MIME-Version: 1.0 Content-Type: multipart/related; boundary="----=_NextPart_01C79E26.8E85D5B0" Bei diesem Dokument handelt es sich um eine Webseite in einer Datei, die auch als Webarchivdatei bezeichnet wird. Wenn Sie diese Nachricht erhalten, unterstützt Ihr Browser oder Editor keine Webarchivdateien. Downloaden Sie einen Browser, der Webarchivdateien unterstützt, wie zum Beispiel Microsoft Internet Explorer. ------=_NextPart_01C79E26.8E85D5B0 Content-Location: file:///C:/1FA3DFA5/file3317.htm Content-Transfer-Encoding: quoted-printable Content-Type: text/html; charset="us-ascii"
1. Unsichere Bedingungen=
span>
3. Arten von Konditionalsätzen – Typ 1-3=
=
in den "normalen&qu=
ot;
Konditionalsätzen
=
Zusätzliches=
Kond=
itionalsätze
sind Satzgebilde, die immer aus einem Hauptsatz und einem Nebensatz bestehe=
n.
Ihre inhaltliche Struktur ist dadurch gekennzeichnet, dass sie ein
Abhängigkeitsverhältnis von Bedingung und sich daraus ergebender
Folge beschreiben. Der Nebensatz nennt dabei immer die Bedingung, der Haupt=
satz
die sich daraus ergebende Folge. Was zuerst genannt wird, ist eine Frage der
Betonung:
Wenn
ich morgen Zeit habe, komme ich dich besuchen.
oder=
Ich komme dich morgen besuchen, wenn
ich Zeit habe.
Dies=
er Satz
sagt aus, dass jemand zum Besuch kommen wird/will/kann, - aber nur für=
den
Fall, dass eine Bedingung erfüllt ist, nämlich die, dass er Zeit =
hat.
Diese Bedingung kann sich erfüllen oder auch nicht. Welche Chancen
dafür bestehen, sagt der Satz nicht aus.
Von =
den
"normalen" Bedingungssätzen sollte man die Sätze
unterscheiden, die Regeln beschreiben. Sie werden in der deutschen Sprache
nicht von den ersten unterschieden, wohl aber in Englisch und Französi=
sch.
Es geht dabei um Sätze, die Abläufe beschreiben, bei denen ein
regelhaftes Muster erkennbar ist, also Zusammenhänge, wie man sie aus =
den
Wissenschaften kennt:
Wenn man einen Körper erhitzt,
dehnt er sich aus.
Wenn man in einem rechtwinkligen
Dreieck die Quadrate der Katheten addiert,
erhält man das Quadrat der Hypotenuse.
3. Arten von Konditionalsätzen
Man
unterscheidet grundsätzlich drei Arten von Konditionalsätzen. Sie
unterscheiden sich nicht, wie es manchmal vermittelt wird, durch den
unterschiedlichen Grad der Erfüllbarkeit der Bedingung, sondern durch =
ihren
unterschiedlichen Realitätsbezug, also durch die Art von Wirklichkeit,=
von
der man redet:
1. Reden von der Wirklichkeit,=
so
wie sie ist.
Wenn ich heute Zeit habe, komme ich dich besuchen.
Dies=
er
Satz stellt eine reale Möglichkeit dar, die an eine Bedingung
geknüpft ist. Es kann sein, dass ich heute komme; aber es kann auch se=
in, dass
ich nicht komme, weil ich keine Zeit habe. Diese Art von Bedingungsstruktur
nennt man auf Lateinisch auch Realis.
2. Reden von einer angenommenen
Wirklichkeit
Wenn ich heute Zeit hätte, würde ich dich
besuchen kommen.
Dies=
er
Satz stellt eine Möglichkeit dar, die im Augenblick nicht gegeben ist.=
Er
sagt gleichzeitig aus, dass ich heute keine Zeit habe. Er nimmt also ledigl=
ich
eine (erfüllbare) Bedingung an, die dann eine Folge hätte, eine
Bedingung, die heute nicht gegeben ist. Es geht also durchaus um realistisc=
he
Möglichkeiten, man spricht aber nicht von der im Augenblick bestehenden
Wirklichkeit, sondern von einer angenommenen oder vorgestellten. Diese Art =
von
Bedingungsstruktur nennt man auf Lateinisch auch Potentialis.
3. Reden von den
Möglichkeiten einer Wirklichkeit, die schon vergangen ist
Wenn ich gestern Zeit gehabt hätte, wäre ich
dich besuchen gekommen.
Dies=
er
Satz ist ein Reflektieren über Vergangenes, das sich schon auf eine be=
stimmte
Weise ereignet hat. (Ich hatte gestern keine Zeit; ich habe dich nicht besu=
cht.)
Man überlegt, was anders hätte sein können, wenn bestimmte D=
inge
nicht so gewesen wären, wie sie nun einmal waren. Auch hier geht nicht=
um
unmögliche oder mögliche bzw. erfüllbare oder unerfüllb=
are
Bedingungen. Diese Art von Bedingungsstruktur nennt man auf Lateinisch auch=
Irrealis.
Im
Deutschen haben wir damit natürlich kein Problem – wir verwenden=
sie
automatisch richtig. In Englisch und Französisch ist die Zeitenverwend=
ung
auch nicht schwer. Man muss sich nur merken, dass der Konjunktiv, den man im
deutschen Hauptsatz immer findet (… würde ich kommen. / …
wäre ich gekommen.), in den beiden anderen Sprachen durch
Vergangenheitszeiten ersetzt wird. Das macht es eigentlich auch einfacher, =
weil
viele schon im Deutschen den Konjunktiv nicht richtig beherrschen.
Zeiten in Regelsätzen (siehe 2):
Im
Deutschen benutzt man die Konjunktion "wenn" für alle Sorten=
von
Bedingungssätzen, im Englischen unterscheidet man zwischen "if" und "when/whenever", in Franzö=
;sisch
zwischen "si" und "quand/chaque
fois que". Ein
Regelsatz wird dort eher als ein temporaler Nebensatz gesehen. Man schildert
dort also regelmäßige, sich möglicherweise wiederholende
Handlungen, die voneinander abhängen.
Wenn ich Hunger habe, esse ich (imm=
er)
einen Apfel.
When I am hungry I (always) eat an apple.
Quand j'ai faim, je mange (toujours) une pomme.
Solc=
he
Sätze verwenden in allen Sprachen im Haupt- und Nebensatz das
Präsens, in Englisch und Französisch ist aber im Hauptsatz auch e=
in
Futur möglich.
Wenn ich zu viele Bonbons esse, wir=
d es
mir schlecht.
When I eat too many sweets I (will) feel sick.
Quand je mange trop de bonbons, j'ai / j'aurai mal au cœur.
=
a>Zeiten in "normalen" Konditionalsä=
tzen
(siehe 3):
|
Ar=
t des
Satzes |
Be=
dingungs-
bzw. Nebensatz |
Fo=
lge-
bzw. Hauptsatz |
|
Sorte 1 |
We=
nn ich
morgen Zeit habe, If I have time tomorrow, Si j'ai le temps demain, |
komme ich dich
besuchen. I will co=
me
to see you. je viendr=
ai
chez toi. |
|
Zeiten für Sorte 1 |
Pr=
äsens Simple present Présent |
Pr=
äsens
(oder auch Futur) will-future Futur simple |
|
Sorte 2 |
We=
nn ich
morgen Zeit hätte, If I had time tomorrow, Si j'avais le temps demain, |
würde ich dich
besuchen. I would c=
ome
to see you. je viendr=
ais
chez toi. |
|
Zeiten für Sorte 2 |
Ko=
njunktiv
1 Simple past Imparfait |
Ko=
nditional
1 Conditional Conditionnel |
|
Sorte 3 |
We=
nn ich
gestern Zeit gehabt hätte, If I had had time yesterday, Si j'avais eu le temps hier, |
hätte ich dich
besucht. I would h=
ave
come to see you. je serais ve=
nu
chez toi. |
|
Zeiten<=
/span> für Sorte 3 |
Konjunktiv=
2 Past perfect<= o:p> Plus-que-parfait |
Konditional 2 Conditional Perfect<= o:p> Conditionnel du passé |
Ganz=
starr
darf man sich die obige Tabelle nicht merken. Denn es gibt darüber hin=
ausgehende
Möglichkeiten. Charakteristisch für die drei Sorten von Sätz=
en
ist eigentlich nur der Bedingungs-/Nebensatz, also der, der mit "wenn/if/si" beginnt. In ihm charakterisiert die
jeweilige Zeit die Wirklichkeitsstufe, in der der Satz steht, in dem die
Bedingung beschrieben wird.
Die =
Folge
der Bedingungen muss aber nicht notwendigerweise in der gleichen Zeitstufe
stehen. Ein Beispiel: Wenn ich mir gestern ein Bein gebrochen habe, dann ka=
nn
ich heute nicht (Gegenwart) und auch morgen nicht (Zukunft) Fußball
spielen. Daraus ergeben sich dann Sätze wie:
Wenn ich mir gestern nicht das Bein
gebrochen hätte, könnte ich heute Fußball spielen.
oder=
Wenn du noch nicht 18 wärst, <=
br>
hätte dich die Polizei gestern bei der Kontrolle ja wohl nicht
weiterfahren lassen.
Hier=
kann
man von einer Bedingung in der Gegenwart auf eine Folge in der Vergangenheit
schließen. Klingt nicht logisch, ist aber so.
Ø Nicht stur ein Zeiten=
schema
auswendig lernen, sondern sich hauptsächlich die Zeiten in den drei
Nebensätzen merken. Die anderen Zeiten sind parallel zum Deutschen.
Ø Darauf achten, d=
ass
der Bedingungssatz vorne oder hinten stehen kann. Ø
Ø Wichtig für Französisch: Das Ganze
nützt nichts, wenn man die Zeiten nicht bilden kann. Man muss Imparfait, Plus-que-parfait und Conditionnel sauber beherrschen, um einen gelungenen =
Konditionalsatz
bilden zu können. Dazu gehören auch die unregelmäßigen
Verben!!! Die ganz besonders! – Weil sie so häufig vorkommen.