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Aktuelle Berichte - Das ist bisher in diesem Schuljahr passiert

November 2017

Nicht nur Martin Luther!

Frank Bröckl

„Nicht nur Martin Luther – Die großen christlichen Reformatoren“. Ute Brand-Berg aus Bad Ems war es vorbehalten, mit diesem Vortrag in der Aula des Gymnasium Philippinum den Projekttag der Schule zum Thema „Luther und seine Zeit“ zu beschließen.
In ihrer Begrüßung erinnerte die stellvertretende Schulleiterin Renate Geil zunächst an die zahlreichen Aktionen, die die Aufmerksamkeit der Schulgemeinde im Jubiläumsjahr der Reformation auf dieses Ereignis gelenkt haben. Ihr besonderer Dank hierfür galt der Fachschaft Evangelische Religion für die Organisation, aber auch der Wilinaburgia für die finanzielle Unterstützung.
„Ich möchte Martin Luther ein wenig von seinem Sockel herunterholen“, formulierte Ute Brand-Berg zu Beginn ihrer Ausführungen und stellte ihn in eine Reihe mit anderen christlichen Reformatoren, die neben dem Doktor der Theologie aus Wittenberg in der öffentlichen Wahrnehmung ihrer Ansicht nach ein wenig verblassen. So habe bereits der englische Pfarrer John Wicliff (1330-1384) 150 Jahre vor Luther im 14. Jahrhundert seine Stimme gegen den Papst und die Kirche erhoben, als er am Ende des Hochmittelalters deren Machtmissbrauch und die Verelendung breiter Bevölkerungsschichten – insbesondere der Bauern - registrierte. Seine Ideen erreichten über Studenten den Kontinent und wurden hier von Johannes Huss (1370-1415) aufgegriffen, der bereits 1402 eine Predigt in tschechischer Sprache gehalten habe. Die Referentin betonte, dass die Übersetzung der Bibel aus dem Lateinischen als wichtiges Element der Reformation nicht von Luther erfunden wurde, da bereits Wicliff und Huss Übersetzungen ins Englische und Tschechische vorgenommen hatten. Im Gegensatz zu diesen beiden Reformatoren habe Nikolaus von Kues (1401-1464), der spätere Bischof von Brixen, eine Reformation unter Anerkennung des Papstes versucht, sei jedoch gescheitert. „Nichts gefällt mir, was hier an der Kurie getrieben wird, alles ist verdorben“, so dessen ernüchterndes Fazit nach seiner Rückkehr nach Rom. Gleich vier Reformatoren hätten dann zu Beginn des 16. Jahrhunderts ihre Stimme erhoben, so Ute Brand-Berg, wobei Thomas Müntzer (1489-1525) – dieser habe bereits 2 Jahre vor Luther eine Messe in deutscher Sprache gehalten - ihrer Auffassung nach totgeschwiegen werde. Lenker und Denker der Reformation und die eigentlich treibende Kraft sei jedoch Philipp Melanchthon (1497-1560) gewesen, so die Referentin. „Er brachte Luther dazu, auf der Wartburg die Bibel zu übersetzen und überzeugte ihn davon, seine Thesen auf dem Reichstag zu Worms zu vertreten. So ist Luther zum Star der Reformation geworden“. Zur Verbreitung seiner Gedanken durch Bilder an Menschen, die größtenteils nicht lesen und schreiben konnten, habe aber auch der befreundete Maler Lucas Cranach (1472-1553) ganz wesentlich beigetragen. Der erbitterte Streit Luthers mit Huldrych Zwingli (1484-1531), der als vierter Reformator dieser Zeit ganz eigene Ideen entwickelte, mündete schließlich in die Spaltung der Reformationsbewegung in Lutheraner und Reformierte, was Ute Brand-Berg zu der Feststellung veranlasste: „Die Reformation gibt es nicht!“ Über Johannes Calvin (1509-1564), dessen Vorstellungen dann in Schottland von John Knox (1514-1572) aufgegriffen wurden, spannte die Referentin den Bogen abschließend weiter bis zu Nikolaus Krell (1550-1601), der als Kanzler im Kurfürstentum Sachsen die Idee der Wiedervereinigung der unterschiedlichen Reformationsbewegungen verfolgte, damit jedoch scheiterte und öffentlich hingerichtet wurde.
Zahlreiche Nachfragen am Ende des Vortrags zeugten vom großen Interesse des Publikums an der Thematik. Christiane Glotzbach von der AG „500 Jahre Reformation“ bedankte sich bei Ute Brand-Berg für ihre Ausführungen abschließend mit einem Präsentkorb.

Philippinum verliert Endspiel

Frank Bröckl

Im Rahmen des Schulwettbewerbs „Jugend trainiert für Olympia“ haben die Fußballer der Jahrgänge 2004 und 2005 (Wettkampfklasse III) den Einzug in die Regionalrunde verpasst. Auf der Anlage des VfR 07 Limburg unterlag man im Endspiel auf Kreisebene der Freiherr-vom –Stein-Schule aus Dauborn deutlich mit 0:3.
Hoch motiviert hatten sich die Jungs des Philippinum bei herrlichem Fußballwetter viel vorgenommen, mussten jedoch bereits kurz nach dem Anpfiff registrieren, dass es mit der Freiherr-vom-Stein-Schule auf dem Weg zum Regionalentscheid eine ganz harte Nuss zu knacken galt. Die Schüler aus Dauborn entwickelten von Beginn an viel Druck auf das Tor von Clemens Witzel, der für Stammtorhüter Deniz Schaaf in die Bresche gesprungen war. Auf Weilburger Seite häuften sich hingegen die Abstimmungs- und Abspielfehler. Ein Pass in die Schnittstelle der Viererkette des Philippinum eröffnete dann dem torgefährlichsten Dauborner Spieler prompt den nötigen Freiraum, den dieser eiskalt zum 1:0 nutzte. Auf der Gegenseite blieben echte Chancen Mangelware, doch um ein Haar hätte Dauborn mit einem Kopfball an die Latte des eigenen Tores Weilburg wieder ins Spiel gebracht. So blieb es beim verdienten Pausenstand von 1:0 für Dauborn. Im zweiten Durchgang knüpfte die Freiherr-vom-Stein-Schule nahtlos an die starke Leistung aus der ersten Hälfte an und kreierte prompt zwei Großchancen. Die körperliche Unterlegenheit des Philippinum machte sich auch in vielen verlorenen Zweikämpfen bemerkbar, sodass man dem Gegner zwei weitere Treffer gestatten musste. Als das Spiel bereits entschieden war, begann die stärkste Phase der Weilburger Jungs, die nun plötzlich mit viel Biss um jeden Ball fighteten und mit präziserem und druckvollerem Spiel auf den Anschlusstreffer drängten. Das Engagement war jedoch nicht von Erfolg gekrönt, sodass mit dem Abpfiff ein ernüchterndes 0:3 zu Buche stand und Dauborn sich zu Recht über das Weiterkommen zum Regionalentscheid freuen durfte.
Für das Philippinum spielten: Marian Ehresmann, Moritz Fuhrländer, Christian Kaszemeck, Laurin Ketter, Alexander Mamykin, Jannik Peckert, Justin Schneider, Leon Sluka, Evren Sibka, William Velte Clemens Witzel, David Wolf, Leonhard Zugmann

Oktober 2017

Neuer Forscherraum eröffnet

Frank Bröckl

Ab sofort können auch die Schülerinnen und Schüler des Gymnasium Philippinum Experimente mit Mechanik, Elektrizität und Optik machen und sich handwerklich betätigen.
Der neu eröffnete Forscherraum im naturwissenschaftlichen Trakt der Schule bietet jungen Tüftlern ein breites Betätigungsfeld.
„Der Forscherraum stellt eine ideale Ergänzung zu unserem MINT-Bereich dar“, formulierte Schulleiter Stefan Ketter im Rahmen seiner Begrüßung. „MINT“ steht als Abkürzung für Mathematik, Informatik, Naturwissenschaften und Technik und damit für Fächer, die am Gymnasium Philippinum eine große Bedeutung haben. So gibt es unter anderem für die Schülerinnen und Schüler der Klassenstufen 5 und 6 die „NawiKids AG“, die unter dem Motto „Forschen wie ein Naturwissenschaftler“ bereits den jüngsten  ein breites Betätigungsfeld bietet. „Im Rahmen des Wahlpflichtunterrichts in den Klassenstufen 9 und 10 ist es dann ein besonderes Ziel unserer Schule, die Jugendlichen zur Teilnahme an möglichst vielen Wettbewerben im MINT-Bereich zu motivieren“, so Stefan Ketter. Der besondere Dank des Schulleiters galt Lena Steffens und Siri Metzger, die vor zwei Jahren nach dem Besuch des „Festivals für Naturwissenschaften“ in Wetzlar die Idee hatten, einen Forscherraum, wie es ihn bis dahin nur an Grundschulen gab, auch am Philippinum einzurichten. Zusammen mit Wolfgang Halbach vom Verein Deutscher Ingenieure (VDI) hätten sie sich an der Grundschule in Niederbiel einen solchen Raum angeschaut und sich mit den entsprechenden Anforderungen hierfür vertraut gemacht. Stefan Ketter stellte besonders das finanzielle Engagement der Wilinaburgia heraus, die mit insgesamt 3000 Euro die Anschaffung der Inneneinrichtung ermöglicht hat. „Als Verein, der sich nicht nur der Tradition, sondern auch der Zukunft verpflichtet fühlt, begrüßen wir die Einrichtung eines solchen Raumes am Philippinum ausdrücklich“, betonte der Erste Vorsitzende des Fördervereins, Eugen Rudolph Ancke. Auch Gymnasiasten tue es gut – frei nach Pestalozzi – mit „Kopf, Herz und Hand“ zu lernen und so fördere man mit der Bezuschussung des Forscherraums gerne handwerkliches Arbeiten und die Freude am Experimentieren. „Forscherräume an Schulen sind uns seit vielen Jahren ein wichtiges Anliegen. Das für die Zukunft nötige technische Wissen können die Schüler hier mit Herz und Hand praktisch erfahren“, betonte Wolfgang Zientz, Vorsitzender des VDI Bezirksvereins Mittelhessen und er ergänzte: „Es ist ein Vergnügen zu sehen, was hier an der Schule entstanden ist“. Karl-Heinz Stoll als Vertreter von Landrat Manfred Michel drückte seine große Freude darüber aus, dass es am Philippinum den ersten Forscherraum im Landkreis gibt. Stadtrat Matthias Knaust, der Vertreter von Bürgermeister Johannes Hanisch, zeigte sich erstaunt darüber, welche enormen Fortschritte das Gymnasium seit seinem eigenen Abitur an der Schule im Jahr 1982 gemacht habe. „Es freut mich, dass auch an dieser Schule in Zukunft gebohrt, gefeilt und gehämmert wird, denn dies ist kein Widerspruch zu einem Gymnasium“, stellte Wolfgang Halbach vom VDI fest. Er betonte, dass dieses Projekt einer modernen Pädagogik entspreche. Wichtig für einen solchen Raum sei, dass nicht immer alles weggeräumt werden müsse und das die Schülerinnen und Schüler Dinge, die sie selbst angefertigt haben, mit nach Haus nehmen könnten.

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Traumberufe im Fokus

Eike Kehr

Chirurg, Rechtsanwalt, oder doch lieber Architekt? Direkt an die Hochschule, oder doch erstmal eine duale Ausbildung? Im Rahmen einer Projektwoche hatten die Schülerinnen und Schüler des Weilburger Gymnasiums Philippinum die Gelegenheit, berufliche Richtungsentscheidungen wie diese zu klären.
Die Schüler der neunten Klassen hatten die Wahl zwischen Workshops zu unterschiedlichen „Traumberufen“. Hier konnten Sie aus erster Hand erfahren, wie der Tagesablauf eines Maschinenbauingenieurs aussieht, wieviel Freizeit einem Rechtsanwalt neben seiner beruflichen Tätigkeit noch bleibt oder wie hoch das monatliche Einkommen eines Journalisten tatsächlich ist. Acht Berufstätige aus begehrten Berufen waren zu diesem Zweck ans Weilburger Gymnasium gekommen und berichteten den Jugendlichen aus ihrem beruflichen Alltag. Zum Teil konnten sich die Schülerinnen und Schüler auch praktisch an den Aufgaben dieser Berufe ausprobieren: Im Workshop von Grundschullehrerin Isabelle Schmidt mussten sich die Jugendlichen überlegen, wie man Grundschülern das Lesen der Uhrzeit beibringt; bei Architektin Irmtraud Swoboda konnten sie dagegen ein Traumhaus entwerfen.
Der Projekttag, der schon seit vielen Jahren regelmäßig am Gymnasium Philippinum stattfindet, ist inzwischen Teil einer ganzen Projektwoche, während der sich die Schüler intensiv mit dem Thema Berufswahl auseinandersetzen. Bei einem Besuch im Berufsinformationszentrum recherchieren die Jugendlichen Hintergrundinformationen zu verschiedenen Berufsbildern und lernen die zuständigen Berufsberater kennen. Mit Experten üben sie, wie man bei Bewerbungstests einen guten Eindruck hinterlässt und auf welche Verhaltensregeln man bei Vorstellungsgesprächen achten sollte. Als Abschluss stellten sie dann im Rahmen eines Plakatwettbewerbes ihren persönlichen Traumberuf vor – mit all jenen Informationen, die sie im Laufe der Woche sammeln konnten. Die besten Plakate – ausgewählt von den Schülerinnen und Schülern – wurden mit Sachpreisen prämiert und sollen zudem in einer Filiale der Weilburger Sparkasse ausgestellt werden.
Auch die zwölften Klassen konnten sich im Rahmen der Projekttage über verschiedene Bildungswege nach dem Abitur informieren. Vertreten waren unter anderem die Studienberater der umliegenden Hochschulen, die Berufsberater der Agentur für Arbeit und eine Personalexpertin der Partnerfirma Siemens. Daneben gab es Informationen zum Freiwilligen Ökologischen Jahr und anderen Freiwilligendiensten im In- und Ausland.
Eine schülernahe und motivierende Perspektive ergab sich zudem durch die Einbindung früherer Abiturienten. Neun Ehemalige, die selbst erst in den letzten sechs Jahren ihr Abitur am Philippinum absolviert hatten, waren dem Ruf an ihre alte Schule gefolgt und berichteten aus persönlicher Erfahrung über verschiedene Studiengänge, studentischen Alltag – oder auch über ihre Zeit als Au Pair in Kanada. Insbesondere die Begegnungen mit den Ehemaligen, so betont Projektleiter Dr. Eike Kehr, wirken ausgesprochen motivierend: „Hier können die Schülerinnen und Schüler im persönlichen Kontakt erfahren, wie viele Möglichkeiten ihnen nach dem Abitur offen stehen – müssen aber auch verstehen, dass es nicht ohne Einsatz und Leistungsbereitschaft geht.“
Insgesamt, daran lassen die positiven Rückmeldungen der Jugendlichen keinen Zweifel, war die Berufsorientierungswoche ein voller Erfolg und ein großer Gewinn für die Jugendlichen. Das Gymnasium Philippinum bedankt sich dafür sehr herzlich bei allen Referentinnen und Referenten sowie beim Ehemaligenverein Wilinaburgia und der Elterninitiative Schule und Freizeit.

Theatergruppe „Comic On!“ präsentiert „R@USGEMOBBT 2.0“

Christof Trümner, Stefanie Kanthak

„Wie konntest du mir das nur antun, Jess?“ Verzweifelt stürmt Chris von der Bühne, es fällt ein Schuss, dann – Totenstille. „R@USGEMOBBT 2.0“ lautete der Titel des Stücks der Kölner Theatergruppe „Comic On!“, das in der Kreissporthalle für die Schülerinnen und Schüler der Jahrgangsstufe 7 im Rahmen der Projektwoche „Gemeinsam Klasse sein – Mobbing verhindern“ aufgeführt wurde.
Der sechzehnjährige Schüler Jess hat schon einiges hinter sich und beschließt aus diesem Grund, sich an der neuen Schule aus allem heraus zu halten. Die Mädchen an seiner neuen Schule durchkreuzen seinem Vorsatz jedoch schnell: die forsche Vanessa, die mit ihrer Clique in der Schule tonangebend ist, und Chris, die seine Leidenschaft für Computerspiele teilt, gleichzeitig aber von Vanessa und ihrer Clique schikaniert und mit peinlichen Handyvideos unter Druck gesetzt wird. Als Vanessa ein privates Handyvideo von Chris unter Jess‘ Namen veröffentlicht, eskaliert die Situation ….
Sprache, Handlungsgestaltung und die Thematik traf die Lebenswelt der Schüler und Schülerinnen, die die Darstellung der Theatergruppe mit sattem Applaus belohnten.  Mit der Theateraufführung möchte die Schule präventiv auf die steigende Handygewalt zwischen Schülerinnen und Schülern eingehen. Mädchen und Jungen sollen sensibilisiert werden, wie sich Opfer von Cyber-Mobbing fühlen und welche strafbaren Handlungen Cyber-Mobbing beinhalten kann. Für die Schülerinnen und Schüler ist Cybermobbing ein großes Thema, so Beratungslehrer Christof Trümner, der das Stück zusammen mit Stefanie Kanthak an die Schule holte. Und es ist wichtig, die Schülerinnen und Schüler für das Thema zu sensibilisieren und klare Regeln im Umgang zum Beispiel mit dem Smartphone zu vereinbaren, so weiter Stefanie Kanthak, die für die inhaltliche Ausgestaltung der Projektwoche zuständig ist. Warum ist das Thema so wichtig?  Die modernen Kommunikationsmittel machen diese Form der Gewalt so einfach, denn 90% aller Jugendliche haben ein solches Gerät. So können die meist anonymen Täter über einen langen Zeitraum auf Videoplattformen oder in Chatrooms ihre Opfer mit verbaler Gewalt quälen. Jugendliche erfahren so Beleidigungen, Bloßstellungen und Ausgrenzung. Die Folgen von Cyber-Mobbing können schwerwiegend sein: Sie reichen von der Beschädigung des Selbstwertgefühls und der Angst vor der Schule über psychische Probleme und Depressionen bis hin zur sozialen Isolation. In schlimmen Fällen kann es zu Essstörungen, selbstverletzendem Verhalten und sogar Selbstmordabsichten kommen.
Im Anschluss an die Vorführung hatten die Schülerinnen und Schüler Gelegenheit, mit den Schauspielern Julia Knorst, Anne Müller und Marcel Langer über das Stück und die Thematik zu diskutieren. Was ist Cybermobbing? Warum handeln Täter so? Wie geht es den Opfern? Welche Lösungsmöglichkeiten gibt es? Diese und ähnliche Fragestellungen wurden thematisiert und im weiteren Verlauf der Projektwoche vertieft.
Ein besonderer Dank der Organisatoren gilt dem Gymnasialen Schulverein, ohne dessen großzügige finanzielle Unterstützung die Aufführung nicht möglich gewesen wäre.

Fledermauskästen installiert

Frank Bröckl

Der Winter kann kommen! Zumindest die Fledermäuse in der Umgebung des Gymnasium Philippinum können der kalten Jahreszeit gelassen entgegen blicken. Unter Einsatz eines Kranfahrzeugs befestigten Dachdeckermeister Ulrich Weil aus Weilmünster und Schulhausverwalter Jens Schardt in einer spektakulären Aktion in großer Höhe einige Fledermauskästen an der Außenfassade des Pavillons im Eingangsbereich der Schule.
Herbert Friedrich, Kreisbeauftragter für Vogelschutz im Naturschutzbund Deutschland (NABU), hatte die 4 Kästen im Wert von 400 Euro zur großen Freude von Anna-Maria Heering und Angelina Marie Kohlhauer im Gepäck. Noch in der Klassenstufe 9 hatten die beiden Schülerinnen im Rahmen des Wahlunterrichts Naturwissenschaften am Bundesumweltwettbewerb 2017 teilgenommen und sich mit der Frage beschäftigt, wie die Fledermausbestände im Bereich rund um die Schule vergrößert werden können. Bei ihrer intensiven Beschäftigung mit den Tieren war ihnen aufgefallen, dass Fledermäuse in den heimischen Gefilden immer seltener vertreten sind.
„Für die Spende der Fledermauskästen, die den Tieren als Schlaf- und Überwinterungsplatz dienen werden, bedanken wir uns sehr herzlich beim Kreisverband Limburg-Weilburg des Naturschutzbundes Deutschland. Unser Dank gilt aber auch Frau Steffens und Frau Metzger für die organisatorische Unterstützung“, so Anna-Maria Heering und Angelina Marie Kohlhauer.
Schulleiter Stefan Ketter zeigte sich sehr erfreut über das Engagement der beiden jungen Damen. Er bedankte sich bei den beiden Schulhausverwaltern Jens Erbe und Mathias Schardt für den Zusammenbau und das Anbringen der Kästen und ganz besonders bei Dachdeckermeister Ulrich Weil für das Bereitstellen des Kranfahrzeugs.

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September 2017

Sponsorenlauf

Frank Bröckl

So weit die Füße tragen – Unter diesem Motto stand der von der Fachschaft Sport organisierte Sponsorenlauf, mit dem das Gymnasium Philippinum erneut ein Zeichen besonderen sozialen Engagements gesetzt hat. Alle Schülerinnen und Schüler der Klassenstufen 5 und 6 sowie Freiwillige aus höheren Jahrgängen und auch Mitglieder des Kollegiums liefen im Weilburger Stadion für einen guten Zweck.
75% des erlaufenen Geldes werden der „Himalayan Care Foundation“ – mit gegründet durch den ehemaligen Philippinum-Schüler Dr. Walter Staaden – zufließen und hier speziell für den Neubau der Primary School in Kangel (Nepal) verwendet, die 2015 durch ein Erdbeben zerstört wurde. 25% der Gesamtsumme sind für eine Verbesserung des Bewegungsangebots an der Schule vorgesehen.
Die Teilnehmerinnen und Teilnehmer mussten sich im Vorfeld Sponsoren suchen, die jede in der vorgesehenen Zeit von 30 Minuten absolvierte Runde mit einem zuvor vereinbarten Geldbetrag honorieren. Da bei der Sanierung der Sportanlage zum Leidwesen der Schule die 400m-Bahn weggefallen war, hatten die Sportlehrerinnen und Sportlehrer auf dem neuen Kunstrasen mit Pylonen eine 250m-Runde abgesteckt. Bei guten äußeren Bedingungen machten sich dann um 8.00 Uhr nach der Begrüßung durch Hans Werner Bruchmeier über die eigens von der Stadt Weilburg entliehene Mikrophonanlage zunächst die Fünftklässler mit großem Enthusiasmus und hoher Laufbereitschaft auf den Weg. Nicht wenige Kinder mussten ihrem euphorischen Beginn mit einem zu schnell gewählten Anfangstempo Tribut zollen und nach kurzer Zeit eine erste kleine Gehpause einlegen. Doch allen war der Ehrgeiz anzumerken, in der halben Stunde an der für die eigene Klasse vorgesehene Station möglichst viele Gummiringe als Nachweis für die gelaufenen Runden einzusammeln. Für einen zusätzlichen Motivationsschub beim Start der sechsten Klassen um 10.00 Uhr sorgte Schulleiter Stefan Ketter, der es sich trotz gerade überstandener Erkältung nicht nehmen ließ, selbst die Joggingschuhe zu schnüren. Ob das plötzlich aus den Lautsprechern dröhnende Lied „Hurra, hurra, die Schule brennt!“ („Extrabreit“ 1980) – spontan aufgelegt von „DJ“ Hans Werner Bruchmeier - dem Direktor Flügel verliehen hat? Am Ende der Laufzeit schlugen für Stefan Ketter stolze 20 Runden zu Buche, mit denen er seine Sponsoren – den Gymnasialschulverein und die Wilinaburgia – um jeweils 100 Euro erleichterte. Noch teurer wurde es für den Verein der Ehemaligen und Freunde des Gymnasiums dann im letzten Block um 11.30 Uhr mit den Läuferinnen und Läufern aus höheren Klassen und dem Kollegium, als der gesponserte Sportlehrer und Ausdauerspezialist Alexander Funk im Wilinaburgia-Shirt hervorragende 28 Runden zurücklegte.
Schulsportleiter Christof Trümner zeigte sich am Ende mit dem Verlauf der Veranstaltung sehr zufrieden. Sein besonderer Dank galt den Kolleginnen und Kollegen der Fachschaft Sport für die Organisation und Durchführung der Veranstaltung, aber auch den Leistungskursen Sport 12 (Trümner) und 13 (Bröckl) sowie den im Wettkampfbüro tätigen Schülerinnen und Schüler des Vor-Leistungskurses 11 Sport von Jan Hooss für die tatkräftige Unterstützung.

Neue Vortragsreihe „Blickfeld Naturwissenschaft“ eröffnet

Frank Bröckl

Wer denkt bei einem Brötchen an die Physik des Teigs als hochelastisches Netzwerk oder bei einer Wurst an feste komplexe Emulsionen? In der Aula des Komödienbaus startete die 22. Vortragsreihe „Blickfeld Naturwissenschaft“ des Gymnasium Philippinum mit einem Vortrag von Prof. Dr. Thomas Vilgis von der Universität Mainz zum Thema „Weck, Worscht, Lewwerworscht: Physik der weichen Materie“.
In seiner Begrüßung bedankte sich Schulleiter Stefan Ketter sehr herzlich bei der Stadt Weilburg, vertreten durch den Ersten Stadtrat Hartmut Eisenträger, für die Bereitstellung des Komödienbaus aber auch bei den Weilburger Stadtwerken in Person des Geschäftsführers Jörg Korschinsky für die langjährige finanzielle Unterstützung. Ein besonderes Dankeschön des Direktors ging an das Organisationsteam der Vortragsreihe um Dr. Markus Horz.
„Was wir essen, ist weiche Materie. Es gibt kein anderes Material, das diese physikalische Vielfalt hervorbringt“, so Prof. Vilgis zu Beginn seines Vortrags. Anhand von einigen typischen regionalen Spezialitäten wie dem „Meenzä Paarweck“ oder der „Lewwerworscht“ entführte der Referent sein Publikum in die Physik der Proteine und Fette und somit in das spannende Gebiet der Wissenschaft von komplexer und weicher Materie. Sehr anschaulich wusste er darzustellen, wie die grundlegenden physikalisch-chemischen Eigenschaften von Nahrungsmitteln das Mundgefühl beim Essen und so einen Großteil der sensorischen Eigenschaften beim Genuss bestimmen. „Durch das Brechen der Nahrung beim Kauen werden Molekülketten auseinander gerissen und Aromen freigegeben“, so der Referent und er betonte: „Was wir schmecken, ist wasserlöslich, was wir schmecken ist fettlöslich!“
Wie verändert Teig durch Kneten seine physikalischen Eigenschaften? Warum kracht die Kruste eines Brötchens? „Das Kneten in Kombination mit der Hydration des Mehls unter Zugabe von Wasser bewirkt eine Netzwerkbildung der Moleküle. Die Krustenbildung hängt mit dem Wassergehalt und der Backtemperatur zusammen“, blieb Prof. Vilgis auch hier keine Antwort schuldig.
Ob die Darlegung der physikalischen Unterschiede zwischen Leber- und Fleischwurst gegen Ende des Vortrags Auswirkungen auf das Ernährungsverhalten des Publikums haben wird? Zahlreiche Nachfragen zeugten jedoch vom großen Interesse der Anwesenden an der Thematik. Schulleiter Stefan Ketter bedankte sich abschließend bei Prof. Vilgis für seinen glänzenden Vortrag mit der Festschrift „475 Jahre Gymnasium Philippinum Weilburg“. Die naturwissenschaftliche Vortragsreihe findet am 9. November mit dem Vortrag von Prof. Dr. Petra Schäfer „Das eigene Auto – Ein Auslaufmodell?“ ihre Fortsetzung, dann jedoch in der Aula des Gymnasium Philippinum.

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Schüler malen Lutherrose aus

Frank Bröckl

Mit einer weiteren Mitmachaktion hat die Fachschaft Evangelische Religion die Reformation im Jubiläumsjahr 2017 erneut in das Bewusstsein der Schulgemeinde gerückt. Im Eingangsbereich vor dem Kletterbaum malten Schülerinnen und Schüler aus unterschiedlichen Klassenstufen am 21. September in der ersten großen Pause mit Straßenmalkreide die Konturen einer 4 Meter großen Lutherrose aus.
Ausgelegte Folien informierten die Kinder und Jugendlichen über das Symbol und die Bedeutung der unterschiedlichen Farben. So steht die weiße Rose für die Fröhlichkeit, den Trost und den Frieden, den der Mensch nach Luther im Glauben findet, der äußere Ring in der Farbe Gelb stellt die Ewigkeit Gottes dar. Im Zentrum findet sich ein schwarzes Kreuz, eingebettet in ein rotes Herz. „Wer von Herzen glaubt, der will und macht das Richtige“, so Martin Luther in Erklärung dieser Symbolik.
„Die Lutherrose ist ein Symbol der evangelisch-lutherischen Kirchen. Sie war das Siegel, das Martin Luther ab 1530 für seinen Briefverkehr verwendete“, so Carmen Rau von der AG „500 Jahre Reformation“. Zusammen mit den übrigen Mitglieder der AG – Dorothee Bonkowski, Christiane Glotzbach und Pfarrer Hans Fischer – registrierte sie erfreut, wie die Lutherrose unter den Händen der zahlreichen Schülerinnen und Schüler rasch Gestalt annahm. Die Fachschaft Evangelische Religion bedankt sich beim Gymnasialschulverein für die finanzielle Unterstützung der Aktion.

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Philippinum wird Vizemeister

Frank Bröckl

Beim Kreisentscheid Fußball im Rahmen des Schulwettbewerbs „Jugend trainiert für Olympia“ hat die Jungenmannschaft des Gymnasium Philippinum in der Wettkampfklasse IV (Jahrgänge 2006-2008) den zweiten Platz belegt. Auf der Anlage des VfR 07 Limburg musste sich die Mannschaft von Sportlehrer Frank Bröckl in einem spannenden Endspiel der Tilemannschule Limburg mit 1:2 geschlagen geben.
Insgesamt 9 Mannschaften hatten für das Turnier gemeldet. In der eigenen 4er-Gruppe stand für das Philippinum im ersten Spiel gleich das Weilburger Lokalderby gegen die Jakob-Mankel-Schule an. Nach zerfahrenem Auftakt markierte Constantin Zugmann mit dem Knie das wichtige 1:0, nachdem der Torwart der Mankelschule einen Schuss von Maximilian Roos nicht festhalten konnte. Nach einem satten Distanzschuss von Linus Armbruster und einem weiteren Treffer von Constantin Zugmann waren der Auftakterfolg und damit der wichtige erste „Dreier“ unter Dach und Fach. Auch das Spiel gegen die Johann-Christian-Senckenberg-Schule aus Runkel konnten die Vorderleute von Torhüter Luca Röth von Beginn an überlegen gestalten. Bereits in der zweiten Minute vollstreckte Abwehrspieler Milan Weber aus kurzer Distanz nach einem flach und scharf vor das Tor gespielten Eckball. Stürmer Constantin Zugmann lief nun regelrecht heiß und markierte 3 weitere Treffer für Weilburg, darunter ein Tor durch Neunmeter. Beim Ehrentreffer für Runkel rutschte dem ansonsten glänzend aufgelegte Luca Röth bei seinem einzigen Fehler im Turnier ein Schuss von halbrechts unglücklich durch die Beine. Im nachfolgenden Spiel gegen den stärksten Gegner der eigenen Gruppe, die Mittelpunktschule St. Blasius aus Frickhofen, gelang es den Weilburger Jungs, ihre bis dahin beste Leistung abzurufen. Bereits in der zweiten Spielminute überwand Torjäger Constantin Zugmann den groß gewachsenen Schlussmann der Frickhöfer mit einem feinen Heber. Kurz darauf sorgte der Weilburger Angreifer mit einem Volleyschuss aus kurzer Distanz für das beruhigende 2:0. Eine verunglückte Kopfballabwehr ins eigene Tor von Linus Armbruster zum 1:2 erzeugte unnötige Spannung auf Weilburger Seite, doch es war erneut Constantin Zugmann, der den quer gelegten Ball von Maximilian Roos nach Konter und feinem Direktspiel von Julius Müller souverän einnetzte.
Als Gruppensieger traf das Philippinum im Halbfinale nun auf die Taunusschule aus Bad Camberg. Hier konnte sich gleich zu Beginn Torhüter Luca Röth auszeichnen, der nach einem Ballverlust von Linus Armbruster im Mittelfeld gegen den frei vor dem Weilburger Gehäuse auftauchenden Bad Camberger Angreifer mit einer Fußabwehr im Stil von Manuel Neuer einen frühen Rückstand verhinderte. Erneut war auf Stürmer Constantin Zugmann Verlass, der mit 2 Treffern in drei Minuten zum 2:0-Endstand für hängende Köpfe bei der Taunusschule sorgte.
Im Endspiel gegen die Tilemannschule aus Limburg merkte man beiden Mannschaften den Kräfteverschleiß durch die vorangegangenen Spiele zunächst deutlich an. Als die Limburger einen Konter über die linke Seite zum 1:0 nutzen konnten, war eine Vorentscheidung gefallen, der kurz darauf das 2:0 folgen sollte. Die Weilburger Jungs steckten jedoch nicht auf, mobilisierten ihrerseits die letzten Reserven und kamen kurz vor dem Abpfiff durch Constantin Zugmann noch zum 1:2-Anschlusstreffer.
Insgesamt boten die jüngsten Fußballer des Philippinum eine spielerisch und kämpferisch starke Vorstellung. Torhüter Luca Röth erwies sich als sicherer Rückhalt, Constantin Zugmann glänzte mit insgesamt 11 (!) Treffern.

"Der Widerspenstigen Zähmung"

Frank Bröckl

Kurzweilig, witzig, charmant – 65 Schülerinnen und Schüler der Klassenstufen 9, 11, 12 und 13 haben unter der Leitung von Christiane Glotzbach (Chor), Michael Glotzbach (Inszenierung) und Oliver Blüthgen (Musik) ihr Publikum an drei Abenden in der Aula mit der Aufführung einer musikalischen Komödie restlos begeistert. Diese handelt von einer Theatergruppe, die eine Version von Shakespeares Komödienklassiker „Der Widerspenstigen Zähmung“ aufführt. Im ersten Akt lernen die Zuschauer bei den letzten Proben der Gruppe Fred Graham kennen, einen eher erfolglosen Produzenten, der die Hauptrolle seines Stückes mit sich selbst besetzt hat. Den weiblichen Part, Katharina, soll seine Ex-Frau Lilli Vanessi übernehmen, die mittlerweile mit dem Geldgeber des Stückes, Harrison Howell, verlobt ist. Verzwickter wird die Lage noch dadurch, dass Fred die Rolle der Bianca mit seiner Affäre Lois Lane besetzt, die wiederum mit Bill Calhoun – dem Darsteller des Lucentio – liiert ist und auch mal eine Affäre mit Howell hatte. Trotz ihrer Scheidung vor einem Jahr fühlen sich Fred und Lilli noch immer zueinander hingezogen und erinnern sich schwärmerisch an ihre bescheidenen Theateranfänge. Ein Missverständnis bringt dann jedoch die Uraufführung „Der Widerspenstigen Zähmung“ in Gefahr: Lilli erhält versehentlich einen Blumenstrauß von Fred, der eigentlich für Lois gedacht war. Als sie den Irrtum bemerkt, wandelt sich ihre anfängliche Freude, durch die ihr bewusst wird, dass sie Fred noch immer liebt, in Zorn und sie weigert sich weiterzuspielen. Fred versucht seine Ex-Frau mit Hilfe zweier Ganoven dazu zu zwingen. Durch einige glückliche Wendungen finden Fred und Lilli doch noch zueinander und es kommt zum Happy End.
Am Ende der Aufführung würdigte das Publikum  die hervorragenden Leistungen von Schauspielern, Chor und Musikern mit lauten Jubelrufen und nicht enden wollendem Applaus. „Der Einsatz der Schüler ist unglaublich“, so Christiane Glotzbach. „Sie haben viel Zeit in die Proben investiert und am Ende ein tolles Stück mit toller Musik auf die Bühne  gebracht“.
Folgende Schülerinnen und Schüler glänzten bei den Aufführungen am 10., 11. und 12. September als Darsteller in wechselnder Besetzung: „Kate“ – Julia Peter, Alyssa Knecht, Minou Tayefeh-Mahmoudi, „Fred“ – Tim Niessen, Peer Ukleja, „Bianca“ – Charis Kim, Antoinette Zimmermann, „Biancas Liebhaber“ -  David Arnold, Leon Streubel, Thilo Schuler, „Ganoven“ – Paul Wagner, Fidel Winter, „Harrison“ – Ramon Schuler, Timur Usinger, „Inspizient“ – Hakon Sassenberg, Dominik Sütsch, „Hattie“ – Hanna Wilke, Hanna Krampe, „Garderobier“ – Benjamin Krenz

Weitere Informationen, Bilder und Videos auf der Seite des Konzertvereins.

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Mädchenteam des Gymnasium Philippinum gewinnt Russischwettbewerb

Rita Heun

Anna-Maria Heering und Leonie Leibrant vom GPW haben die spannende Regionalrunde des Bundescups „Spielend Russisch lernen“ am Litauischen Gymnasium in Lampertheim gewonnen. Zur Belohnung fahren die beiden 15-jährigen Schülerinnen bald mit Russischlehrerin Rita Heun für drei Tage zum großen Bundesfinale, das im Europa-Park Rust ausgerichtet wird. Dort messen sich Anna-Maria und Leonie dann mit allen anderen Gewinnern aus Deutschland, Österreich und der Schweiz, um vielleicht eine mehrtägige Russlandreise zu gewinnen.
Der Bundescup feiert in diesem Jahr Jubiläum, denn er findet zum zehnten Mal statt. Über 50.000 Schüler nahmen schon an diesem Sprachturnier teil.Sechs Mal waren auch Russisch-Schüler des GPW dabei. Für das Deutsch-Russische Forum ist der Bundescup eines der nachhaltigsten Projekte im bilateralen Austausch, betont Vorstandschef Matthias Platzeck. „Gerade in politisch schwierigen Zeiten ist es wichtig, das Vertrauen der jungen Generation in die deutsch-russischen Beziehungen zu stärken.“
Die Jugendlichen beschäftigen sich durch diesen Wettbewerb nicht nur mit der russischen Sprache, sie erfahren auch mehr über das Land, über seine Menschen, seine Kultur und Geschichte, sagt Zoia Smirnova von Gazprom Germania, Hauptsponsor des Bundescups. Das Projekt wird auch gefördert vom Goethe-Institut, dem Deutschen Russischlehrerverband und anderen Organisationen, die damit Brücken zwischen den Nationen bauen wollen.

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Vortrag „Reformation erleben“

 

Frank Bröckl

Wie veränderte die Reformation den Alltag der Menschen? Dieser Fragestellung ging Privatdozent Dr. Volkmar Ortmann von der Justus-Liebig-Universität Gießen bei seinem Vortrag in der Aula des Gymnasium Philippinum nach.
„Auch für das Gymnasium Philippinum war die Reformation ein wichtiges Ereignis, wurde die Schule doch 1540 als protestantische Lateinschule gegründet“, konstatierte Schulleiter Stefan Ketter im Rahmen seiner Begrüßung. Sein besonderer Dank galt der Fachschaft evangelische Religion für die Organisation der Veranstaltung und der Wilinaburgia für die Finanzierung. Anschließend nahm der Referent sein Publikum mit auf eine gedankliche Reise in die Zeit Martin Luthers und beleuchtete die Reformation aus der Blickrichtung der Menschen des 16. Jahrhunderts. „Diese Zeit war eine Zeit der Veränderungen und der Kritik. Europa war im Aufbruch“, so Dr. Ortmann und er stellte heraus, dass besonders die Antike und der Mensch neu entdeckt wurden. Im Bereich Religion sei „die Reform der Kirche an Leib und Gliedern“ bereits das Schlagwort des 15. Jahrhunderts gewesen. Als Beispiel für die Berechtigung dieser Forderung nannte er den geringen Bildungsstand vieler Priester und verwies darauf, dass damals viele Menschen gelehrter waren als ihre „geistlichen Führer“. „Dennoch war die Reformation am Anfang eine rein mönchische Angelegenheit“, so Dr. Ortmann. „Luther wollte sich auf der Suche nach der Rechtfertigung vor Gott als Mönch zunächst religiös und geistlich selbst optimieren“. Doch woran merkten nun die Menschen des 16. Jahrhunderts nach Ausbreitung der Reformation, dass sie evangelisch sind?
Während der Verzicht auf liturgische Gewänder, der Gottesdienst in der Volkssprache und der Gemeindegesang lediglich das Glaubensleben der Menschen veränderten, bedeutete die Verringerung der Feiertage und Heiligenfeste mehr Arbeit und die Abschaffung von Wallfahrten führte sogar zu wirtschaftlichen Einbrüchen in Städten und ganzen Regionen, da die Pilger ausblieben. Auch brach zunächst die Armenfürsorge zusammen, was aber durch die Einführung der Institution des „Gemeinen Kastens“ – eine Art mittelalterliche Sozialkasse – kompensiert wurde. „Unbildung ist Teufelswerk!“ Entsprechend diesem Credo Martin Luthers wurde Bildung nun als an sich christlich und im Interesse aller betrachtet. Sie diente nicht nur zur „Rekrutierung“ geistlichen Nachwuchses und sollte auch Mädchen zuteil werden. „Auch der Blick auf die Leiblichkeit und damit auch auf die Sexualität – sie gehört nach Luthers Auffassung zur guten Schöpfung Gottes - veränderte sich“, so Dr. Ortmann, was sich besonders am veränderten Umgang mit Schwangeren und der Möglichkeit für Pfarrer, zu heiraten, äußerte.
„Im 16. Jahrhundert hat die Reformation viele Umbrüche in Wirtschaft, Recht, Politik, Kultur und Religion als Teil dieser Entwicklung befördert, beschleunigt und richtungsweisend mitbestimmt“, stellte der Referent gegen Ende seines Vortrags heraus und betonte: „Der spezielle Beitrag der Reformation zu dem, was wir heute westliche Moderne nennen, ist die Seelsorge als Ausdruck der gnädigen Zuwendung Gottes zum einzelnen Menschen“.
Lang anhaltender Applaus und zahlreiche Nachfragen waren Beleg für das große Interesse des Publikums an den Ausführungen des Referenten. Schulleiter Stefan Ketter überreichte Dr. Volkmar Ortmann am Ende ein Exemplar der Festschrift „475 Jahre Gymnasium Philippinum“ und wünschte allen Anwesenden einen guten Nachhauseweg.

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Schulplanetarium erneut zu Gast am GPW

Christoph Bickel

Am 13.09.2017 konnte die Erdkunde Fachschaft das Schulplanetarium nach zwei Jahren wieder an der Schule begrüßen. Hier durften alle 5. und 6. Klassen eine besondere Unterrichtseinheit erleben: Durch Matthias Rode, den Referenten des Schulplanetariums, wurden die Schülerinnen und Schüler  in einer riesigen Zeltkuppel, die in der Kreissporthalle aufgebaut war, unter anderem anhand eines Trickfilms in die unendlichen Weiten unseres Sonnensystems entführt und konnten mit einer Full-HD-Projektion den Sternenhimmel beobachten. Während der 45-minütigen Vorführung konnten sie anschaulich die Planeten in unserem Sonnensystem, die Entstehung von Tag und Nacht sowie den Aufbau des Sonnensystems bestaunen, eine perfekte Ergänzung zu den Inhalten des Erdkundeunterrichts! Auch Sternbilder wurden am künstlichen Himmel projiziert. Die Schülerinnen und Schüler waren von der Erfahrung begeistert! Die Fachschaft Erdkunde möchte sich nochmals herzlich beim Schulplanetarium bedanken und freut sich auf den nächsten Besuch in zwei Jahren!

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Philippinum Zweiter im Beachvolleyball!

Für das Gymnasium Philippinum spielten: Luis Hastall, Nils Althainz, Jan Kaiser, Sören Müller, Alexandra Franz, Julia Schäfer, Julia Czerkas, Lea Heering

Jan Hooss

Das Beachvolleyballteam des GPW errang beim Kreisentscheid im Rahmen des Wettbewerbs „Jugend trainiert für Olympia“ den zweiten Platz. Auf den vier Beachfeldern im Stadion der Stadt Weilburg spielten am vergangenen Mittwoch, den 06.09.2017, die Mannschaften der Erlenbachschule Elz, der Westerwaldschule Waldernbach und der beiden Weilburger Schulen der Jakob-Mankel-Schule und des Gymnasium Philippinum über drei Stunden jeder gegen jeden. Sieger eines Wettkampfes wurde, wer zwei der drei Punkte aus Jungen- und Mädchen-doppel sowie einem gemischten Doppel gewinnen konnte. Spielfreie Schülerinnen und Schüler stellten neutrale Schiedsgerichte. Das Team des GPW gewann zwei Begegnungen und musste sich lediglich dem späteren Turniersieger, der Westerwaldschule Waldernbach, mit 1:2 geschlagen geben. Die Westerwaldschule vertritt als Kreismeister den Kreis beim Regionalentscheid im Mai 2018. Dritter wurde die Erlenbachschule Elz vor der Jakob-Mankel-Schule. GPW-Mannschaftsbetreuer und Turnierleiter Jan Hooss zeigte sich sehr zufrieden mit dem Abschneiden seines Teams und lobte das faire harmonische Verhalten aller Teilnehmerinnen und Teilnehmer während dieses gemischten Wettkampfes.

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Philippinum läuft für Schule in Nepal

Frank Bröckl

Mit einem Sponsorenlauf wollen die Schülerinnen und Schüler des Gymnasium Philippinum den Neubau einer Schule in Nepal unterstützen. Dr. Walter Staaden, Vorstandsvorsitzender der Hilfsorganisation Himalayan Care Foundation, stimmte die Klassenstufen 5 und 6 mit einem Vortrag auf das Ziel der Aktion ein.
„Ich bin einer von euch, denn ich habe auch am Gymnasium Philippinum Abitur gemacht“. Mit diesen Worten begrüßte Dr. Staaden die Mädchen und Jungen in der voll besetzten Aula der Schule. Er schilderte zunächst, wie er durch sein Hobby Bergsteigen auf die große Not der Menschen in Nepal, einem der ärmsten Länder der Erde, aufmerksam wurde. „Zu Beginn war ich mit dem Rucksack unterwegs und habe die Menschen behandelt. Ich habe jedoch sehr schnell erkannt, dass ich auf diese Art und Weise nicht sehr viel bewirken kann“, so Dr. Staaden. 2010 gründete er mit einigen Weggefährten die Himalayan Care Foundation, die sich darum bemüht, Kindern in Nepal eine Lebensperspektive zu verschaffen. Die Organisation hat seitdem mehrere Schulen – darunter eine Schule für Gehörlose und eine für Körperbehinderte – sowie ein Waisenhaus saniert beziehungsweise neu gebaut und betreut zur Zeit rund 1000 Kinder unter dem Dach der Welt. Zentrales Anliegen ist auch die Förderung der Gesundheit durch den Bau von Brunnen, das Legen von Wasserleitungen und die Errichtung von Toilettenanlagen.
Am 26. September werden nun alle Schülerinnen und Schüler der fünften und sechsten Klassen des Gymnasiums sowie Freiwillige aus höheren Klassenstufen und auch Mitglieder des Kollegiums auf einer markierten 250m-Strecke im Weilburger Stadion 30 Minuten lang für den guten Zweck ihre Runden drehen. Im Vorfeld haben sie sich bis dahin Sponsoren gesucht, die jede gelaufene Runde mit einem vorher vereinbarten Geldbetrag honorieren.
Während die fünften Klassen bereits um 8.00 Uhr „auf die Reise“ gehen, starten die Sechstklässler um 10.00 Uhr und alle weiteren Läuferinnen und Läufer um 11.30 Uhr. Ein Viertel des erlaufenen Geldes verbleibt an der Schule und wird zur Verbesserung des Bewegungsangebots im Bereich Sport verwendet. Drei Viertel der Gesamtsumme fließen jedoch in den Neubau der Primary School in Kangel ein, die ebenso wie andere Einrichtungen der Himalayan Care Foundation durch das verheerende Erdbeben 2015 zerstört wurde.
„Ich danke euch sehr, dass ihr mein letztes großes Projekt Wirklichkeit werden lassen wollt“, formulierte Dr. Staaden, der für seine Arbeit einen Nachfolger sucht, in Richtung seines jungen Publikums am Ende der Veranstaltung. Lang anhaltender Applaus und zahlreiche Nachfragen zeugten vom großen Interesse und der hohen Motivation der Schülerinnen und Schüler.
Die Lebens- beziehungsweise Sponsorenläufe haben am Gymnasium Philippinum eine lange Tradition. Seit 1998 erliefen Mitglieder der Schulgemeinde in den von der Fachschaft Sport organisierten Veranstaltungen bereits über 100.000 Euro für Projekte der Welthungerhilfe, der Himalayan Care Foundation und der ehrenamtlichen Flüchtlingshilfe in Weilburg.

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GPW-Oberstufenschüler*innen erkunden die Universität Gießen

Jennifer Freydank

Nachdem alle Klausuren geschrieben waren,unternahm die AG Hochschulstudium am 23. Juni 2017 eine Exkursion an die Justus-Liebig-Universität Gießen. Unter der Leitung von Jennifer Freydank hatte eine Gruppe engagierter Oberstufenschüler*innen am GPW über ein halbes Jahr zu den Themen Studienort- und Studienfachwahl sowie den Möglichkeiten der Studienfinanzierung gearbeitet. Nun wollten die AG-Teilnehmenden ihre theoretischen Kenntnisse kurz vor den Ferien durch praktische Erfahrungen vertiefen.
An der JLU Gießen besuchten die Schüler*innen zunächst den Campus Philosophikum II, auf dem die Institute Erziehungswissenschaft, Soziologie, Politikwissenschaft, Romanistik, Slavistik, Kunst und Musik sowie die Zweigbibliothek für Sozial- und Erziehungswissenschaften in idyllischer Waldlage verortet sind. Anhand des Kunst-Gebäudes nahm die Gruppe den räumlichen Aufbau eines universitären Instituts- und Seminargebäudes genauer unter die Lupe. Anschließend passierten die Schüler*innen das Philosophikum I mit seinen Instituten für Germanistik, Anglistik, Geschichte, Psychologie sowie dem Zentrum für Philosophie. In der Mittagspause besuchte die Exkursionsgruppe die Große Mensa am Phil I und war mit dem Speiseangebot des Tages und den für Studierende üblichen Essenspreisen sehr zufrieden. So wie Studierende, Profs und ihre Mitarbeitenden beim Mittagessen in der Mensa Zukunfts- und Karrierepläne schmieden, so saßen auch die Schüler*innen beisammen und tauschten sich über ihre Studienpläne nach dem Abitur aus. Nach anregenden Unterhaltungen zum AG-Thema in der dafür passenden Atmosphäre besuchten die Schüler*innen das Herzstück der Universität Gießen – die Universitätsbibliothek. Dort unternahm die Gruppe eine Audio-Führung durch das gesamte Gebäude und machte sich mit der Bibliothekssystematik vertraut. Die Schüler*innen lösten souverän die in der Führung gestellten Suchaufgaben über das elektronische Bibliothekssystem OPAC sowie direkt an den Regalen mit den Buch- und Zeitschriftenbeständen. Nach der Führung waren die Schüler*innen beeindruckt von der Fülle an Wissen und der Ordnungssystematik, die sich in dem „weißen  Kasten“ verbirgt.
Zum Ende der Exkursion war man sich einig: Das erste Semester kann kommen! Hier an der heimischen Gießener Uni in Bahn-Nähe zum beschaulichen Weilburg oder anderswo.

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August 2017

Erdkunde Leistungskurs 12 besucht Kubacher Kristallhöhle

Christoph Bickel

Der Leistungskurs Erdkunde der Jahrgangsstufe 12 von Christoph Bickel besuchte am Dienstag, den 29. August 2017, die Kubacher Kristallhöhle. Zuerst bekamen wir eine Einführung von Michael Volkwein. Er ist Diplomgeograph und arbeitet unter anderem für den Geopark Westerwald-Lahn-Taunus, mit welchem unsere Schule seit zwei Jahren kooperiert. Er klärte uns über die Funktion und die Aufgaben des Geoparks auf. Danach wurden wir von einem ehemaligen Schüler des Philippinum durch die Höhle geführt, um die geologische Entstehung von Karsthöhlen näher zu verstehen.

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500 Jahre Reformation am Philippinum: Sei mutig!

Carmen Rau

Der Ev. Religionskurs 8d hat im Rahmen der Feierlichkeiten zum Reformationsjubiläum am Gymnasium Philippinum das Blumenbeet im Eingangsbereich der Schule neu mit dem Wort „Mut“ bepflanzt.
Die Schülerinnen und Schüler beschäftigen sich aktuell auch im Unterricht mit der „Re-formatorischen Idee“ und haben in diesem Rahmen heraus gearbeitet, dass den an der Reformation beteiligten Menschen – egal ob sie so prominent wie Martin Luther waren oder im Kleinen daran mitgewirkt haben – eines gemeinsam war: ihr Mut. Ihr Mut, Din-ge zu sagen und zu tun, die anderen (insbesondere der damaligen katholischen Amts-kirche, aber auch anderen Mächtigen jener Zeit) nicht gefallen haben, mit denen sie angeeckt sind und sich unbeliebt gemacht haben.
Passend zu der noch laufenden Aktion „Meine These 2017“ ist den Schülerinnen und Schülern mit der „mutigen“ Bepflanzung wichtig, die Vorbeigehenden zu mehr Mut und Sich-Einmischen aufzufordern, um unsere aktuelle Lebenswelt zum Besseren hin zu verändern. Damit diese Botschaft auch verstanden werden kann, haben sie zusätzlich zur Bepflanzung noch Hinweisschilder angebracht. Auf denen ist zu lesen:
•    Martin Luther war mutig.
•    Wir sollten auch mutig sein, um unsere Welt zu verändern.
•    Mut ist

du selbst zu sein,
auch wenn dich andere dafür nicht mögen.
•    Mut ist,

mal was zu sagen oder zu machen, was anderen nicht gefällt.
Komm raus aus deiner Komfortzone:
Sei mutig!

Wir danken dem Gymnasialschulverein sehr, dass er – genau wie auch schon die Luft-ballon-Aktion im Juni – dieses „mutige“ Vorhaben finanziert hat!

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Faust als „One-Man-Show” – Ekkehart Voigt überzeugt mit Theatersolo

Dennis Kunz

Dass Goethes Drama Faust mitunter schwer zu verstehen ist, dürften wohl etliche Schülerinnen und Schüler leidvoll am eigenen Leibe erfahren haben. Umso erfreulicher war folglich die Tatsache, dass Der Tragödie erster Teil – Pflichtlektüre für alle Abiturienten – nun in einer Ein-Mann-Version in der Aula der Schule zur Aufführung kam.
Überzeugend schlüpfte hierbei Ekkehart Voigt von der Initiative Kuhustall im Blumenhof Weilmünster in verschiedene Rollen. Die eigens für das Stück inszenierte Rahmenhandlung einer Teufelsschule, in welcher der Teufelslehrer seinen gelehrigen Schülern Goethes Werk als Lehrstück für die Manipulationskünste Mephistos entfaltet, dürfte den Schülerinnen und Schülern der Jahrgangsstufe 13 gewiss neue Interpretationsmöglichkeiten eröffnet, neue Denkansätze geliefert und zum Verständnis des Gesamtdramas beigetragen haben.
Neben dem Teufelslehrer, der immer wieder interaktiv die Zuhörerschaft in das Theaterstück integrierte und dabei derb, direkt und häufig humorvoll in Umgangssprache parlierte, kamen auch die klassischen Elemente des Dramas nicht zu kurz: Faust, Mephistopheles, Gretchen und die anderen Figuren wurden vom Darsteller mithilfe der Goethe‘schen Originaltexte zum Leben erweckt, wobei er alle Rollen mit bestimmten stimmlichen, mimischen und gestischen Charakteristika unverwechselbar werden ließ. Auffallend war zudem die nahezu spartanische Verwendung von Requisiten, Voigt setzte stattdessen vermehrt auf den Einsatz seiner Stimme und seiner Körpersprache.
Goethes Drama auf knapp 90 Minuten zu kürzen, ist bereits eine grandiose Leistung, es ist aber mindestens genauso schwierig, diese Zeit dann so auszufüllen, dass beim Zuschauer keine Langeweile aufkommt. Von diesem Umstand war die Aufführung weit entfernt, wenngleich besondere Momente sicher in Erinnerung bleiben werden, beispielsweise der aus einem Luftballon geknotete schwarze Pudel, welcher sich mit lautem Knall in Mephisto verwandelt.
Das Interesse der Schülerschaft zeigte sich im Anschluss auch in der 45-minütigen Nachbesprechung, in welcher der Schauspieler neben Fragen zur Genese des Stückes und seinem persönlichen Werdegang auch Interpretationsansätze kompetent und schülernah zu beantworten wusste.
Voigts Fazit am Ende der Aufführung lautete: Jeder Mensch hat die Wahl, sein Leben bzw. seinen Lebensweg nach seinen Vorstellungen zu gestalten. So habe, glaubt der Schauspieler, auch Faust eine Wahl gehabt, aus dem Bündnis mit Mephisto auszusteigen. Diesen Denkansatz nahmen die Schülerinnen und Schüler mit nach Hause und bedachten den Künstler und seine Interpretation des Werkes mit langanhaltendem Applaus.

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Kreisentscheid Leichtathletik

Alexander Funk

Mit einem 3.Platz erreichten die komplett neu zusammengestellten Leichtathleten/-innen der Jahrgänge 2005-2008 des Gymnasium Philippinum trotz teils regnerischem und windigem Wetter nach den Schulen Dauborn und Weilmünster eine gute Leistung unter den 9 teilnehmenden Schulen. In Niederselters mussten in der Wettkampfklasse IV die Disziplinen 50m-Sprint, Weitsprung, Pendelstaffel über Hindernisse, 200g-Schlagballwurf sowie ein abschließender 10-Minuten Ausdauerlauf absolviert werden. Die eifrigsten Punktesammler/-innen des GPW-Teams waren Charlotte Müller aus der 6a, Hannes Herrmann aus der 6c sowie Hergen Rabs aus der 6b.

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Jakob Wagner gewinnt 1. Preis

Frank Bröckl

Jakob Wagner (Klassenstufe 11) hat in der ersten Runde des Jugendwettbewerbs Informatik 2017 einen 1. Preis gewonnen. Schulleiter Stefan Ketter überreichte ihm in einem Informatikraum der Schule eine Urkunde und einen kleinen Sachpreis.
Der Jugendwettbewerb Informatik ist ein neues Wettbewerbsformat, dass sich an Schülerinnen und Schüler ab Klassenstufe 5 wendet, die erste Programmiererfahrungen sammeln und vertiefen möchten. Im Unterschied zum Bundeswettbewerb Informatik ist der Jugendwettbewerb ein reiner Online-Wettbewerb. Auch ohne Kenntnisse einer Programmiersprache können die Teilnehmer nach einer Einführung einfache, aber auch anspruchsvolle Aufgaben lösen, da das Programmieren durch Zusammenschieben von Bausteinen zu ganzen Programmen erfolgt. Der eigentliche Wettbewerb bietet dann spannende und alltägliche Aufgaben aus der Programmierung, die von der Art an Wettbewerben wie den Informatik-Olympiaden angelehnt sind.
„Ich gratuliere dir ganz herzlich zu diesem Erfolg, lieber Jakob, und drücke dir für die 2. Runde im September fest die Daumen“, so Schulleiter Stefan Ketter. Er würdigte auch das Engagement des ehemaligen Referendars Danilo Magdeburg, der Jakob Wagner in der Klassenstufe 9 bei seiner Teilnahme im Frühjahr unterstützt und betreut hat.

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Sextaneraufnahme

Frank Bröckl

141 Jungen und Mädchen sind in der Kreissporthalle feierlich und mit viel Musik in das Gymnasium Philippinum aufgenommen worden.

„Sechs Wochen Sommerferien liegen hinter euch und nun beginnt für manche endlich, für andere leider wieder die Schule“, formulierte Schulleiter Stefan Ketter bei seiner Begrüßung mit einem Augenzwinkern. „Mein Urlaub in den Bergen hat mir in diesem Jahr Anregungen zu meiner Einschulungsrede geliefert“, ließ der Direktor Kinder und Eltern wissen und er verglich den Weg zum Abitur mit dem Erklimmen eines Gipfels. „Viele von euch haben mit den Eltern sicher auch schon mal einen Bergurlaub gemacht und einen Gipfel erstiegen. Dann könnt ihr euch sicher daran erinnern, wie man sich fühlt, wenn man oben angekommen ist“. Man schaue in das Tal und zurück auf den langen Weg, den man bewältigen musste. Die Erkenntnis, den Aufstieg bewältigt zu haben, mache glücklich und stolz. „Auch ihr, liebe Sextaner seid dabei den Berg zum Abitur zu besteigen“, meinte Ketter und er ergänzte: „Auf diesem Weg seid ihr jedoch nicht alleine unterwegs. Zusammen mit euren Mitschülern bildet ihr eine Seilschaft. Ihr werdet außerdem von euren Eltern und allen Lehrkräften begleitet und habt als Bergführer eure Klassenlehrer“. Der Direktor betonte jedoch auch, dass zum erfolgreichen Besteigen des „Gipfels Abitur“ Kondition, Anstrengungsbereitschaft und Durchhaltevermögen notwendig seien.

„Wie mag es euch jetzt gehen?“, fragte sich Renate Durek, die Vorsitzende des Schulelternbeirats, in Richtung der Kinder. Wie es den Eltern gehen mag, könne sie gut nachempfinden, denn ihre Kinder hätten alle am Philippinum den Weg zum Abitur in Angriff genommen. Die 136 Abiturientinnen und Abiturienten des letzten Schuljahres seien der beste Beweis dafür, dass dieser auch zu schaffen sei. Renate Durek führte den Eltern mit dem Verweis auf die zahlreichen Austauschprogramme und Arbeitsgemeinschaften das große Potential der Schule vor Augen und lud dazu ein, das in der Zukunftskonferenz im Jahr 2016 angestoßene Projekt Schulentwicklung durch aktive Mitarbeit von Elternseite weiter voranzutreiben.

„Auch in diesem Jahr haben wir unser Bestes getan, um alle Wünsche bei der Klasseneinteilung berücksichtigen zu können“, formulierte Stufenleiterin Susanne Neusser im Anschluss und gab bekannt, dass 71 Jungen und 70 Mädchen in fünf Klassen in das neue Schuljahr starten werden. „Das Erklimmen jedes Gipfels beginnt mit dem ersten Schritt“. Entsprechend dem Motto der Aufnahmefeier machten die frisch gebackenen Sextaner ihren mit Spannung erwarteten ersten Schritt am Gymnasium Philippinum in Richtung ihrer Klassenlehrerinnen und Klassenlehrer Jessica Buseck (5a), Lesli Ruttmann-Del Carpio (5b), Anke Hartmann (5c), Dr. Wolfgang Jordan (5d) und Johannes Langner (5e), als diese die Namen ihrer Schützlinge aufriefen. Als Begrüßungsgeschenk wartete schon der neue, vom Gymnasialschulverein gesponserte Schulplaner auf die Kinder, den sie aus den Händen des ersten Vorsitzenden Christian Riedel entgegen nehmen konnten. Schulleiter Stefan Ketter begrüßte die neuen Mitglieder der Schulgemeinde mit Handschlag und überreichte außerdem einen Button mit dem neuen Schullogo. Während die Fünftklässler erstmals ihre Klassenräume in Beschlag nahmen, nutzten die Wilinaburgia in Person des ersten Vorsitzenden Eugen Rudolf Ancke sowie der Gymnasialschulverein und der Schulelternbeirat noch die Gelegenheit sich vorzustellen und ihre Aktivitäten zur Unterstützung der Schule zu erläutern. Am Ende der Veranstaltung dankte Schulleiter Stefan Ketter dem Schulorchester unter der Leitung von Martin Weinbrenner („Game of thrones“), dem Unterstufenchor („Titanic“) und den Philippinum Voices I („I have a dream“) unter der Leitung von Christiane Glotzbach sowie den Philippinum Voices („Mr. Postman“) unter der Leitung von Michael Glotzbach sehr herzlich für den beeindruckenden musikalischen Rahmen der Aufnahmefeier. Anerkennende Worte galten auch den Damen des Sekretariats und den beiden Schulhausverwaltern für die Organisation im Vorfeld.

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Juni 2017

Europas digitaler Binnenmarkt – Weilburger Schüler debattiert im Hessischen Landtag

Dr. Eike Kehr

Als einer von 160 engagierten Jugendlichen aus Deutschland, Polen, Finnland und den Niederlanden nahm Mats Kjellström, Schüler des Weilburger Gymnasiums Philippinum, an der Nationalen Auswahlsitzung des Europäischen Jugendparlamentes in Wiesbaden teil.

Bei der Veranstaltung unter der Schirmherrschaft des Hessischen Ministerpräsidenten Volker Bouffier handelte es sich um das Bundesfinale eines renommierten Debattierwettbewerbs. Im Mittelpunkt stehen dabei stets aktuelle europapolitische Themen – diesmal etwa die Frage, wie sich der europäische Binnenmarkt dem digitalen Zeitalter anpassen müsse.
In Ausschüssen wurden Teilaspekte dieses Themas diskutiert und Lösungsvorschläge in Form von Resolutionen erarbeitet. Dabei konnten die Jugendlichen auf die Hilfe ausgewiesener Fachleute in zurückgreifen, die den Jugendlichen im Rahmen eines „digitalen Dialogs“ zur Verfügung standen. Aufgrund des internationalen Teilnehmerkreises fanden alle Veranstaltungen ausschließlich in englischer Sprache statt. Nebenbei wurde den Jugendlichen ein kulturelles Begleitprogramm geboten – unter anderem eine Stadtführung und ein Besuch des Stadtmuseums Wiesbaden.
Den Höhepunkt der Sitzung bildete eine parlamentarische Vollversammlung im Hessischen Landtag, bei der die Ergebnisse der Fachausschüsse vorgestellt, kritisch diskutiert und schließlich im Rahmen einer Abstimmung verabschiedet oder verworfen wurden.
Von der Veranstaltung in Wiesbaden – und vom Europäischen Jugendparlament allgemein – ist Mats Kjellström begeistert. Besonders positiv sei „die Möglichkeit, auf einem hohen Level politische Ideen einzubringen, Europa besser zu verstehen und auch einen Einblick in das Leben eines Politikers zu haben.“ Wichtiger jedoch: „Ich traf viele sehr engagierte und nette Leute, unabhängig davon, ob diese dort als Teilnehmer oder als Organisatoren waren.“
Für diese einmalige Erfahrung bedankt sich der Weilburger Schüler herzlich beim Gymnasialschulverein Weilburg, der seit vielen Jahren die AG Europäisches Jugendparlament am Gymnasium Philippinum unterstützt und auch für diese Sitzung als Sponsor tätig war.

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Wir gegen Kinderarbeit – Action Kidz! am Gymnasium Philippinum Weilburg

Lisa Fügert und Bärbel Kamphausen-Muser

Im Zusammenhang mit einer Unterrichtsreihe zu den Kinderrechten beschäftigten sich die Schülerinnen und Schüler der 6b im Politik und Wirtschaftunterricht mit ihrer Lehrerin Lisa Fügert mit der Situation der Kinder in Sambia. Sie erarbeiteten die Unterschiede zwischen Deutschland und Sambia und präsentierten ihre Ergebnisse beim Abschlussfest der Projektwoche 2017.
An ihrem Stand zeigten sie zu Informationen über Kinderarbeit in Sambia. Hier ging es insbesondere um den Tagesablauf eines auf einer Tabakplantage bzw. im Steinbruch arbeitenden Kindes in Sambia. Dabei wurde auf die Gefahren dieser Kinderarbeit (z.B. Gesundheitsschädigung – Nikotinvergiftung) aufmerksam gemacht.
Neben einem Sprachkurs in der Landessprache und Flyern über die Arbeit der Kindernothilfe wurden Spenden gesammelt, mit denen ein Projekt der Kindernothilfe unterstützt wird.
(Projekt der Kindernothilfe: Selbsthilfegruppen, Kleinkredite)
Die Projektidee wurde von der Kindernothilfe als Spendenprojekt-Beispiel aufgegriffen und mit einigen Fotos der Schüler online gestellt.

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Physik-Challenge 2017

Jörn Schweisgut

Dieses Jahr hat die traditionelle Physik-Challenge im Rahmen der Projekttage am Gymnasium Philippinum stattgefunden.

Am Donnerstag, den 29. Juni 2017 wurden Eier gelegt. Grund war kein entlaufenes Huhn, sondern die Aufgabe der Physik-Challenge. Diesmal bestand die Herausforderung darin, ein Gefährt zu bauen, das alleine mit potenzieller Energie ein Ei an einer Sperrzone vorbei zu einem bestimmten Punkt transportiert und dort zielgenau abgelegt. Die Schüler haben an den Projekttagen viel über Reibung, Energie, Übersetzungsverhältnisse und Drehmoment gelernt und Ihre Kreativität und Kompetenzen im Umgang mit Werkzeug geschult.

Der erstplatzierten Gruppe „SLJ“, mit Sascha Mamykin, Linus Armbruster und Jannis von Piechowski (alle aus der Klasse 5a),  gelang es, das Ei in nur 52 cm Entfernung vom Zielpunkt abzulegen. 

Der zweite Platz der Jahrgangsstufen 5 und 6 ging an die Gruppe „LMNTRIX“ mit EmirhanBaltaci, Finn Ziesemer und VytenisKrutulis aus den Klassen 6e, 6c und 5b.

In den Jahrgangsstufen 7 und 8 belegten Nicklas Nolte, Christian Kaszemeck und Philipp Khayrov den ersten Platz.

Der Gymnasialschulverein hat die Physik-Challenge auch in diesem Jahr großzügig unterstützt, so dass die Schüler sich über Experimentierkästen und Bücher freuen konnten.

Die Physik-Fachschaft führt die Physik-Challenge jährlich durch. Ziel des Wettbewerbes ist es, den Schülern Freude am Experimentieren und Basteln zu bringen. 

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Ehrungen Schuljahresende

Frank Bröckl

Am letzten Schultag vor den Sommerferien würdigte Schulleiter Stefan Ketter traditionell besondere Schülerleistungen in der Aula.
 Robin Wittmann (11b) erhielt als Schulsieger des Mathematikwettbewerbs für die Einführungsphase (11) einen Preis vom Zentrum für Mathematik in Bensheim. Hannah Krampe (11f), Svenja Mehl (11b), Janina Widmann, Charlotte Hardt, Sarah Fitzner und Maya Peußner (alle 11a) haben das Zertifikat „Mediation“ erworben und werden sich ab sofort in der Streitschlichtung engagieren. In der hessischen Landesjury des französischen Literaturwettbewerbs „Prix des lycéens des allemands 2017“ wirkten Antoinette Zimmermann, Kristin Dias (beide 12a), Jonathan Muser, Samantha Barton, Salome Winkhardt-Möglich (alle 12b), Laura Cornelius, Jana Feikus (beide 12d), Carolin Grün, Sarah Karazma, Selina Volk, Miriam Kops (alle 12e), Lana Morgenthal und Hannah Wilke (beide 12f) mit. Hannah Wilke vertrat die Schule außerdem beim Hessenentscheid in Frankfurt. Den Vorlesewettbewerb Französisch für die Klassenstufe 8 gewann Laetitia Fester (8b) vor Marion Kops (8d) und Isabella Buhmann (8b). Maximilian Breithecker und Fabian Riewe (beide 12e) waren nicht nur beim Bundeswettbewerb „Informatik-Biber“ erfolgreich. Im Bundeswettbewerb Informatik bekam Fabian Riewe in der 2. Runde den 3. Preis zuerkannt, Maximilian Breithecker schaffte mit dem 1. Preis hier sogar den Einzug in die Endrunde der besten 28 Teilnehmer und dies bei 1400 Startern in der 1. Runde. Jakob Wagner gewann beim Jugendwettbewerb Informatik (bundesweit) für die Klassenstufen 9 und 10 einen ersten Preis. Johannes Cieluch (11f) und Johannes Diehl (12e) engagierten sich im Bereich von Homepage und Internetauftritt der Schule. Während Lilian Brade, Zhanna Khayrova und Lara Friedrich (alle 9b) beim Bundeswettbewerb Fremdsprachen mit ihrer Arbeit „Happy Holidays“ in Englisch überzeugten, glänzte Klassenkamerad Jonathan Kamme-Davies als „Solist“ in französischer Sprache. Julian Frensch und Alexander Liemen (beide 9a) haben den Schülervortrag innerhalb der Reihe „Blickfeld Naturwissenschaft“ mitgestaltet. Den Schreibwettbewerb „Ohne Punkt und Komma“ gewann Janina Sartorius (11d). Jona Bastian, Mats Kjellström, Sarina Peters (alle 12a), Jonathan Muser (12b), Gianluca Beck, Dominik Sütsch (12c), Troy Kessler (12e) und Lana Morgenthal (12f) konnten sich mit ihrer Resolution für die Auswahlsitzung des Europäischen Jugendparlaments in Potsdam qualifizieren, Mats Kjellström gelang als Einzelkandidat sogar die Qualifikation für die nationale Auswahlsitzung und für eine internationale Sitzung in England. Das „DELF-Diplom“ Französisch erwarben: Sarah Karazma, Miriam Kops (Niveau B2: selbstständige Sprachverwendung, beide 12e), Niveau B1 (Beginn der selbstständigen Sprachverwendung): Shannon Böttig (11a), Lisa Jost, Muriel Kulhanek (beide 11c), Joy Hetz (11d), Jonathan Muser (12b), Carolin Grün (12e), Niveau A2 (fortgeschrittene Anfänger): Lisa Sternak, Chantal Herrmann, Antonia Halbig (alle 8b), Johanna Gombel (9b) und Tina Bentele (9d). Beim „Tag der Mathematik“ in Wetzlar landete das Team Maximilian Breithecker, Johannes Diehl, Alexander Lind, Troy Kessler (alle 12e) und Lea Neuroth (12c) auf Platz 3, im Einzelwettbewerb wurde Troy Kessler Zweiter, die Plätze 8 und 9 belegten Maximilian Breithecker und Lea Neuroth. 1. Preise im Wettbewerb „Jugend musiziert“ auf regionaler Ebene errangen Kilian Freihold (5a), Carla Schuld (9a) und Charis Kim (12a), 2. Preise gingen an Margarita Savenko (7b), Lotta Bernhardt (7e), Marion Kops (8d), Katharina Lehr (9b) und Lena Schmidt (11d). Carla Schuld und Philipp Epstein (12e) wurden darüberhinaus auf Landesebene mit dem 2. Preis ausgezeichnet. Im Rahmen des Känguru-Wettbewerbs (Mathematik) belegten Lioba Goldbach (5d) und Nicklas Nolte (7b) zweite Plätze, Antonia Hartmann, Leo Roth (beide 7b), Jona Horz (7c), Lennart Rücker (8a), Jakob Wagner (9b) und Jakob Georgi (9d) erreichten in ihrer Klassenstufe Platz 3. Für die höchste an der Schule erreichte Punktzahl erhielt Lennart Rücker einen Sonderpreis. Die Klasse 7a ruderte im Wettbewerb „Deutschlands schnellste Klasse im Ergometer-Rudern“ auf Platz 5 (unter 99 Mannschaften), noch besser machten es die Klassen 6b (158 Mannschaften) und 5a (109 Mannschaften) mit dem 3. Platz in der jeweiligen Jahrgangswertung.
Beim Landesentscheid „Jugend trainiert für Olympia“ erkämpfte sich der Mädchen-Gig-Doppelvierer in der Besetzung Fiona Bückner (7e), Sarah Gloger (7b), Lisa Marie Ringsdorf (7c) und Anna Lindrath mit Steuerfrau Marie Kientzler (beide 8b) die Bronzemedaille.
Am Ende der Veranstaltung dankte Schulleiter Stefan Ketter nochmals allen Schülerinnen und Schülern aber auch den betreuenden Lehrkräften sehr herzlich für die hervorragenden Leistungen und das große Engagement. Sein besonderer Dank galt Sekretärin Marion Fichter für die liebevolle Auswahl der Präsente und die Vorbereitung der Ehrung.

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Verabschiedungen

 

Frank Bröckl

Nach der Zeugnisausgabe und der Entlassung der Schülerinnen und Schüler in die Sommerferien traf sich das Kollegium in der Aula zur Verabschiedung verdienter Kolleginnen und Kollegen. Schulleiter Stefan Ketter bedankte sich zu Beginn der Veranstaltung sehr herzlich bei der gesamten Schulgemeinde, die das Philippinum beim Abschlussfest am Tag zuvor in herausragender Weise der Öffentlichkeit präsentiert habe.
Julitta Kerkesner hat nun ihr Freiwilliges Soziales Jahr beendet und sich hier besonders bei der Betreuung der Ganztagesklasse vorbildlich engagiert, wie auch von Klassenlehrerin Anke Hartmann betont wurde. Im kommenden Schuljahr wird die Schule sogar zwei derartige Stellen vergeben. Die Schule verlassen werden nach abgeschlossenem Staatsexamen auch die ehemaligen „Lehrer/innen im Vorbereitungsdienst“ (LiV) Lisa Fügert (Politik und Wirtschaft/Mathematik), Dr. Kristin Faber (Chemie/Mathematik) und Danilo Magdeburg (Informatik/Erdkunde). „Sie haben sich am Philippinum hervorragend eingebracht und waren eine echte Bereicherung“, so Schulleiter Stefan Ketter. Dies betonten auch Sandra Linn für den Personalrat und Ausbildungsleiter Martin Russ. Leslie Ruttman-del Carpio, die nach ihrem Examen seit Februar mit einem Vertretungsvertrag weiter unterrichtet hatte, war aus Krankheitsgründen verhindert. Stefan Ketter würdigte sie als – im besten Sinne – „strenge Lehrerin“, die sich von den Schülerinnen und Schülern nicht die Butter vom Brot nehmen lasse. In einer Mail an das Kollegium bedankte sich Leslie Ruttmann-del Carpio sehr herzlich für die große Unterstützung in der Zeit ihres Referendariats, aber auch während der kurzen Phase ihrer Vollbeschäftigung. „Allein unter Frauen“ war Frederik Hammann zwei Jahre lang als Vertretungslehrer und einziger Mann der Fachschaft im Bereich Kunst eingesetzt, wobei er auch einige Stunden Musik unterrichtete. Auch ihn lässt das Philippinum nur sehr ungern gehen, wie Schulleiter Stefan Ketter betonte, habe er sich doch auch außerhalb seiner Fächer auf vielfältige Weise eingebracht, unter anderem als Schlagzeuger in der Begleitband von Michael Glotzbach.
„Sie sprüht vor Energie, Kreativität und Ideen“. So charakterisierte Stefan Ketter Carmen Rosenstiel-Stahl (Deutsch/Politik und Wirtschaft), die nach erfolgreicher Bewerbung am Philippinum im Jahr 2007 das „STEP-Programm“ erfolgreich implantiert und in ihrer Zeit an der Schule die Unterrichtsentwicklung – ganz besonders im Bereich der Erziehungsarbeit – wesentlich vorangetrieben habe. Sie wechselt als Leiterin des Fachbereichs II an die Tilemannschule. „Durch deine Herzlichkeit wurde es im Lehrerzimmer immer ein paar Grad wärmer“, formulierte Anke Hartmann aus Sicht des Personalrats. Carmen Rosenstiel-Stahl bedankte sich besonders bei Dietrich Heese, dem ehemaligen Schulleiter, der bereits damals die Vision „Schule als Lebensraum“ verfolgt und eine in diese Richtung führende Stelle („STEP-Programm“) ausgeschrieben habe. Als Leitbild für die Schule schlug sie „In Vielfalt geeint“ vor und machte dem Kollegium abschließend noch ein großes Kompliment: „Ich würde jederzeit meine eigenen Kinder zu euch schicken!“
Peter Wabnik (Deutsch/Politik und Wirtschaft/Katholische Religion) unterrichtete seit 1990 am Gymnasium Philippinum und darf sich nun bei den Pensionären einreihen. Schulleiter Stefan Ketter charakterisierte ihn als eher „leisen Vertreter“ im Kollegium. In seiner ruhigen, sachlichen und besonnenen Art habe er immer das Wohl der Schülerinnen und Schüler im Blick gehabt. Seit 2013 war er zusätzlich für den Bereich Inklusion verantwortlich und hat sich hier „auf stille, aber konsequente Weise“ für benachteiligte Schülerinnen und Schüler eingesetzt. Auch der Personalrat dankte Peter Wabnik für sein 27jähriges Engagement an der Schule und wünschte einen erfüllten Ruhestand bei guter Gesundheit.
Nachdem Schulleiter Stefan Ketter seinen Kolleginnen und Kollegen schöne Ferien gewünscht hatte, klang der letzte Unterrichtstag des abgelaufenen Schuljahres beim traditionellen Umtrunk in der Mensa stimmungsvoll aus.

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Bundeswettbewerb Informatik – 2. Runde

Danilo Magdeburg

Von Januar bis April 2017 hat die zweite Runde des Bundeswettbewerbs Informatik stattgefunden. Die Teilnehmer mussten zu Problemen aus der Graphentheorie und der Kryptographie, deren Inhalte deutlich über den normalen Lehrplanstoff hinausgingen, Lösungen entwickeln sowie ihre Algorithmen in einer Programmiersprache implementieren und erläutern. Zwei von drei Aufgaben mussten ausgewählt und gelöst werden.Nachdem Fabian Riewe und Maximilian Breithecker aus der 12e bereits in der ersten Runde in Teamarbeit den ersten Preis gewonnen hatten, nahmen beide nun in Einzelarbeit auch an der zweiten Runde dieses Wettbewerbs teil. Von den ursprünglich 1406 Teilnehmern der ersten Runde waren dazu nur noch 746 Teilnehmer berechtigt. Die Aufgaben der zweiten Runde stellten sich als deutlich schwieriger und komplexer heraus, so dass nur noch 233 Schüler überhaupt eine Lösung einreichten. Fabian Riewe konnte mit seiner gut ausgearbeiteten Abgabe und seinen eingereichten Java-Programmeneinen dritten Preis erzielen – eine wirklich ausgezeichnete Leistung.Maximilian Breitheckeraber überzeugte die Jury so sehr, dass er einen ersten Preis gewann, der ihn für die Endrunde der besten 28 Informatik-Schüler Deutschlands qualifiziert. Breithecker ist damit wahrscheinlich der erste Schüler des GPW, dem dies gelang.

In der ersten von den Schülern gewählten Problemstellung ging es darum, ein Verfahren zu entwickeln, wie man ein großes Firmenkonglomerat so auflösen kann, dass man eine möglichst wertvolle Teilmenge von Einzelunternehmen auswählt.  Die Unternehmenkonnten dabei sowohl negative als auch positive Werte besitzen. Außerdem waren manche Unternehmen so miteinander verflochten, dass sie nur im Paket gekauft werden konnten. Dieses Problem der Graphentheorie, einer Teildisziplin der Mathematik und Informatik, hatte es in sich. In der anderen gewählten Aufgabe ging es um das Lesen und Entschlüsseln eines graphischen Codes, des sogenannten Kreiscodes, der vom Prinzip her ähnlich wie ein QR-Code aufgebaut war. Dazu war es notwendig die Störeffekte (Verzerrung, Unschärfe, Verschattung) der zur Verfügung gestellten Bilder zu beseitigen und anschließend zu prüfen, ob ein Kreissegment vorliegt. Für beide Aufgaben wurde zudem eine Laufzeitanalyse durchgeführt.

Für die Endrunde wird Maximilian Breithecker im September 2017 vier Tage lang am Hasso-Plattner-Institut in Potsdam von ausgewiesenen Informatik-Experten geprüft werden. Er wird dabeiin kooperativen, aber auch kompetitiven, Aufgaben sein logisches Geschick zur Algorithmisierung unter Beweis stellen müssen. ZurVorbereitung arbeitet er sich im Momentin die Programmiersprache C++ ein, welche ebenfalls für die Informatik Olympiade, auf internationaler Ebene, empfohlen wird. Unabhängig vom Ergebnis der Endrunde haben beide Schüler vor, beim 36. Bundeswettbewerb Informatik im November 2017 wieder in der ersten Runde teilzunehmen. Da sich ihre Programmierfähigkeiten in Java sowie ihre Problemlösekompetenz deutlich verbessert haben, werden sie sich nach eigener Aussage deutlich entspannter, aber vielleicht noch motivierter dem Wettbewerb erneut stellen. Bis dahin dürfen wir aber auf die Ergebnisse in der Endrunde von Maximilian Breithecker gespannt sein.

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Abschlussfest

Frank Bröckl

Die letzte Schulwoche vor den Sommerferien wurde in diesem Jahr als Projektwoche gestaltet. Im Vorfeld hatten die Schülerinnen und Schüler die Gelegenheit, sich klassen- und kursübergreifend in unterschiedlichste Projekte einzuwählen, die die Gelegenheit boten, „Schule einmal anders“ zu erleben und wahrzunehmen. Drei Projekttage – vom 26. Juni bis zum 28. Juni – mündeten in ein Abschlussfest (29. Juni), an dem alle Projektgruppen ihre Ergebnisse auf diversen Ausstellungsflächen sowie – witterungsbedingt – in der Kreissporthalle präsentierten. Eltern, Geschwister, Verwandte und Freunde hatten die Gelegenheit, sich über die durchgeführten Projekte zu informieren, die Ergebnisse zu bewundern und miteinander ins Gespräch zu kommen.
Schulleiter Stefan Ketter betonte in seiner Begrüßung, dass Projektwoche und Schulfest das Ergebnis der Zukunftskonferenz des Philippinum im Februar 2016 sind. Hier hatte sich herauskristallisiert, dass sich die Schulgemeinde das Gymnasium als Lebensraum und nicht bloß als Ort der Wissensvermittlung oder Arbeitsplatz wünscht. Er sprach allen Schülerinnen und Schülern, dem Kollegium und den eingebundenen Eltern für die Vorbereitung und Durchführung der Projekte und der abschließenden Präsentationen seine Anerkennung aus. Ganz besonders bedankte sich der Schulleiter jedoch bei den Mitgliedern der „AG Projektwoche“, die ein Jahr lang die gesamte Veranstaltung professionell und mit großem Engagement vorstrukturiert und in geordnete Bahnen gelenkt hatten. Neben Frau Miethke-Herrmann für die Elternschaft und wechselnden Vertretern der SV waren Renate Geil als Mitglied der Schulleitung sowie Silke Balkhausen-Pohlner, Lisa Fügert, Bärbel Kamphausen-Muser, Stephanie Kanthak, Carmen Rau, Maren Schiek und Johannes Langner in der Arbeitsgruppe aktiv. Die Leitung hatte Sandra Linn inne. Der Dank des Direktors galt jedoch auch der Musikschule Oberlahn sowie dem Gymnasialschulverein und der Wilinaburgia.
Ob Clownerie, Step-Aerobic, Sound Karate, Jonglage oder Salsa: Das durch die Philippinum Voices musikalisch eröffnete Bühnenprogramm bot den zahlreichen Gästen auf der voll besetzten Tribüne anschließend ein buntes Kaleidoskop unterschiedlichster optischer und akustischer Eindrücke und wurde von Lea Neuroth, Dominik Sütsch, Cadhla Beuster, Tamina Stark, Angelina Kohlhauer, Helene Glotzbach, Tabea Langner und Sophia Habersetzer gekonnt und unterhaltsam moderiert. Auch wer sich lieber selbst betätigen wollte, fand dazu reichlich Gelegenheit und konnte die eigenen sportlichen Fähigkeiten an den Mitmachstationen rund um die Kreissporthalle, beim Beach-Volleyball und beim Boule spielen erproben oder in einem Sketch mitwirken beziehungsweise herausfinden, ob Backgammon denn nun eher ein Strategie- oder ein Glücksspiel ist. Währenddessen stellten die einzelnen Projektgruppen die Ergebnisse ihrer Anstrengungen in der Pausenhalle und in ausgewählten Unterrichtsräumen aus, wo den ganzen Nachmittag über reger Andrang herrschte. „Holzwerkstatt – Arbeiten mit der Laubsäge“, „Kalligraphie“, „Lochkamera und Anamorphosen: Experimente zur Optik“: Für den interessierten Besucher dürfte die Zeit kaum ausgereicht haben, um sich auch nur annähernd einen Überblick über die thematisch äußerst vielfältigen und mit viel Liebe zum Detail erstellten Vorführungen und Präsentationen zu verschaffen. Doch auch für das leibliche Wohl war mit kalten Getränken, Kaffee und Kuchen, Gazpacho und Wraps im Bereich der Mensa bestens gesorgt. Höhepunkt des Nachmittags war die mit Spannung erwartete Enthüllung und Präsentation des neuen Schullogos. Dichtes Gedränge herrschte um 17.00 Uhr vor dem Haupteingang zur Schule und alle Blicke richteten sich zum Dach des Übergangs vom Verwaltungs- zum Klassentrakt, wo die beiden Schulhausverwalter Jens Erbe und Matthias Schardt auf ein Zeichen von Schulleiter Stefan Ketter hin das neue Logo als Banner unter großem Applaus herunterließen und befestigten. Stefan Ketter betonte in seinen Worten, dass auch das neue Logo letztendlich ein Ergebnis der Zukunftskonferenz der Schule im Jahr 2016 sei und dem hier geäußerten Wunsch nach einer stärkeren Identifikation mit dem Philippinum Rechnung tragen solle. Er unterstrich, dass das Logo in einem langen Entscheidungsprozess entstanden sei und in dieser Form das einstimmige Placet aller Mitglieder der Arbeitsgruppe Schullogo gefunden habe. Hier waren neben dem Schulleiter selbst Dorothee Bonkowski, Frauke Nies, Caroline Pfrogner, Christa Leiting-Neutsch (Kollegium) sowie Eugen Rudolf Ancke (Wilinaburgia) und für die SV Markus Huth aktiv. Der besondere Dank Stefan Ketters galt Monika Hilt von der Werbeagentur Hilt-Griesbaum in Offenbach für die professionelle Beratung bei der Umsetzung des Vorhabens und der Wilinaburgia – vertreten durch den 1. Vorsitzenden Eugen Rudolf Ancke – für die finanzielle Unterstützung. Kurz darauf wurden bereits erste Schülerinnen und Schüler sowie Eltern in den mit dem neuen Logo bedruckten Philippinum-T-Shirts gesichtet, die an einem Stand in der Pausenhalle reißenden Absatz fanden. Auch Gerd Mathes, langjähriger stellvertretender Vorsitzender des Schulelternbeirats, bekam anlässlich seines Ausscheidens aus diesem Gremium von Schulleiter Stefan Ketter in der Kreissporthalle zum Abschied ein Shirt mit dem neuen Logo überreicht. Mathes betonte, dass er die gute und stets zielführende Zusammenarbeit mit der Schulleitung in besonders guter Erinnerung habe.
Auch ein kurzer Gewitterschauer konnte die gesamte Veranstaltung nicht maßgeblich beeinträchtigen und das bunte Treiben und die gelöste Stimmung überall auf dem Schulgelände waren Belege dafür, dass das Gymnasium Philippinum mit Projektwoche und Abschlussfest auf dem Weg zur „Schule als Lebensraum“ und zu einem neuen „Wir-Gefühl“ ein gutes Stück vorangekommen ist.

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Schüler der Klassenstufe 11 des Philippinum auf Exkursion in der Vulkaneifel

Christoph Bickel

Die Erdkundekurse der Klassenstufe 11 von Herrn Bickel, Frau Birkner und Herrn Hedrich konnten am 21. Juni 2017 eine ganztägige Exkursion in die Vulkaneifel unternehmen. Dabei haben die Schülerinnen und Schüler gemeinsam mit Herrn Volkwein, unserem Experten des Geoparks Westerwald-Lahn-Taunus, den Vulkanismus der Eifel genauer kennengelernt. Nach der Erarbeitung der theoretischen Sachverhalte Erdgeschichte, Vulkanismus und Klimageschichte im Unterricht war es für die Schüler und Schülerinnen nun möglich das Erlernte auch außerhalb des Klassenraumes zu erleben.
Ein zentraler Aspekt war dabei auch der Besuch des Deutschen Schieferbergwerkmuseums in Mayen. Hier konnten die Schülerinnen und Schüler die Erdgeschichte, den Eifelvulkanismus sowie den Schieferabbau am eigenen Leib erleben – und das bei kühlen Temperaturen.
Während einer Wanderung erläuterte Herr Volkwein anschließend anschaulich die Merkmale des Vulkanismus in der Landschaft. So konnten die Schüler beispielsweise am Ostufer des Laacher Sees aufsteigenden Gasbläschen (Mofetten) sehen, die darauf hinweisen, dass unter dem See noch vulkanische Aktivität vorhanden ist. An der 50 Meter hohen Wingertsbergwand konnten sie die Ablagerungen des Ausbruchs des Laacher See Vulkans vor 13.000 Jahren sehen und mit dem Geologenhammer nach seltenen Steinen suchen.
Durch die Exkursion konnten die im Unterricht gewonnen Erkenntnisse mit der Praxis verknüpft und somit auch vertieft werden. Die Fachschaft Erdkunde bedankt sich noch einmal herzlich für die Unterstützung durch die Wilinaburgia, die ein weiteres Mal die Geographie am GPW finanziell unterstütze!

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Siemens-Automatisierungs-Praktikum

Danilo Magdeburg

Zum nun sechsten Mal wurde vom 19. bis 22.6.2017 am Philippinum Weilburg von Siemens ein Automatisierungspraktikum durchgeführt. Patrick van der Stap, Ausbilder bei Siemens, hat zwölf ausgewählte Schülerinnen und Schüler der Jahrgangsstufe 11 vier Tage lang in die logische Programmierung zur Steuerung von Maschinen und Prozessen in Industrie und Heimautomatisierung eingeführt. Am Ende des praktischen Teils stellte er in einem Vortrag Siemens als Ausbildungsunternehmen vor und erläuterte die dualen Studienmöglichkeiten sowie die verschiedenen Arbeitsbereiche. Am vierten Tag des Workshops stand eine Exkursion zur Licher Privatbrauerei, die Siemens-Steuerungen einsetzt, auf dem Programm.


In über 30 anwendungsbezogenen Aufgaben, die die Schüler lösen mussten, beschäftigten sie sich z.B. mit einem über mehrere Schalter bedienbaren Flurlicht, einer Zugangskontrolle zu einer Tiefgarage, der Steuerung einer Hebebühne, der Temperaturüberwachung eines Kessels oder der Bedienung einer Flutlichtanlage.Mit Hilfe der Logo, einer von Siemens entwickelten Speicherprogrammierbaren Steuerung (SPS), konnten die Schüler ihre Programme testen und simulieren. Am Laptop konnten sie per Drag and Drop die notwendigen Bausteine (einfache UND-, ODER-, NICHT-Schaltungen, Selbsthalterelais, Einschaltverzögerungen, flankengetriggerte Wischrelais u.a.) auf die Programmieroberfläche ziehen und verbinden. Über Netzwerkkabel konnten dann die selbst erstellten Schaltpläne auf das Steuerungsmodul, das über ein Display sowie Ein- und Ausgänge verfügt, übertragen werden. In Partnerarbeit wurde drei Tage lang getüftelt, ausprobiert und simuliert, bis über einigen Tischen die Köpfe rauchten. Die hochmotivierten Schülerinnen und Schüler waren dieses Jahr so schnell, dass am dritten Tag des Praktikums noch Zeit blieb, eigene Steuerungsideen und -projekte zu entwickeln und umzusetzen. Hier konnten sie ihrer Kreativität freien Lauf lassen und Gelerntes anwenden – etwa für eine Ampelsteueranlage mit Notfallschaltung bei Rettungseinsätzen, für einen akustischen Countdown-Zähler oder für eine vom Ausbilder mitgebrachte autonome Sortieranlage. Herr van der Stap war dabei von einigen Schülern positiv überrascht, da sie auch reguläre, komplexere Aufgaben fürSiemens-Auszubildende ohne Vorwissen innerhalb von zwei Tagen gelöst hatten.

Bei der Exkursion konnten die Schüler beobachten, wie die einzelnen Prozesse der Flaschensortierung, -reinigung und -abfüllung in einander greifen. Beeindruckend war ein Roboter, der auf einem Laufband ankommende Kästen mit den unterschiedlichsten Flaschenformaten so umsortieren kann, dass sich anschließend in jeder Kiste die gleichen Flaschentypen befinden. Somit fanden die sonst theoretischen Aufgaben zur Sortierung einen realen Bezug. Im Automatisierungsbüro wurde den Schülern demonstriert, dass nicht nur der Prozess der Abfüllung, sondern auch der Brauvorgang von zwei Programmierern ständig am PC überwacht und optimiert wird.

Das Feedback der Schüler zum Praktikum war überwiegend positiv. Manche Aufgaben empfanden die Schüler als schwierig, aber herausfordernd. Herr van der Stap und die betreuenden Informatik-Lehrer Herr Lüdecke, Herr Magdeburg und Herr Langner waren von der Mitarbeit, der Motivation und der Konzentrationsfähigkeit der Schüler angetan. Sie hoffen, dass im nächsten Jahr das Praktikum (dann zum siebten Mal!) wieder stattfinden kann - vielleicht sogar mit einer Tagesexkursion zum Ausbildungsstandort von Siemens in Frankfurt.

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Gymnasium Philippinum zeichnet erstmalig herausragende Abiturientin mit MINT-EC-Zertifikat aus

Frank Bröckl

Carolin Ricarda Wehner vom Gymnasium Philippinum für ihre außergewöhnlichen MINT-Leistungen geehrt
Weilburg, 23.6.2017.

Als erste Schülerin der Schule wurde im Rahmen der Zeugnisvergabe Carolin Ricarda Wehner vom Gymnasium Philippinum mit dem MINT-EC-Zertifikat für ihre herausragenden MINT-Leistungen ausgezeichnet. Die Schule ist seit X Teil des nationalen Excellence-Schulnetzwerks MINT-EC und darf somit das deutschlandweit einzigartige MINT-EC-Zertifikat vergeben.

Das MINT-EC-Zertifikat bündelt und dokumentiert die Leistungen der Schülerinnen und Schüler in MINT während ihrer gesamten Schullaufbahn. Die Auszeichnung bietet Unternehmen und Hochschulen eine verlässliche, von den Schulsystemen der Bundesländer unabhängige Einordnung der Schülerleistungen und Bewertung der Anforderungsniveaus von Wettbewerben oder anderen außerschulischen MINT-Aktivitäten. Das MINT-EC-Zertifikat wurde zum Schuljahr 2014/2015 eingeführt und darf ausschließlich an Schulen des nationalen Excellence-Schulnetzwerks MINT-EC vergeben werden.

Schülerinnen und Schüler, die das MINT-EC-Zertifikat erhalten, müssen Mindestanforderungen in den drei Anforderungsfeldern: Fachliche Kompetenz, Fachwissenschaftliches Arbeiten und Zusätzliche MINT-Aktivitäten erfüllen. Je nach Leistungen wird das MINT-EC-Zertifikat mit den Prädikaten „Mit Erfolg“, „Mit besonderem Erfolg“ oder „Mit Auszeichnung“ verliehen.

Anerkannt wird die Auszeichnung von der Kultusministerkonferenz der Länder (KMK), der Hochschulrektorenkonferenz (HRK), der Fakultätentage der Ingenieurwissenschaften und der Informatik an Universitäten (4ING.), der Bundesvereinigung der Deutschen Arbeitgeberverbände (BDA) und dem Arbeitgeberverband Gesamtmetall.

MINT-EC – Das nationale Excellence-Schulnetzwerk
MINT-EC ist das nationale Excellence-Netzwerk von Schulen mit Sekundarstufe II und ausgeprägtem Profil in Mathematik, Informatik, Naturwissenschaften und Technik (MINT). Es wurde im Jahr 2000 von den Arbeitgebern gegründet und arbeitet eng mit deren regionalen Bildungsinitiativen zusammen. MINT-EC bietet ein breites Veranstaltungs- und Förderangebot für Schülerinnen und Schüler sowie Fortbildungen und fachlichen Austausch für Lehrkräfte und Schulleitungen. Das Netzwerk mit derzeit 267 zertifizierten Schulen mit rund 289.500 Schülerinnen und Schülern sowie 22.700 Lehrkräften steht seit 2009 unter der Schirmherrschaft der Kultusministerkonferenz der Länder (KMK). Hauptförderer von MINT-EC sind der Arbeitgeberverband Gesamtmetall im Rahmen der Initiative think ING. sowie die Siemens Stiftung und die bayerischen Arbeitgeberverbände vbm bayme / vbw.

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Verabschiedung des Abiturjahrgangs 2017

Frank Bröckl

136 Schülerinnen und Schüler aus acht Tutorgruppen haben in diesem Jahr am Gymnasium Philippinum ihr Abitur abgelegt. In der Kreissporthalle konnten sie in gewohnt feierlichem Rahmen aus der Hand ihrer Tutorinnen und Tutoren Julia Lorenzo Fernandez, Caroline Pfrogner, Ulrike Tielesch, Christoph Bickel, Carmen Rau, Dr. Martin Sobbe, Dr. Markus Horz und Jan Hooss das Zeugnis der allgemeinen Hochschulreife entgegen nehmen. Bei einem Notendurchschnitt von 2,46 stand in 35 Zeugnissen die „1“ vor dem Komma, bei 58 Zeugnissen die „2“.
In seinen Begrüßungsworten verglich Schulleiter Stefan Ketter den Weg zum Abitur mit einem Marathonlauf. Die Abiturientinnen und Abiturienten hätten die nötige Ausdauer bewiesen und auch schwierige Streckenabschnitte, besonders in den Klassen 8 und 9, gemeistert. Er würdigte in diesem Zusammenhang die Unterstützung durch das „Trainerteam“ des Kollegiums, die spezielle Vorbereitung durch die Tutorinnen und Tutoren für den „Sprint ins Ziel“ und nicht zuletzt die Unterstützung durch die Eltern auf der gesamten Wegstrecke. Ketters ganz besonderer Dank galt Elisabeth Hilt für ihre hervorragende Arbeit als Studienleiterin. 6 Jahre lang hat sie dafür gesorgt, dass die Abiturprüfungen reibungslos verlaufen. Das Landesabitur 2018 wird sie als Ruheständlerin erleben.
Renate Durek, Vorsitzende des Schulelternbeirats, verwies auf die großen inneren und äußeren Entwicklungen, die bei den jungen Erwachsenen vom Eintritt in das Gymnasium bis zum heutigen Tag zu verzeichnen seien. Wie ein guter Wein müsse auch die Persönlichkeit reifen, wobei dieser Prozess nie abgeschlossen sei. „Wagen Sie etwas Neues, haben Sie den Mut dazu!“, lautete ihr abschließender Rat und sie verwies auf Albert Einstein, der seiner Relativitätstheorie mit Ausdauer und der nötigen Beharrlichkeit schließlich doch noch Anerkennung verschaffen konnte.
Dr. Horst Klassen ließ in seinen Worten für die Wilinaburgia zahlreiche inner- und außerschulische Ereignisse aus dem Jahr seines eigenen Abiturs am Gymnasium Philippinum (1967) Revue passieren. So habe vor 50 Jahren erstmals ein Mädchen die Abiturrede halten dürfen. „Jeder hat die Pflicht, in seinem Leben den Platz zu suchen, auf dem er seiner Generation am besten dienen kann“. Dr. Klassen empfahl den Abiturientinnen und Abiturienten, auf dem weiteren Lebensweg Zivilcourage zu zeigen und die eigenen Fähigkeiten im Sinne dieses Zitats von Alexander Humboldt zu nutzen. Den „Fritz-Glöckner-Preis“ der Wilinaburgia für überdurchschnittliche Leistungen und vorbildliches Verhalten verlieh er an Hannah Rathschlag (Fachbereich I), Louisa Mathes (Fachbereich II) und Carolin Ricarda Wehner (Fachbereich III).
Christian Riedel als Vorsitzender des Gymnasialschulvereins betonte die gesellschaftliche Bedeutung von sozialem Engagement, dessen Stellenwert im Laufe der Jahre allerdings abgenommen habe. Es sei daher ein besonderes Anliegen des Fördervereins, Schülerinnen und Schüler zu würdigen, die zeigen, dass das Philippinum auch ein Ort der Entwicklung sozialer Kompetenzen ist. Lisa Baumbach,  habe hier nicht nur in ihrer Funktion als Schulsprecherin besondere Zeichen für andere gesetzt. Riedel zeichnete sie mit dem Sozialpreis des Gymnasialschulvereins aus.
Aus der Hand von Michael Glotzbach durfte Peer Ukleja den Preis des Konzertvereins entgegennehmen. Glotzbach würdigte besonders, dass sich der Abiturient in sämtlichen Musik AGs der Schule kontinuierlich engagiert habe und hier stets ein Muster an Zuverlässigkeit gewesen sei.
„Unsere Schulzeit hat uns in vielfache Weise geprägt“, konstatierte die nun ehemalige Schulsprecherin Lisa Baumbach in ihrer Rede für den Abiturjahrgang 2017 und stellte fest: „Jeder von uns wird nun seinen eigenen Weg gehen, auf den wir erworbenes Wissen und Freundschaften mitnehmen. Lasst uns dafür sorgen, dass von unserer Schulzeit mehr bleibt als nur Erinnerung“.
In Erinnerung bleiben werden der scheidenden Studienleiterin Elisabeth Hilt besonders die vielen unterschiedlichen Emotionen nach den letzten mündlichen Prüfungen, wie sie in ihrer Rede feststellte. Ihr war es in diesem Jahr vorbehalten, den Abiturjahrgang offiziell zu verabschieden. Als ihre schönste Aufgabe empfand sie stets, dass sie den Schülerinnen und Schülern nach dem bestandenen Abitur mit dem Überblick über den Leistungsstand als erste gratulieren konnte. „Verlernen Sie nicht, Fragen zu stellen“, lautete ihr abschließender Rat an den Jahrgang, dem sie als Biologin für das weitere Leben die Teamfähigkeit von Erdmännchen und das Organisationstalent der Ameisen wünschte.
Bevor Schulleiter Stefan Ketter zahlreichen Abiturientinnen und Abiturienten mit besonderen Preisen auszeichnete, würdigte er insgesamt 7 Schülerinnen für ihre außergewöhnlich guten Zeugnisse. Die „Traumnote“ 1,0 erreichten Carolin Wehner und Salome Tayefeh-Mahmoudi gefolgt von Ina Brodsky und Louisa Mathes (1,1) sowie Hannah Rathschlag, Isabella Holly und Katharina Schließer (1,2).
Das „CertiLingua-Zertifikat“ (Exzellenzlabel für mehrsprachige, europäische und internationale Kompetenzen) verlieh der Direktor an Salome Tayefeh-Mahmoudi und Katharina Schließer. Das internationale Französisch-Sprachzertifikat „DELF“ haben Hannah Mies und Julie Hülsemann auf dem Niveau B2 erworben. Julie Hülsemann hat außerdem das Land Hessen beim Literaturwettbewerb „Prix des lycéens allemands“ auf der Leipziger Buchmesse vertreten. Der Carl-Diercke-Preis“ des Verbandes der Deutschen Schulgeographen (Hessen) ging an Svenja Kitzel, den „DMV-Abiturpreis“ der Deutschen Mathematiker-Vereinigung bekam Ronja Kehr. Über den Hauptpreis der Deutschen Physikalischen Gesellschaft durfte sich Raik-Maurice Grune freuen, weitere Preise erhielten Philipp Heering, Joachim Stoll, Alexander Wagner und Jan Schmidt. Elias Schermuly wurde mit dem Preis der Gesellschaft Deutscher Chemiker ausgezeichnet, während Emilie Callen den schulinternen Preis im Fach Biologie zuerkannt bekam. Caroline Röller (Mathematik), Alexander Wagner (Physik) und Carolin Wehner (Informatik) erhielten den „Siemens-Abiturpreis 2017“, Carolin Wehner erfüllte als erste Schülerin der Schule die besonderen Anforderungen für das „MINT-EC-Zertifikat“.
Nach der Aushändigung der Abiturzeugnisse durch die Tutorinnen und Tutoren dankte Schulleiter Stefan Ketter abschließend dem Sekretariat und den Schulhausverwaltern für die Vorbereitung der Veranstaltung und schließlich dem Schulorchester (Leitung Oliver Blüthgen), dem Schulchor und den Philippinum Voices (beide Leitung Michael Glotzbach) sowie dem Holzbläsertrio Miriam Kops (Fagott), Philipp  Epstein (Klarinette) und Finn Kahmann (Oboe) für die beeindruckende musikalische Umrahmung der Veranstaltung.

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Luftballonaktion zum Lutherjahr

Frank Bröckl

„99 Luftballons auf ihrem Weg zum Horizont“ – Anders als im Popsong der Gruppe Nena aus dem Jahr 1983 beschrieben, waren bei der neuen Pausenaktion der AG „500 Jahre Reformation“ deutlich mehr  Ballons im Einsatz. Sie wurden auch nicht mit Helium befüllt auf die Reise geschickt, sondern erinnerten als orangefarbene und blaue Farbtupfer wie Perlen an einer Schnur aufgefädelt noch lange nach der Veranstaltung durch die Aufschrift „31. Oktober – Reformation feiern!“ und das Konterfei von Martin Luther an das Jubiläumsjahr dieses Ereignisses.
Viel Puste und Fingerfertigkeit benötigten die Religions- und Ethikkurse der Jahrgangsstufe 5 in den ersten beiden Schulstunden an diesem Mittwoch, galt es doch pro Gruppe 50 „Luther-Ballons“ aufzublasen, zu verknoten und mit einem blauen Wollfaden zu versehen. Kurz vor Beginn der ersten Pause ging es dann auf die große Wiese zwischen Parkplatz und Schulgebäude, wo die Reformations-AG um Carmen Rau, Dorothee Bonkowski und Christiane Glotzbach bereits -  von einem Baum abgehend - sternförmig Wollfäden entsprechend der Anzahl der Gruppen abgespannt hatte. Auf das Kommando von Christiane Glotzbach hin starteten 5 Schülerinnen und Schüler pro Gruppe nacheinander im Sinne einer Pendelstaffel Richtung Baum und versuchten in 2 Minuten so viele Ballons wie möglich am Faden zu befestigen. Süßer Lohn für den siegreichen Ethikkurs von Dorothee Bonkowski war eine große Portion Kekse, selbstverständlich im Luther-Konterfei. Am Ende der Veranstaltung wurden auch die restlichen Ballons an die Wollfäden geknotet und diese dann auf dem Schulgelände aufgespannt. Gespannt sein darf auch die Schulgemeinde und zwar auf die nächste Pausenaktion der AG „500 Jahre Reformation“, die dann nach den Sommerferien im August stattfinden wird.

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Karate-Prüfungen am GPW

Johannes Langner

Seit September 2016 gibt es am GPW im Rahmen der pädagogischen Mittagsbetreuung eine Sound-Karate-AG für Schüler der Klassen 5-7, die von Herrn Langner (3.Dan) geleitet wird. Karate ist eine auf Okinawa (Japan) entwickelte waffenlose Kampfkunst, in der die Übenden feste Schrittstellungen, Faustschläge, Fußtritte und Abwehrblöcke zur Selbstverteidigung erlernen. Auch Gymnastik, Dehnung, Kräftigung, Atmung, Meditation und der richtige Einsatz der Körper-Energien (Ki) sind wichtige Bestandteile des Trainings. Wenn die Techniken stark ausgeführt werden, dürfen die Übenden dazu einen Kampf-Schrei ausstoßen, was in der Sporthalle immer wieder für Heiterkeit sorgt. Für Schulen gibt es seit fast 20 Jahren das Konzept „Sound-Karate“, indem die Trainingsinhalte so vermittelt werden, dass eine Verletzungsgefahr durch Angriffstechniken für die Schüler nicht besteht. Die Schlagkraft der Bewegungen wird nicht am Partner, sondern mit Hilfe von Handpratzen und Bällen getestet.

Am Mittwoch, den 21.6.17 stellten acht Schüler der AG ihr Können unter Beweis und legten eine Gürtel-Prüfung erfolgreich ab. Zwei von ihnen sind nun Träger des weißen Gürtels (9.Kyu) und sechs Schüler Träger des gelben Gürtels (8. Kyu). Als Prüfer war Jens Bussweiler (4.Dan) angereist. Er ist selbst Schüler am GPW gewesen und hat 1996 hier sein Abitur abgelegt. Er war im Jahr 2000 und 2002 Deutscher Meister in der Disziplin Kata-Team und ist heute als promovierter Sportwissenschaftler ein gefragter Trainer in ganz Deutschland. Er zeigte sich mit den Leistungen der Schüler, die teilweise etwas aufgeregt waren, zufrieden und lobte am Ende alle Teilnehmer, insbesondere Alina Buschky als besten Prüfling.

Finanziell unterstützt wurde die Veranstaltung durch den Ehemaligenverein der Schule, die Wilinaburgia.

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Schulsportfest

Frank Bröckl

10 koordinativ anspruchsvolle und sehr unterschiedliche Spielstationen mit hohem Aufforderungscharakter warteten beim diesjährigen Sport- und Spielfest auf die Klassen der Jahrgänge 5-7. Aufgrund der Projektwoche entfiel in diesem Jahr das Sportfest für die Jahrgangsstufen 8-12. Schülern und Lehrern war bei Schweiß treibenden Temperaturen gleichermaßen die Erleichterung darüber anzumerken, dass die Veranstaltung in den beiden noch relativ kühlen Hallen stattfand. Während beim Zielwerfen von Frisbee und Basketball vor allen Dingen Präzision gefragt war, galt es beim Klassiker „Eierlaufen“ die richtige Mischung zwischen Schnelligkeit und Laufruhe zu finden, um bei der als Pendelstaffel durchgeführten Übung nicht einen der beiden auf zwei Suppenlöffeln zu transportierenden Tennisbälle beim Überqueren der Klapphürde zu verlieren. Eine ruhige Hand war auch bei der Station „Hallengolf“ gefragt. Hier war zu beobachten, wie doch zahlreiche Schülerinnen und Schüler den Hockeyball mit dem Schläger im Stile eines Tiger Woods ein ums andere Mal souverän in der in 10 Metern Entfernung aufgestellten Bananenkiste versenkten. Empfindliche Nasen registrierten im Vorraum der Kreissporthalle ein leichtes Müffeln, durften doch beim „Bierdeckelrennen“ die Pappscheiben nur mit den bloßen Füßen weiter gegeben werden. Gefragt war bei allen Stationen neben individuellem Geschick und Schnelligkeit vor allen Dingen Teamgeist. Obwohl der Spaß eindeutig im Vordergrund stand, war doch der sportliche Ehrgeiz durchaus vorhanden und so wurde die abschließende Siegerehrung in der Kreissporthalle und die Bekanntgabe der Jahrgangswertung mit Spannung erwartet. In der Klassenstufe 5 gewann die Klasse 5a vor den Klassen 5b, 5c, 5d und 5e auf den weiteren Plätzen, während im Jahrgang 6 die 6b vor der 6a und der 6d (beide Platz 2) sowie der 6c und der 6e das Rennen machte. Bei den Siebtklässlern hatte die 7c die Nase vorn und platzierte sich vor der 7a, der 7e und der 7d (beide Platz 3) sowie der 7b. Unter großem Applaus kamen die jeweiligen Klassensprecher nach vorne und durften aus der Hand von Schulsportleiter Christof Trümner nicht nur eine Urkunde, sondern auch attraktive, von der Wilinaburgia gesponserte Preise entgegen nehmen, darunter ein Eisgutschein, den die jeweiligen Siegerklassen in der Mensa einlösen dürfen.
 Christof Trümner bedankte sich am Ende der Veranstaltung noch einmal sehr herzlich bei Mitorganisator Philip Dörnte, aber auch bei der gesamten Fachschaft Sport. Anerkennende Worte gab es aber auch für den Leistungskurs Sport 12 von Frank Bröckl für die Mithilfe bei der Durchführung der Veranstaltung und nicht zuletzt für das vorbildliche Engagement der Schülerinnen und Schüler.

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Besuch aus Colmar-Berg

Silke Balkhausen-Pohlner

Bereits zum zehnten Mal besuchte eine Schülergruppe aus Weilburgs Partnergemeinde Colmar-Berg das Gymnasium Philippinum und verbrachte drei ereignis- und erlebnisreiche Tage an der Lahn. „Ich freue mich sehr, dass der Schüleraustausch mit Colmar-Berg schon seit vielen Jahren fester Bestandteil des Austauschprogramms unserer Schule ist und wünsche euch und euren beiden Lehrerinnen eine schöne Zeit in Weilburg“, formulierte Schulleiter Stefan Ketter in Richtung der Sechstklässler bei seiner kurzen Begrüßung am Kletterbaum. Sein besonderer Dank galt den beiden Hauptverantwortlichen auf Seiten des Philippinum, Silke Balkhausen-Pohlner und Evelyn von Seggern.

Nach einigen Spielen zum Kennenlernen und einer kurzen Schulführung ging es dann nach der anstrengenden Busfahrt mit den Gastfamilien zunächst nach Hause. Am darauf folgenden Tag wartete schon früh am Morgen der Bus nach Wetzlar, wo sich Gäste und deutsche Gastgeber nach einem Altstadtrundgang durch das Dunkelkaufhaus führen ließen. Wer hier nicht fündig geworden war, konnte seine Shoppingbedürfnisse anschließend im Forum stillen. Der Nachmittag war wieder dem Aufenthalt in den Gastfamilien und dem Kennenlernen der deutschen Lebensart vorbehalten. Stadtrallye, Schlossführung und Empfang durch Bürgermeister Hans-Peter Schick im Bergbaumuseum: Nach diesen Höhepunkten am dritten Tag hieß es nach einem gemeinsamen Mittagessen in der Mensa bereits wieder Abschied nehmen. Doch der wird nur von kurzer Dauer sein, denn der Gegenbesuch der Weilburger in Colmar-Berg ist bereits für Ende Juni geplant.

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Russisch lernen mit allen Sinnen

Rita Heun

Zum Ende des Schuljahres hat der Russischkurs WU 9 des Gymnasiums Philippinum seinen Unterricht an einen anderen Lernort verlegt: In die Gaslehrküche der Stadtwerke Weilburg. Hier ging es darum, beliebte russische Speisen einmal selbst zu kochen.
Zusammen mit Russischlehrerin Rita Heun zauberten die Schüler in mehreren Teams leckere Pelmeni (gefüllte Teigtaschen, mit Fleisch oder vegetarisch), Salat und als süßen Nachtisch frittierte Krebli.
Die Schüler hatten alles vorher selbständig geplant und eingekauft, einige brachten auch passende russische Kochgeräte mit, zum Beispiel eine Pelmeniza. Es schmeckte richtig lecker und alle waren sich einig: Man sollte den Unterricht öfter in dieser Form gestalten!

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Mai 2017

„Liebe mit Hindernissen“ – Darstellendes Spiel präsentiert Ergebnisse

Dr. Wolfgang Jordan

Am Abend des 31.05.2017 zeigte der WU-Kurs Darstellendes Spiel in der Aula des GPWs sein in diesem Schuljahr erstelltes Stück. Unter der Leitung von Christine Bill und Wolfgang Jordan erarbeiteten die 13 Schülerinnen und Schüler der Jahrgangsstufe 9 eine Szenencollage zum Thema „Liebe mit Hindernissen“. Die Eigenproduktion beinhaltete einzelne, aber lose miteinander verbundene Geschichten rund ums Thema Liebe. Dabei blieb die Gruppe nicht auf die Lebenswelt heutiger Schüler beschränkt. So reichte der Spannungsbogen vom ersten Kennenlernen beim zufälligen Anrempeln oder beim Speed-Dating über den lustlosen Umgang miteinander in einer abgenutzten Beziehung bis hin zur gnadenlosen Trennung per K.O.-Schlag. Hier trafen gleichgesinnte Boxer beim „Herzschlag“ ebenso aufeinander wie maskierte Hochstapler beim „blind-date“ unter Papiertüten. Jene facettenreiche Darstellung der Ups und Downs amouröser Angelegenheiten wurde mit viel augenzwinkerndem Humor und einigen Anspielungen auf Literatur und Film dargebracht. Unterbrochen wurde das Ganze von drei Parodien auf Werbung von Dating-Agenturen und einer surrealen Traumsequenz. Alle Spieler verliehen den dargestellten Figuren lebendige Authentizität und emotionale Tiefe. Denn auch in diesem Jahr konnte die Gruppe wieder unter Beweis stellen, was sie im Schauspielunterricht erlernt hatte: Dem entsprechend kamen Ansätze des biographischen Theaters und des Tanztheaters, die Einbeziehung des Publikums, chorische Elemente, Spiel mit Masken und Erwartungen und vieles mehr zum Einsatz. Mit ausgiebigem Applaus quittierte schließlich das dankbare Publikum die Präsentation der Schülerinnen und Schüler und es tat der Stimmung keinen Abbruch, dass der Abend aufgrund eines Fehlalarms erst verspätet beginnen musste.

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„Liebe mit Hindernissen“ – Darstellendes Spiel präsentiert Ergebnisse

Wolfgang Jordan

Am Abend des 31.05.2017 zeigte der WU-Kurs Darstellendes Spiel in der Aula des GPWs sein in diesem Schuljahr erstelltes Stück. Unter der Leitung von Christine Bill und Wolfgang Jordan erarbeiteten die 13 Schülerinnen und Schüler der Jahrgangsstufe 9 eine Szenencollage zum Thema „Liebe mit Hindernissen“. Die Eigenproduktion beinhaltete einzelne, aber lose miteinander verbundene Geschichten rund ums Thema Liebe. Dabei blieb die Gruppe nicht auf die Lebenswelt heutiger Schüler beschränkt. So reichte der Spannungsbogen vom ersten Kennenlernen beim zufälligen Anrempeln oder beim Speed-Dating über den lustlosen Umgang miteinander in einer abgenutzten Beziehung bis hin zur gnadenlosen Trennung per K.O.-Schlag. Hier trafen gleichgesinnte Boxer beim „Herzschlag“ ebenso aufeinander wie maskierte Hochstapler beim „blind-date“ unter Papiertüten. Jene facettenreiche Darstellung der Ups und Downs amouröser Angelegenheiten wurde mit viel augenzwinkerndem Humor und einigen Anspielungen auf Literatur und Film dargebracht. Unterbrochen wurde das Ganze von drei Parodien auf Werbung von Dating-Agenturen und einer surrealen Traumsequenz. Alle Spieler verliehen den dargestellten Figuren lebendige Authentizität und emotionale Tiefe. Denn auch in diesem Jahr konnte die Gruppe wieder unter Beweis stellen, was sie im Schauspielunterricht erlernt hatte: Dem entsprechend kamen Ansätze des biographischen Theaters und des Tanztheaters, die Einbeziehung des Publikums, chorische Elemente, Spiel mit Masken und Erwartungen und vieles mehr zum Einsatz. Mit ausgiebigem Applaus quittierte schließlich das dankbare Publikum die Präsentation der Schülerinnen und Schüler und es tat der Stimmung keinen Abbruch, dass der Abend aufgrund eines Fehlalarms erst verspätet beginnen musste.

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Philippinum in Bonn für Europäisches Schulprojekt (Erasmus+) als ‚Success Story 2016‘ gewürdigt

Barbara Klaas

In Bonn fand am 18. und 19. Mai 2017 die zweitägige europäische Tagung "Best practice results from Erasmus+", an der mehr als 200 Projektvertreter und Experten aus 33 europäischen Staaten teilnahmen, statt. Es ging um die positiven Wirkungen europäischer Austauschprojekte auf Schule und Unterricht. Ausgerichtet wurde die Tagung vom PAD, der als Nationale Agentur für den Schulbereich das Programm Erasmus+ in Deutschland umsetzt.
Während der Veranstaltung erhielten Vertreterinnen und Vertreter der elf deutschen Projekte, die besonders herausragten, durch den Pädagogischen Austauschdienst (PAD) des Sekretariats der Kultusministerkonferenz eine Auszeichnung als "Success Stories". Kriterien für die Auswahl waren neben Innovation und Nachhaltigkeit auch die Wirkung und Übertragbarkeit einzelner Projektteile sowie die bildungspolitische Relevanz der Projekte.
Das Philippinum wurde in diesem Rahmen für sein KA1Projekt Verbesserung der sprachlichen und ICT-Fähigkeiten und der interkulturellen Kenntnisse von Nichtsprachlehrern und Sprachlehrern zur Förderung des bilingualen Unterrichts und der Internationalisierung des fachspezifischen Curriculums ausgezeichnet. Barbara Klass nahm als Projektkoordinatorin stellvertretend für alle beteiligten Kolleginnen und Kollegen die Auszeichnung entgegen.
"Sie alle haben die Ziele von Erasmus+ in besonderer Weise erfüllt und zeigen als Beispiele guter Praxis, wie Schulen zur Erfolgsgeschichte des Programms beitragen", würdigte die Stellvertretende Generalsekretärin der Kultusministerkonferenz Heidi Weidenbach-Mattar die Arbeit.
Während der Tagung wurden anschließend in Workshops zahlreiche Beispiele guter Praxis aus dem Bereich von Schule und Unterricht aus ganz Europa vorgestellt und diskutiert. Die europäischen Austauschprojekte befassten sich mit Fragen der Inklusion, der Qualität des Unterrichts in den Fächern Mathematik, Informatik, Naturwissenschaften und Technik (MINT), der Lehreraus- und -fortbildung oder der Vermittlung von Werten wie Demokratie und Toleranz. In Diskussionsrunden ging es zudem um die Wirkungen von Erasmus+ und Möglichkeiten der Teilnahme von Schulen.
"Das Programm  Erasmus+ bleibt eine Erfolgsgeschichte, wenn weiterhin viele Schulen Austauschprojekte durchführen. Angesichts der aktuellen Entwicklung auf unserem Kontinent sollten wir nicht nachlassen in unseren Bemühungen, möglichst vielen Schülerinnen und Schülern europäische Erfahrungen zu ermöglichen", betonte Weidenbach-Mattar zur Eröffnung der Tagung.

Link zu den inhaltlichen Zusammenfassungen der Success Stories 2016
www.kmk-pad.org/praxis/beispiele-guter-praxis/erasmus-success-stories.html

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PÄM Klettern – Unterstufenschüler bestehen DAV-Kletterschein

Christoph Bickel

Trotz des kurzen zweiten Halbjahres konnten nun wieder im Rahmen des Kletterangebots der Pädagogischen Mittagsbetreuung (PÄM) „Klettern - Vertrauen in sich und andere gewinnen“ acht Schülerinnen und Schüler der Klassen 5 den Kletterschein „Toprope indoor“ des Deutschen Alpenvereins (DAV) erwerben.
Der Erwerb dieses Scheines an der künstlichen Kletterwand der Kreissporthalle bildet das Ziel der gemeinsamen Unterrichtsarbeit, in deren Rahmen Verantwortungsbewusstsein und Vertrauen in sich und die Kletterpartner geschult wurden sowie Kletter- und Sicherungstechniken kennengelernt und eingeübt wurden.
Zum Bestehen der Prüfung mussten die Schüler nachweisen, dass sie die wichtigsten Seilkommandos, Knoten und Kletterregeln beherrschen sowie selbstständig klettern können. Außerdem mussten sie den sogenannte „Partner-Check“, das gegenseitige Überprüfen von Kletter- und Sicherungspartner vor dem Klettern, demonstrieren.
Die Schülerinnen und Schüler des GPW haben nun die Möglichkeit den von Betreibern künstlicher Kletterhallen geforderten Nachweis über das Beherrschen von Kletter- und Sicherungstechniken vorzulegen, um eigenständig klettern zu dürfen.
Als Belohnung durften die Teilnehmer ihr Können an den Eschbacher Klippen am Naturfels austesten und Erfahrungen außerhalb der Halle sammeln.
Kletterlehrer Christoph Bickel gratuliert allen Schülern zur bestandenen Prüfung und wünschte ihnen viel Spaß und Unfallfreiheit in der Vertikalen!

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Gymnasium Philippinum startet in das Jubiläumsjahr der Reformation

Frank Bröckl

500 Jahre Reformation - Mit einer ganzen Reihe von Aktionen will die Fachschaft Evangelische Religion des Gymnasium Philippinum die Schülerinnen und Schüler im Jubiläumsjahr 2017 auf die Reformation und ihre Auswirkungen bis heute aufmerksam machen. Der Startschuss erfolgte nun am 17. Mai in der ersten großen Pause.
Unter der Leitung von Christiane Glotzbach intonierte eine aus Schülern und Lehrern bestehende zwölfköpfige Bläsergruppe an drei verschiedenen Standorten – vor dem naturwissenschaftlichen Trakt, in der Pausenhalle und vor dem Pavillon – das Kirchenlied „Eine feste Burg ist unser Gott“. Musik und Text werden dem Reformator Martin Luther zugeschrieben. Zuvor hatte bereits eine Durchsage die Schulgemeinde auf das Jubiläumsjahr hingewiesen und zur Teilnahme an der Aktion „Meine These 2017“ aufgerufen. Der Legende nach hat Martin Luther am 31. Oktober 1517 an der Schlosskirche zu Wittenberg seine 95 Thesen gegen den Ablasshandel und die Ablasspraxis der damaligen Kirchenvertreter angeschlagen. Die gesamte Schulgemeinde ist aufgerufen, selbst eine These zu gesellschaftlichen, politischen oder sozialen Aspekten zu verfassen, deren Umsetzung die Welt heute  verbessern oder verändern könnte. „Eine Jury wird die 95 interessantesten Thesen auswählen und prämieren, sofern die These unter Angabe des Namens abgegeben wurde. Unabhängig davon werden sämtliche eingegangenen Thesen am 1. November 2017 im Rahmen unseres Projekttages zur Reformation, der den Höhepunkt unserer Aktionen darstellt, an der Schule ausgehängt“, so Carmen Rau von der AG „500 Jahre Reformation“, der außerdem noch Dorothee Bonkowski und Christiane Glotzbach angehören.
Bis dahin darf man jeden Monat auf eine neue Pausenaktion gespannt sein, die auf die Reformation aufmerksam macht und zum Mitmachen auffordern wird. Bereits jetzt sind im Medien- und Lernzentrum zwei „Reformationsfenster“ zu bestaunen, die bis zum 1. November immer wieder neu gestaltet werden. Im September ist eine Lesung für die Klassenstufe 9 geplant, darüberhinaus wird es am 14. September einen Abendvortrag zum Thema geben. Ein weiterer Vortrag am Abend des großen Projekttages „Luther und seine Zeit“ (1. November) markiert dann das Ende der Aktionen zum Jubiläumsjahr der Reformation am Gymnasium Philippinum.

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Vernissage des Leistungskurses Kunst

Ulrike Tielesch

Mit einer beeindruckenden Vernissage im Foyer des Gymnasiums haben sich 14 angehende Abiturientinnen und Abiturienten des Leistungskurses Kunst der Klassenstufe 13 auf sehr individuelle Weise von ihrer bald ehemaligen Schule verabschiedet. Nach der Begrüßung durch Kursleiterin Ulrike Tielesch bestand für die zahlreich erschienenen Gäste reichlich Gelegenheit sich einen Überblick über die imposanten Exponate zu verschaffen, die in vier Halbjahren aus den unterschiedlichsten Themengebieten heraus im Rahmen des Unterrichts entstanden waren. Die äußerst vielfältigen   Arbeiten der jungen Künstlerinnen und Künstler präsentierten dem Auge des Betrachters dabei ein breites Spektrum an Kunst -  von Fotografien über Collagen bis hin zu Skulpturen und Bildern - und bestachen besonders durch ihre Ausdrucksstärke. So spiegelten im Themenbereich „Lebensbilder“ die Werke sehr deutlich Emotionen wie Angst und Glück, aber auch Wünsche wider. Bei der Umsetzung der vorgegebenen Kursthemen mit verschiedenen Medien hatten Museumsbesuche in Wiesbaden und auf der Studienreise in Paris für zusätzliche Inspiration gesorgt.

Folgende Schülerinnen und Schüler waren beteiligt: Hannah Rathschlag, Lisa Baumbach, Laura Meng, Selina Neef, Kim Zimmerschied, Josi Habel, Jana Fischer, Sophia Feldmann, Marc Börner, Ronja Kehr, Alyssa Knecht, Julie Hülsemann, Johanna Klein und Tim Schönwetter.

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Philippinum belegt Platz 2 im Regionalentscheid

Frank Bröckl

Beim Regionalentscheid Fußball im Rahmen des Schulwettbewerbs „Jugend trainiert für Olympia“ haben sich die jüngsten Fußballer des Gymnasium Philippinum ausgezeichnet geschlagen. Auf der Sportanlage in Reichelsheim verpasste die Mannschaft in der Wettkampfklasse IV (Jahrgänge 2005-2007) im Turnier der vier Kreissieger nur denkbar knapp den Sprung zum Landesfinale.
Bereits im ersten Spiel des Turniers mussten die von Sportlehrer Philip Dörnte und Sport- Leistungskursschüler Simon Gras betreute Mannschaft gegen den späteren Sieger, die Henry-Benrath-Schule aus Friedberg, antreten. Aufgrund mangelnder Konzentration ging der vor jedem Spiel ausgetragene Vielseitigkeitswettbewerb, der die Grundfertigkeiten Dribbling, Passen und Torschuss abprüft, prompt verloren, sodass man mit der Hypothek eines Rückstandes von 0:1 in das eigentliche Fußballspiel gehen musste. Ein denkbar unglückliches Eigentor gleich zu Beginn der Partie verhalf hier dem Gegner zum vorentscheidenden 2:0. Zu allem Überfluss verletzte sich auch noch Torhüter Deniz Schaaf, doch Ersatzmann Alexander Mamykin sollte sich im weiteren Verlauf als glänzender Ersatz erweisen. Trotz des zwischenzeitlichen Anschlusstreffers durch Leon Sluka ließ sich Friedberg nicht mehr die Butter vom Brot nehmen und erhöhte Mitte der zweiten Hälfte zum Endstand von 3:1. Ob die taktischen Umstellungen des Trainerteams oder die für einen Sieg in Aussicht gestellten Waffeln für die Mannschaft die entscheidende Wende brachten, bleibt Spekulation: Nach dem gewonnenen Vielseitigkeitswettbewerb gegen das Gymnasium Oberursel liefen die Weilburger Jungs im Spiel richtig heiß und schickten den Gegner nach je 2 Treffern von Leon Sluka und Moritz Fuhrländer und einer kämpferisch und spielerisch beeindruckenden Vorstellung mit dem Gesamtergebnis von 5:0 vom Platz. Besonders bitter für Oberursel war, dass auch der kurz vor Schluss zugesprochene Neunmeter nicht zum Ehrentreffer genutzt werden konnte.
Auch im letzten Spiel des Turniers gegen die Alexander-von-Humboldt-Schule aus Aßlar geriet der Motor des Weilburger Angriffspiels nicht ins Stottern. Erneut konnte man den Vielseitigkeitswettbewerb für sich entscheiden und den 1:0-Vorsprung durch zwei Treffer von Maxi Roos rasch auf 3:0 ausbauen. Als einziges Manko sollte sich die Chancenverwertung erweisen, ließ man vorne doch fünf hundertprozentige Möglichkeiten ungenutzt, während die ansonsten sehr sattelfeste Abwehr um Linus Armbruster der Humboldtschule einen Gegentreffer gestattete.
In der Endabrechnung durfte sich jedoch die Henry-Benrath-Schule aus Friedberg nach drei gewonnenen Spielen zu recht über den Einzug in die Finalrunde auf Landesebene freuen.

„Die Jungs haben mich spielerisch, kämpferisch und vom gesamten Verhalten im Turnier her begeistert“, bilanzierte Sportlehrer Philip Dörnte abschließend. „Ich bedanke mich ganz besonders bei Simon Gras aus dem Leistungskurs Sport für die Unterstützung bei der Betreuung der Mannschaft“.
Für Weilburg spielten: Linus Armbruster, Moritz Fuhrländer, Samuel Georgi, Mert-Kaan Kücük, Alexander Mamykin, Maximilian Roos, Deniz Schaaf, Konstantin Schulz, Leon Sluka, William Velte

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Französisch auf Rädern am Philippinum

Ulrike Fuhrmann-Grote

Das FranceMobil ist wieder on Tour: Auch für die Schülerinnen und Schüler der Klassenstufe 7 des Gymnasium Philippinum mit Französisch als zweiter Fremdsprache legte das rollende Kulturinstitut  einen Zwischenstopp ein. Lektor Hakim Benbadra – seit 7 Monaten in Hessen unterwegs zu Schulen und Ausbildungsstätten -  wurde mit seinem mit Materialien vollgepackten Renault Kangoo begeistert empfangen. Den Kontakt hatte Französischlehrerin Ulrike Fuhrmann-Grote hergestellt.
Mit Unterstützung der Robert Bosch Stiftung haben das Deutsch-Französische Jugendwerk und das Institut francais Deutschland im September 2016 den Startschuss für insgesamt zwölf französische Lektorinnen und Lektoren gegeben, die mit ihren von Renault Deutschland bereitgestellten Fahrzeugen ein Jahr lang durch Deutschland fahren, um spielerisch für die französische Sprache und Kultur zu begeistern. Die Vermittlung eines zeitgemäßen Frankreichbildes gehört ebenfalls zu ihren Aufgaben.  
Das Programm FranceMobil, das mit seinen Aktionen und Angeboten bisher über eine Million Schüler an über 13.000 Schulen in Deutschland erreicht hat, wurde 2002 von der Robert Bosch Stiftung und der Französischen Botschaft in Berlin ins Leben gerufen. FranceMobil steht – ebenso wie sein Pendant mobiklasse.de in Frankreich – unter der Schirmherrschaft von Olaf Scholz, erster Bürgermeister Hamburgs und Bevollmächtigter für deutsch-französische kulturelle Zusammenarbeit sowie Najat Vallaud-Belkacem, Ministerin für Bildung, Hochschulen und Forschung in Frankreich.
Beide Programme wurden für ihr vorbildliches Engagement in der deutsch-französischen Zusammenarbeit mit dem Adenauer-de-Gaulle-Preis ausgezeichnet.  

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Button-Aktion der SV

Frank Bröckl

„Einer für alle, alle für einen!“ – Unter diesem Motto hat die SV hat mit einer Button-Aktion ein deutliches Zeichen gegen Rassismus gesetzt. „Die Mini-SV hat mit großem Engagement Anti-Rassismus-Buttons entworfen. Diese gab es gratis beim Kauf eines normalen Buttons dazu. Alle Buttons durften selbst bemalt und beklebt werde“, so Verbindungslehrerin Stephanie Pulz. Damit ist das Gymnasium Philippinum auf dem Weg zur Anerkennung als „Schule mit Courage, Schule gegen Rassismus“ wieder einen Schritt weiter. Die Aktion ist im Rahmen der von der SV vor einiger Zeit durchgeführten Unterschriftenaktion zu sehen, bei der sich über 70% der Mitglieder der Schulgemeinde unter anderem dafür ausgesprochen haben, dass es zukünftig ein zentrales Anliegen des Gymnasium Philippinum sein soll, Projekte, Initiativen und Aktionen zu entwickeln, um Diskriminierungen jeglicher Art - insbesondere Rassismus - zu überwinden.
Darüberhinaus haben die in der SV engagierten Schülerinnen und Schüler mit dieser Aktion nach eigener Aussage auch eine verbesserte Identifikation der Schülerschaft mit dem Philippinum und eine Stärkung des Wir-Gefühls angestrebt.

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Wer springt am weitesten?

Frauke Nies

Erfolgreiche Teilnahme am Känguru-Wettbewerb 2017
Wie auch in den vergangenen Jahren stieß der Känguru-Wettbewerb auf großen Zuspruch an unserer Schule. Insgesamt 130 Schülerinnen und Schüler, verteilt über alle Jahrgangsstufe, stellten sich am 16. März der Herausforderung, möglichst viele Multiple-Choice-Aufgaben zum Knobeln, Rechnen und Schätzen richtig zu lösen. Dieser Wettbewerb ist ein Wettstreit, bei dem es nur Gewinner gibt, denn alle Teilnehmer erhielten in der vergangenen Woche eine Urkunde und ein Knobelspiel.
Zusätzlich kann sich unsere Schule in diesem Jahr über acht Schülerinnen und Schüler freuen, die in ihrer Jahrgangsstufe erste, zweite und dritte Plätze erreichten und somit zu den besten ihrer Altersklasse zählen. Für ihre guten Leistungen erhalten sie im Rahmen der Ehrungen am Schuljahresende Büchern, Spielen oder T-Shirts. Die höchste Punktzahl an unserer Schule und auch den weitesten Kängurusprung, d.h. die größte Anzahl von aufeinanderfolgenden richtigen Antworten, erreichte in diesem Jahr Lennart Rücker (8a). Herzlichen Glückwunsch!
Einen Sonderpreis – in Form von einer süßen Überraschung - erhielt in diesem Jahr die Klasse 7b, die mit insgesamt 19 Schülerinnen und Schülern die Klasse mit den meisten Teilnehmern war. SUPER!
Weitere Informationen zum Wettbewerb findet man unter www.mathe-kaenguru.de

Und nicht vergessen: Am 15. März 2018 springt wieder das Känguru!

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GPW-Schüler auf Austauschfahrt in Baschkirien

Rita Heun

Zwölf Schüler des Gymnasiums Philippinum Weilburg machten sich mit ihren Lehrerinnen Rita Heun (Russischlehrerin) und Kornelia Griebel-Klein auf große Fahrt ins russische Ufa, einer Millionenstadt am Rande des Uralgebirges, mehr als tausend Kilometer südöstlich von Moskau. Es war der Gegenbesuch beim Gymnasium Nr. 3, die im Juni 2016 in Weilburg waren.
Nach einem spannenden Zwischenstopp in Moskau mit Besichtigung der berühmtesten Sehenswürdigkeiten wie Kreml, Roter Platz und Arbat ging es am nächsten Abend weiter nach Ufa, wo es einen herzlichen Empfang durch die Gastfamilien gab. Gleich bei der ersten Schulbesichtigung konnten die GPW-Schüler viele Unterschiede zu ihrem eigenen Gymnasium feststellen: Es gibt eine Kantine mit eigenen Köchinnen, jeder Lehrer hat seinen festen Fachraum, die Schüler wechseln in der Schule die Schuhe und tragen Uniform, und die Schule ist videoüberwacht. Allerdings gibt es dort auch Platzsorgen, weshalb der Unterricht in zwei Schichten durchgeführt wird: eine von 8-14 Uhr, die andere von 14-20 Uhr!
Neben Unterricht und gemeinsamen Kunst- und Musikstunden standen viele interessante Ausflüge auf dem Programm. Im Planetarium bot man eine Vorführung in deutscher Sprache, im Museum Intellektus gab es viel zu experimentieren, für die Fitness konnte man etwas in der Trampolinhalle Flypark oder im Fitnessstudio tun. Spaß machte auch gemeinsames Schlittschuhlaufen und Bowling. Beim gemeinsamen Kochen unter Anleitung im Café Wilka (= Gabel) wurden leckere Schnitzel und Apfelstrudel selbst zubereitet und mit Genuss verzehrt. Die vielen Parks luden zum Bummeln und Riesenradfahren ein, sogar eine abendliche Ballettaufführung von Tschaikowskis Schwanensee wurde uns geboten.
Die Verständigung funktionierte auf Russisch, Englisch, Deutsch und natürlich auch mit Händen und Füßen, war aber nie ein Problem. Einige der deutschen Teilnehmer haben Russisch als dritte Fremdsprache am GPW, die russischen Austauschschüler können alle Deutsch.
Ufa ist die Hauptstadt von Baschkirien (Baschkortostan). Neben Russen, Baschkiren und Tataren leben dort Angehörige vieler weiterer Minderheiten, darunter auch Deutsche. Ein wichtiges Thema des Austausches war darum auch das friedliche Zusammenleben von Menschen vieler verschiedener Nationalitäten. Neben dem offiziellen Programm lernten die GPW-Schüler das Leben ihrer russischen Gastgeber kennen, waren mit auf der Datscha, in der Banja oder bei der Babuschka.
Russland verbinden in Deutschland viele Menschen mit Kälte, tatsächlich wird es jedoch im Sommer auch sehr heiß. Im Sommer wird manchmal der Asphalt flüssig, im Winter friert der Fluss  zu und ab Minus 32 Grad haben die Schulkinder kältefrei. Während der Reise war angenehmer Frühling, der auch schon 25 Grad aufzubieten hatte. Viel zu schnell kam der Tag des Abschieds. Es waren neue Freundschaften geknüpft und gefestigt worden. Mit den neuen Medien ist es heute kein Problem mehr, den Kontakt zu halten. Viele Teilnehmer kommunizieren regelmäßig, spielen online zusammen, einige planen schon den nächsten privaten Besuch.
Gerade in politisch schwierigen Zeiten ist es besonders wichtig, den Kontakt zwischen den Menschen zu pflegen und auszubauen. Deshalb trägt der Russlandaustausch am GPW zur Völkerverständigung und Freundschaft sowie zum Abbau von Vorurteilen bei. Der Dank geht an das Goethe-Institut, das die Verbreitung der deutschen Sprache im Ausland fördert, ohne dessen großzügige finanzielle und organisatorische Unterstützung ein solcher Austausch nicht durchführbar wäre.

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Europa an Gpw

Julia Rosenkranz und Selina Volk

Im Rahmen der Europawoche organisierte der PoWi – LK des Gymnasium Philippinum Weilburg am 8. Mai eine Podiumsdiskussion, in der die Schülerinnen und Schüler der Jahrgangsstufe 12 die Möglichkeit bekamen, Fragen rund um die Zukunft der EU zu stellen. Eingeladen waren der Europa Abgeordnete Michael Gahler von der EVP und der Bundestagsabgeordnete  Dr. Hans – Joachim Schabedoth von der SPD. Nach den Erfahrungen mit dem Brexit und dem wachsenden Populismus sahen die beiden Politiker in den Wahlen in Frankreich einen Hoffnungsschimmer für eine gemeinsame Zukunft der EU. Zum Thema Flüchtlingspolitik sprachen sich beide für ein stärkeres Handeln aus wie zum Beispiel mit der Eurodaktylography und die Einführung eines Einwanderungsgesetzes. Des Weiteren müsse zur Bewältigung der Schuldenkrise sowohl intelligent gespart und investiert werden, als auch die Einführung von sinnvollen Strukturreformen gefördert werden. Bezüglich der hohen Arbeitslosigkeit der südlichen Länder empfahlen die Abgeordneten ein duales Ausbildungssystem wie in Deutschland. Als Erfolgsprojekte der EU sahen sie das Programm ERASMUS und das geplante Free- Interrail –Ticket, welches jungen Europäern mit 18 Jahren ermöglicht, kostenlos durch Europa reisen zu können. Zum Schluss äußerten Herr Gahler und Herr Dr. Schabedoth noch ihre Begeisterung über das Interesse der Schüler an der Zukunft der EU und hoffen weiterhin auf ein reges Engagement der Jugend. Die Podiumsdiskussion verschaffte den Zuhörern insgesamt einen interessanten Einblick in die angesprochenen Themen und die Frage nach der Zukunft der EU.

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Russischturnier am Gymnasium Philippinum Weilburg

Rita Heun

Eine gemeinsame Sprache finden heißt, den anderen zu verstehen. Mit dem deutschlandweiten Sprachwettbewerb „Spielend Russisch lernen“ trägt das Deutsch-Russische Forum eV dazu bei, Jugendliche für die russische Sprache und Kultur zu interessieren und Vorurteile abzubauen. Der Bundescup bietet einen spielerischen Zugang und zeigt, dass Russisch gar nicht so schwierig ist, wie viele denken. Wie der Erfinder des Sprachlernspiels sagt: „Wer neue Sprachen lernt, findet neue Freunde. Und wenn sich Menschen verstehen, ist dort kein Platz für Rassismus.“
Das GPW nimmt seit 2010 an diesem Wettbewerb teil. Jetzt wurde wieder die schulinterne erste Runde durchgeführt, diesmal mit 6 Zweierteams. Die Gewinnerinnen Leonie Leibrant und Anna-Maria Heering aus Jahrgangsstufe 11 fahren nach den Sommerferien mit Russischlehrerin Rita Heun zur Regionalen Runde, um sich mit anderen Schulsiegern zu messen. Sollten sie auch dort siegen, werden sie im Spätherbst beim Bundesfinale im Europapark Rust dabei sein. Die Sieger des Bundescupfinales gewinnen tolle Russlandreisen.
Grundlage ist die deutsch-russische Ausgabe des Sprachlernspiels New Amici, das mit und ohne Russischkenntnisse spielbar ist. Dabei sind Fragen zu Sprache und zu Land, Leuten und Geschichte zu beantworten. Alle Teilnehmer treten in Zweiermannschaften an, wobei ein Partner Russisch lernt, der andere keine Russischkenntnisse hat. Zum Erfolg führen Konzentration, Mannschaftsgeist und ein Quäntchen Glück, nicht der Umfang der Vorkenntnisse.
Kooperationspartner sind die Stiftung Deutsch-Russischer Jugendaustausch, das Goethe-Institut Russland, der Deutsche Russischlehrerverband eV und der Fachverband Russisch und Mehrsprachigkeit eV.

(Nähere Informationen bei Frau Heun am GPW oder www.spielendrussisch.de)

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Schulmannschaft Leichtathletik belegt den 2. Platz im Wettkampf IV

Ulrike Fuhrmann-Grote

Im Rahmen des Schulwettbewerbs „ Jugend trainiert für Olympia“ landete die Schulmannschaft Leichtathletik des Gymnasium Philippinum in der Wettkampfklasse IV ( Jahrgang 2004 -2007) beim Kreisentscheid in Niederselters auf einem hervorragenden 2. Platz, gefolgt von der Weiltalschule Weilmünster, die den 3. Platz belegte.

Es waren 8 Schulen mit gemischten Teams- jeweils 6 Mädchen und 6 Jungen-auf der Sportanlage in Niederselters angetreten. Leider war die Witterung nicht optimal, aber zum Glück fing es erst nach Wettkampfende an richtig stark zu regnen. Der Sieger dieses Wettbewerbs Dauborn darf nun zum Landesentscheid am 24.6. 17 nach Wetzlar fahren.  

Die eifrigsten Punktesammler des GPW LA- Teams waren bei den Jungen Tim Riedl und Laurin Ketter ( beide 7c), bei den Mädchen Laura Blom und  Lotta Bernhardt( beide 7e).

 Im September 2017 findet  bereits der nächste Wettkampf statt und nur noch einige Schülerinnen dieser erfolgreichen gemischten Mannschaft sind startberechtigt. So wird sich zeigen, wer das GPW  dann hoffentlich auch so erfolgreich vertreten wird.

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Wie steht es um die europäische Wirtschaftspolitik? – Weilburger Schüler debattieren

Dr. Eike Kehr

Kontroverse Standpunkte und hitzige Debatten, europäischer Geist und europäische Politik hautnah – dies konnten jüngst sechs Schülerinnen und Schüler des Weilburger Gymnasiums Philippinum bei einer Sitzung des Europäischen Jugendparlamentes in Potsdam erleben. Zusammen mit anderen Jugendlichen aus Deutschland, Frankreich, Polen und Armenien befassten sie sich mit aktuellen Themen der europäischen Wirtschafts- und Finanzpolitik und des europäischen Binnenmarktes. Die Ergebnisse wurden im Brandenburgischen Landtag diskutiert.

Die viertägige Sitzung war die zweite Runde eines Wettbewerbs, für die sich die Weilburger Schülerbereits im Herbst mit einem Thesenpapier zu möglichen Auswegen aus der europäischen Flüchtlingskrise qualifiziert hatten.

Nach ihrer Ankunft in Potsdam erwartete die Weilburger zunächst eine Teambuilding-Phase, bei der sie die übrigen Teilnehmer in ungezwungener Atmosphäre kennenlernen konnten. Danachfanden sichdie Jugendlichen in parlamentarischen Ausschüssen zusammen, um konkrete Lösungsvorschläge zu verschiedenen Themenbereichen zu erarbeiten. Im Fokus standen dabei etwa die Fragen nach einer einheitlichen europäischen Elternzeitregelung, einer nachhaltigen Wertschöpfungskette oder der Chancengleichheit für Menschen mit Behinderungen auf dem europäischen Arbeitsmarkt. Aufgrund der internationalen Zusammensetzung des Teilnehmerkreises wurden alle Diskussionen selbstverständlich auf Englisch geführt.

Höhepunkt der Sitzung war eine zweitägige parlamentarische Vollversammlung vor der eindrucksvollen Kulisse des Brandenburgischen Landtags: Hier mussten die Schüler über sich hinauswachsen und im gut gefüllten Plenarsaal die Ergebnisse ihrer Arbeit präsentieren. Resolutionen wurden vorgestellt, verteidigt und attackiert, es wurde gestritten und debattiert – und schließlich über die Ergebnisse abgestimmt.

Am Ende entschied eine Jury, welche Schüler sich für die nächste Wettbewerbsrunde qualifizieren sollten. Groß war die Freude, als auch der Name des Weilburger Schülers Mats Kjellström genannt wurde. Mit selbstbewusstem Auftreten, fachlicher Kompetenz und sprachlicher Gewandtheit hatte er die Jury vollends überzeugen können.

Der renommierte Debattierwettbewerb des Europäischen Jugendparlamentes hat – wie Lehrer Dr. Eike Kehr betont – Tradition am Gymnasium Philippinum, denn seit Jahren entsendet die Schule regelmäßig Jugendliche, um auf nationaler oder internationaler Bühne aktuelle Europapolitik zu diskutieren. Nicht umsonst sei der aktuelle Vorsitzende des Europäischen Jugendparlamentes, David Plahl, ein ehemaliger Weilburger Schüler.

Ein wichtiger Faktor in dieser Erfolgsgeschichte ist sicher auch die Wertschätzung, die den engagierten Schülerinnen und Schülern von unterschiedlicher Seite zuteilwird. Das Philippinum bedankt sich daher recht herzlich für die Unterstützung durch den Landrat Manfred Michel, den Magistrat der Stadt Weilburg, die Europaunion Oberlahn und den Gymnasialschulverein Weilburg.

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Diesjähriges Barcamp der Digitalen Helden am Philippinum

Nicole Jung und Rainer Wiederstein

Am 27.04.2017 fand das Barcamp der Digitalen Helden Limburg-Weilburg am Gymnasium Philippinum statt. Es waren über 120 Schüler/innen und Lehrer/innen von verschiedenen Schulen anwesend. Jede dieser Schulen hatte einen eigenen Workshop für das Barcamp vorbereitet. Zunächst wurden die Teilnehmer/innen am Empfang von den Mitarbeitern des Medienzentrums Limburg-Weilburg herzlich begrüßt und mit einem Ausweis ausgestattet. In der Aula wurde nach der Begrüßung von Herrn Ketter das Workshop-Angebot der Schulen besprochen und es folgte die Einteilung. So gab es Sessions zum Thema Urheberrecht im Internet, Umgang mit Cybermobbing, diverse Apps und sogar nützliche Kooperationsspiele für die schulische Beratungsarbeit. Jede der drei Workshop-Sessions dauerte 45 Minuten.
Vor dem Mittagessen begrüßten die besonderen Gäste Herr Staatssekretär Dr. Lösel, Herr Landrat Michel, Herr Dr. Jung vom Schulamt und Herr Triesch, Vertreter des Lions Clubs Limburg-Domstadt, die Beteiligten. Alle sprachen den Schüler/innen und begleitenden Lehrkräften ein großes Lob aus.
Zum Abschluss mündete das Barcamp in einem seiner Höhepunkte, einem Interview mit dem YouTuber Letsreadsmallbooks alias Maxim Markow aus dem Gaming-Bereich. Mit über 400.000 Abonnenten ist er eine feste Größe in der digitalen Welt.
Um etwa 16 Uhr endete die Veranstaltung. Alle Teilnehmer/innen erhielten eine Teilnahmebescheinigung und traten nach einem erfahrungsreichen Tag den Heimweg an.

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Prix des Lycéens allemands 2017

Ulrike Fuhrmann-Grote

Hannah Willke ( Jahrgangstufe 12) vertrat das Gymnasium Philippinum Weilburg beim diesjährigen Landesentscheid am 2.5. in Frankfurt.
Der „ Prix des lycéens allemands“ ist ein französischer Jugendliteraturwettbewerb. Im Vorfeld lesen Schüler im Französisch- Unterricht oder einer AG vier ausgewählte französische Jugendbücher und wählen ihren Favoriten aus. Im Gegensatz zum letzten Jahr war die Wahl der diesjährigen 42 teilnehmenden hessischen Schulen  sehr unterschiedlich. In der Max- Beckmann-Schule in Frankfurt fand die Landesjury der 42 Repräsentanten  der teilnehmenden  Schulen statt. Während vormittags in unterschiedlichen Arbeitsgruppen intensiv über die  vier zur Wahl stehenden Bücher diskutiert wurde, fand am Nachmittag die Vorstellung und Präsentation durch die Schülergruppen statt. Danach wurde kontrovers diskutiert, welches Buch in diesem Jahr den „ Prix“ erhalten sollte. Die begleitenden Lehrer waren  an diesem Tag nur Zuschauer bzw. Zuhörer und folgten mit großem Interesse der Debatte unter den Schülern. Nach der Abstimmung stand mit absoluter Mehrheit fest, dass „20 pieds sous terre“, ein Kriminalroman von Charlotte Erlih, das von den hessischen  Schülern vorgeschlagene Buch für den „ Prix des lycéens allemands 2017“ ist. Danach wählten die Schüler/innen eine Vertreterin für das Bundesland Hessen, die bei der Frankfurter Buchmesse im Oktober 2017 die Abstimmung der hessischen Schüler weitergibt.
 Hier treffen sich dann die abgesandten  Schüler/innen der 16 Bundesländer und küren ihren Buchfavoriten auf Bundesebene. Dem Autor des Gewinnerbuches winkt ein Preisgeld  in Höhe von 5000 Euro, das vom Klett-Verlag gesponsert wird.
Es war wie immer ein interessanter Tag für Schüler und Lehrer. Das Philippinum hat bereits zweimal in den letzten Jahren die Schülerinnen gestellt, die das Bundesland Hessen bei der Endauswahl der Bundesländer während der Buchmesse in Leipzig vertreten durften.
 Da in diesem Jahr Frankreich Gastland der Frankfurter Buchmesse ist, haben sich die Verantwortlichen dafür entschieden, die Bundesjury nach Frankfurt zu verlegen.
Termin: 13. / 14. Oktober 2017

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April 2017

GPW auf der Hannover-Messe

Maximilian Breithecker und Johannes Diehl

25 Schüler aus dem Physik-LK und weiteren Physik Kursen der Jahrgangsstufe 12 wurden von Siemens am 26.04.2017 zur Hannovermesse eingeladen.  Schon um 5:45 begann die circa vierstündige Busfahrt nach Hannover, auf der wir mit Getränken und Essen versorgt wurden. Auf dem Messegelände angekommen, empfing uns ein junger Student, der uns den Tag über begleitet hat und uns Fragen zu seinen bisherigen Erfahrungen im Studium beantworten konnte. Zwischen einzelnen Führungen hatten wir die Möglichkeit uns selbstständig umzusehen. Neben den Werbegeschenken, hatten wir die Möglichkeit neue Technologien und Automatisierungen kennenzulernen. Dabei konnte man sich mit den entsprechenden Experten unterhalten. Am Siemens-Stand wurde uns "Industrie 4.0" vorgestellt, eine vollständige Automatisierung der Arbeitsabläufe. Weiterhin gab es Roboter, welche einem etwas zu Trinken gebracht haben oder mit dem Menschen zusammenarbeiten konnte, indem er auf diesen Rücksicht nahm und sich vom Menschen korrigieren lies. Gegen 17.00 Uhr musste die Rückreise angetreten werden. In dieser Zeit war es längst nicht möglich alles anzusehen, dennoch war der Eindruck riesig. Wer sich für Technik und Entwicklung interessierte ist dort auf keinen Fall zu kurz gekommen. Wir empfehlen die Messe auf jeden Fall weiter.

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Eine Exkursion nach Buchenwald – auf jeden Fall sinnvoll

Barbara Klass

Am 19.04. machte die Klasse 9b zusammen mit den kanadischen AustauschschülerInnen und deren Partnern eine Exkursion in das KZ Buchenwald. Thematisch passte dies in die gerade behandelte Unterrichtseinheit NS-Staat/Holocaust und wurde entsprechend vorbereitet. Es wurde ein sehr langer Tag voller nachhaltiger Eindrücke.  Dass ein solcher  Besuch, trotz dreistündiger Anreise sehr sinnvoll und wichtig ist, spiegelt sich in den Aussagen der Schülerinnen und Schüler bei der Auswertung im Unterricht:
„…Es in einem Buch zu lesen oder auf Bildern zu sehen ist was ganz Anderes, als wirklich dort zu stehen, wo die ganzen Menschen so viele Jahre vorher auch gestanden haben.“
„…Wir haben viele Sachen erzählt bekommen, von denen ich vorher nie gedacht hätte, dass es wirklich so schlimm gewesen ist.“
„…Meiner Meinung nach sollten alle Schulklassen ein KZ besichtigen, um zu sehen, wie schlimm es dort war und damit sich so etwas nicht wiederholt.“
„Man hörte die Geschichte und war gleichzeitig an dem Ort, wo sie geschahen, das war sehr berührend.“
„Es ist schockierend, zu was Menschen fähig sind. Der Besuch eines KZs  ist Geschichte-Grundwissen, welches jeder Mensch gesehen haben sollte.“
„…Ich glaube, dass einem durch die einzelnen Schicksale und Räumlichkeiten sehr deutlich vor Augen geführt wurde, was damals passiert ist. Außerdem fand ich das Museum sehr informativ und interessant.“
(Anmerkung: Die Ausstellung auf dem Gelände des KZs ist kürzlich völlig neu überarbeitet und multimedial gestaltet worden.)

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Dritter Durchgang beim Kanada-Schüleraustausch

Christine Bill

Bereits zum dritten Mal war nun eine Gruppe von Schülern/Schülerinnen aus Consort, Alberta in Kanada zu Besuch in Weilburg. Vom 13. bis zum 23. April wohnten sieben Schülerinnen und ein Schüler im Alter von 14 und 15 Jahren bei Neuntklässlern. Begleitet wurden die kanadischen Schü-ler/Schülerinnen von ihrer Lehrerin, Frau Kara Strobel.
Nach der Ankunft am Gründonnerstag verbrachten die Gäste aus Kanada zunächst ein paar Tage in den Gastfamilien, um den Jetlag zu überwinden und sich einzugewöhnen. Am Ostermontag machte uns das Wetter mit Schnee, Regen und Wolken einen Strich durch die Rechnung für die Fahrt an den Rhein – stattdessen hatten wir viel Spaß beim Alternativprogramm, d.h. im „Mathematikum“ in Gießen und beim Bowlen in Wetzlar.
Am Dienstag und Mittwoch nach den Osterferien lernten die kanadischen Schüler/Schülerinnen den Schulalltag am GPW kennen, wobei sie sich vor allem an die frühe Anfangszeit (7.30 Uhr) gewöh-nen mussten. Darüber hinaus wurden wir vom Schulleiter Herrn Ketter und vom Bürgermeister, Herrn Schick, freundlich empfangen und besuchten das Schloss Weilburg.
Für den Donnerstag stand eine interessante Tagesexkursion in die KZ-Gedenkstätte Buchenwald auf dem Programm, welche mit der Klasse 9b besucht wurde.  Am Freitag, den 21.04., lernten wir in der zweistündigen Stadtführung „Geschichte und Gegenwart“ Frankfurt/M. besser kennen, bevor ein paar Stunden zum Bummeln und Einkaufen zur freien Verfügung standen und der Abend durch den Besuch des Theaterstückes „Handbagged“ im englischen Theater abgerundet wurde. Das viel-fältige Programm wurde freundlicherweise durch einen Zuschuss des Fördervereins „Wilinaburgia“ unterstützt.
Am letzten Tag (Samstag, 22.04.2017) konnte dann doch noch der Ausflug nach Rüdesheim am Rhein nachgeholt werden – die kanadischen Gäste zeigten sich beeindruckt von der Lage des klei-nen Örtchens Rüdesheim am Fluss Rhein, von der weltbekannten „Drosselgasse“ und vom Nieder-walddenkmal. Abgerundet wurde der Tag mit einem Abschiedsessen im Gasthaus Gombel in Braunfels-Philippstein.
Am Sonntag, den 23.04., hieß es dann schon wieder Abschied nehmen am Flughafen in Frankfurt. Doch nun freuen sich die acht Neuntklässler auch auf den Besuch in Kanada im September 2017 und auf das Wiedersehen mit ihren Austauschpartnern.

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Exkursion des PoWi LKs nach Frankfurt zur Bundesbank

Leonie Müller

Am 25.04.2017 unternahm der Leistungskurs Politik und Wirtschaft der Stufe 12 mit ihrer Lehrerin Frau Kamphausen- Muser, eine Exkursion zur Bundesbank nach Frankfurt. Diese fand im Rahmen des Unterrichtthemas „Geld- und Fiskalpolitik“ statt und diente dem besseren Verständnis der komplizierten Vorgänge und Abhängigkeiten.

Im Gebäude des Geldmuseums berichtete zunächst der Referent André Kühne von den Aufgaben und insbesondere der Geldpolitik der Bundesbank in Verbindung mit der der EZB. Dieser Vortrag wurde von einigen kritischen Fragen seitens der Lehrkraft und den Schülern ergänzt und dementsprechend vorangebracht. Der Besuch endete mit einem Rundgang durch das Geldmuseum, welches die Geschichte des Geldes aus historischer und aktueller Sicht zeigt.

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Philippinum gewinnnt Kreisentscheid

Bild hinten (vlnr): Samuel Georgi, Leon Sluka, Maximilian Roos, William Velte, Linus Armbruster vorne (vlnr): Alexander Mamykin, Moritz Fuhrländer, Deniz Schaaf, Konstantin Schulz, Mert-Kaan Kücük

Frank Bröckl

Beim Kreisentscheid Fußball im Rahmen des Wettbewerbs „Jugend trainiert für Olympia“ überzeugten die jüngsten Fußballer des Gymnasium Philippinum in der Wettkampfklasse IV (Jahrgänge 2005-2007) mit einer starken Vorstellung. Auf dem Kunstrasen im Elzer Stadion bezwangen sie im Finale die Weiltalschule Weilmünster nach Neunmeter-Schießen und dürfen nun zum Regionalentscheid nach Reichelsheim fahren.
Bereits zu Beginn des Turniers lieferten sich beide Teams im ersten Spiel der Weilburger in der Gruppe A einen packenden Kampf, doch zu diesem Zeitpunkt konnte noch niemand ahnen, dass man sich im Finale erneut gegenüber stehen würde. Während Weilmünster von Beginn an hellwach, dynamisch und mit viel Zug zum Tor agierte, benötigten die Weilburger doch einige Zeit, um sich auf den Gegner einzustellen, mit der nötigen Entschlossenheit in die Zweikämpfe zu gehen und im eigenen Spielaufbau die richtigen Entscheidungen zu treffen. Das 0:0 beim Seitenwechsel hatte man daher auch zu wesentlichen Teilen Torhüter Deniz Schaaf zu verdanken, der sich nicht nur in diesem Spiel als starker Rückhalt seiner Mannschaft erweisen sollte. Mit präzisen langen Abschlägen schickte er immer wieder Stürmer Leon Sluka auf die Reise, der zwei Minuten vor Spielende zum entscheidenden 1:0 für Weilburg einnetzte. Doch die Freude über diesen „Dreier“ zum Turnierauftakt währte nur kurz, konnte man doch die drückende Überlegenheit im zweiten Spiel gegen die Mittelpunktschule St. Blasius trotz zahlreicher Großchancen nicht durch einen Treffer in Zählbares umwandeln. Stattdessen nutzten die Frickhöfer ihre einzige Chance im Spiel durch einen Konter eiskalt zum 1:0-Erfolg. Aufgrund der übrigen Spielergebnisse war klar, dass nur ein Erfolg im Lokalderby gegen die spielstarke Jakob-Mankel-Schule das Erreichen der Überkreuzspiele als Gruppenerster oder –zweiter ermöglichen würde. Das 0:1 nach 2 Spielminuten sorgte daher auf der Bank des Philippinum für blankes Entsetzen, schienen doch die Felle endgültig davon zu schwimmen. Als Leon Sluka jedoch kurz darauf eine scharfe Hereingabe von Linus Armbruster zum 1:1 verwerten konnte und der überragende Moritz Fuhrländer kurz vor dem Ende der Partie den Ball aus 10 Metern überlegt zum 2:1-Endstand im Tor der Mankelschule versenkte, war das Halbfinale unter Dach und Fach. Nach dem 5:1-Kantersieg über die Freiherr-vom-Stein-Schule aus Dauborn, bei dem sich neben Leon Sluka und Moritz Fuhrländer (2) auch Maximilian Roos und William Velte in die Torschützenliste eintragen konnten, wartete dann im Endspiel erneut die Weiltalschule Weilmünster als Gegner und Gewinner des zweiten Halbfinales auf das Philippinum. Die spielerisch und kämpferisch hochklassige Partie endete 0:0, sodass das anschließende Neunmeter-Schießen die Entscheidung bringen musste. Gleich der erste Weilmünsterer Schütze zimmerte das Leder an die Latte, während Weilburg durch den von Moritz Fuhrländer souverän verwandelten Neuner in Führung ging. Als Torhüter Deniz Schaaf nach je drei weiteren erfolgreichen Versuchen auf beiden Seiten den letzen Neunmeter für Weilmünster entschärfte, kannte der Jubel der Weilburger Jungs über den Turniersieg keine Grenzen. Auf das Abschneiden beim Regionalentscheid in Reichelsheim darf man gespannt sein.

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Gegenbesuch des polnischen Projektaustauschs am GPW

Barbara Klass

Gefördert durch Mittel des Deutsch-Polnischen Jugendwerks erlebten die Schüler und Schülerinnen des Projektaustauschs vier intensive Tage voller Arbeit und gemeinsamen Ausflügen. Beim Gegenbesuch der polnischen Gruppe am GPW wurden die Szenen, die in Polen gemeinsam geprobt und im dortigen Kulturzentrum aufgeführt worden waren, nun unter Federführung von Thorsten Neischwander in filmische Darstellung umgesetzt und anschließend zusammengeschnitten und bearbeitet, so dass ein kleiner gemeinsamer Film entstanden ist. Die Kameraausstattung, die der Schule durch ihre Fortbildungen letztes Jahr von der Hessischen Landesanstalt für private Medien (LPR Hessen) gestiftet wurde, machte dies möglich. Ein intensiver dreistündiger Theaterworkshop mit einer amerikanischen Schauspielerin im Englischen Theater in Frankfurt vermittelte der Gruppe noch einmal, wie anspruchsvoll und arbeitsintensiv das Schauspielen ist. Neben der gemeinsamen Arbeit lernten die Gäste auch durch eine Schlossführung auf Englisch von Emily Krämer und durch eine sehr interessante Stadtführung in Wetzlar unsere Stadt und Gegend kennen und schätzen, wobei das überwiegend gute Wetter sicher half.

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Exkursion des Erdkunde LKs nach Aachen

Nicole Jung

Mit bestem Wetter und den neuen TG Pullis im Gepäck unternahm der Leistungskurs Erdkunde der Stufe 12 am Dienstag, 28.03.2017, eine Exkursion nach Aachen. Herr Sellung, Referent des Oberbürgermeisters Herrn Philipp, begrüßte die Gruppe und stellte die Euregio Maas-Rhein sowie sein Tätigkeitsfeld im gleichen Bereich vor. Neben einigen Projekten und Vorteilen ging er auch auf Hindernisse bei der Zusammenarbeit ein. Im Anschluss nahm der Kurs an einer Führung durch das Rathaus teil, in dem jährlich der Karlspreis verliehen wird, eine Auszeichnung für Verdienste um die europäische Einigung. Nach einer Mittagspause im Sonnenschein referierten Carla Heun, Franziska Prüßner, Jennifer Schmidt und Milena Schröder an zahlreichen Stationen über Bad Aachen und die Stadtentwicklung.

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März 2017

Zeitstrahl eingeweiht

Frank Bröckl

Im Jahr 2015 erfolgte die Zertifizierung des Gymnasium Philippinum als so genannte Geopark-Schule durch den Nationalen Geopark Westerwald-Lahn-Taunus. Nun erhielt die Schule als erste Schule in Hessen und Rheinland-Pfalz einen Zeitstrahl, der in der Mensa eingeweiht wurde.
Erdgeschichte ist ab sofort für die Schülerinnen und Schüler einfach nachvollziehbar, denn der Zeitstrahl – entwickelt in Zusammenarbeit mit Roger Lang vom Landesamt für Geologie und Bergbau in Rheinland-Pfalz - spannt einen Bogen von den Erdzeitaltern, über die erdgeschichtliche Entwicklung unserer Region bis hin zu den geotouristischen Sehenswürdigkeiten, in denen die Erd- und Bergbaugeschichte heute sichtbar und erlebbar ist. Der Strahl beginnt vor vier Milliarden Jahren mit der Entstehung der Erde. Er zeigt die Entwicklung der ersten Landlebewesen vor 443 Millionen Jahren, den Beginn des Devonzeitalters, die Entstehung der ersten Reptilien und geht weiter bis in die heutige Zeit.
„Ich freue mich sehr darüber, dass wir jetzt diesen Zeitstrahl in unserer Schule haben“, sagte Schulleiter Stefan Ketter und betonte, dass die Kooperation mit dem Geopark eine große Bereicherung des Schullebens darstelle, was unter anderem dadurch zum Ausdruck komme, dass externe Experten Exkursionen kompetent begleiten würden. Bereits in den vergangenen Jahren sei der Geopark Thema in der naturwissenschaftlichen Vortragsreihe des Gymnasiums gewesen. „Ich hoffe sehr, dass die Schülerinnen und Schüler mit ihren Eltern zu den erdgeschichtlich bedeutsamen Orten fahren“, so der Schulleiter.
„Nicht nur die Geowissenschaften stellen ein gemeinsames Thema von Schule und Geopark dar, auch ökologische Bildung und Umwelterziehung, Industrialisierung und sozialer Wandel können von Schülerinnen und Schülern in unseren Einrichtungen erfahren werden“, so Geschäftsstellenleiter Knut Rehn. Informationszentren wie der Stöffel-Park, die Kubacher Kristallhöhle oder die Geowelt Fortuna seien spannende „Aufhänger“ für den Unterricht in Geschichte, Wirtschaft und Erdkunde. Auch das Fach Kunst lasse sich einbinden, biete doch das Keramikmuseum Westerwald die Gelegenheit, selbst zu töpfern.
„Was bisher virtuell war, wird nun nachvollziehbar“, sagte Diplom-Geologe Michael Volkwein mit Bezug auf den Zeitstrahl. „Der Geopark ist nun greifbar“. Er erläuterte das Ziel des Geoparks Westerwald-Lahn-Taunus, die Geschichte der Erde durch die Vernetzung der Sehenswürdigkeiten in der Region mit geologischer, kultur- oder wirtschaftshistorischer Relevanz erlebbar zu machen.
Auch Bürgermeister Hans-Peter Schick sowie Eckart Mascus, Leiter des Amts für den ländlichen Raum, freuten sich neben Nicole Jung und Christoph Bickel von der Fachschaft Erdkunde sowie zahlreichen Schülerinnen und Schülern und weiteren Gästen über den Zeitstrahl.
Für die Zukunft ist geplant, die gemeinsamen Aktivitäten zwischen dem Gymnasium Philippinum und dem Geopark wie Wander- und Projekttage noch stärker auszuweiten.

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„Le Français, ça se lit“ – Französisch das liest man!

Franziska Grote

Unter der Leitung von Frau von Seggern (Französischlehrerin) und Frau Weigel (Fachbereichsleiterin) fand heute der Französisch-Vorlesewettbewerb der Jahrgangsstufe 8 statt. Seit knapp drei Jahren gibt es diesen Wettbewerb am GPW in der Fremdsprache Französisch. Es lasen jeweils zwei Vertreter der Klassen 8a, b und c vor einer vierköpfigen Jury und einer zum Zuschauen geladenen 7. Französisch- klasse. Die Jury, bestehend aus zwei Muttersprachlern (Katia Paul, Adam Fresnais), einem Franzö- sischkollegen (Gerhard Becker) und einer Französischstudentin, wie ehemaligen Schülerin des GPW(Franziska Grote) hat die ehrenvolle Aufgabe, die Lesekünste der Teilnehmer zu bewerten. Der Wettbewerb setzte sich aus zwei Partien zusammen: Zunächst las jeder Teilnehmer einen bekannten, selbstgewählten Text. Im Anschluss galt es einen für alle unbekannten Textausschnitt zu präsentieren. Die Bewertung stellte für die Jury durchaus eine Herausforderung dar, denn die bekannten Texte wurden von allen Kandidaten sehr gut vorgetragen. Die Entscheidung brachte dann der unbekannte Text, der für die Vorlesenden schwieriger zu meistern war. Laetitia Fester konnte hier überzeugen und wurde somit zur diesjährigen Siegerin des Französisch-Vorlesewettbewerbs gekürt. Etwas überrascht, jedoch sichtlich erfreut, nahm sie ihren Preis, passenderweise eine französische Lektüre, entgegen. Hinter ihr platzierten sich Marion Kops und Isabella Buhmann auf den Plätzen zwei und drei. Die weiteren Teilnehmer waren Amin Mimoun, Lina Schmidt und Hailey Ann Yochum.

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Making a difference can be fun! - Deutsch-polnisches Theater-Austauschprojekt am GPW

Babara Klass

Die langjährige Zusammenarbeit des GPW mit seiner polnischen Partnerschule aus Tczew bei Danzig mündete dieses Jahr in einem gemeinsamen Theater- und Filmworkshop unter Leitung von Barbara Klass und Thorsten Neischwander auf deutscher und Monika Chabalowska auf polnischer Seite. Mit Förderung aus Mitteln des Deutsch-Polnischen Jugendwerks (DPJW) wurden zwei einwöchige Treffen für März und April 2017 vorbereitet. Das erste davon fand nun in Tczew statt.
 
Zuvor hatten die Schüler und Schülerinnen gemeinsam mit ihren polnischen Partnern zunächst online mit Hilfe einer etwinning-Plattform einzelne Szenen zum Thema Entstehung von Stereotypen und Vorurteilen entworfen und Dialoge verfasst. Während des Treffens wurden diese dann mit einer kleinen Rahmenhandlung versehen und spielerisch umgesetzt. Dazu gehörten auch Vorübungen zum darstellenden Spiel, die neben der polnischen Lehrerin Monika Chabalowska auch der Theaterstudent Przemek Kaznowski vorstellte, der selbst als Austauschschüler vor mehreren Jahren in Weilburg gewesen war und uns nun im April wieder als Leiter besuchen wird.
Die erfolgreiche Aufführung der Szenen nach einigen intensiven Proben fand schließlich im ziemlich gefüllten Kulturzentrum in Tczew vor Schülern und Schülerinnen anderer Schulen statt. Auch das lokale Fernsehen kam vorbei und produzierte einen Kurzbericht, der unter folgendem Link zu finden ist:  tetka.pl/licealny-teatr-laczy-i-naucza/ .
Daneben gab es aber für die deutschen Gäste auch viel zu sehen. Tczew wurde erkundet und die Gruppe mit ihren Partnern besuchte auch das neue Shakespeare Theater und das European Solidarity Centre in Danzig und verbrachte einen Nachmittag in Gdynia an der Ostsee.
 
Nach viel Abschiedsschmerz freuen sich jetzt alle auf den Gegenbesuch im April in Weilburg, bei dem die Theaterszenen in filmische Darstellung umgesetzt werden sollen. Bis dahin muss noch das Filmskript gemeinsam entworfen werden.

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Deutsch-französischer Aktionstag

Frank Bröckl

31 Schülerinnen und Schüler aus dem französischen Privas verbrachten mit ihrer Lehrerin Evelyne Levy und vier weiteren Begleitpersonen fünf ereignis- und erlebnisreiche Tage in der Partnerstadt Weilburg. Neben einem Empfang durch Bürgermeister Hans-Peter Schick im Heimat- und Bergbaumuseum sowie zahlreichen Besichtigungen und Ausflügen stand auch ein Besuch am Gymnasium Philippinum auf dem Programm. Nach einer kurzen Begrüßung durch die stellvertretende Schulleiterin Renate Geil in der Aula folgte ein Aktionstag, den die Grundschüler zusammen mit der Klasse 7e gestalteten. „Eigentlich soll dieser Tag immer am 22. Januar zur Erinnerung an die Unterzeichnung des Élysée-Vertrags zwischen Deutschland und Frankreich am 22.1.1963 begangen werden. Am Gymnasium Philippinum findet er traditionell in der Woche statt, in der Schülerinnen und Schüler aus Privas in Weilburg zu Gast sind“, so die Klassenlehrerin der 7e und verantwortliche Organisatorin Ulrike Fuhrmann-Grote.

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Stefan Ketter offiziell ins Amt eingeführt

Frank Bröckl

Bereits seit einem Jahr hat das Philippinum mit Stefan Ketter einen neuen Direktor. Nach der Phase des Kommissariats und der förmlichen Übertragung der Amtsgeschäfte im vergangenen Oktober wurde er nun im Komödienbau der Stadt Weilburg feierlich in sein Amt eingeführt.
Renate Geil, die stellvertretende Schulleiterin, begrüßte nicht nur die Gäste, sondern übergab sogleich einen Pflaumenbaum als Geschenk des Schulleitungskollegiums und hoffte auf die Fortsetzung der gedeihlichen Zusammenarbeit.
In der folgenden zweistündigen Feier, zu der neben seiner Familie, dem Kollegium und seinen beiden Vorgängern Hans-Helmut Hoos und Dietrich Heese auch zahlreiche ehemalige Weggefährten gekommen waren, durfte Ketter aus den Händen der leitenden Schulamtsdirektorin Claudia Engelhardt seine offizielle Ernennung zum 44. Direktor des Gymnasium Philippinum entgegennehmen.
„Stefan Ketter ist aus dieser Position nicht mehr wegzudenken. Es steht außer Frage, dass er sich als die richtige Wahl erwiesen hat“, so Claudia Engelhardt zu Beginn ihrer Ansprache. Der Lehrer für Mathematik, Chemie und Informatik habe im zurückliegenden Jahr eindrucksvoll unter Beweis gestellt, dass er die in ihn gesetzten Erwartungen bei der Lenkung der Schule erfüllen könne. Sie betonte sein hohes Sach- und Fachwissen und beschrieb Ketter als Führungspersönlichkeit, aber auch als ausgesprochenen Teamplayer, der mit seiner freundlichen und offenen Art die Belange von Kollegen, Schülern und Eltern stets im Blick habe.
Der Erste Kreisbeigeordnete Helmut Jung wies in seinem Grußwort als Vertreter des Landkreises darauf hin, dass vom Schulträger in den vergangenen Jahren rund 17 Millionen Euro in das Gymnasium Philippinum investiert worden seien. Außerdem werde derzeit als Ersatz für den Spielmannbau, in den bald die Christian-Spielmann-Schule einziehen wird, noch ein Neubau für den Fachbereich Musik errichtet. „Ich freue mich besonders, dass nun einer von uns an der Spitze des Philippinum steht“, betonte der scheidende Bürgermeister Hans-Peter Schick, der darauf anspielte, dass der neue Schulleiter mit seiner Familie im nahen Braunfels lebt. Die immer wichtiger werdende Schulsozialarbeit, so Schick, als Antwort auf die Lebenswirklichkeit vieler Schüler und ihrer Familien sei ein zentrales Arbeitsfeld, auf dem Schule und Stadt zusammenwirken müssten.
Auch vor heiklen Situationen auf der Kommandobrücke des Gymnasiums muss dem neuen Schulleiter nicht Bange werden, stattete ihn doch der Personalrat mit einem „Notfallkoffer“ aus. Vorsitzender Volker Schmidt formulierte den Wunsch, dass der neue Direktor Transparenz schaffen, auf Eigenverantwortung bauen und das Kollegium bei der Weiterentwicklung der Schule mitnehmen möge. Julia Becker betonte in ihrer Eigenschaft als stellvertretende Schulsprecherin die bislang gute Zusammenarbeit Stefan Ketters mit der Schülervertretung, für die sie sich im Sinne eines harmonischen Miteinanders der gesamten Schulgemeinde eine Fortsetzung erhoffe. Renate Durek, die Vorsitzende des Schulelternbeirats, ist sich sicher: „Mit Ihnen, Herr Ketter, haben wir einen Schulleiter gefunden, der den modernen Anforderungen an Schulen, die heute zunehmend auch nach marktwirtschaftlichen Gesichtspunkten beurteilt werden, vollauf gewachsen ist“. Der Vorsitzende des Gymnasialschulvereins, Christian Riedel, verglich den Schulleiter mit einem Uhrmacher, der es mit einem Höchstmaß an Präzision und Genauigkeit schaffe, die großen und kleinen Bestandteile des „schulischen Räderwerks“ miteinander zu verzahnen und „die Uhr am Laufen zu halten“. Jedoch zeige eine Uhr stets nur die aktuelle Zeit an, während in der Schule die Zukunft geformt werde. Eugen Rudolf Ancke als Vertreter der Wilinaburgia wünschte dem neuen Direktor stets ein gutes Gespür dafür, im richtigen Moment das Richtige zu tun. Zugleich gab er der Hoffnung Ausdruck, Ketter möge bis zu seiner Pensionierung Schulleiter am Philippinum bleiben und sich somit unter die „TOP 3“ der Schulleiter mit der längsten Amtszeit einreihen.
In seiner Rede erinnerte Stefan Ketter an zentrale Stationen seiner beruflichen Laufbahn, die ihn zunächst an die Liebigschule in Gießen und die Goetheschule in Wetzlar geführt hatte, bevor er 2011 als Fachbereichsleiter für Naturwissenschaften, Mathematik und Informatik an die Schule zurück kam, auf der er selbst einst die Schulbank gedrückt hat. „Look at the boys and the girls!“. Dieser Ausspruch seines ehemaligen Schulleiters in Wetzlar, der ihm am Philippinum in der Haltung seines Amtsvorgängers Dietrich Heese erneut begegnete („Wir müssen uns um die Kinder kümmern!“), betrachte er für seine Arbeit als pädagogisches Leitmotiv. „Wir brauchen kritisch denkende und gesellschaftlich aktive Menschen“, konstatierte Ketter und so sei es die wichtigste Aufgabe der Schule, die Schülerinnen und Schülern mit einer breiten und fundierten Bildung auszustatten. Im Hinblick auf die veränderten gesellschaftlichen Rahmenbedingungen sei hier mehr denn je eine individuelle Betreuung gefragt, um allen Kindern einen möglichst großen Lernzuwachs zu ermöglichen. Diesem Umstand habe das Gymnasium bereits durch das Projekt Ganztagsklasse Rechnung getragen.
„Sie sind ein tolles Kollegium und motivieren mich jeden Tag, mich meinen Aufgaben als Schulleiter zu stellen“, formulierte Ketter am Ende seiner Rede. Sein besonderer Dank für den beeindruckenden musikalischen Rahmen der Veranstaltung galt dem Schulorchester (Leitung Oliver Blüthgen, 1. Geigerin Isabella Holly), dem Chor und den Philippinum Voices (beide unter der Leitung Michael Glotzbachs, Solosopran Carina Kegel) sowie einem Instrumental-Trio des Leistungskurses Musik mit Philipp Epstein (Klarinette), Finn Kahmann (Oboe) und Miriam Kops (Fagott). Nach dem Ende des offiziellen Teils lud der 44. Direktor des Gymnasium Philippinum alle Anwesende zu einem Empfang in das Foyer des Komödienbaus ein, der ja, wie die Aula, über ein Jahrhundert ein Gebäudeteil des Gymnasiums war.

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Kurs Darstellendes Spiel auf und hinter der großen Bühne im Stadttheater Gießen

Christine Bill

Am Freitag, den 10.03.2017, haben zwölf Schüler und Schülerinnen des DS-Kurses (Jahrgangsstufe 9) mit ihren Lehrern Dr. Wolfgang Jordan und Christine Bill einen „Blick hinter die Kulissen“ des Stadttheaters in Gießen geworfen. Unter der fachkundigen Führung von Abdul Kunze erfuhren die Schüler und Schülerinnen u.a. einiges darüber, wie eine Inszenierung entsteht und dass es in Gießen am Stadttheater die drei Sparten „Schauspiel“, „Tanztheater“ und „Musiktheater“ gibt. Zudem lern-ten wir das Stadttheater vor und hinter der Bühne kennen, als wir als Beobachter der Lichtprobe für die Aufführung am gleichen Abend beiwohnen konnten und wir Bühnenbildnerinnen bei der Arbeit zusahen. Dabei bereitete das Herumstöbern und Ausprobieren verschiedener Perücken und Haartei-le, wie z.B. ein Schnurrbart oder Brusthaartoupet für Männer, für viele Lacher. Ein weiterer großer Moment fand statt, als Herr Kunze die Schüler und Schülerinnen zur Applausprobe auf die „Bretter, die die Welt bedeuten“ stellte und sie detailliert anwies, wie sie sich zu verbeugen haben.
Die Exkursion wurde durch den Besuch des Schauspiels „Frau Müller muss weg“ am gleichen Abend abgerundet. Sowohl der Blick hinter die Kulissen als auch die Aufführung kamen bei den Neuntklässlern/ -klässlerinnen gut an, wie die Reflexion darüber im Unterricht zeigte.

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Europa zuerst! Schüler des GPW und ihre spanischen Gäste feiern gemeinsam die Idee eines vereinten Europas

Gudrun Ehrlert-Lorenz

Vom diesjährigen Spanienaustausch berichten Johanna Gombel (9b) und Gudrun Ehlert-Lorenz
In diesem Jahr steht der deutsch-spanische Schüleraustausch des Gymnasium Philippinum Weilburg aus aktuellem Anlass im Zeichen von Europa. Sowohl der Schulleiter des Gymnasiums, Herr Ketter, als auch der Bürgermeister Herr Schick betonen beim Empfang der Gäste an der Schule bzw. in der Stadt Weilburg die brennende Aktualität des europäischen Gedankens. Gudrun Ehlert-Lorenz- die Organisatorin des Austausches-  führt aus, dass sich die Schüler mit dem Thema „Wie sieht Europa für dich in 10 Jahren aus?“ beschäftigen werden. Zur Einstimmung wurde das Medien- und Lernzentrum des GPW dieses Jahr beim Empfang an der Schule nicht mit deutsch-spanischen, sondern mit europäischen Flaggen geschmückt. Auch das von den deutschen Familien gestiftete Frühstücks-Buffet mutet international an.
Schüler der 9. Klasse des  Gymnasium Philippinum Weilburg empfangen nun schon seit mehr als 15 Jahren junge Katalanen als spanische Austauschschüler an ihrer Schule. Die diesjährigen spanischen Gäste beantworten einen Besuch der deutschen Gruppe im Herbst, die von Frau Lesli Ruttman -Del Carpio und Frau Barbara Klass begleitet wurde. Die Atmosphäre  in der deutsch-spanischen Gruppe und an der Schule ist herzlich und entspannt. Das Programm ist sehr abwechslungsreich und versucht, sowohl kulturelle und schulische Aspekte als auch sportliche Aktivitäten und die betriebliche Wirklichkeit der Region mit einfließen zu lassen.  In Weilburg werden die Schüler und Kollegen betreut von der spanischen Fachschaft und Unterstützern. Die Organisatorin Gudrun Ehlert-Lorenz hat den Austausch vor 17 Jahren aufgebaut und übergibt in diesem Jahr die Organisation an ihre jüngeren Kolleginnen Julia Lorenzo und Filiz Ekici. Finanzielle Unterstützung erhält der Austausch von Anfang an von der Wilinaburgia, einem Förderverein des Gymnasiums.
In diesem Jahr hat die spanische Fachschaft des Gymnasiums  Herrn Schick anlässlich des Empfangs bei der Stadt Weilburg ein Geschenk mitgebracht: Die beiden Lehrerinnen Josepha Wilhelm und Gudrun Ehlert-Lorenz überreichten dem scheidenden Bürgermeister eine eingerahmte Zeichnung des „Europäischen Hauses“, die von der Kollegin Franziska Hesse angefertigt wurde. Herr Schick habe sich besondere Verdienste um den spanischen Austausch am GPW erworben. So habe er seit 17 Jahren insgesamt ca. 700 deutsche und spanische Schüler in Weilburg willkommen geheißen und seine Präsenz sei auch in Girona spürbar, zumindest am Montessori Palau, der Austauschschule des GPW. Der europäische Gedanke habe bei seinen vielen Begrüßungsreden dabei immer im Vordergrund gestanden. Auch die spanischen Schüler überreichten dem Bürgermeister im Namen ihrer Schule eine katalanische Spezialität als Dank und Anerkennung.
Trotz der gemeinsamen europäischen Werte gibt es oft noch  kleine oder größere kulturelle Unterschiede, die die Vielfalt lebendig werden lassen: Dauerbrenner bleiben hierbei durch alle Austauschjahre hindurch die Unterschiede beim Essen und bei den unterschiedlichen Essenszeiten: Während sich ein spanischer Gastschüler beim Abendessen bei Brot und Käse zurückhalten mag und sich nachher wundert, dass es keine warme Hauptspeise mehr gibt, sehen die Deutschen mit Staunen, dass die spanische Familie nach einem harten Arbeitstag noch um 21 Uhr Lebensmittel einkaufen geht, um um 22 Uhr noch zu kochen. Den besten Döner ihres Lebens bekommen die Schüler aus Girona nicht in ihrer Heimatstadt, sondern in ihrer Austauschstadt Weilburg! Die Deutschen erfahren, wie gut Weißbrot mit Tomaten und Olivenöl schmecken kann ( „Pan con tomate“) und manch ein deutscher Schüler gewöhnt sich doch noch an die „Bocadillos de tortilla“, also Brote belegt mit kaltem Omelette. Die Katalanen wiederum begutachten zuerst kritisch die vielen Würstchen, das Sauerkraut und die Frikadellen, bevor sie herzhaft zugreifen. Bei allen beliebt sind aber Pizza und Nudeln, die es auch in diesem Jahr wieder bei dem gemeinsamen Essen in einer Weilburger Pizzeria gab, neben Schnitzel und Salat in der schulischen Mensa bei Frau Grede und Mitarbeiterinnen.
Auch das Wetter spielt natürlich eine Rolle: Einige der spanischen Familien sind als Hotelbetreiber oder Restaurantbesitzer im Tourismusgeschäft tätig. Wenn die Kinder dieser spanischen Familien aber am eigenen Leib erfahren, wie kalt und ungemütlich der deutsche Februar sein kann, haben sie mehr Verständnis für die deutsche Sonnenanbetung. Dieses Jahr haben die Katalanen allerdings die Sonne aus Spanien im Gepäck mitgebracht, wie der Schulleiter des GPW, Herr Ketter, richtig beobachtet hat.
Am Wochenende konnten sich die Spanier in den Familien von hessischer Gastfreundschaft verwöhnen lassen und bekamen auch einen Einblick in unsere nähere Umgebung mit dem Besuch von Wetzlar, Limburg oder Braunfels. Einige zog es bis nach Köln und Heidelberg mit ihrem Spanier. Auch wurden gemeinsame Unternehmungen wie Bowling in der Großgruppe  unternommen.
Das Austauschprogramm ermöglicht  einen Einblick in das deutsche Schulleben, wobei die Gäste sich gleich zu Beginn ihres Schultages von der Musikalität der Schule, hier repräsentiert durch einen Beitrag von Herrn Glotzbach mit seinen Chorschülerinnen, überzeugen konnten. Beim Rundgang durch Weilburg mit einer professionellen Führerin hat vor allem das ehemalige Gymnasium in der heutigen Stadtbücherei großes Interesse gefunden und das als sehr lebendig empfundene Schloss.  Frankfurt, das den Spaniern vor allem durch die EZB bekannt ist, wurde in seiner Vielschichtigkeit gezeigt. Auch die Mint-Fächer kommen zu ihrem Recht mit  Leica in Wetzlar und dem Mathematikum in Gießen. Als sportlicher Kontrast zu Kunst, Naturwissenschaft und Kultur ist der Besuch der Eissporthalle in Diez vorgesehen.
Ein wenig Lokalpolitik haben die Katalanen am Sonntag auch mitbekommen: Einige von ihnen fanden sich unverhofft in einem Weilburger Lokal inmitten der Jubelfeiern des frisch gewählten Bürgermeisters Johannes Hanisch wieder.
Im Mai beginnen die Vorbereitungen für den nächsten Spanienaustausch, dann können sich die deutschen Schüler des Gymnasiums auf ihren Aufenthalt in Girona im Herbst  freuen.
Die Kollegen der spanischen Fachschaft hoffen, dass sich die beim Austausch geknüpften Freundschaften vertiefen. Zum Gelingen beitragen  könnte nach Meinung der Kollegen, wenn der Weg, Spanisch auch als 2. Fremdsprache am GPW  anzubieten, bald beschritten werden könnte.

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Schüler des GPW errechnen Preise am Tag der Mathematik in Wetzlar

Verena Tilmann

Seit 2000 wird der Tag der Mathematik jedes Jahr an verschiedenen Standorten in ganz Hessen für Schüler und Schülerinnen der Q2 ausgerichtet.
24 Schüler und Schülerinnen der Mathematikleistungskurse Kehr und Tilmann nahmen in diesem Jahr teil. Sie wurden bei strahlendem Sonnenschein am Samstag den 11.3. gemeinsam mit circa hundert anderen Schüler und Schülerinnen aus Mittelhessen in der dunklen Halle des EVENT-Zentrums vom Leiter des Zentrums für Mathematik-Wetzlar  und dem Oberbürgermeister der Stadt Wetzlar begrüßt.
Dann galt es in einem Team von bis zu fünf Personen  vier Aufgaben zu lösen. Anschließend musste sich jeder im Einzelwettbewerb 45 Minuten lang alleine weiteren Aufgaben stellen. Nach dem Mittagessen wurden die Teams in einem mathemtischen Hürdenlauf geschickt. Alle Aufgaben des Tages mussten ohne Taschenrechner oder sonstige Hilfsmittel gelöst werden.
Nach einem interessanten Vortrag über algebraische Gruppentheorie überreichte Schulamtsdirektor Scholz den zehn besten Teams und den zehn besten Einzelteilnehmer die Urkunden, dabei konnte sich die Weilburger über vier Nennungen freuen.
Dem Team aus Maximilian Breithecker, Johannes Diehl, Alexander Lind, Troy Kessler und Lea Neuroth gelang ein dritter Platz im Gruppenwettbewerb. Neben einer Urkunde gewann jeder von ihnen eine Powerbank.
Im Einzelwettbewerb rechneten sich Lea Neuroth (9. Platz) und Maximilian Breithecker (8. Platz) unter die zehn besten Schüler des Tages und wurden mit einer Urkunde ausgezeichnet.
Troy Kessler erreichte den zweiten Platz und erhielt für seine hervorragenden Leistungen im Einzelwettbewerb ein Vollstipendium für die Modellierungswoche in den Herbstferien. Darüber hinaus umfasst der zweite Preis eine Einladung der  Bundestagsabgeordnete Frau Pfeiffer zu einer viertägigen Bildungsreise nach Berlin für zwei Personen, eine Actioncam von Minox und ein Jahresabonement der Zeitschrift „Spektrum der Wissenschaft“.  

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Handballerinnen schlagen sich achtbar

Frank Bröckl

 

Beim Regionalentscheid Handball des Wettbewerbs „Jugend trainiert für Olympia“ in Oberursel gelang den Handballerinnen des Gymnasium Philippinum (Jahrgänge 2004-2007) ein Achtungserfolg.

Im letzten Spiel gegen die Weidigschule aus Butzbach konnten die Mädchen um Sportlehrer Philip Dörnte den späteren Turniersieger nach starker Leistung mit 10:6 in die Schranken weisen. Dennoch reichte es in der Endabrechnung nur zu Platz vier.

Im Vielseitigkeitswettbewerb zu Beginn des Turniers – hier werden die Grundtechniken Dribbeln, Fangen und Werfen abgeprüft – zeigten die Weilburgerinnen Nerven. Der letzte Platz in dieser Kategorie bedeutete, dass man gegen alle Mannschaften im nachfolgenden Wettkampfspiel mit einem Rückstand von zwei Toren antreten musste. Die erste Partie gegen die Freiherr-vom-Stein-Schule aus Wetzlar konnte das Philippinum zwar über weite Strecken ausgeglichen gestalten, musste jedoch in der Endabrechnung eine knappe 8:9-Niederlage (8:11 mit Vielseitigkeitswettbewerb) hinnehmen. Im zweiten Spiel wartete das Gymnasium Oberursel und damit die komplette und bestens eingespielte D-Jugend-Mannschaft der TSG Oberursel auf die Weilburger Mädchen. Da die Schlüsselspielerinnen Anne Risse und Laura Blom zu allem Überfluss während des Spiels verletzungsbedingt auf der Bank Platz nehmen mussten und auch nicht mehr eingesetzt werden konnten, stand man gegen diesen starken Gegner letztendlich auf verlorenem Posten (Endstand 7:14). In der abschließenden Partie gegen den späteren Turniersieger aus Butzbach setzten die Weilburgerinnen dann jedoch mit ihrer besten Turnierleistung noch ein Ausrufezeichen und schickten die Weidigschule mit 10:6 vom Platz.

„Leider konnten wir vor dem Wettkampf nur einmal zusammen trainieren. Dies macht es natürlich umso schwerer, gegen eingespielte Vereinsmannschaften anderer Schulen bestehen zu können. Doch im nächsten Jahr werden wir wieder angreifen“, versprach Sportlehrer Philip Dörnte. Zusammen mit Schulsportkoordinator Jan Hooss betreut er die Handball AG des Philippinum.

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Ehrungen

Frank Bröckl

Neben der Ausgabe der Halbjahreszeugnisse stand der letzte Schultag des ersten Halbjahres wie immer im Zeichen der Ehrung besonderer Schülerleistungen durch Schulleiter Stefan Ketter in der Aula.
Johannes Cieluch (11f), Johannes Diehl (12e) und Carolin Wehner (13b) haben die Schulhomepage mit großem Engagement betreut und maßgeblich zur Verbesserung des Internetauftritts beigetragen. Elisabeth Kuhnigk (6a) wurde Schulsiegerin des Vorlesewettbewerbs der sechsten Klassen und durfte sich mit den übrigen Klassensiegerinnen Nele Abel (6b), Anika Lommel (6c), Anna Weber (6d) und Antonia Harnacke (6e) über einen Buchgutschein der Wilinaburgia freuen. Um kleinere und größere Blessuren im Schulalltag kümmerten sich die angehenden Abiturienten Ina Brodsky, Isabella Holly, Paignton Lotze, Louisa Mathes, Fabienne Wagner (alle 13b), Hannah Rathschlag (13c), Julia Stark (13d), Elias Schermuly (13e), Jana Haak, Diana Vasilev, Lena Zillich (alle 13f) Joachim Stoll (13g) sowie Salome Tayefeh-Mahmoudi und Wladislaw Gantschar (beide 13h) als Mitglieder des Schulsanitätsdienstes. Thea Paul, Sarah Karazma, Alexander Lind und Fabian Riewe (alle 12e) haben am Tag der offenen Tür die Präsentation des Fachbereichs Chemie maßgeblich unterstützt. Beim Balladenwettbewerb der Klassenstufe 7 beeindruckten besonders die Sieger Finn Ketter (7b) und Florian Wegner (7e), aber auch Jule Bernhardt (7e) und Leonhard Zugmann (7b) auf den Plätzen 2 und 3. Schulsieger des Mathematikwettbewerbs der Hessischen Landesregierung für die Klassenstufe 8 wurden Lennart Rücker und Joline Eckert (beide 8a) vor Hatice-Nur Yildirim und Erik Kruse (beide 8d). Als Klassenbeste glänzten hier Lea Heering (8b) und Stephanie Kleiber (8c). Das DELF-Diplom (besondere Kenntnisse und Fähigkeiten in Französisch) erwarben auf dem höchsten Niveau B2 Julie Hülsemann (13c), Hannah Mies (13a) und Andreas Dirwimmer (13f) sowie Sarah Karazma (12e), Janne Bösenberg (12f), Antoinette Zimmermann, Tim Niesen (beide 12a), Madeline Horz (13a) und Samantha Barton (12b, alle Niveau B1) und Lilian Brade, Maurice Pfeiffer, Zhanna Khayrova (alle 9b), Milena Benner (9a), Claudia Hesse, Marlene Willner (beide 11a), Vasiane Müller, Kaja Milberg (beide 11e) auf dem Niveau A2. Selma und Sophie Eber (beide 6b), Aileen Kühn (6c), Adrian Sterk, Emirhan Baltaci (beide 6e), Finn Ketter (7b), Laurin Ketter (7c), David Paul, Jannis Belz, Bastian Eller (alle 7d) sowie Merle Schönfeld, Lotta Bernhardt und Laura Blom (alle 7e) haben die Schule bei der Einweihung des neuen Stadions durch die Inbetriebnahme der Leichtathletikanlagen vertreten. Besondere Verdienste im Bereich des Schulruderns hat sich Marc Riegel (11e) erworben. In der ersten Runde des Bundeswettbewerbs Informatik belegten Fabian Riewe und Maximilian Breithecker (beide 12e) den ersten Platz. Im Informatik-Biber-Wettbewerb landete Finn Ziesemer (6c) in der Altersgruppe 5 und 6 auf dem ersten Platz vor Colin Seelbach (6a, Platz 2). In der Altersklasse 7 und 8 gewannen Anna Marie Tomusjak und Marie Schäfer (beide 8c) den ersten Preis vor Nina Preussner, Leon Stoll, Johannes Weber (alle 8c), Lotte Nierfeld, Kim Oberbeck, Charlotte Willner und Hatice-Nur Yildirim (alle 8d), die einen zweiten Preis erhielten. Zweite Preise gingen außerdem in der Altersgruppe 9 und 10 an Paul Hartmann (9a), Johanna Gombel (9b), Julius Müller (9c) und Michelle Batin (9d) und in der Altersgruppe 11 bis 13 an Joy Hetz (11d) und Alexander Wagner (13g).
„Für euren besonderen Einsatz zum Wohle der Schule danke ich euch sehr herzlich“, formulierte Schulleiter Stefan Ketter gegen Ende der Veranstaltung und würdigte dabei auch das Engagement der Kolleginnen und Kollegen bei der Durchführung der entsprechenden Veranstaltungen und Wettbewerbe und der Betreuung der erfolgreichen Schülerinnen und Schüler.

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„Mathe im Advent“ – Erster Preis für Jakob Gombel

Frank Bröckl

Jakob Gombel aus der Klasse 6c des Gymnasium Philippinum  hat beim Wettbewerb „Mathe im Advent“ in der Einzelwertung einen ersten Preis gewonnen und darf sich über einen 3D-Stift freuen. Vom 1. bis zum 24. Dezember 2016 galt es dabei, jeden Tag zwischen 6.30 Uhr und 23.00 Uhr eine knifflige mathematische Aufgabe zu lösen.
Abgesehen von der richtigen Lösung aller 24 Aufgaben war allerdings auch noch ein Quäntchen Glück notwendig, denn unter den 15% der Teilnehmer, denen dies gelungen war, wurden die ersten Preise ausgelost.
Bei „Mathe im Advent“ handelt es sich um eine Aktion der Deutschen Mathematiker Vereinigung, die im Jahr 2003 zunächst mit einem Wettbewerb für die Oberstufe begann. 2008, im „Jahr der Mathematik“, folgte eine Ausweitung auf die Klassenstufen 5 bis 7. Dieser Wettbewerb war 2016 auch als Projekt des Bundesministeriums für Forschung ausgewiesen.
„Die Aufgaben sollen Spaß machen und möglichst viele Schülerinnen und Schüler einladen, sich über die Schule hinaus mit Mathematik zu beschäftigen“, so die Mathematiklehrerin von Jakob Gombel, Verena Tilmann. „Deshalb sind die 24 Aufgaben in Geschichten über fleißige Weihnachtswichtel verpackt und mit bunten Bildern illustriert. Sie beschäftigen sich bewusst auch mit Themen, die in der Schulmathematik eher selten sind, zum Beispiel Logik oder Graphentheorie“.
Neben dem Einzelwettbewerb gibt es auch einen Klassenwettbewerb, an dem die Klasse 6c von Verena Tilmann komplett teilgenommen hat. Daneben waren noch zahlreiche Einzelspieler des Philippinum am Start, von denen ebenfalls viele alle 24 Aufgaben lösen konnten. Bedenkt man, dass 2016 über 100.000 Schülerinnen und Schüler aus verschiedenen Ländern bei „Mathe im Advent“ an den Start gegangen sind, wird klar, dass der Preis für Jakob Gombel etwas ganz Besonderes ist.

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Schülerplakate zu Traumberufen – Ausstellung in der Sparkasse

Dr. Eike Kehr

Unter dem Titel "Berufsträume und Traumberufe" werden zurzeit 20 Schülerplakate in der Kubacher Geschäftsstelle der Kreissparkasse Weilburg ausgestellt. Die Plakate sind im Rah-men der Projektwoche in der Jahrgangsstufe 9 entstanden und informieren über den berufli-chen Alltag, die Arbeitsbedingungen und die benötigten Voraussetzungen in verschiedenen Berufen.

Bei der offiziellen Eröffnung waren neben den Schülerinnen und Schülern, deren Plakate ausgestellt werden, auch Schulleiter Stefan Ketter, Sparkassen-Vorstand Stefan Hastrich, Projektleiter Dr. Eike Kehr und Geschäftsstellenleiter Marco Schick zugegen.

Die Ausstellung kann bis zum 15. März 2017 besucht werden.

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Februar 2017

Exkursion der Erdkunde Kurse der Jahrgangsstufe 13 nach Bonn

Nicole Jung

Am Mittwoch, 18.01.2017, fuhren die beiden Grundkurse von Frau Jung und Frau Schiek sowie der Leistungskurs der Stufe 13 von Herrn Bickel nach Bonn, um die Welthungerhilfe und Andheri-Hilfe sowie Engagement Global aufzusuchen.
Zuerst stand der Besuch der Welthungerhilfe und Andheri-Hilfe auf dem Programm, für welchen die Gruppe geteilt wurde. Die Welthungerhilfe gewährte einen Einblick in den größten Standort der Hilfsorganisation und präsentierte ihr Engagement auf der ganzen Welt sehr anschaulich.
Die Andheri-Hilfe ist eine freie und unabhängige Organisation der Entwicklungszusammenarbeit und feiert ihr 50 jähriges Bestehen. In diesem Zeitraum konnte sie viel erreichen und handelt nach dem Prinzip "Hilfe zur Selbsthilfe" mit Schwerpunkten bei Gesundheit, Grund- und Berufsausbildung, ländlicher Entwicklung und Ressourcenschutz, Lobbyarbeit, Sozialentwicklung in städtischen Gebieten und Wiederaufbauhilfe. Um den Schüler/innen die Arbeit näher zu bringen, wurde zu Beginn ein Spiel durchgeführt, bei dem sich die Gruppe entsprechend der Bevölkerungsgröße und des Schadstoffausstoßes auf die verschiedenen Kontinente "verteilen" sollte. Daran anknüpfend wurden die Andheri-Hilfe sowie ihre Projekte vorgestellt, welche darauf abzielen, die präsentierten Ungerechtigkeiten in Indien und Bangladesch zu beseitigen.
Die 13er vertieften vor Ort ihr im Unterricht erworbenes Wissen über Entwicklungsländer und NGOs.
Bei Engagement Global referierte die Mitarbeiterin der Einrichtung der Bundesrepublik Deutschland über die Arbeit im In- und Ausland und gab Einblicke in die Angebote der entwicklungspolitischen Informations- und Bildungsarbeit sowie die finanzielle Förderung.
Ein herzlicher Dank gilt Sophie Tropp und Benedikt Abel für die Berichterstattung.

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Erdkundelehrer/innen des GPW experimentieren

Nicole Jung

Im Vorfeld der Erdkunde Fachkonferenz am 16.02.2017 trafen sich die Erdkundelehrer/innen des GPW zu einem doppelstündigen Workshop mit der Thematik "Das Experiment im Kontext naturwissenschaftlicher Grundbildung". Nachdem Nicole Jung den Input des Fach-Tages Geographie von Prof. Dr. Rainer Mehren vorgestellt hatte, waren die Lehrkräfte selbst an der Reihe, die von der JLU Gießen entliehenen Geoboxen zum Thema Boden in der Praxis zu testen. Mit viel Motivation und Freude wurden der naturwissenschaftliche Erkenntnisgang beschritten und zahlreiche Anregungen mitgenommen.

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Bundeswettbewerb Informatik

Danilo Magdeburg

Von Anfang September bis Ende November hat die erste Runde des Bundeswettbewerbs Informatik stattgefunden. Dabei haben Maximilian Breithecker und Fabian Riewe aus der 12e den ersten Preis erhalten und sich somit für die zweite Runde qualifiziert. Dies ist schon lange keinem Schüler des GPW mehr gelungen. Ziel des Wettbewerbs ist es, Interesse an der Informatik zu wecken und zu intensiver Beschäftigung mit ihren Inhalten und Methoden sowie den Perspektiven ihrer Anwendung anzuregen. So mussten die Schüler sich beispielsweise mit verschiedenen Kalendersystemen (Julianischer und Gregorianischer Kalender) beschäftigen und mit einem Computerprogramm herausfinden, ob und wann Ostern und das orthodoxe Weihnachtsfest auf den gleichen Tag fallen. In einer anderen Aufgabe mussten die Pixel vorhandener Bild-Dateien so analysiert und manipuliert werden, sodass zuvor nicht sichtbare, dem Chamäleon ähnliche Tiere, sogenannte  Rhinozelfanten, zum Vorschein kommen. Bis Anfang Mai läuft jetzt die zweite der insgesamt drei Runden, bei der das Anforderungsniveau noch einmal enorm gestiegen ist.

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Fledermäuse am GPW

Anna-Maria Heering und Angelina Marie Kohlhauer

Zwei Schülerinnen des Gymnasium Philippinum nehmen im Rahmen des Wahlunterrichts Naturwissenschaften am Bundesumweltwettbewerb 2017 teil. Ihr Projekt ist das Reanimieren der Fledermausbestände in der Umgebung. Deshalb wollen sie für neue Schlaf- und Überwinterungsplätze Fledermauskästen an der Schule anbringen.

Anna-Maria Heering und Angelina Marie Kohlhauer nehmen am Bundesumweltwettbewerb teil.Die Aufgabe besteht darin, ein Umweltproblem im Umfeld zu erkennen, Lösungsansätze zu finden und sie im Rahmen der Möglichkeiten umzusetzen. Die beiden Schülerinnen beschäftigen sich sehr viel mit Tieren und ihnen ist aufgefallen,dass die Bestände der Fledermäuse immer weniger werden und dagegen etwas getan werden sollte.
Fledermäuse sind auch für uns Menschen wertvoll, denn sie fressen gerade in den Sommermonaten viele Insekten, die uns Menschen lästig sind.
Deshalb haben sie sich mit Herrn Friedrich, demZuständigen des NABU im Landkreises Limburg-Weilburg, in Verbindung gesetzt. Dieser hat sie über alles Nötige informiert und vier Fledermauskästen besorgt, die der Schulhausverwalter Herr Erbe am Pavillon der Schule aufhängenwird. Weil es immer weniger alte Dachböden und andere Schlafplätze für die Fledermäuse gibt, sollen die Kästen diese Funktion übernehmen.
Wir danken dem NABU ganz herzlich für die Spende der Kästen im Wert von ca. 400€, aber vor allem Herrn Friedrich für die fachmännische Unterstützung. Ebenfalls danken wir Schulhausverwalter Herr Erbe, unseren Lehrerinnen Frau Steffens und Frau Metzger und Schulleiter Herr Ketter für die organisatorische Unterstützung, die das Aufhängen der Kästen überhaupt erst ermöglichen.

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Januar 2017

Schulskikurs in Österreich

Frank Bröckl

62 Schülerinnen und Schüler der Jahrgangsstufe 12 des Gymnasium Philippinum Weilburg verbrachten im Rahmen des Schulskikurses 8 ereignis- und erlebnisreiche Tage im Gebiet des Mölltaler Gletschers in Kärnten (Österreich). Dabei verlangten die hochalpinen Bedingungen an manchen Tagen mit dem schnellen Wechsel von Sonne, Wind und plötzlich heraufziehendem Nebel allen Teilnehmern einiges ab.
Nach umfangreicher theoretischer und praktischer Vorbereitung im regulären Sportunterricht wurde dort unter der fachkundigen Anleitung der Sportlehrer Jan Hooss, Hans-Werner Bruchmeier, Christof Trümner, Christoph Bickel und Frank Bröckl sowie der externen Lehrkräfte Julia Schock, Lara Apel und Oliver Krauleidis das Erlernen des „Fahrens auf der Kante“ (Carving-Technik) in Angriff genommen. Eingeteilt in unterschiedliche Niveaugruppen stand nach langer Nachtfahrt am Samstag zunächst die Skigewöhnung auf der „Flattacher Streif“ – einer leichten Piste im Unterbringungsort Flattach – auf dem Programm. Der überwiegende Teil der 32 Anfänger erarbeitete sich hier erste Grundlagen zum Carving- Schwung auf den kürzeren Snowblades, bevor dann am zweiten Tag auf dem Gletscher der Umstieg auf Normalski erfolgte. Doch auch die Fortgeschrittenen arbeiteten konsequent an der Verbesserung der eigenen Technik, um das Steuern der Ski auf der Kante zu erlernen. Ein Abstecher in das benachbarte Skigebiet des Ankogel bei Mallnitz zur Wochenmitte bedeutete für die Gruppe nicht nur eine willkommene Abwechslung, sondern bescherte bei herrlichem Sonnenschein auf andersartigen Pisten mit einer Waldabfahrt auch unvergessliche Naturerlebnisse.
Nach einer anstrengenden Woche mit täglich 5 Stunden Skiunterricht in kleinen Gruppen verzeichneten insbesondere die zahlreichen Anfänger zum Teil außergewöhnliche Fortschritte und waren alle in der Lage, Pisten mit mittlerem, teilweise sogar mit hohem Schwierigkeitsgrad zu bewältigen. Dazu trug auch die abendliche theoretische Vertiefung durch Videoanalysen der individuellen Skitechnik bei, die durch Vorträge über Skiregeln, alpine Gefahren im Hochgebirge und die Carving-Technik ergänzt wurden. Doch auch der Spaß und das Gemeinschaftsgefühl kamen nicht zu kurz, standen doch außerdem ein Film- und ein Spielabend, ein Tischtennisturnier sowie ein schottischer Volkstanz auf dem Programm. Einige gemeinsame Stunden in der hauseigenen Disko des komfortablen Alpengasthofs unter der professionellen Regie von „DJ Otto“, dem Hausherrn, bildeten den Abschluss der Skiwoche.
„Ich freue mich insbesondere darüber, dass wir von ernsthaften Verletzungen verschont geblieben sind“, bilanzierte Sportlehrer Jan Hooss als verantwortlicher Leiter des Schulskikurses abschließend. Er würdigte ferner das große Engagement aller Kolleginnen und Kollegen während der Woche sowie das disziplinierte Verhalten der Jugendlichen beim „Après-Ski“ und während der Nachtruhe.

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Besuch von Digitalen Helden der Partnerschulen

Frank Bröckl

Am Dienstag, 07.02.2017, fand der Schüler-Workshop der Digitalen Helden am Gymnasium Philippinum Weilburg statt. Schüler/innen und Lehrer/innen der Jakob-Mankel-Schule Weilburg, Freiherr-vom-Stein Schule Dauborn, Westerwaldschule Waldernbach und der Gesamtschule Schwingbach Rechtenbach wurden von den Junioren, Senioren und beiden betreuenden Lehrkräften Nicole Jung und Hans Fischer herzlich begrüßt.
 Bei den Digitalen Helden handelt es sich um speziell ausgebildete Schülerinnen und Schüler, die als Mentoren an ihren Schulen die Medienkompetenz ihrer Mitschüler erweitern und diese beim bewussten Umgang mit Smartphone und Internet unterstützen sollen.
Nach dem Empfang durch Schulleiter Stefan Ketter hielt Diplom-Psychologe Götz Müller zunächst einen kurzweiligen Vortrag zur Problematik "Nutzung des Internets, Handy & Co. aus psychologischer Sicht - typische Probleme und Lösungen". Die Konsequenzen des Gebrauchs, positive wie negative Auswirkungen, wurden beleuchtet sowie sekundäre Folgen und Probleme der Internetnutzung, die "IST-SOLL-Diskrepanz", sowie die Problemlösung "Überführe IST in SOLL" mit einbezogen.
Durch die Unterstützung seitens der Wilinaburgia konnte die Kaffee- und Mittagspause reichhaltig mit einem Buffet und Getränken gestaltet werden, hierfür ein großes Dankeschön!
In den folgenden Workshops arbeiteten die Schüler/innen schulübergreifend an fünf Themen zur Optimierung von Beratungsgesprächen, beispielsweise wurde die Methode des Spiegelns vertieft. Die Möglichkeit des Gebrauchs der schuleigenen Kameras stand den Gruppen frei, um die Präsentation ihrer Ergebnisse medial zu unterstützen.
Die Digitalen Helden erlebten einen tollen Tag am Philippinum und freuen sich schon auf das nächste Treffen beim Barcamp, das am 27.04.2017 ebenfalls am GPW stattfinden wird!

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Cybermobbing – Theatergruppe „Comic On!“ präsentiert „R@USGEMOBBT 2.0“

Frank Bröckl

„R@USGEMOBBT 2.0“ lautete der Titel des Stücks der Kölner Theatergruppe „Comic On!“, das in der Kreissporthalle für die Schülerinnen und Schüler der Jahrgangsstufe 7 aufgeführt wurde.
 Jess, ein 16-jähriger Junge, hat schon einiges hinter sich und beschließt aus diesem Grund, sich an der neuen Schule aus allem heraus zu halten. Wer braucht schon neue Freunde, wenn man virtuell bestens vernetzt ist, sodass man jederzeit mit seinen Top-Freunden „reden“ – oder noch besser – zocken kann? Die Mädchen kommen seinem Vorsatz jedoch schnell in die Quere: das attraktive Gucci-Girl Vanessa, die mit ihrer Clique in der Schule tonangebend ist, und Chris, die seine Leidenschaft für Computerspiele teilt, gleichzeitig aber von Vanessa und ihrer Clique schikaniert und mit peinlichen Handyvideos extrem unter Druck gesetzt wird. Als Jess sich für eine Seite entscheiden muss, droht die Situation zu eskalieren…
„Cybermobbing hat sich an Schulen und unter Jugendlichen zu einem immer größer werdenden Problem entwickelt“, so Beratungslehrer Christof Trümner. „Für die Jugendlichen ist dies ein hoch aktuelles Thema. Das Internet und moderne Kommunikationsmittel wie Smartphones machen derartige psychische Gewalt möglich. Meist anonyme Täter quälen ihre Opfer über Netzwerke, Videoplattformen und Chatrooms und sorgen dafür, dass diese bloßgestellt und ausgegrenzt werden. Durch das Theaterstück ist nochmals ein anderer Zugang zur Thematik ermöglicht worden“.
Die Schülerinnen und Schüler hatten sich bereits im vergangenen Herbst im Rahmen einer Projektwoche mit dem Thema Mobbing auseinandergesetzt. Was ist Cybermobbing? Wie geht es den Opfern? Welche Lösungsmöglichkeiten gibt es? Neben der Thematisierung dieser und ähnlicher Fragestellungen waren auch Plakate, Filme, Poster und Bilder gegen Mobbing erstellt worden.
Der große Applaus nach „R@USGEMOBBT 2.0“ machte deutlich, dass Handlungsgestaltung und Sprache die Lebenswirklichkeit der Jugendlichen voll getroffen haben.
Am Ende der Veranstaltung galt der besondere Dank von Christof Trümner dem Gymnasialen Schulverein für dessen großzügige finanzielle Unterstützung.

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Naturwissenschaftliche Vortragsreihe - Mathematische Geheimnisse eines berühmten Bilds

Hans-Georg Lorenz

 Eines der berühmtesten Bilder von Leonardo da Vinci – die „Proportionsstudie nach Vitruv“  - ist weltweit ein Symbol für Symmetrie, Schönheit und Körperbewusstsein. Die Einbettung eines aufrecht stehenden Menschen in ein Quadrat und einen Kreis hat aber auch schon immer die Mathematiker fasziniert. So gibt es seit ca. 20 Jahren die Theorie, dass die Doppelfigur als Lösungsvorschlag zur sog. „Quadratur des Kreises“ verstanden werden kann. Eine Gruppe von Schülern des GPW ist diesem aufregenden Ansatz unter Anleitung ihres Mathematiklehrers Hans-Georg Lorenz nachgegangen. In ihrem spannenden und abwechslungsreichen Vortrag haben die Schüler einem interessierten Publikum in der fast voll besetzten Aula gezeigt, welche mathematischen Hinweise in Leonardos Bild gefunden werden können und was man daraus – auch mit Hilfe von Computersimulationen – ableiten kann. Lang anhaltender Applaus und ein großes Lob des Direktors waren am Ende der Veranstaltung für alle Beteiligten verdienter Lohn. „Ich danke euch und eurem Lehrer Hans-Georg Lorenz sehr herzlich für eure Mühen im Zusammenhang mit der Vorbereitung dieses ebenso unterhaltsamen wie informativen und lehrreichen Abends. Die Professionalität der Darbietung war beeindruckend“, formulierte Schulleiter Stefan Ketter abschließend.

Folgende Schülerinnen und Schüler waren beteiligt: Julian Frensch, Alexander Liemen (beide 9a), Lea Neuroth, Troy Keßler (beide Jahrgangsstufe 12), Johannes Klaus, Joachim Stoll und Alexander Wagner (alle Jahrgangsstufe 13)

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Dezember 2016

Weihnachtskonzert 2016

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Besuch der Schüler/innen aus Kasachstan am Gymnasium Philippinum Weilburg

Nicole Jung

Vom 30. November bis 10. Dezember 2016 besuchten elf Austauschschüler/innen mit ihren beiden Lehrerinnen aus Kasachstan die Partnerschüler/innen des GPW.

Nach dem schnell überwundenen Temperaturunterschied erlebte die Gruppe aus Schachtinsk erlebnisreiche Tage in und um Weilburg sowie bei zahlreichen Exkursionen. Nach der herzlichen Begrüßung von Frau Geil ging die Gruppe unter Anleitung von Herrn Bickel in der Kreissporthalle klettern, Badminton spielen und Waveboard fahren.

Am kommenden Tag wurde der Besuch von Bürgermeister Hans-Peter Schick, der auf die große Bedeutung des Austauschs von Nationen einging, herzlich empfangen. Es folgten eine Stadtrallye in Weilburg sowie die Führung durch das Schloss. In den kommenden Tagen nahmen die Schüler/innen an der Fahrt nach Straßburg mit Frau Ekici teil, besuchten die Kubacher Kristallhöhle, fuhren ins Mathematikum und besichtigten die Stadt Gießen. Natürlich durften Unterrichtsbesuche und die Teilnahme am Vortrag der Naturwissenschaftlichen Vortragsreihe des GPW, der von Herrn Lorenz und seinen Schüler/innen gestaltet wurde, nicht fehlen.

Am letzten Tag besuchte die Gruppe das Unternehmen Leica und nahm an einer Stadtführung in Wetzlar teil. Abends trafen sich die Familien und betreuenden Lehrkräfte, Frau Jung und Herr Riesen, in Löhnberg zum gemeinsamen Abschlussessen, bei dem sich alle Beteiligten für den großartigen Verlauf des Austauschs aussprachen.

Die Fahrt nach Kasachstan wird für die Schüler/innen der Stufen 8, 9 und 11 des GPW vom 20. bis 30. April 2017 stattfinden.

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Hessens beste Russisch-Schüler

Foto: privat/Heun, v.l.n.r: Leonie Leibrant, Zhanna Khayrova

Rita Heun

„Die coolsten und besten Schüler Hessens“ begrüßte der Vorsitzende des Russischlehrerverbandes Willi Lückel im Starkenburg-Gymnasium im südhessischen Heppenheim zur 20. Hessischen Russisch-Olympiade. Unter den 75 Teilnehmern waren auch diesmal wieder zwei Schülerinnen des Gymnasiums Philippinum Weilburg, begleitet von Russischlehrerin Rita Heun, um an zwei Tagen in schriftlichen und mündlichen Prüfungen ihre Russischkenntnisse unter Beweis zu stellen. Der Ehemaligen-Verein Wilinaburgia unterstützte dankenswerterweise finanziell die Teilnahme an der Olympiade.

Leonie Leibrant und Zhanna Khayrova (beide Jahrgangsstufe 9) lösten ihre Aufgaben mit Bravour und genossen das abwechslungsreiche Begleitprogramm mit russischem Kino, Konzert und Besichtigungen. Zhanna erreichte in der höchsten Niveaustufe C einen hervorragenden 3. Platz. Die Preisverleihung erfolgte durch den anwesenden Attache des Russischen Generalkonsulats Frankfurt.

Am Gymnasiums Philippinum Weilburg wird Russisch im Wahlunterrichts-Bereich der dritten Fremdsprachen angeboten. Der Unterricht ist sowohl für Neuanfänger als auch für Kinder aus russlanddeutschen Familien geeignet. Schüler können an dieser Schule auch Abitur in Russisch machen und bei Interesse kann das Sprachenzertifikat TRKI (entsprechend Cambridge für Englisch bzw. DELF Französisch) erworben werden.

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Weilburger Jugendparlamentarierin auf internationalem Parkett

Dr. Eike Kehr

Fünf aufregende und arbeitsintensive Tage verbrachte die Weilburger Schülerin Alexandra Meier bei einer Sitzung des Europäischen Jugendparlamentes im schwedischen Borås. Mit anderen Schülern aus ganz Europa bearbeitete und diskutierte sie aktuelle politische Themen. Die Tage waren gefüllt mit Workshops, Ausschussarbeit und politischen Debatten.

Eine Delegation des Gymnasium Philippinum hatte schon im Frühjahr 2016 mit ihrem Lehrer Dr. Eike Kehr an einer jugendparlamentarischen Sitzung teilgenommen. Mit Sachverstand und Wortgewandtheit konnten die Weilburger dort eine Jury überzeugen und sich so einen der begehrten Plätze für die internationale Sitzung sichern.

Zur Diskussion standen nun in Schweden die Problematik des Klimawandels, die Förderung umweltverträglicher Transportmittel und die Möglichkeiten zur Prävention von Gewalt gegen weibliche Flüchtlinge – aufgrund der internationalen Zusammensetzung der Teilnehmer selbstverständlich auf Englisch.
Nach einer Eröffnungszeremonie, in der die Wichtigkeit des Europäischen Gedankens betont wurde, begann die Arbeit in thematischen Ausschüssen. Diese waren aus Schülern unterschiedlicher Nationalitäten zusammengesetzt und hatten die Aufgabe, bestimmte politische Fragestellungen zu erörtern und passende Lösungen zu finden. Hierbei trafen immer wieder verschiedene Meinungen aufeinander, und es mussten Kompromisse eingegangen werden, die eine ganzeuropäische Lösung darstellen könnten.
Der wohl spannendste Tag war der letzte Tag, die große politische Debatte in der Stadthalle von Boras. Hier wurden die Resultate des Vortages in Form von Resolutionen vorgestellt und von allen Teilnehmern diskutiert. Jeder Teilnehmer hatte die Möglichkeit, Resolutionen anderer zu kritisieren und weitere Lösungsansätze vorzuschlagen. Am Ende jeder Debatte wurde dann über die jeweilige Resolution abgestimmt.
Erst gegen Ende der Sitzung wurde den Teilnehmern vollends bewusst, wie sich trotz hitzig geführter Debatten ein enormes Gemeinschaftsgefühl entwickelt hatte. Mit dem Versprechen, in Kontakt zu bleiben, nahmen die Jugendlichen Abschied von einander.
Ihre Zeit beim Europäischen Jugendparlament möchte Alexandra Meier nicht missen, "weil man sehr viel über sich und über andere lernt und generell seinen Blick für andere Kulturen und Ansichten öffnen kann. Man lernt viele neue, interessante Menschen kennen und hat die Möglichkeit, sich selbst etwas zu trauen und über sich hinweg zu wachsen. Auch merkt man, dass jede Meinung zählt und dass man nur durch Kooperation einen Fortschritt erreichen kann. Es ist einfach eine einmalige Gelegenheit."
Ein herzlicher Dank der jungen Weilburgerin geht an den Europaabgeordneten Michael Gahler (CDU), der die Reise nach Schweden komplett gesponsert hat, sowie an den Gymnasialschulverein Weilburg, der das Jugendparlament-Projekt seit vielen Jahren unterstützt.

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Jahrgangsstufe 12 erkundet mit dem Fach Erdkunde das Ruhrgebiet

Nicole Jung

Am Mittwoch, 07.12.2016, fuhren zwei Busse, besetzt mit den drei Grundkursen und dem Leistungskurs Erdkunde der Q1 samt Frau Jung und Frau Schiek, ins Ruhrgebiet! Hier sollte die im Unterricht erarbeitete Theorie zum Strukturwandel nun mit der Praxis verknüpft werden. Im Landschaftspark Duisburg Nord boten Carla Heun, Franziska Prüßner, Jennifer Schmidt und Milena Schröder, Schülerinnen des Leistungskurses, zwei kompetente Führungen für die Gruppe durch den Park an, in der sie auf die Umnutzungen des stillgelegten Hüttenwerks eingingen. Im Anschluss wurde eine kurze Mittagspause im Centro in der Neuen Mitte Oberhausens eingelegt, um dann das Deutsche Bergbau-Museum in Bochum zu besuchen, wo die Gruppe das Anschauungsbergwerk in bis zu 20 Metern Tiefe erkundete und an einer Seilfahrtsimulation teilnahm. Den Abschluss der Exkursion bildete die Fahrt auf das Fördergerüst mit einem beeindruckenden Blick über das Ruhrgebiet!

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Grundkurs Politik und Wirtschaft der Jahrgangsstufe 12 im Europaparlament

Bärbel Kamphausen-Muser

In diesem Frühjahr nahm der PoWi-Kurs Kamphausen an einem Wettbewerb des Eu-ropäischen Parlaments teil.
Die Schülerinnen und Schüler erstellten einen Blog über Solidarität mit Flüchtlingen in der Zivilgesellschaft (http://solidaritaet.bplaced.net), für den sie Filme drehten, Interviews führten und Texte schrieben. So kamen Menschen zu Wort, die mit Geflüchteten zu tun haben: Nachbarn von Flüchtlingsunterkünften, eine Ärztin, Politiker der verschiedenen Parteien, Leiter von Flüchtlingsheimen, und nicht zuletzt die Geflüchteten selbst. Es wurden verschiedene Projekte vorgestellt und Parallelen zu deutschen Fluchtgeschich-ten im Zuge des zweiten Weltkriegs gezogen.
Mit dieser Arbeit qualifizierten sich die Schülerinnen und Schüler zu „euroscola“, der Einladung zu einem Tag im Europäischen Parlament in Straßburg, an dem jeweils eine Gruppe aus einem europäischen Mitgliedsland teilnahm.
Am 25.11.2016 hatten sie die Gelegenheit, in fünf europäischen Sprachen zu verschie-denen europäischen Themen zu diskutieren, Kontakte zu Jugendliche aus 20 anderen EU-Ländern zu knüpfen und beim sogenannten „Eurogame“ in gemischten Teams Fra-gen in allen EU-Sprachen zu beantworten.
Dieser Tag im Europäischen Parlament ist für alle Angereisten ein beeindruckendes Erlebnis.

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Zweiter Preis beim Preisausschreiben „Jugend, Gewalt, Lösung“

Bärbel Kamphausen-Muser

Mit einem im Rahmen der Projektwoche gedrehten Video gelang es sechs Jungen der Klasse 7d, Marlon Feick, Kyle Patropis, Vincent Radu, David Paul, Oskar Sauer und Theo Boger, den zweiten Preis bei dem vom Hessischen Präventionsrat ausgeschriebenen Wettbewerb zu gewinnen. Das Video zeigt eine Mobbingsituation, die gelöst werden kann, weil einer der Mittäter aus dem Kreislauf der Gewalt ausbricht, das Fehlverhalten einsieht und auf die anderen Jungen einwirkt, gemeinsam mit der Schulsozialarbeiterin an dem Fall zu arbeiten. Zum Schluss der wenige Minuten langen Sequenz werden Aufnahmen von Vertrauensspielen und ein Gruppenbild gezeigt. Die Jury, die aus Mitarbeitern des Hessischen Kultusministeriums und des Justizministeriums bestand, hob die geschickte Kameraführung und die Dynamik bei der Konfliktlösung hervor. Die Preisverleihung, bei der das Video gezeigt wurde, fand im Rahmen des Hessischen Demokratietag beim Hessischen Rundfunk am 2.12.2016 statt.
Der Preis besteht in Eintrittskarten für ein Heimspiel von Eintracht Frankfurt, das die Schüler im kommenden Frühjahr mit ihrer Lehrerin besuchen werden.

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Geographische Informationssysteme (GIS) – wie nutzt man die denn?

links: Organisator Christoph Bickel

Christoph Bickel

Mit dieser Fragestellung im Gepäck fuhren die beiden Erdkunde Leistungskurse der Stufen 12 und 13 von Christoph Bickel und Nicole Jung nach Heidelberg zur GIS-Station der Klaus Tschira Stiftung.
An diesem Tag war zudem offizieller internationaler „GIS-Day“. Vorerfahrungen konnten die Schüler/innen bereits Ende September beim Workshop mit Referent Sascha Valentin vom Geopark Westerwald-Lahn-Taunus sammeln. Ein GIS-Programm selbst zu nutzen, um Informationen graphisch zu bearbeiten und darzustellen, stellte uns vor eine Herausforderung! Vor Ort konnten nacheinander beide Leistungskurse im Anschluss an eine theoretische Einführung an aktuellen Unterrichtsthemen mit dem Programm Q-Gis arbeiten. So erstellte der 13er Kurs z.B. anhand von HDI-Daten eine Karte zum Entwicklungsstand der Länder der Erde und glich ab, inwieweit das Millenniumsziel der Verringerung der Kindersterblichkeit in den letzten 15 Jahren erreicht wurde. Der 12er Kurs erstellte Karten zum neuen Stadtteil Heidelbergs, der Bahnstadt, erkundete u.a. dessen Ausdehnung und prüfte durch die Erstellung thematischer Karten die Nahversorgung des "nachhaltigen Stadtviertels". Während des Workshops des anderen Leistungskurses wurde die Innenstadt Heidelbergs unter dem Augenmerk der Stadtentwicklung erkundet. Zum Abschluss erhielten die Schüler/innen ein Zertifikat über die erworbenen Fähigkeiten.

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18 DELF-Diplome vergeben

Frank Bröckl

Insgesamt 18 Schülerinnen und Schüler haben am Gymnasium Philippinum ihr DELF-Diplom abgelegt und damit ihre guten Kenntnisse und Fähigkeiten in französischer Sprache eindrucksvoll unter Beweis gestellt.
Das DELF-Diplom (Diplôme détudes de langue francaise) dient als offizieller Nachweis für französische Sprachkenntnisse bei der Immatrikulation an einer Hochschule oder bei der Bewerbung für eine Arbeitsstelle in Frankreich, Belgien, Kanada und der Schweiz. Es richtet sich vor allem an Schülerinnen und Schüler, die ihre Französisch Kenntnisse mit einem offiziellen Zertifikat nachweisen möchten, da dies aussagekräftiger und vergleichbarer ist als die Zeugnisnoten der Schulen in den verschiedenen Ländern. Die unterschiedlichen Niveaustufen richten sich nach dem im gemeinsamen europäischen Referenzrahmen des Europarats und im europäischen Sprachenportfolio festgelegten Sprachniveau.
Auf der zweiten Kompetenzstufe (Niveau A2), die elementare Umgangsformen zur Bewältigung des Alltags abprüft, waren Zhanna Khayrova, Claudia Hesse, Milena Benner, Maurice Pfeiffer, Lilian Brade, Marlene Willner, Kaja Milberg und Vasiane Müller erfolgreich.
Die dritte Kompetenzstufe (Niveau B1) – hier wird der Schritt von der elementaren hin zur selbstständigen Sprachverwendung mit dem Hauptaugenmerk auf dem flexiblen Sprachumgang in alltäglichen Situationen vollzogen – bewältigten Sophia Klatte, Janne Bösenberg, Sarah Karazma, Samantha Barton, Antoinette Zimmermann, Tim Niesen und Madeline Horz. Julie Hülsemann, Hannah Mies und Andreas Dirwimmer legten ihr Diplom sogar auf der vierten Kompetenzstufe (B2) ab, die den unabhängigen Sprachgebrauch prüft und eine schlüssige Argumentation, sprachliche Gewandtheit sowie ein ausgeprägtes Sprachbewusstsein verlangt.
Über den Erfolg der Schülerinnen und Schüler freuten sich besonders die Französisch Lehrerinnen Silke Balkhausen-Pohlner (Niveau A2) und Ulrike Tielesch (Niveau B1 und B2), die ihre DELF-Gruppe in einer einstündigen AG pro Woche auf die Prüfung vorbereitet hatten.

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November 2016

Politikkurs des Gymnasium Philippinum Weilburg besucht den Bundestag

Hans Werner Bruchmeier

Einundzwanzig Schülerinnen und Schüler des „Politik und Wirtschaft – Kurses“ der Jahrgangsstufe 12 des Gymnasium Philippinum Weilburg besuchten auf Einladung des Bundestagsabgeordneten Markus Koob (CDU) den deutschen Bundestag. Schon am Anreisetag wurde das Motto der Fahrt „Deutsche Geschichte erleben um die Gegenwart zu verstehen“ deutlich. Das Holocaust-Mahnmal in unmittelbarer Nähe leitete den Besuch der Ausstellung „Topographie des Terrors“ ein, in der die Verbrechen der Nazi-Zeit und die grauenvolle Geschichte des Warschauer Ghettos eindrucksvoll illustriert sind und viele der Jugendlichen betroffen und nachdenklich machte.Politiklehrer Hans Werner Bruchmeier machte dazu mit seinen persönlichen Berlin-Erfahrungen in der geteilten Hauptstadt den Verlauf der Mauer, die Bedeutung des Brandenburger Tors und die Tage des Mauerfalls greifbarer. Das offizielle Tagesprogramm endete mit einem Besuch der Abendandacht im eindruckvollen Berliner Dom.

Auf der Besuchertribüne im Reichtagsgebäude verfolgten die Schülerinnen und Schüler am nächsten Morgen eine Sitzung des Bundestages, in der abschließend der Haushalt 2017 diskutiert und abgestimmt wurde und  informierten sich über Strukturen und Abläufe des Deutschen Bundestages.
Der Rundgang in der Kuppel des Reichstagsgebäudes brachte zusätzliche interessante Eindrücke von der Bundeshauptstadt.
Im anschließenden lockeren Gespräch erläuterte der Bundestagsabgeordneten Markus Koob seinen Weg durch die Politik bis zu seinem Mandat im Bundestag, aber auch Fragen zur aktuellen Politik, wie die Populismusproblematik und das Verhältnis zu den USA nach der Präsidentenwahl und die Möglichkeiten der besseren Beteiligung der Bürger wurden diskutiert.
 
Die Abende nutzte die Gruppe zum gemeinsamen Gedankenaustausch, ehe am dritten Tag nach einer kurzen Shoppingrunde am weihnachtlichen Kurfürstendamm die Heimreise angetreten wurde.

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Handballer werden Vizemeister

Bild v. l. n. r.: Hannes Herrmann, Samuel Georgi, Johannes Schönwetter, Tiano Steiner, Marvin Jung (verdeckt), Adrian Sterk, Jeremiah Wahler, Julius Glotzbach, Jonas Erkel und Kilian Freihold

Frank Bröckl

Beim Kreisentscheid Handball in Limburg im Rahmen des Schulwettbewerbs „Jugend trainiert für Olympia“ belegten die Jungen des Philippinum in der Wettkampfklasse IV (Jahrgänge 2005/2006) hinter der Tilemannschule Limburg den zweiten Platz.
Zu Beginn der Veranstaltung in der Turnhalle der Marienschule an der Lahnkampfbahn gelang dem Team von Sportlehrer Philip Dörnte gleich ein Auftakt nach Maß. Den Vielseitigkeitswettbewerb vor dem eigentlichen Handballspiel – eine „Handball-Biathlon-Staffel“, in der die Grundtechniken Dribbeln, Fangen und Werfen abgeprüft werden – konnten die Weilburger gegen die Tilemannschule klar für sich entscheiden und dadurch mit einem 2:0-Polster in die Partie starten. Der Vorsprung war jedoch bald aufgebraucht und es entwickelte sich ein offener Schlagabtausch, der bis in die Schlussphase hinein spannend bleiben sollte. Als es nach zweimal zehn Spielminuten 7:7 stand, war klar, dass die nun folgende Verlängerung (zweimal fünf Minuten) die endgültige Entscheidung bringen musste. Hier lieferten die Weilburger Jungs dem Gegner aus Limburg erneut einen großen Kampf, mussten jedoch dem zunehmenden Kräfteverschleiß Tribut zollen. Dies zeigte sich besonders darin, dass man den Schlüsselspieler der Tilemannschule nun nicht mehr ausreichend kontrollieren konnte, woraus mehrere Gegentore zum Endstand von 8:13 aus Weilburger Sicht resultierten.
„Die Jungs haben sich sehr achtbar geschlagen“, stellte Sportlehrer Philip Dörnte sichtlich zufrieden fest. „Unsere Handball AG, an der regelmäßig rund 20 Schülerinnen und Schüler, teilnehmen, trägt erste Früchte“. Dies dürfte auch Kollege Jan Hooss freuen, der die Philippinum-Handballer immer donnerstags in der achten und neunten Stunde zusammen mit Philip Dörnte in der Hessentagshalle betreut. Die Mädchen (Jahrgänge 2005/2006) fahren im neuen Jahr zum Regionalentscheid nach Oberursel. Auf das Abschneiden darf man gespannt sein.

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Diesjähriger Balladenwettbewerb bringt zwei Sieger hervor

Die Sieger Finn Ketter (8. v l.) und Florian Wegner (9. v. l.) umringt von den Teilnehmern des Balladenwettbewerbs und der Jury um Jörg Lüdecke (7. v. l.)

Dennis Kunz

Finn Ketter (Klasse 7b) und Florian Wegner (Klasse 7e) sind die Sieger des diesjährigen Balladenwettbewerbs am Gymnasium Philippinum Weilburg. Beide Schüler überzeugten die Jury mit ihren Vorträgen gleichermaßen und teilen sich mit der identischen Punktzahl Rang eins.

Die mittlerweile sechste Auflage des Balladenwettbewerbs der Jahrgangsstufe 7, der zum festen Bestandteil der Schulkultur geworden ist, bot einmal mehr abwechslungsreiche und qualitativ hochwertige Beiträge. Die insgesamt dreizehn Teilnehmerinnen und Teilnehmer begeisterten die Jury mit der Kraft ihrer Stimmen, zum Teil sorgten aber auch weitere Hilfsmittel wie musikalische Untermalung, verwendete Requisiten oder Hintergrundbilder für Kurzweil.

Die teilnehmenden Klassen 7a bis 7e hatten im Deutschunterricht zuvor Balladen auswendig gelernt und vorgetragen, woraufhin je zwei Klassensieger bzw. Siegerteams bestimmt wurden, die sich nun in der Aula einem größeren Publikum stellen durften.

Die Fachjury – bestehend aus dem "Stargast", dem Frankfurter Goethe-Rezitator und Balladenexperten Jörg Lüdecke, der stellvertretenden Schulleiterin Renate Geil, Fachbereichsleiterin Anne Weigel und Deutschlehrerin Stefanie Kanthak – war von den mannigfaltigen Darbietungen mehr als angetan, auch das Publikum honorierte die Beiträge mit großem Beifall. 

Die Bandbreite der Balladen reichte von klassischen Texten wie Heines "Belsazar" oder Schillers "Der Ring des Polykrates" bis hin zu überaus modernen Balladen wie Wolf Biermanns "Die Ballade vom Briefträger William L. Moore", welche den Rassismus in den Südstaaten der USA und den Kampf von William Moore gegen diese Ungerechtigkeit behandelt. 

Auch die beiden Siegerballaden zeigten die dargebotene Vielfalt: Während Florian Wegner mit seiner sprachlich wie schauspielerisch großartigen Leistung Goethes "Zauberlehrling" lebendig werden ließ, überzeugt Finn Ketter mit der Darbietung der weniger bekannten Ballade "Pidder Lüng" von Detlev von Liliencron. Den Widerstand der friesischen Bevölkerung in Person von Pidder Lüng gegen die dänische Herrschaft trug er in Form eines Raps vor, wobei er die eigenen Worte stimmungsvoll mit den Klängen seiner Cajón (einer Kistentrommel) unterstützte. Zudem schreckte er nicht davor zurück, auch die Textteile, die in Friesisch gehalten sind, vorzutragen.

Den zweiten Rang sicherte sich Jule Bernhardt (Klasse 7e) mit ihrer Version von Goethes "Erlkönig", wobei es ihr in beeindruckender Weise gelang, die verschiedenen Figuren sprachlich auszugestalten. Das Podest komplettierte Leonhard Zugmann (Klasse 7b), der als Dritter ebenfalls mit dem "Erlkönig" zu punkten wusste, dabei nach der Rezitation aber auch noch die von Franz Schubert komponierte Vertonung des Werkes zum Besten gab und dafür langanhaltenden Applaus erntete.

Allen Schülerinnen und Schülern, die am Wettbewerb teilgenommen haben, gebührt ein großes Lob für ihr Engagement und ihre Kreativität. Sämtliche Mitwirkende erhielten Buchpreise, die dankenswerterweise von der Wilinaburgia zur Verfügung gestellt wurden, zudem durften sich die Klassen über einen Klassenfußball freuen.

Der Wettbewerb gehört inzwischen zum festen Programm am GPW und soll natürlich auch im kommenden Jahr im Veranstaltungskalender auftauchen. Im November oder Dezember nächsten Jahres wird dann am Gymnasium Philippinum wieder um die Wette rezitiert werden. Jörg Lüdecke jedenfalls freut sich schon heute auf ein Wiedersehen mit dem GPW und auf die nächste Auflage des Balladenwettbewerbs. 

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Ein Tag in der Gaslehrküche

Markus Huth

Im Rahmen der Projektwoche 2016 am Gymnasium Philippinum verbrachte der Leistungskurs Geschichte 12 von Herrn Laszlo einen Tag in der Gaslehrküche der Weilburger Stadtwerke. Ziel dieses Projekttages war es, das Teambuilding voranzutreiben und das Gemeinschaftsgefühl innerhalb der Tutorgruppe zu stärken. Dies hat auch sehr gut funktioniert. Beim gemeinsamen Kochen hat jeder jedem geholfen, sodass die gesamte Gruppe zum Mittagessen ein Menü, bestehend aus mehreren Gängen, verzehren konnte. Zusammen mit Tutor Stefan Laszlo zauberten die Schüler in mehreren Teams leckere Bruscetta, eine Kürbiscremesuppe, selbstgemachte Nudeln und Flammkuchen und als süßen Nachtisch leckere selbstgemachte Waffeln. Die Schüler hatten alles vorher selbständig geplant und eingekauft, einige brachten auch passende Kochgeräte mit. Das Essen war sehr lecker und die Tutorgruppe war sich einig, dass Wiederholungsbedarf bestehe. So soll zum Beispiel auch an einem Abend während der Abschlussfahrt selbst gekocht werden.

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Abschlussfahrt in den Norden mit vielen Highlights

Alexandra Meier und Peer Ukleja

Die Abschlussfahrt führte den Englisch LK unter der Leitung von Frau Lorenzo und Frau Kafitz am Sonntag, den 9.10., nach Schottland. Nach anfänglichen Orientierungsschwierigkeiten kamen wir erschöpft und hungrig in dem zentral liegenden Hostel an, von welchem aus wir einen Ausblick auf typisch schottische Pubs und das ansehnliche Schloss Edinburghs hatten. Nun galt es erst einmal Geld zu wechseln, um endlich das lang ersehnte erste Abendessen in Schottland genießen zu können. Nach gut 12 Stunden seit der Abreise war dies auch durchaus  nötig.
Am nächsten Tag erkundeten wir gemeinsam mit einem sympathischen Stadtführer die Sehenswürdigkeiten der Altstadt, inklusive einiger Fun Facts über J.K.Rowling und deren Inspirationen für die berühmten „Harry Potter“-Romane. Nach diesem informativen Rundgang hatten wir die Möglichkeit, uns noch einmal für den Nachmittag zu stärken, um dann mit Audio-Guides ausgestattet das gut erhaltende Schloss zu erkunden. Hier fanden wir diverse Informationen über die Geschichte Edinburghs und hatten zudem auch einen atemberaubenden Ausblick über die Stadt selbst. Sogar die Sonne zeigte sich an dem meist grauen schottischen Himmel und verstärkte den positiven Eindruck der vor uns liegenden Hauptstadt Schottlands.
Am Dienstag besuchten wir die Stadt Glasgow. Dort bewegten wir uns zwischen Moderne und Vergangenheit mit Hilfe von Sightseeingbussen und hatten so stets die Wahl zwischen Shopping und Kultur. Die St.Mungo‘s Kathedrale mit dem dazugehörigen viktorianischen Friedhof war für viele der Höhepunkt des Tages. Das Highlight der Woche bot sich uns am Mittwoch. An diesem Tag fuhren wir über holprige Straßen in die einzigartige Natur der schottischen Highlands und wandelten auf Bravehearts Spuren. Unser erster Stopp war der zweitgrößte See Schottlands, Loch Lomond, und das am See liegende Dorf Balmaha. Aufgrund leichter Orientierungsschwierigkeiten wanderten wir anstatt an dem Ufer des Sees in die Höhen der Highlands. Dies stellte sich schlussendlich als Gewinn heraus, da wir einen Aussichtspunkt mit bezauberndem Ausblick auf See und die umliegenden Berge fanden. Nach unserer Wanderung ging es weiter in das kleine abgelegene Dörfchen Aberfoyle, in dem wir alle hervorragend zu Mittag aßen und uns von der anstrengenden Wanderung erholten. Nach dem verdienten Mittagessen fuhren wir in die für ihre Geschichte bekannte Stadt Stirling. Dort verbrachten wir unsere Zeit mit Rundgängen in der Stadt oder mit netten Gesprächen über einer Tasse Kaffee oder Tee. Der letzte Stopp des Tages waren 30 Meter hohe Pferdekopfstaturen, die Kelpies, welche die Wichtigkeit des Pferdes für die schottische Bevölkerung symbolisieren.
Unser letzter Tag führte uns in das junge schottische Parlament, wo wir über dessen Entstehung und dessen Einzigartigkeit informiert wurden. Den Rest des Tages durften wir uns frei in Edinburgh bewegen. Der letzte Abend begann zunächst mit einem gemeinsamen Essen und wurde dann in dem hosteleigenen Pub fortgeführt. In diesem saßen wir schon die vorherigen Abende beisammen und genossen neben schottischen Getränken die Freizeitmöglichkeiten, wie zum Beispiel Billard oder Tischtennis.
Am Freitag war unser Aufenthalt in Schottland leider zu Ende. Doch selbst der Rückflug gestaltete sich dank des gut gelaunten Copiloten, welcher zum Alleinunterhalter wurde, als weiteres Highlight.
Abschließend lässt sich sagen, dass Schottland eine großartige Erfahrung war und die gemeinsame Zeit in positiver Erinnerung bleiben wird.

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Tag der offenen Tür

Frank Bröckl und Volker Schmidt

„Ich heiße Sie herzlich Willkommen. Lernen Sie die Stärken unserer Schule kennen und informieren Sie sich über die vielfältigen Entwicklungsmöglichkeiten, die wir Ihren Kindern bieten“. Mit diesen Worten eröffnete Schulleiter Stefan Ketter den diesjährigen Tag der offenen Tür am Gymnasium Philippinum. Sein besonderer Dank galt Sandra Linn und Winfried Lange für die Organisation der Veranstaltung und die Gestaltung der entsprechenden Broschüre. „Ich bedanke mich aber auch sehr herzlich bei allen Schülerinnen und Schülern sowie dem gesamten Kollegium für das außergewöhnliche Engagement, dass es uns ermöglicht, der Öffentlichkeit ein derart breites Spektrum unserer Aktivitäten zu präsentieren“, so Stefan Ketter. Nach dem musikalischen Auftakt im Atrium durch die Singklasse unter der Leitung von Christiane Glotzbach bestand die Gelegenheit, das Schulgelände auf eigene Faust zu erkunden. Man konnte sich jedoch auch den orts- und sachkundigen Scouts der Jahrgangsstufe zwölf anvertrauen und sich so in kleinen Gruppen einen Überblick über das umfangreiche Veranstaltungsangebot verschaffen. Zahlreiche Ausstellungen und Präsentationen – darunter eine im Religionsunterricht entwickelte „God App“, ein biologisches Gruselkabinett sowie die Simulation einer Unternehmensgründung im Stile der Fast-Food-Ketten im Bereich Politik und Wirtschaft - gaben einen Einblick in die Arbeit einzelner Fächer. Zu den ganz aktuellen Angeboten gehören auch der Wahlkurs Darstellendes Spiel sowie das Programm „Digitale Helden“, das im Rahmen der Suchtprävention einen bewussten Umgang mit dem Internet fördern und damit verbundene Mobbing-Probleme vermeiden helfen möchte. Während sich die Eltern in erster Linie zum Übergang von Klasse vier zu fünf beraten ließen oder Informationen zum Fremdsprachenangebot, zum bilingualen Unterricht, zur Ganztagsklasse, zum STEP-Programm oder zur pädagogischen Mittagsbetreuung einholten, standen bei den Kindern die zahlreichen Mitmachangebote hoch im Kurs. Die breite Palette der Möglichkeiten reichte dabei von Schnupperstunden in Latein und Französisch sowie kleinen Experimenten in Biologie, Chemie und Physik im naturwissenschaftlichen Trakt, über allerlei Aktivitäten rund ums Lesen im Medien- und Lernzentrum bis hin zu künstlerischen Aktivitäten in den neuen Räumlichkeiten des Faches Kunst. Wer schon beim ersten Besuch des Gymnasiums ganz hoch hinaus wollte, konnte sich an der Kletterwand in der Kreissporthalle erproben, sein Gleichgewichtsgefühl auf der Slackline testen oder seinen Bewegungsdrang am Ruderergometer oder auf dem Waveboard abbauen, um sich anschließend vom Team der Mensa mit Getränken und Kuchen verwöhnen zu lassen. Auch die SV und der Schulelternbeirat standen den Eltern als Ansprechpartner zur Verfügung. Die beiden Fördervereine der Schule, der Gymnasiale Schulverein und die Wilinaburgia, nutzten ebenfalls die Gelegenheit, sich zu präsentieren und neue Mitglieder zu werben.

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Elisabeth Kuhnigk gewinnt Vorlesewettbewerb

Frank Bröckl

Wer liest am besten? Wer darf das Gymnasium Philippinum in der nächsten Runde auf Kreisebene vertreten? Antworten auf diese Fragen brachte der Vorlesewettbewerb der sechsten Klassen, der unter der Moderation von Christine Bill in der Aula der Schule stattfand. Hatte in den beiden vergangenen Jahren jeweils ein Junge den Sieg davontragen können, stand dieses Mal von vorneherein fest: Schulsieger kann nur ein Mädchen werden! Elisabeth Kuhnigk (6a), Nele Abel (6b), Anika Lommel (6c), Anna Weber (6d) und Antonia Harnacke (6e) hatten sich in ihren Klassen durchgesetzt und durften sich nun berechtigte Hoffnungen auf den ersten Platz machen. Nach einer kurzen Begrüßung durch die stellvertretende Schulleiterin Renate Geil weckte zunächst Jurymitglied Astrid Habib von der Weilburger Residenz-Buchhandlung bei den als Zuhörern geladenen Jungen und Mädchen der Klassen 5a und 5b mit zwei Buchvorstellungen die Lust aufs Lesen.
Als dann die fünf Klassensiegerinnen der Reihe nach die zuhause vorbereiteten Passagen aus den von ihnen ausgewählten Büchern präsentierten, war es mucksmäuschenstill in der Aula. Nach den spannenden, heiteren aber auch sehr nachdenklich stimmenden Lesebeiträgen zog sich die Jury, der neben Renate Geil und Astrid Habib auch Christiane Henss von der Weilburger Kreis- und Stadtbücherei sowie die Deutschlehrer Jörg Freihold und Jan Hooss angehörten, zu einer ersten kurzen Beratung zurück.
In gleicher Reihenfolge wie zuvor entführten die fünf jungen Vorleserinnen danach ihr Publikum mit der ihnen unbekannten Geschichte „Hochgefährlich!“ ( Band „Ich schenk dir eine Geschichte“, Welttag des Buches 2007) in den australischen Busch.
Als Renate Geil als Sprecherin der Jury nach dieser zweiten Runde und einer erneuten Beratung der Jury schließlich ans Mikrophon trat, um die Entscheidung der Jury zu verkünden, war die Spannung im Raum fast greifbar. „Ihr habt alle hervorragend gelesen und uns die Entscheidung nicht leicht gemacht, es war ein knappes Rennen“, lobte die stellvertretende Schulleiterin ausdrücklich die Lesebeiträge aller Mädchen, um anschließend bekannt zu geben: „Schulsiegerin des Vorlesewettbewerbs 2016 ist Elisabeth Kuhnigk aus der Klasse 6a“. Für alle Kandidatinnen gab es abschließend noch einmal einen kräftigen Applaus sowie eine Urkunde. Am Ende des ersten Halbjahres warten dann noch Buchgutscheine auf die Teilnehmerinnen, die wie in jedem Jahr von der Wilinaburgia gestiftet werden.
Alle Buchtitel des Vormittags stehen großen und kleinen Leseratten demnächst im Medien- und Lernzentrum (MLZ) zur Verfügung. Finanziell unterstützt von der Wilinaburgia liegt hier die Leseförderung an der Schule seit vielen Jahren in den Händen der verantwortlichen Leiterin Gudrun Ehlert-Lorenz und ihrem Team.

Wer sucht noch ein Weihnachtsgeschenk? Hier nun die brandheißen Lesetipps von Astrid Habib und den Klassensiegerinnen:
1.    „Dusty – Freunde fürs Leben“ (Jan Andersen)
2.    „Zimt & weg“ (Dagmar Bach)
3.    „Damals war es Friedrich“ (Hans Peter Richter), gelesen von Elisabeth Kuhnigk (6a)
4.    „Die fabelhafte Miss Braitwhistle“ (Sabine Ludwig), gelesen von Nele Abel (6b)
5.    „Tintenherz“ (Cornelia Funke), gelesen von Anika Lommel (6c)
6.    „Ruby Redfort – Dunkler als die Nacht“ (Lauren Child), gelesen von Anna Weber (6d)
7.    „Harry Potter und der Stein der Weisen“ (Joanne K. Rowling), gelesen von Antonia Harnacke (6e)

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Oktober 2016

Workshop Geographische Informationssysteme (GIS)

Nicole Jung & Christoph Bickel

Am 29.11.2016 haben die Leistungskurse Erdkunde der Jahrgangsstufen 12 und 13 von Nicole Jung und Christoph Bickel einen Workshop zum Thema GIS durchgeführt. Dies sind Informationssysteme zur Erfassung, Bearbeitung, Organisation, Analyse und Präsentation räumlicher Daten, die aus unserem täglichen Leben nicht mehr wegzudenken sind.
Nach einem allgemeinen Einführungsteil war es Ziel des Workshops selber eine digitale Karte der Migrationsdaten in Hessen zu erstellen. Hierzu konnte wieder einmal der Referent Sascha Valentin im Zuge der Kooperation mit dem Geopark Westerwald-Lahn-Taunus gewonnen werden, der zusammen mit den Schülerinnen und Schülern die Daten in ein GIS-Programm einarbeitete.
Im Zuge der Thematisierung wird eine weitere Exkursion zur GIS-Station nach Heidelberg am 16.11. folgen, bei der die Schülerinnen und Schüler Workshops zu den lehrplanrelevantenThemen städtischer Strukturwandel bzw. Entwicklung nicht-industrialisierter Staaten besuchen werden.

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Grundschulnachmittag

Frank Bröckl

Kommen meine ehemaligen Schützlinge auf dem Gymnasium gut zurecht? Habe ich die richtige Empfehlung gegeben? Diese und ähnliche Fragen dürften viele Lehrerinnen und Lehrer der Grundschulen bewegen, wenn sie einen Teil der von ihnen unterrichteten Kinder am Ende der vierten Klasse an das Gymnasium Philippinum abgeben. Gelegenheit zum schulübergreifenden Austausch über diese und viele andere pädagogische Aspekte bot der nun durchgeführte Grundschulnachmittag.
„Es ist uns ein ganz wichtiges Anliegen, den Übergang von der Grundschule auf das Gymnasium Philippinum immer weiter zu optimieren“, betonte Schulleiter Stefan Ketter im Rahmen seiner Begrüßungsworte in der Mensa. Sein besonderer Dank galt Susanne Neusser, der verantwortlichen Koordinatorin der Klassenstufen 5 und 6, für die Organisation der Veranstaltung. Diese ist seit vielen Jahren fester Bestandteil des pädagogischen Konzepts der Schule. Anschließend bestand für die in der Klassenstufe 5 unterrichtenden Lehrerinnen und Lehrer und die zahlreichen Kolleginnen und Kollegen der umliegenden Grundschulen, die der Einladung gefolgt waren, die Gelegenheit, sich bei Kaffee und Kuchen zu stärken. Im Zentrum des Nachmittags standen jedoch die Gespräche in den Klassenteams über die bisherige Entwicklung der Sextaner und die Beratung über Maßnahmen, die einer weiteren Verbesserung des Übergangs von der Grundschule auf das Gymnasium Philippinum dienen.

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Fußballerinnen erreichen Finale

Frank Bröckl

Beim Kreisentscheid im Rahmen des Schulwettbewerbs „Jugend trainiert für Olympia“ glänzten die Fußballerinnen des Gymnasium Philippinum in der Wettkampfklasse III (Jahrgänge 2003 bis 2005) auf dem Kunstrasen in Elz mit einer ganz starken Vorstellung. Das neu zusammen gestellte Team belegte in der Endabrechnung überraschend und unerwartet den zweiten Platz.
Im ersten Spiel gegen die Jakob-Mankel-Schule hatte man sich aufgrund der Unerfahrenheit der Weilburger Mädchen – nur drei Spielerinnen sind in einem Fußballverein aktiv – mit deren Betreuer noch darauf geeinigt, dass alle zwölf mitgereisten Schülerinnen auch eingesetzt werden dürfen. Doch bereits hier zeigten die Weilburgerinnen, dass mit ihnen zu rechnen ist, sodass Ayliz Kubasik und Sedif Sibka fortan nur noch anfeuern durften, musste doch der Kader nach dem Spiel auf die eigentlich vorgeschriebenen zehn Spielerinnen reduziert werden. Eine von Mascha Weber flach herein gegebene Ecke hatte Lotta Bernhardt bereits in der ersten Hälfte der Spielzeit per Direktabnahme verwandelt. Als kurz darauf Laura Blom einen Abschlag der gegnerischen Torhüterin abfing und unhaltbar im Tor der Mankelschule zum 2:0-Endstand platzierte, war der erste Spielgewinn perfekt. Derart beflügelt drehten die von Schulsportleiter Christof Trümner und Sport Leistungskurs-Schülerin Salome Tayefeh-Mahmoudi  begleiteten Mädchen in der nachfolgenden Partie gegen die Leo-Sternberg-Schule Limburg richtig auf.  Das Ergebnis von 3:0 war Ausdruck der klaren Überlegenheit der Weilburgerinnen, bei denen sich Anne Risse mit zwei Treffern und einer Vorlage besonders in Szene setzen konnte. An Spannung kaum zu überbieten war dann das anschließende Halbfinale gegen die Freiherr-vom-Stein-Schule aus Dauborn, stand es doch nach dem Ablauf der regulären Spielzeit 0:0. Im nun folgenden Neunmeterschießen schlug die große Stunde von Torfrau Tizia Weier. Während die Weilburgerinnen vier ihrer fünf Versuche vom Punkt souverän versenkten, entnervte sie das Team aus Dauborn mit gleich drei gehaltenen Schüssen. Erst im Endspiel mussten sich die Mädchen des Philippinum trotz einer starken Leistung der Marienschule aus Limburg, die über eine überragende Einzelspielerin verfügte, klar mit 0:3 geschlagen geben. „Unsere Mädchen haben insgesamt eine geschlossene Mannschaftsleistung gezeigt und mit dem zweiten Platz ein tolles und völlig überraschendes Ergebnis erzielt“, bilanzierte Schulsportleiter Christof Trümner erfreut. „Ein besonderer Dank geht an Salome Tayefeh-Mahmoudi für  die Leitung des Trainings und die hervorragende Betreuung der Mannschaft“.  In Zukunft wird es am Gymnasium Philippinum freitags parallel zum Angebot für die Jungen auch eine Fußball AG für die Mädchen geben. Interessierte und talentierte junge Fußballerinnen sind herzlich Willkommen.

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Universität, Ausbildung, FSJ – oder doch erst für ein Jahr ins Ausland?

Dr. Eike Kehr

Im Rahmen zweier Projekttage befassten sich die Zwölftklässler des Weilburger Gymnasium Philippinum mit unterschiedlichen Bildungswegen nach dem Abitur. Unterstützt wurden sie durch zahlreiche Experten aus Wirtschaft und Hochschulen sowie durch ehemalige Schüler des Gymnasiums.
Was unterscheidet eine Hochschule für angewandte Wissenschaften von einer Universität? Ist eine Ausbildung für Abiturienten sinnvoll? Und wie bewerbe ich mich für ein Duales Studium? Um diese und ähnliche Fragen zu klären, hatte Projektleiter Dr. Eike Kehr eine Vielzahl von Experten eingeladen, die den Schülern im Rahmen von insgesamt mehr als 40 Workshops Rede und Antwort standen. Vertreten waren die Studienberater der umliegenden Hochschulen, Berufsberater der Agentur für Arbeit und eine Personalexpertin der Partnerfirma Siemens. Daneben gab es Informationen zu Studienstipendien und zu verschiedenen Freiwilligendiensten im In- und Ausland.
Eine schülernahe und persönliche Perspektive ergab sich zudem durch die Einbindung früherer Abiturienten. Vierzehn Ehemalige, die selbst erst in den letzten fünf Jahren ihr Abitur am Philippinum abgelegt hatten, waren dem Ruf an ihre alte Schule gefolgt und berichteten aus persönlicher Erfahrung über Studiengänge und Ausbildungen – oder auch über ein Jahr als Au Pair in New York.
Welcher Teil der Projekttage am besten war – darüber gab es unterschiedliche Meinungen: Für Jana Feikus aus dem Leistungskurs Geographie waren die Veranstaltungen mit den Berufsberatern besonders hilfreich, da man dort unabhängige Informationen erhalten konnte, während ihre Klassenkameradin Carla die Workshops mit den Ehemaligen besonders gut fand: „Die können sich einfach noch sehr gut in unsere Lage versetzen.“ Ihre Mitschülerin Jeannette ergänzt: „Der persönliche Kontakt nimmt einem die Ängste, weil man die Dinge aus Sicht eines Studierenden sieht."
Insgesamt lässt das positive Feedback keine Zweifel daran, dass die Schülerinnen und Schüler von den Angeboten der beiden Projekttage sehr profitieren konnten. Das Philippinum bedankt sich dafür sehr herzlich bei allen Referentinnen und Referenten sowie beim Ehemaligenverein Wilinaburgia.

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Berufsträume und Traumberufe

Dr. Eike Kehr

Journalist, Architekt, oder doch lieber Psychologe? – Neun Berufstätige aus verschiedenen „Traumberufen“ gaben den Neuntklässlern des Weilburger Philippinums im Rahmen einer Projektwoche praktische Einblicke in den beruflichen Alltag.
Welche Voraussetzungen muss man erfüllen, um Rechtsanwalt zu werden? Wie sieht der berufliche Alltag eines Maschinenbauingenieurs aus? Hat man als Polizist geregelte Arbeitszeiten? Und wieviel verdient man eigentlich als Schulleiter? In kleinen Gruppen gaben die Referenten zu diesen und ähnlichen Fragen Auskunft und berichteten über Vor- und Nachteile ihrer Berufe. Verbunden war dies zum Teil auch mit praktischen Einblicken: So lernten die Schüler beim Arzt, wie man mit Blutdruckmessgerät und Otoskop umgeht, während sie zusammen mit dem Journalisten einen Zeitungsartikel verfassten. Beim Psychologen hingegen durften sie einen imaginären Patienten von seiner Spinnenphobie kurieren.
Der Projekttag hat am Philippinum Tradition – er geht auf das Engagement einer Elterninitiative zurück, die bis heute an der Organisation beteiligt ist, und findet in ähnlicher Form schon seit achtzehn Jahren statt. Inzwischen ist er Teil einer ganzen Projektwoche, in der sich die Schüler intensiv mit dem Thema Berufswahl auseinandersetzen: Im Berufsinformationszentrum der Agentur für Arbeit recherchieren sie Wissenswertes zu verschiedenen Berufsbildern und lernen die Berufsberater kennen. Mit Experten üben sie, wie man in Vorstellungsgesprächen und Bewerbungstests einen positiven Eindruck hinterlässt. Und als Abschluss stellen sie im Rahmen eines Plakatwettbewerbs einen persönlichen Traumberuf dar – mit all jenen Informationen, die sie im Laufe der Woche gewinnen konnten. Die besten Plakate wurden bereits mit Sachpreisen prämiert und sollen zudem in einer Filiale der Weilburger Sparkasse ausgestellt werden. In wenigen Monaten steht dann erneut das Thema Berufswelt im Mittelpunkt – diesmal im Rahmen eines Betriebspraktikums.
Insgesamt stießen der Workshoptag und die Projektwoche auf eine ausgesprochen positive Resonanz bei Schülern, Eltern und Lehrern des Weilburger Gymnasiums. „Da sieht man auch wirklich einmal, wofür man in der Schule lernt“ – so das persönliche Fazit eines Teilnehmers. Das Philippinum bedankt sich herzlich bei allen Referenten, dem Ehemaligenverein Wilinaburgia, der Kreissparkasse Weilburg und dem Filmtheater Delphi, die das Projekt seit vielen Jahren zuverlässig unterstützen.

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September 2016

Vortragsreihe „Blickfeld Naturwissenschaft“ gestartet

von links: Schuldirektor Stefan Ketter, Jörg Korschinsky (Geschäftsführer der Weilburger Stadtwerke), Prof. Dr. Ernst Peter Fischer

Frank Bröckl

Naturwissenschaften heben keineswegs die Geheimnisse dieser Welt auf. Im Gegenteil! Sie vertiefen sie und ihre Angebote an das Denken verzaubern deshalb die Welt – Diese auf den ersten Blick Erstaunen hervorrufende These erläuterte Prof. Dr. Ernst Fischer, Professor für Wissenschaftsgeschichte an der Universität Heidelberg und wissenschaftlicher Berater der Stiftung „Forum für Verantwortung“, im Komödienbau der Stadt Weilburg im Rahmen seines Vortrags zur Eröffnung der neuen Vortragsreihe „Blickfeld Naturwissenschaft“.
„Warum können Flugzeuge fliegen? Wie wird genetische Information übertragen? Die Naturwissenschaften machen die Welt nicht uninteressant, weil sie die Welt erklären“, meint Fischer. Vielmehr machen diese Phänomene erst noch geheimnisvoller, so die These seines Buches „Die Verzauberung der Welt“ und er belegt dies anhand zahlreicher Beispiele. „Aufgrund des Atommodells von Nils Bohr glauben wir Menschen zu wissen, was Atome sind“, so der Referent. „Atome haben jedoch kein Aussehen, sie sind lediglich eine Erfindung der Physik“. Die Sache selbst sei bei Atomen nicht da, lediglich eine mathematische Gleichung. Auch die Frage nach dem Licht ist für Fischer nicht wirklich zu beantworten. Galt zunächst die Überzeugung, dass Licht eine Welle ist, habe Albert Einstein dann 1905 festgestellt, dass dieses als Welle und Teilchenstrahl zugleich gesehen werden muss. „Das hat zur Konsequenz, dass wir nicht mehr wissen, was Licht ist“, ist sich Professor Fischer sicher, „denn wie soll etwas Welle und Teilchen zugleich sein?“ Somit entzaubern die Naturwissenschaften laut Fischer durch ihren Erkenntnisgewinn und neue Einsichten nur scheinbar die Welt, führen jedoch bei genauerer Betrachtung zu immer neuen Fragestellungen und Geheimnissen. „Und so ist auch Licht letztendlich ein Geheimnis und das ist das Schönste daran“, findet der Referent. Vehement wehrt er sich gegen die weit verbreitete Überzeugung, fast alles sei letztlich berechenbar. Viele Dinge können seiner Ansicht nach nicht berechnet, sondern nur bestaunt werden. Daher romantisierten die Naturwissenschaften die Welt, anstatt sie zu entzaubern.
Wer bin ich? Diese zentrale philosophische Fragestellung beleuchtet Fischer gegen Ende seiner Ausführungen. „Wir wollen nach Hause, heim, ins Geheimnis“. Und so seien wir selbst das eigentliche Geheimnis mit dem Ziel, auf dem Weg des Lebens bei uns selbst anzukommen.
Schulleiter Stefan Ketter bedankte sich abschließend bei Professor Fischer mit einem kleinen Präsent für diesen bemerkenswerten Eröffnungsvortrag der 21. Auflage der Naturwissenschaftlichen Vortragsreihe, die seit vielen Jahren von den Weilburger Stadtwerken, vertreten durch Geschäftsführer Jörg Korschinsky, finanziell unterstützt wird.

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Neues Stadion eröffnet

Frank Bröckl

Nach umfangreicher Sanierung wurde das Weilburger Stadion am Gymnasium Philippinum nun mit einem zweitägigen Fest neu eröffnet. Die Sportanlage mit Kunstrasenplatz trägt ab sofort den Namen „Wilhelm-Schütz-Stadion“.  
Die Gesamtkosten des unter der Federführung der Spielgemeinschaft (SG) Oberlahn realisierten Projekts belaufen sich auf annähernd 800.000 Euro, wobei das Land Hessen mit 200.000 Euro den größten Zuschuss gewährte. Kreis und Stadt investierten jeweils 150.000 Euro, weitere 54.000 Euro stammen aus dem kommunalen Investitionsprogramm des Bundes. Auch der Landessportbund beteiligte sich mit 25.000 Euro. Den Restbetrag stemmte die SG Oberlahn mit zum Teil erheblichen Eigenleistungen.
Ein großer Unterstützer des Projekts war von Beginn an Bauunternehmer Ottmar Schütz, dessen Firma mit der Bauleitung beauftragt war. Als Namensgeber für das neue Stadion wählte er den Namen seines Großvaters Heinrich Schütz, dem Gründer der Firma.
Im Rahmen der Einweihungsfeier nahm eine Schülergruppe betreut von Ulrike Fuhrmann-Grote, Hans Werner Bruchmeier und Schulsportleiter Christof Trümner erstmals die neue Leichtathletik-Anlage in Betrieb, die für die Disziplinen Sprint, Weitsprung und Kugelstoß nun sehr gute Bedingungen bietet. Aus Sicht des Gymnasiums ist es jedoch bedauerlich, dass eine 400m-Rundbahn trotz intensiver Bemühungen im Vorfeld selbst in „abgespeckter“ Form mit nur zwei oder drei Laufbahnen nicht realisiert werden konnte. Dass der neue Kunstrasenplatz demnächst auch für den Schlagballwurf  frei gegeben wird, bleibt zu hoffen. Die dafür vorgesehene Anlage lässt nur Würfe bis 50 Meter zu und ist in unmittelbarer Nähe zur Weitsprunganlage angeordnet, was ein gleichzeitiges Werfen und Springen aus Sicherheitsgründen unmöglich macht. Sollen die Bundesjugendspiele als Sportfest für mehrere Jahrgangsstufen durchgeführt werden, ist es aus organisatorischen Gründen außerdem zwingend erforderlich, Wurf und Sprung parallel anbieten zu können. Hinzu kommt, dass in naher Zukunft Klassen des Gymnasiums und der Christian-Spielmann-Schule den für die Leichtathletik vorgesehenen Bereich zeitgleich nutzen möchten.

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„Schnellste Klasse Deutschlands im Ergometerrudern“

Hans- Werner Bruchmeier

Klasse 7 b holt Bronze!
Gymnasium Philippinum /Weilburger RV mit vierzehn Klassen dabei..

Zum sechsten Mal richtete die Deutsche Ruderjugend den Wettbewerb „Schnellste Klasse Deutschlands im Ergometerrudern“ für die Klassen 5 – 7 aus.
Alle vierzehn Klassen dieser Jahrgangsstufen des Gymnasiums Philippinum Weilburg mit rund 400 Schülern bereiteten sich für diesen Wettkampf vor, trainierten im Bootshaus des Weilburger Rudervereins oder im Ruderunterricht der Klassen 7 und ermittelten so die jeweils stärksten zwölf Mädchen und Jungen. An einem Freitagvormittag traten dann alle Klassen nacheinander in der  Kreissporthalle am Philippinum an und kämpften unter der Anfeuerung ihrer Klassenkameraden und Lehrer um die Bestzeit.
Dabei wurden dann die virtuellen 250  Meter gerudert, wobei die schnellsten Acht gewertet wurden und somit die olympische 2.000 Meter-Strecke ermittelt wurde. Dabei erkämpfte die Klasse 7 b des Gymnasium Philippinum in 7:09,6 min den dritten Platz auf Bundesebene, weiter Klassen  holten Spitzenplätze.
Mehr als 8.000 Schülerinnen und Schüler aus  387 Klassen und fast rund siebzig Schulen hatten in   Kooperationen mit den Rudervereinen an dem Wettbewerb teilgenommen.
Dabei ergab sich folgendes Ranking für das Philippinum: Klassenstufe 5: 1.Platz 5b; 2.Platz 5c; 3.Platz 5a; 4. Platz 5d; 5. Platz 5c.
Klassenstufe 6: 1. Platz 6c; 2. Platz 6d; 3.Platz 6e; 4. Platz 6a; 5. Platz 6b.
Klassenstufe 7: 1. Platz 7b; 2.Platz 7a ; 3. Platz 7c; 4.Platz 7d;
Die 5b wurde bundesweit dreizehntschnellste Klasse in 8:20,4 min. Die 6c kam in Deutschland auf Platz 29 ein.
Die Klasse 7 a blieb in /:13,9 min knapp hinter der 7b ebenfalls einstellig und belegte in Deutschland Platz 6, die 7c in 7:14,4 min direkt dahinter Siebte.

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GPW-Schulsieger gewinnen Silber im Halbfinale bei deutschlandweitem Russischturnier

Rita Heun

Schon zum 6. Mal hat das Siegerteam der Schulrunde des Gymnasium Philippinum Weilburg (GPW) am Regionalwettbewerb des Bundescup „Spielend Russisch lernen“ teilgenommen, der dieses Jahr in Euskirchen stattfand. Vertreter von mehr als 200 Schulen aus ganz Deutschland stehen sich in diesem Wettbewerb gegenüber, der auf spielerische Weise Jugendliche an die russische Sprache heranführt und ihr Interesse an Russland, seiner Kultur und seinen Menschen wecken will. Durch eine gemeinsame Sprache können auch Vorurteile und Barrieren abgebaut werden, denn gerade in politisch schwierigen Zeiten ist Kommunikation und Kooperation besonders wichtig. 15 Kultusminister haben die Schirmherrschaft für das Projekt übernommen, das vom Deutsch-Russischen Forum e. V. veranstaltet und von zahlreichen Institutionen gefördert wird, darunter das Goethe-Institut, das auch den Russlandaustausch am GPW unterstützt.
Das GPW-Team Michelle Fust und Helena Arnold lag lange sehr gut im Rennen. Neben Können und einem guten Gedächtnis war aber auch eine gehörige Portion Glück nötig, und das letzte Quäntchen fehlte dem Weilburger Team. So musste es sich am Ende der Mannschaft aus Köln geschlagen geben, da leider nur ein Team ins Bundesfinale kommen kann. Aber alle Teilnehmer der Regionalrunde erhielten attraktive Preise, die GPW-Schülerinnen als Zweitplatzierte je 50 Euro sowie Bücher und russische Souvenirs. „Wir werden auf jeden Fall im kommenden Jahr wieder dabei sein und unser Glück versuchen!", plant Russischlehrerin Rita Heun.

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Diskuswerfer Alwin Wagner warnt vor Doping

Frank Bröckl

Ein Hauch von Olympia wehte durch das Gymnasium Philippinum, als der ehemalige Diskuswerfer Alwin Wagner aus Melsungen die Aula der Schule betrat, um vor 120 Schülerinnen und Schülern der gymnasialen Oberstufe einen Vortrag zum Thema „Doping“ zu halten. Der ehemalige Weltklasseathlet mit Gardemaß ist auch mit 66 Jahren noch eine imponierende Erscheinung und hat eine beeindruckende sportliche Vita vorzuweisen: fünfmal Deutscher Meister in Folge von 1981 bis 1985, Teilnehmer an den Leichtathletik-Europameisterschaften 1978, 1982 und 1986, Welt- und Europameister im Diskuswerfen der Senioren. Sportlicher Höhepunkt seiner Karriere war jedoch der sechste Platz bei den Olympischen Spielen in Los Angeles 1984. Mit seiner Bestleistung von 67,80 Metern hätte er  bei der gerade zu Ende gegangenen Olympiade in Rio de Janeiro eine Medaille errungen. „An meinem noch heute gültigen Weltrekord im Schleuderballwerfen von 86,92m haben sich meine ehemaligen Diskuskollegen alle die Zähne ausgebissen, als ich sie mal zu einem Wettkampf eingeladen habe“, erzählt Alwin Wagner mit einem Schmunzeln und unverhohlenem Stolz.  Doch er ist nicht gekommen, um von vergangenen sportlichen Erfolgen zu berichten. „Mir geht es darum, junge Sportler vor den gesundheitlichen Risiken des Dopings zu warnen“, lautet das Credo des pensionierten Polizeibeamten. Und er weiß, wovon er redet. Ganz offen bekennt er, dass auch ihm der Sprung in die absolute Weltklasse nur durch Doping geglückt ist. Spätestens ab jetzt hängen die Schülerinnen und Schüler an seinen Lippen. Sie erfahren, dass Alwin Wagner sich auch im Fußball und Handball betätigte, jedoch in der Leichtathletik sehr früh große Erfolge aufzuweisen hatte. Sein besonderes Talent  war jedoch in der Disziplin Diskuswurf mit Weiten knapp über 60 Meter trotz intensiven Trainings irgendwann ausgereizt. Er wollte eigentlich aufhören, da es nie zur Nominierung für die ganz großen Wettkämpfe reichte, bis er die von einem Trainer empfohlenen Tabletten regelmäßig einnahm, deren Name und Wirkungsweise er damals gar nicht kannte. Prompt gelang ihm in der darauf folgenden Saison sehr früh eine Verbesserung auf über 64 Meter und der Sprung ganz nach oben. Popularität, finanzielle Unterstützung durch die Sporthilfe, ein Ausrüstervertrag, Auslandsreisen und Antrittsgelder: Wagner führte von da an ein Leben, wie es sich viele Jugendliche erträumen. Von möglichen Spätfolgen des langfristigen Konsums von Anabolika hatte er damals noch keine Ahnung. Davor warnt er nun umso eindringlicher. Ganz still wird es in der Aula, als er vom Tod seines großen Idols und Freundes, der schwedischen Diskus-Legende Ricky Bruch, erzählt, der im Alter von nur 65 Jahren an einem Krebsleiden verstarb. Der Kontrast der Bilder, die den einstigen Modellathleten  einmal Kraft strotzend und dann vom Tod gezeichnet zeigen, erschüttert.  „Leiden Sie auch unter Spätfolgen des Dopings?“, traut sich ein Schüler zu fragen. „Ich habe zum Glück drei Krebserkrankungen überwinden können“, lautet die offene Antwort Alwin Wagners. Er sieht diese in direktem Zusammenhang mit seiner Dopingvergangenheit, sind doch Tumorbildungen eine heute bekannte häufige Nebenwirkung von Steroid-Doping, worunter viele seiner ehemaligen Konkurrenten leiden.
Doch der Diskuswerfer klagt auch an: „Das Sportsystem zu meiner Zeit war total verlogen. Der Verband hat Normen für internationale Wettkämpfe gesetzt, die ohne Doping nicht zu erreichen waren“. Als er sich in den 80er Jahren als Einziger öffentlich zum Doping bekannte, wurde er mundtot gemacht und für die Olympiade 1988 trotz erfüllter Norm nicht mehr berücksichtigt. „Auch heute ist der angebliche Kampf gegen Doping meist nur ein Anti-Doping-Management, bei dem man das Problem nicht bei den Wurzeln packt. Trainer, Sponsoren, Medien und Zuschauer haben ungeheure Erfolgserwartungen und tragen durch den dadurch entfachten Druck entscheidend dazu bei, dass Sportler in die Systemfalle Doping tappen“, sagt Wagner. Zudem seien die heute gebräuchlichen Tests der Dopingfahnder kaum in der Lage, die neuesten Substanzen auf dem Markt aufzuspüren.
Gegen Ende der von der Wilinaburgia gesponserten Veranstaltung beantwortet der Referent geduldig und mit verblüffender Ehrlichkeit die zahlreichen Fragen der Schülerinnen und Schüler. Es besteht kein Zweifel: Alwin Wagner hat sein jugendliches Publikum erreicht!

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Reportage: Vertrauen in sich und andere gewinnen

Jan Hooss

Im Rahmen des Deutschunterrichts hat die Klasse 7b kurz vor den hessischen Sommerferien 2016 Reportagen über den Projekttag „Klettern – Vertrauen in sich und andere gewinnen“ geschrieben. Eine Auswahl einiger Reportagen ist hier zu lesen. Viel Spaß!

Maja Rohde (7b)
Ein Klettertag, im wahrsten Sinne des Wortes, mit Höhen und Tiefen, wird der Klasse 7b am 5.07.2016 geboten. Nachdem alle Schüler den Bus erreicht haben, bricht die Klasse zu dem Projekttag unter dem Motto „Vertrauen in sich und andere gewinnen“ um 7:30 Uhr zu den Eschbacher Klippen auf. Nach dreißig minütiger Fahrzeit, erreicht die 7b einen Wald nah bei Usingen. Nach kurzen Orientierungsproblemen begeben sich die Schüler und Schülerinnen auf schnellstem Weg zu den Klippen, welche sie nach einem kurzen Fußmarsch schließlich erreichen. Das „Ich war hier schon mal!“ eines Mitschülers war dabei eine geringe Hilfe. An den Eschbacher Klippen wird die ganze Klasse bereits von den Klettermeistern, Herrn Hooss und Herrn Bickel, empfangen. Als Vorgeschmack auf die kommende Herausforderung, das Beklettern der Klippen, spielt die 7b ein Vertrauensspiel. Immer zu zweit müssen die Schülerinnen und Schüler sich gegenseitig mit verbundenen Augen lenken. Im Großen und Ganzen wir dieses Spiel zwar ernstgenommen, doch trotzdem landet das ein oder andere Pärchen auch mal in einem Baum oder Busch.
Nach diesem kleinen Spielchen teilt sich die Klasse in zwei Gruppen, um die Grundtechniken des Kletterns zu erlernen. Schon beim Ankleiden und Einstellen der Hüftgurte gibt es allerdings schon manche kleine Probleme, welche allerdings auch wieder schnell behoben sind. Nun wird der Klasse vermittelt, wie ein sicherer Sicherungsknoten geknüpft wird. Ein Achter- und ein doppelter Achterknoten sind bald schon kein Problem mehr. Auch weitere Techniken, wie das Abseilen und das Sichern vom Boden aus, und besondere Befehle wie „Zug!“ und „Ab!“ werden gelehrt und ausprobiert, vorerst allerdings nur am sicheren Boden.
Nach diesem kleinen Crashkurs im Klettern dürfen sich die Schüler und Schülerinnen in luftige Höhen begeben, doch vor ihrer ersten Klettertour wird ihnen noch eingeschärft: „Ihr müsst euch immer grünes Licht bei uns holen bevor ihr beginnt zu Klettern!“, und „Denkt an einen Co-sicherer!“ Teilweise ungewollt müssen manche gleich zu Anfang schwere Parcours klettern, doch sie werden fleißig von ihren Klettermeistern unterstützt. In kleinen Teams von 3-4 Schülern werden nun nach und nach alle Parcours beklettert. Immer wieder ertönt vorbildlich der Satz „Bekommen wir grünes Licht?“
Um ca. 12:00 Uhr begibt sich die erschöpfte und glückliche Klasse 7b auf den Rückweg zu ihrem Bus. Gegen 12.30 erreichen sie in Weilburg den Friedhof, von wo aus sich die Schülerinnen und Schüler nach und nach herzlich voneinander verabschieden.
An diesem Tag hat diese Klasse wohl viel zum Thema Vertrauen dazugelernt. Das gegenseitige Sichern und das dazugehörige Vertrauen in seine Mitschüler, hat wohl sehr die Klassengemeinschaft gestärkt. Alle sind sich einig, dass dieser Tag ein ganz besonders schöner war in dem sich das anfängliche Motto: „Vertrauen in sich und andere haben“, nur zu gut bestätigt hat.

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Kreisvorentscheid Fußball

Frank Bröckl

Frickhofen mit größeren Ambitionen angetreten waren, musste man sich letztendlich mit dem olympischen Motto zufrieden geben. Erste Probleme ergaben sich bereits vor der Abfahrt am Busbahnhof, als Feldspieler Sören Müller kurzfristig den Platz des wegen Erkrankung ausgefallenen Torwarts einnehmen musste. Die erste Partie bei herrlichem Spätsommerwetter auf dem Kunstrasenplatz in Frickhofen gegen die Heimmannschaft der Mittelpunktschule begann zunächst durchaus verheißungsvoll, konnte man sich doch in der Anfangsphase mehrere gute Chancen erarbeiten. Für Ernüchterung sorgte jedoch bald der erste Distanzschuss auf das Gehäuse des Philippinum, der zum frühen 0:1 führte. Zum Glück sorgte Niklas Metzler auf der rechten Angriffsseite ein ums andere Mal für Gefahr vor dem Tor der Frickhöfer und erzielte aus dem Getümmel heraus nach wenigen Minuten den ersehnten Ausgleich. Die Freude auf Weilburger Seite währte jedoch nur kurz, denn der beste Spieler der Mittelpunktschule traf nach einer sehenswerten Einzelleistung zum Endstand von 2:1 für Frickhofen. Trotz der Niederlage hätte ein Sieg in der darauf folgenden Partie gegen die Heinrich-von-Gagern-Schule noch das Erreichen des Halbfinales  als Gruppenzweiter ermöglicht, doch es sollte anders kommen. Bereits nach wenigen Minuten bescherte eine unglückliche Rückgabe von Benni Krenz Richtung eigenem Torwart dem Gegner die Großchance zum Führungstor, die auch prompt genutzt wurde und den 0:1 Endstand markierte. Mit zwei Niederlagen nach zwei Spielen war der Zug zum Finale endgültig abgefahren und man durfte vom Spielfeldrand aus verfolgen, wie sich die Jungs der Gagernschule überraschend, aber verdient den Turniersieg sicherten.
Besser machten es die Jungen der Jahrgänge 2003 und 2004 (Wettkampfklasse III) bei ihrem Auftritt in Weilmünster. Trotz einiger Abstimmungsprobleme erspielte man sich zum Auftakt gegen die Jakob-Mankel-Schule zahlreiche gute Chancen, die jedoch ungenutzt blieben. Auch hier führte der erste Distanzschuss des Gegners, der dem gegen die Sonne schauenden Torwart Tom Kortemeier unglücklich durch die Finger rutschte, zum 0:1. Das kann ich auch, sagte sich wohl Christian Kaszemeck auf Seiten des Philippinum und wuchtete kurz darauf das Leder aus etwa 25 Metern unhaltbar für den Torhüter der Mankelschule zum Ausgleich und Endstand von 1:1 in die Maschen. Dem Unentschieden im ersten Spiel schien dann gegen die Westerwaldschule aus Waldernbach endlich der ersehnte „Dreier“ zu folgen, versenkte doch Lenni  Zugmann den für Weilburg gepfiffenen Elfmeter souverän rechts unten. Doch auch hier sollte ein unglücklicher Ball Richtung eigenem Torwart, den Tom Kortemeier reflexartig in die Hand nahm, entscheidend sein. Den fälligen, indirekten Freistoß droschen die Jungs aus Waldernbach aus kurzer Distanz unhaltbar ins Weilburger Tor und sicherten sich durch dieses Unentschieden einen verdienten Punkt. Durch den Erfolg der Mankelschule in der darauf folgenden Partie gegen Waldernbach hatte man vor dem letzten Spiel gegen die Weiltalschule aus Weilmünster keine Chance mehr auf den Turniersieg, konnte sich jedoch mit einer spielerisch und kämpferisch überzeugenden Leistung und einem erneuten Treffer von Lenni Zugmann den zweiten Platz sichern.

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Diercke WISSEN - Der Geographie-Wettbewerb

Klaus Ahlmeyer und Danilo Magdeburg

Dieses Jahr hat das Gymnasium Philippinum erstmalig am Diercke Wissen Geographie-Wettbewerb teilgenommen. Im Erdkundeunterricht der Klassen 8 und 11 wurden in einer ersten Runde zunächst die Klassensieger ermittelt. Diese traten anschließend gegeneinander an und ermittelten den Schulsieger.
Dabei konnte Nico Velten den Schulsieg erringen und sogar Schülerinnen und Schüler höherer Jahrgänge auf die Plätze verweisen. Mit diesem tollen Ergebnis hat er sich für den Landesentscheid qualifiziert. Robin Heumann und Clara Ferber belegten die Plätze zwei und drei. Im Landesentscheid musste sich Nico dann allerdings der starken Konkurrenz aus ganz Hessen geschlagen geben.

Der Geographie-Wettbewerb hat sich in diesem Jahr bei Schülerinnen und Schülern großer Beliebtheit erfreut und wird daher 2017 am Philippinum sicher in eine neue Runde gehen.

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August 2016

Sextaneraufnahme

Frank Bröckl

„Euer erster Tag am Gymnasium Philippinum wird mit ganz viel Musik beginnen“, versprach Direktor Stefan Ketter den 150 Mädchen und Jungen zu Beginn der Aufnahmefeier für die neuen Sextaner in der Kreissporthalle. Und er gestand: „Genau wie ihr bin ich auch ein wenig aufgeregt, denn dies ist meine erste Einschulungsrede in meiner neuen Funktion als Leiter dieser Schule“. In seiner Ansprache riet er den Kindern, sich nach erfolgreicher Qualifikation für das Gymnasium nicht mit dem Olympischen Gedanken „Dabei sein ist alles“ zufrieden zu geben, sondern nach der „Goldmedaille Abitur“ zu streben. Dies sei jedoch nicht ohne Zeitaufwand, Anstrengung und Ausdauer zu realisieren. „Lasst euch von Rückschlägen nicht entmutigen“, empfahl der Direktor, „in euren Eltern habt ihr gute Betreuer und in den Lehrerinnen und Lehrern qualifizierte Trainer, die euch fit für alle Wettkämpfe des Schullebens machen“. Diesen Weg beschreite man jedoch nicht als Einzelkämpfer, sondern im Team der Klassengemeinschaft, das sich gegenseitig unterstützen sollte.
„Der Weg zum Abitur ist auch von euch ganz bestimmt zu schaffen, wie man an dem vor den Sommerferien entlassenen Abiturjahrgang 2016 sieht“, ermutigte auch Renate Durek, die Vorsitzende des Schulelternbeirats, die neuen Fünftklässler in ihren Begrüßungsworten. Sie verwies auf das vielfältige Angebot des Gymnasiums in unterschiedlichen Bereichen, das dazu einlade, sich auch über den Regelunterricht hinaus in das Schulleben einzubringen. Ihr besonderer Appell richtete sich an die Eltern, die sie dazu aufforderte, sich an der Weiterentwicklung des Gymnasiums aktiv zu beteiligen. „Auch in diesem Jahr haben wir unser Bestes getan, um alle Wünsche bei der Klasseneinteilung berücksichtigen zu können“, formulierte Stufenleiterin Susanne Neusser im Anschluss und gab bekannt, dass 69 Mädchen und 81 Jungen in fünf Klassen in das neue Schuljahr starten werden. So richtig spannend wurde es dann, als die fünf Klassenlehrerinnen und Klassenlehrer Nadja Gundermann-Neumann (5a), Alexander Funk (5b), Dennis Kunz (5c), Franziska Hesse (5d) und Verena Maras (5e) ans Mikrophon traten und ihre Schützlinge einzeln nach vorne baten. Als Begrüßungsgeschenk wartete schon der neue, vom Gymnasialschulverein gesponserte  Schulplaner auf die Kinder, den sie aus den Händen des ersten Vorsitzenden Christian Riedel entgegen nehmen konnten. Spätestens jetzt wussten die frisch gebackenen Sextaner auch, dass der Direktor in Sachen Musik zu Beginn der Veranstaltung nicht zu viel versprochen hatte. Das Philippinum-Orchester unter der Leitung von Oliver Blüthgen („Game of thrones“), der Unterstufenchor unter der Leitung von Christiane Glotzbach („Unter dem Meer“ aus dem Musical „Rusalka“) und die Philippinum Voices I („Ever in my heart“) und II („I have a dream“) unter der Leitung von Michael Glotzbach hatten zuvor für einen beeindruckenden musikalischen Rahmen gesorgt. Während die neuen Fünftklässler erstmals ihre Klassenräume in Beschlag nahmen, nutzten die Wilinaburgia in Person des ersten Vorsitzenden Eugen Rudolf Ancke, der Gymnasialschulverein und der Schulelternbeirat noch die Gelegenheit sich vorzustellen und ihre Aktivitäten zur Unterstützung der Schule zu erläutern. Am Ende der Veranstaltung dankte Schulleiter Stefan Ketter allen an der Vorbereitung und Durchführung der Aufnahmefeier Beteiligten sehr herzlich und wünschte einen guten Nachhauseweg.

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