlagfrau setzte sich das GPW dann Schlag für Schlag in Front und siegte mit fast einer Bootslänge. Im Gig-Doppelvierer mussten sie nach einem zweiten Vorlaufrang der Schweitzerschule Kassel den Vortritt lassen, die sich mit einer knappen halben Länge vor Frankfurt und Weilburg das Berlin-Ticket sicherten, auf den Plätzen zwei weitere Kasseler Boote. Mit der neuformierten C-Juniorencrew des Philippinums hatte eigentlich niemand gerechnet. Sebastian Schutzbach, Emanuele Strieder, Martin Wetzig, Daniel Henche, Steuermann Jonas Novak hatten erst einen gemeinsamen Start absolviert, doch schon der Vorlaufsieg ließ Gutes ahnen. Im Halbfinale setzten die Vier sich wieder in Front und standen nach einem weiteren Sieg plötzlich als Mitfavoriten auf der Startliste. Auf den ersten Metern entspann sich ein hartes Rennen zwischen dem Philippinum, der Liebigschule Giessen, den Hessenmeistern, dem Friedrichsgymnasium Kassel, der Goetheschule Mülheim und der Schillerschule Frankfurt. Mit einer leichten Weilburger Führung ging es dann auf die zweite Streckenhälfte und jubelnd wurde mit einer Länge Vorsprung die Ziellinie überrudert.
Auch der Nachwuchs zeigte, dass der Anschluss an die Spitze besteht. Im Gig-Doppelvierer WK III qualifizierten sich Markus Fuhrländer, Martin Wetzig, Artur Pauls, Malte Poppe, Stm Daniel Henche als Zweite für das Halbfinale, setzten sich auch hier auf der 500m – Strecke gut in Szene doch fehlte den körperlich starken Anfängern aus diesem Jahr aber noch das nötige Zusammenspiel, um das Finale zu erreichen.
Noch weniger gemeinsame Rudererfahrung hatten Sina Heger, Anna-Lena Walter, Jennifer Teltscher und Lea Kurz, Steuerfrau Verena Mottl, die in ihrem ersten Rennen schon als Zweiten das Finale erreichten. Hier setzten sich dann aber die eingespielten Mannschaften aus Kassel und Hanau durch, die Philippinum-Mädchen konnten aber auf ihren vierten Platz vor Bad Hersfeld stolz sein. Eine Enttäuschung mussten dir sieggewohnten Verena Mottl und Samantha Laux mit ihren neuen Partnerinnen Michelle Schäfer und Katerina Winghart verdauen, die nach einem „Krebs“ im Vorlauf schon in der Startphase weit zurücklagen und vorzeitig ausschieden.

Hans Werner Bruchmeier
Mit drei von acht hessischen Rudercrews war das Gymnasium Philippinum Weilburg die stärkste hessische Schulmannschaft beim diesjährigen Bundesfinale „Jugend trainiert für Olympia“, das mit 35 Jahren ein kleines Jubiläum feierte. Der Junioren-Gig-Doppelvierer des Gymnasium Philippinum mit Jan Will, Nicolai Schwab, Fabian Habich, Schlagmann Tobias Jung und Steuerfrau Lea Kurz erfüllte auf der traditionsreichen Regattastrecke in Berlin-Grünau zum zweiten mal die Hoffnungen der Weilburger Mannschaft und erruderte wie im Vorjahr die Silbermedaille. Der Jungen-Doppelvierer mit Sebastian Schutzbach, Emanuele Strieder, Martin Wetzig, Daniel Henche und Steuermann Jonas Novak erreichte das Große Finale und urde Sechster. Der Juniorinnen-Doppelvierer mit Kaja Brecht, Kristina Meyring, Charlotte Hammer, Anuschka Karakas, Steuerfrau Britta Lüke wurde in diesem Jahr Achter. Die Schulsportveranstaltung „Jugend trainiert für Olympia“, die jährlich mehr als eine Million Sportler umfasst und somit die weltweit größte Sportveranstaltung ist, hatte beim Herbstfinale mit den Sportarten Rudern, Leichtathletik, Tennis, Badminton, Hockey und Beach-Volleyball wieder mehr Teilnehmer als die olympischen Winterspiele. Die Sportler waren bereits am Dienstag angereist und das hessische Team wurde bei einem Empfang in der Landesvertretung begrüßt. Nach dem Training am Mittwoch und einem Besuch im Deutschen Bundestag standen am Donnerstag die Vor- und Hoffnungsläufe an. 12 Bundesländer hatten im Gig-Doppelvierer der Wettkampfklasse II (Jahrgang 1987 – 89) gemeldet und schon im Vorlauf machte die Philippinum-Crew um Jan Will mit einem sicheren Sieg in dem Sechs-Boote-Feld deutlich, dass sie auch in diesem Jahr um die Medaillen ruderten. Hinter ihnen die Boote aus Sachsen, Brandenburg, Rheinland-Pfalz, Nordrhein-Westfalen und Sachsen-Anhalt.
Hiermit ersparte man sich den Hoffnungslauf um sich auf den Endlauf konzentrieren zu können. Es war neben dem Schülerinnen-Gig-Doppelvierer das einzige Rennen, welches nicht von den Sportgymnasien der neuen Bundesländer dominiert wurde, und so lag das Weilburger Team direkt neben den Favoriten aus Ratzeburg und an der 500 m-Marke war der Rennausgang noch völlig offen. Bei 750 m hatte Ratzeburg einen Vorsprung von einer Länge herausgerudert und gewann mit sechs Sekunden vor dem Philippinum, das sich noch den Angriffen der Bayern erwehren musste. Vierte wurde Nordrhein-Westfalen vor Niedersachsen und Baden-Württemberg. Schon die Qualifikation des Jungen-Doppelvierers um Schlagmann Sebastian Schutzbach auf Landesebene war eine Überraschung und so war Trainer Hans Werner Bruchmeier auch schon froh, dass seine junge Crew nach dem Vorlauf direkt das Halbfinale der 13 Boote erreicht hatte. Hier erwischte sie den stärksten Lauf und musste mit dem dritten Platz hinter den Sportgymnasien aus Sachsen – Anhalt und Brandenburg zufrieden sein, doch ließen die Zeiten ein gutes Finalergebnis erhoffen. Leider verließ die Weilburger hier das Losglück und sie mussten auf der deutlich vom Wind benachteiligten Außenbahn dem Feld hinterherrudern. Trotzdem konnte die Crew mit dem erreichten sechsten Platz hinter den Siegern aus Sachsen-Anhalt, Brandenburg, Baden-Württemberg, Rheinland-Pfalz und Berlin hoch zufrieden sein.
Nach der deutschen Vizemeisterschaft im Doppelvierer hatte das Philippinum trotz Umbesetzung auf zwei Plätzen schon mit einer Finalteilnahme im Juniorinnen-Doppelvierer gerechnet. Der dritte Platz im Vorlauf und der damit verbundenen direkten Halbfinalqualifikation ließ eigentlich hoffen, doch kamen die Mädchen um Kaja Brecht hier nie richtig ins Rennen und mussten sich mit einer Sekunde Rückstand auf den dritten Platz mit der Teilnahme am Kleinen Finale begnügen. Hier setzte sich dann das Boot aus Mecklenburg-Vorpommern in Front und siegte vor dem Philippinum, Hamburg, Schleswig-Holstein, Rheinland-Pfalz und Baden-Württemberg.

Volker Schmidt
182 neue Fünftklässler nahm Schulleiter Hans-Helmut Hoos am Dienstag in die Schulgemeinde des Gymnasiums Philippinum Weilburg auf. Die 106 Mädchen und 76 Jungen verteilen sich auf 6 Klassen, die von Alexander Funk, Gudrun Ehlert-Lorenz, Michael Rangol, Carmen Rau, Christof Trümner und Josepha Wilhelm geleitet werden.
Mit einem Handschlag begrüßte Hans-Helmut Hoos jeden einzelnen der neuen Schüler und überreichte ihm als Geschenk der „Wilinaburgia“, dem Verein der Ehemaligen, das erste Jahrbuch des Gymnasiums. In seiner Begrüßung verzichtete der Direktor auf eine Rede, sondern versuchte in seiner Moderation den Neulingen Mut zu machen. „Selbst die größten Helden haben klein angefangen“, sagte er und forderte mit Auszügen aus Walter Moers Roman „Rumo“ dazu auf, den „Faden des Glücks“ zu ergreifen. Es gelte, die anstehenden Herausforderungen zu bestehen und mit den Jahren stärker zu werden. Dafür gab der Schulleiter jeder Klasse einen eigenen Segenswunsch mit auf ihren Weg. Schüler der sechsten Klassen berichteten, dass sie vor einem Jahr nervös und ängstlich gestartet seien. Jetzt fühlten sie sich aber stark. Dies zeigten sie in einem gemeinsamen Gedichtvortrag zum Thema „Nur durch Bücher wissen wir: Warum gibt es Menschen hier“, der von Gudrun Ehlert-Lorenz und Christa Metzmacher einstudiert worden war. Viel Beifall erntete der Poptanz, den Ulrike Kleemann ebenfalls mit Schülern aus den Klassen 6 einstudiert hatte.
Am Ende wies Hans-Helmut Hoos darauf hin, dass dies der letzte Jahrgang am Philippinum sei, der noch 9 Jahre Schulzeit vor sich habe, Der nächste Jahrgang müsse das Gymnasium in 8 Jahren durchlaufen. Auch den Eltern gab er die 6 Wünsche zum Glück mit auf den Weg und forderte sie auf, an der Gestaltung der Schule als Lebensraum aktiv mitzuwirken. Sein besonderer Dank galt der Stufenleiterin Annegret Weigel, die zusammen mit den Klassenleitern das Schuljahr vorbereitet hat. Christine Maurus, die Vorsitzende des Schulelternbeirats, machte in ihrer Begrüßung deutlich, dass man an einer Schule mit über 1600 Schülern nur gemeinsam viel erreichen könne und wünschte Schülern wie Eltern einen guten Start. Für den musikalischen Rahmen der Veranstaltung sorgten die Musikgruppen der Schule unter der Leitung von Michael Glotzbach, Martin Weinbrenner und Ulrike Kleemann. Sie gaben den Fünftklässlern damit eine kleine Kostprobe dessen, welche Möglichkeiten die Schule neben dem regulären Unterricht bietet. Die nächsten Schultage werden von den Klassenleitern so gestaltet, dass sich die Neulinge in ihren Klassen richtig kennen lernen können und die riesige Schule vertrauter wird. Am Schluss dieser ersten Phase steht dann eine Aufführung des Musicals „Knasterbax und Siebenschütz“ in der Stadthalle.

Volker Schmidt
Vom 26.9. bis 3.10. 2004 haben 23 Schüler des Weilburger Gymnasiums Philippinum unter der Leitung von Studiendirektorin Gabriele Abraham an einer Exkursion nach Dobris in Tschechien teilgenommen. Der Besuch des Gymnasiums Karl Capka setzte die Verbindung ins Nachbarland fort, die vor drei Jahren im Rahmen des Comenius-Projekts begann. Im Zentrum der Begegnung, an dem Schüler des Wahlpflichtkurses Biologie der Jahrgangsstufe 9 teilnahmen, stand diesmal die lokale Agenda 21 mit dem besonderen Schwerpunkt „Wasser“. Der Themenschwerpunkt war vor dem Besuch zwischen den tschechischen Lehrerinnen Stepanka Machova und Irena Ripova und Gabriele Abraham und Volker Schmidt vereinbart worden.
Hautnah konnten die Schüler aus beiden Ländern dabei in den Kläranlagen von Dobris und Prag erleben, wie aus einer übel riechenden braunen Abwasserbrühe sauberes Wasser und immer noch müffelnder Klärschlamm entsteht. Insbesondere die Prager Anlage, die die hohen EU-Anforderungen erfüllt, beeindruckte die Schüler. Wasseruntersuchungen und andere ökologische Projekte bildeten einen weiteren Schwerpunkt. Sie fanden im Park des Karl-Capek-Museums statt, das seinen Namen dem berühmten tschechischen Dichter verdankt, der auch Namensgeber der tschechischen Partnerschule ist. Ein Ergebnis der umfangreichen Tests war, dass sich die Wasserqualität dort nicht von der in der Lahn unterscheidet. Anders verhält es sich mit der Kette der Moldaukraftwerke, die um ein Vielfaches größer sind als die Wasserkraftwerke an der Lahn. Das Werk in Stechovice , das in sich ein Laufwasser- und ein Pumpspeicherkraftwerk vereinigt, zeigte den Schülern, wie Wasserkraft in Elektrizität umgewandelt wird. Ein Video über die Flut im Jahr 2002 veranschaulichte aber auch die ungeheure Gewalt, die in ungebändigten Wassermassen steckt. Eine Besichtigung der Stadt Prag, des Bergbaumuseums in Pribram und des Schlosses in Dobris rundeten das Programm ab, wobei Christina Járková, eine tschechische Schülerin, die Gruppe auf Tschechisch und Deutsch durch die Schlossräume führte.
Besonders hervorzuheben ist, dass die Verständigung zwischen den Schülern, in den Gastfamilien und den beteiligten Lehrkräften hauptsächlich auf Englisch stattfand. Bei der Auswertung des Projekts zeigte sich am Ende, dass auf beiden Seiten nicht nur die ökologischen, sondern auch die sprachlichen Kenntnisse ebenso gewachsen waren wie das interkulturelle Verständnis untereinander. Die beteiligten Klassen freuen sich auf den Gegenbesuch Ende April nächsten Jahres.
Daniel Schlicht
Herbstferien der etwas anderen Art verbrachten fast 50 Schülerinnen und Schüler des Gymnasiums Philippinum Weilburg, der Jakob-Mankel Schule sowie der Gesamtschule Braunfels in Griechenland. Auf der zehntägigen Studienfahrt unter der Leitung von Hans-Helmut Hoos, Anette Schmittel und Gabriele Scheld standen sowohl die Besichtigung antiker Städte wie Delphi oder Olympia auf dem Programm, als auch die Begegnung mit der modernen griechischen Metropole Athen.
Jeder Schüler hatte sich im Voraus mit einem Referat auf die Griechenlandfahrt im Herbst vorbereitet. Begleitet wurden sie unter anderem von Orell Witthuhn, einem Archäologen der Universität Marburg und Eberhard Simon, dem ehemaligen stellvertretenden Schulleiter des Gymnasium Philippinum, die beide jederzeit ein offenes Ohr hatten für Fragen der Schülerinnen und Schüler rund um Griechenland. Am letzten Schultag begann die Fahrt für alle Teilnehmer mit dem Bus in Weilburg bis nach Ancona (Italien), wo am nächsten Tag schon die Fähre wartete, um nach Griechenland überzusetzen. Nach der eintägigen Schiffreise lief die Fähre bei bestem griechischem Wetter in Patras, dem drittgrößten Hafen Griechenlands, ein und nach kurzer Pause wurde die Fahrt im Bus in Richtung Delphi fortgesetzt. Der Weg zum „Nabel der Welt“ lief an der malerischen Küste entlang bis hoch in die Berge über eine schmale, kurvenreiche Straße, die zum Hotel in der Stadt führte. Am nächsten Morgen traten alle die Besichtigung des antiken Heiligtums in Delphi an. An dieser wohl berühmtesten Orakelstätte des Altertums kann man heute noch die Überreste des Apollontempels mit den Schatzhäusern, das Theater und das Stadion, in dem alle vier Jahre die pythischen Wettkämpfe stattfanden, bewundern. Rechts vor dem Eingang zum Heiligen Bezirk fließt noch immer die berühmte Kastalische Quelle und linker Hand befindet sich der Tholos, eines der bedeutendsten Baudenkmäler der Antike. Auf der Weiterfahrt nach Athen legte der Bus eine Pause am Kloster Ossios Loukas ein, das aus byzantinischer Zeit stammt und von wo aus man einen herrlichen Blick über den Olivenhang des Helikon hat. Sehenswert sind hier vor allem auch die Mosaiken aus dem 11. Jahrhundert sowie die Wandmalereien im Innern der Kirche.
Gegen Abend waren alle recht froh, endlich im Hotelzimmer in Athen angekommen zu sein. Dort wartete schon Dr. Klaus Meyer, ehemaliger Leiter der Tielemann-Schule in Limburg sowie Direktor einer deutschen Schule in Griechenland, um die Schülerinnen und Schüler in den nächsten Tagen auf ihrem kulturellen Streifzug durch die Millionenstadt Athen zu begleiten. Athen ist der Inbegriff der Stadt, der „polis“ des alten Griechenland, verbunden mit der Moderne - hier trifft Akropolis auf McDonalds. Der Weg der Schülerinnen und Schüler führte allerdings zunächst mehr zu den antiken Stätten Athens als zu den modernen Stätten des amerikanischen Gastronomiehochgenusses. Hier stand zuallererst die Besichtigung der Akropolis, die gerade restauriert wird, auf dem Programm. Im Anschluss hatte jeder die Möglichkeit den Nachmittag selbst zu gestalten und sich später im Nationalmuseum näher mit der Geschichte und Kultur Griechenlands zu beschäftigen. Athen ist eine Stadt mit tausend Facetten, die man in so kurzer Zeit kaum alle entdecken kann. Einige Schüler nutzten die freie Zeit, um die olympischen Sportstätten der gerade erst beendeten Olympischen Spiele in Athen zu besichtigen, andere verschlug es eher in die belebten Gassen der Innenstadt oder einfach in eine der rustikalen Tavernen. Am Mittwoch ging die Fahrt weiter vom Großstadtleben, über Korinth in einen der schönsten Urlaubsorte am Meer: Tolo. Der Weg dorthin auf der Nationalstraße Athen-Korinth führte über den beeindruckenden Kanal von Korinth, den „Isthmus“, der den Saronischen Golf mit dem Korinthischen Golf verbindet. Gegen Mittag erreichte der Bus das historische Alt-Korinth, wo man heute noch die Überreste der ersten Siedlung (Agora) besichtigen kann, die vor etwa 4000 Jahren entstand.
Am Hotel in Tolo angekommen, freuten sich alle bei knapp 26° erstmal eine Abkühlung im Meer oder Swimmingpool zu nehmen, denn auch bei einer „Studienfahrt“ sollte der Spaß nicht zu kurz kommen. Am Strand in der malerischen Bucht konnte jeder von dem doch recht anstrengenden kulturellen Programm der letzten Tage entspannen. Von Tolo aus wurden noch weitere Ausflüge unternommen, wie zur Burgfestung von Mykene, die 1876 von Heinrich Schliemann wieder entdeckt wurde und in das nahe gelegene Epidaurus. Hier stand die Besichtigung des Theaters im Mittelpunkt, welches mit einem Fassungsvermögen von 12.000 Zuschauern zu den größten und besterhaltensten antiken Theatern Griechenlands zählt. Nördlich vom Theater erstreckt sich das Gelände des Heiligtums, dessen Besichtigung ebenfalls auf dem Tagesplan stand. Ein beeindruckendes Erlebnis stellte die nur wenige Kilometer entfernte Festung Palamidi in Nafplio dar. Hatte man es erst über die 999 Stufen bis hoch zur Festungsanlage geschafft, so hatte man einen herrlichen Blick bei Sonnenuntergang über den Golf bis zum Parnon-Massiv. Den Abend konnte sich wieder jeder frei selbst gestalten in der Altstadt Nafplios, bevor der Bus zurück fuhr zum Hotel in Tolo. Der Weg zur letzten Station, dem antiken Olympia, führte an der Ausgrabungsstätte der Universität Marburg in Megalopolis vorbei, wo ein kurzer Zwischenstopp eingelegt wurde. Hier konnte Orell Witthuhn den Schülerinnen und Schülern einen Einblick in die Arbeitsweise eines Archäologen geben und faszinierte sie wie sooft mit seinem umfangreichen Wissen über die griechische Geschichte. Der Aufenthalt in Olympia stellte einen weiteren Höhepunkt auf dem Programm dar. Dabei konnte man auf den Spuren olympischer Wettkämpfer wandeln und sich im historischen Stadion bei einem Wettlauf messen; ganz im Sinne des olympischen Gedankens fand auch ein Wettkampf zwischen Weilburger Schülern und Schülern aus England statt.
Nach fast zehn erlebnisreichen Tagen Aufenthalt in den verschiedensten Teilen Griechenlands erreichte der Bus am Dienstagmorgen wieder Weilburger Boden. Für alle Mitreisenden verschiedenster Altersgruppen war die diesjährige Studienfahrt nach Griechenland sicherlich eine abwechslungsreiche neue Erfahrung. Für das kommende Schuljahr ist für alle Interessierten eine weitere Studienfahrt nach Troja in Planung.
Volker Schmidt
Am Freitag übergab Walter Planz für den Gymnasialen Schulverein dem IT-Beauftragten des Philippinums Wolf-Dieter Möckel neun neue Workstations. Damit werden in einem der Computerarbeitsräume Geräte ersetzt, die mittlerweile veraltet sind. Die Workstations haben einschließlich Software, Betriebssystem und Wächterkarte einen Wert von annähernd 20.000 Euro, die der Gymnasiale Schulverein aus seinen Mittel zur Verfügung stellte. Die betriebsfertige Installation des Lehrerarbeitsplatzes und der acht Schülerarbeitsplätze wird in nächster Zeit von einem Projektteam der Technikerschule vorgenommen, das diesen Auftrag im Rahmen der Ausbildung zum Computersystem- und Netzwerktechniker übernommen hat. Betreut werden sie dabei von ihrem Lehrer Josef Süß.

Volker Schmidt
Eine besondere Präsentation der Abiturleistungskurse Musik und Mathematik des Gymansiums Philippinum Weilburg erlebten die Zuhörer und Zuschauer am Donnerstagabend in der bis auf den letzten Platz besetzten Aula der Schule. Die Schülerinnen und Schüler mit ihren Lehrern Michael Glotzbach und Wolfgang Radkovsky erläuterten dem verblüfften Publikum mit musikalischen Kostproben und physikalischen Versuchen, wie eng die Beziehungen zwischen Musik und Pysik sind. Der am Ende des Mittelalters beginnende Siegeszug der Terz brachte schließlich die uns vertraute Musik hervor, die sich mathematisch als 12. Wurzel aus 2 darstellen lässt.
Eine Multimediaschow, in der z.B. die Obertöne der menschlichen Stimme live aufgenommen und in einer Beamerprojektion dargestellt wurden, führte den erstaunlichen Zusammenhang von Physik und Musik für jeden nachvollziehbar vor. Dabei hatten die Schüler historisch weit ausgeholt. Von der pythagoreischen Stimmung ging es in einer anschaulichen Zeitreiseüber über die reine Stimmung der frühen Neuzeit zu der temperierten Stimmung der Töne, die in Johann Sebastian Bachs „Wohltemperiertem Klavier“ ihren ersten Höhepunkt erlebte. Auch der Hinweis auf die von Johannes Kepler untersuchte Sphärenharmonie der Planeten und die Zugehörigkeit beider Wissenschaften zu den sieben freien Künsten der alten Universitäten fehlte nicht. Den Schlusspunkt setzte der Chor mit den „Drei Knäblein“ aus Mozarts „Zauberflöte“. Damit demonstrierte er noch einmal, wie weit sich die Musik von ihren ersten einstimmigen Anfängen entfernt hat.
Schulleiter Hans-Helmut Hoos hatte in seiner Begrüßung auf das ehrer zufällige Zusammenfallen von Imanuel Kants zweihundertstem Todestag und diesem Vortrag hingewiesen. Er erinnerte daran, dass Schule im Sinne Kants Aufklärung sei. Die Präsentation zeige, wie auch schwierige Zusammenhänge anschaulich und verständlich gemacht werden könnten. In seinem Schlusswort dankte er den beiden Kursleitern und den Schülern für die „Abenteuerreise durch Musik und Physik“ in Form einer beispielhaften Präsentation. Der Vortrag der Leistungskurse war auch in diesem Winterhalbjahr ein Höhepunkt der Reihe „Blickfeld Naturwissenschaft“, in der Wissenschaftler aus ganz Deutschland über ihre Forschungen und neuste Erkenntnisse referieren.
Volker Schmidt
Am Montag drehte sich am Philippinum im Rahmen eines pädagogischen Tages von 8 bis 16 Uhr alles um Sucht und Suchtprävention. Das Lehrerkollegium mit seinen 110 Mitgliedern informierte sich in acht verschieden Arbeitsgruppen über die vielfältigen Aspekte des Themas. Experten, die das Organisationsteam unter Leitung von Christof Trümner eingeladen hatte, vermittelten den Lehrern das nötige Fachwissen. Mit dabei waren: Hubert Hecker von der Fürst-Johann-Ludwig-Schule in Hadamar, Monika Spietz vom Diakonischen Werk, Armin Deußer und Sonja Schneider als Jugend- und Drogenberater, Bruno Reuscher von der Polizei in Limburg, die Streetworkerin Sonja Jost, der Schulpsychologe Bernd d’Amour sowie der Mediziner Martin Laimbach. In allen Gruppen ging es dabei nicht nur um legale und illegale Drogen, sondern auch um ähnlich strukturierte Phänomene wie Magersucht und ausufernden Medienkonsum.Im Rahmen der Veranstaltung bestand auch die Gelegenheit sich mit dem erfolgreichen Präventionsprogramm „Lions Quest“ vertraut zu machen.
Im abschließenden Plenum wurde deutlich, dass die Schule neue Wege in der Suchtpävention gehen müsse, wie Gunter Ebert vom HELP in seiner Abschlussmoderation betonte. Die Konfrontation mit den erschreckenden Fakten -täglich sterben etwa 300 Menschen in Deutschland an den Folgen des Rauchens, etwa 45 Prozent der Zehntklässler sind mindestens einmal im Monat betrunken, 35 Prozent von ihnen rauchen täglich mehr als 5 Zigaretten, 20 Prozent konsumieren monatlich Haschisch – und ihren gesundheitlichen und sozialen Folgen reicht, das wurde an diesem Tag klar, nicht aus, um das Verhalten nachhaltig zu ändern. Suchtprävention ist eine Aufgabe der gesamten Schulgemeinde. Ihr Ziel ist es, Menschen, und besonders junge Menschen, so stark zu machen und ihr Selbstwertgefühl so aufzubauen, dass sie auf Drogen jeder Art verzichten können.
Als erste praktische Konsequenz aus diesem erfolgreichen Weiterbildungstag, so Schulleiter Hans-Helmut Hoos in seinem Schlusswort, bildete sich eine Arbeitsgruppe, die einen schuleigenen Lehrplan zum Thema erarbeiten wird. Dabei zeichnet sich schon jetzt ab, dass auf die rauchenden Schüler, aber nicht nur auf sie, am Philippinum schwere Zeiten zukommen. Ein von den Eltern zu beantragender „Stinker-Ausweis“ soll die Kontrolle in der Raucherecke vereinfachen und durch eine Änderung der Schulordnung plant man das Rauchen am Eingang zum Schulgelände in der Lessingstraße zu unterbinden.

Volker Schmidt
Anfang vergangener Woche reisten 15 Oberstufenschüler des Gymnasiums Philippinum mit ihren Lehrern Anke Hartmann und Günther Jakob für drei Tage zum europoäischen Parlament nach Brüssel. Ihr Ziel war die Teilnahme an der Konferenz „Jugend-Solidarität-Europa“, auf der 600 Schüler aus allen Ländern der EU über Fragen der humanitären Hilfe auf Englisch diskutierten. Die Weilburger Gymnasiasten repräsentierten dabei eine der drei in einer Vorausscheidung ausgewählten Schulen aus Deutschland.
Der zum ersten Mal ausgerichtete „youth-solidarity-day“ stand ganz im Zeichen der humanitären Hilfe, die die Europäische Union in Ländern der Dritten Welt leistet. Die Jugendlichen im Alter von 16 und 17 Jahren, die sich wie Parlamentarier fühlen konnten, wurden durch Vorträge und Reportagen von Organisationen wie „Ärzte ohne Grenzen“, „Aktion gegen Hunger“ und dem Amt für humanitäre Hilfe bei der Europäischen Kommission (ECHO) informiert. Dabei beeindruckten die Berichte aus Flüchtlingslagern und aus verminten Gebieten den jugendlichen Zuhörer besonders. In der Diskussion über den Resolutionsentwurf eines Brüsseler Gymnasiums wurde deutlich, dass humanitäre Hilfe trotz der verfügbaren finanziellen Mittel notwendiger denn je ist. „Eine humanitäre Krise ist eine Situation, in der das Leben ganzer Bevölkerungen bedroht ist. Um zu überleben, haben die Opfer humanitärer Krisen nur eine Option, eine Hoffnung: die internationale Solidarität.“ Aus diesem Grund forderten die Schüler in ihrer abschließenden Resolution, dass Europa die Pflicht habe, Menschen in humanitären Krisen zu helfen.
Vom 22. bis 25. Januar 2004 trafen sich Schülerinnen und Schüler aus Tczew in Polen, Dobris in Tschechien und Weilburg, um ihre Zwischenergebnisse zum Thema „Industrielle und kulturelle Spurensuche“ vorzustellen.
Seit drei Jahren nehmen die Weilburger Gymnasiasten an diesem Vorhaben teil, dass durch die Europäische Kommission im Rahmen des „Comenius-Projekts“ gefördert wird. Das historische Verfahren der „oral-history“ aufgreifend stellten die Schüler Biographien vor, die den gesellschaftlichen Wandel in den letzten Jahrzehnten für die Zuhörer in der Aula erlebbar machten.
Mitterweile gibt es eine zehnbändige Dokumentation über die industrielle und kulturelle Vergagenheit der drei beteiligten Regionen. In Dobris wird im Juni die Abschlussveranstaltung dieses schon jetzt erfolgreichen Projekts stattfinden, das von Pieter Kleemann ins Leben gerufen worden war und mittlerweile von Uwe Kraffert fortgeführt wird.

Bei den Ehrungen am Ende des ersten Halbjahres wurde einmal mehr deutlich, dass die Ruderer des Philippinums unter ihrem verständnisvollen Trainer Hans Werner Bruchmeier hervorragende Leistungen erbringen. Schulleiter Hans-Helmut Hoos ehrte Jan Will, Tobias Jung, Nicolai Schwab, Fabian Habich und ihre Steuerfrau Johanna Unterecker für die Vizemeisterschaft im Gig-Doppelvierer mit Steuerfrau, die sich die Crew bei „Jugend trainiert für Olympia“ in Berlin erkämpft hatte. Im Jahrgang 1987/89 kamen in der gleichen Bootsklasse Laura Henss, Kristina Meyering, Charlotte Hammer, Verena Mottl und Santha Laux auf einen beachtlichen neunten Platz.