| aktuelle Berichte


Aktuelle Berichte - Das ist bisher in diesem Schuljahr passiert

März 2019

66 Schülerinnen und Schüler auf dem Gletscher

 Hans Werner Bruchmeier

Sportkurse des Gymnasiums Philippinum Weilburg zum Skikurs in Osttirol

Sechsundsechzig Schülerinnen und Schüler aus zwei Grundkursen und einem Leistungskurs des Gymnasiums Philippinum Weilburg genosssen die großen Flächen und wenig Betrieb auf den Pisten des Kärntener Mölltal-Gletschers.
In acht Gruppen, davon fünf mit reinen Anfängern, wurde der sportliche „Carvingschwung“, das Fahren auf der Kante, auf den breiten Pisten des „Möllis“ erlernt, wobei die hochalpinen Bedingungen, in diesem Jahr mit viel Wind und einigem Schneefall allen Teilnehmern manches abverlangten. Der Abstecher ins benachbarte Mallnitz brachte zusätzliche Abwechslung durch andersartige Pisten und einer tollen Waldabfahrt.
Nach einer theoretischen und konditionellen Vorbereitung in den Vorwochen lernten die Oberstufenschüler, unter der fachkundigen Leitung der Sportlehrer Jan Hooss,   Christof Trümner, Christoph Bickel, Marc-Alexander Funk und Hans Werner Bruchmeier,sowie den drei Sportstudenten Lara Apel, Elena Fischer und Konstantin Grote in täglich fünf Stunden Skikurs wieder schnell die neue Sportart und genossen die guten präparierten Pisten.
Selbst die Anfänger erarbeiteten sich den Carvingschwung gleich auf den Normalski und schon am zweiten Tag gelang vielen die Abfahrt auf roten Pisten. Die Fortgeschrittenen mussten vielfach ihr Technikrepertoire erweiteren um konsequent die Kurven auf der Skikante zu ziehen. Im täglichen Abendprogramm wurde die Skitechnik theoretisch vertieft, Pistenregeln, Probleme des Skilaufs, alpine Gefahren und Erste Hilfe bei Skiunfällen rundeten die Kenntnisse ab. Die Überprüfung der Carvingtechnik am letzten Tag gab den Schülerinnen und Schülern ein Feedback über den aktuellen Technikstand und die Lehrer blickten zudem äußerst zufrieden auf den Skikurs zurück, was nicht nur an der  Verletzungsquote „Null“, sondern auch an dem hervorragenden Verhalten der Schülergruppe lag.

Nach oben

Faire Kakao- und Kaffeepause

Carmen Rau

Am Freitag, 01.03.2019, gab es im Rahmen des monatlichen fairen Freitags etwas Besonderes in der Pausenhalle:Neben dem üblichen Weltladensortiment hat die AG „Schulweltladen“ warmen Kakao und Kaffee angeboten. Wie alle anderen Produkte auch, kamen Kakao- und Kaffeepulver aus dem Weilburger Weltladen, selbstverständlich war die verwendete Milch biologisch und fair produziert. Auf einer Stellwand konnten sich die Schülerinnen und Schüler – durchaus passend zur „Friday for future Demonstration“, die am selben Tag stattfand - über die Notwendigkeit des fairen Handels informieren, denn Nachhaltigkeit ist nicht nur ein Aspekt im Bereich der Klimapolitik, sondern auch im Bereich des Produzierens und Konsumierens von Lebensmitteln. Wir alle können hier durch unser Kauf- und Konsumentenverhalten einen Beitrag leisten.

Nach oben

Februar 2019

Vortrag Erdkunde

Nicole Wagner

 Strukturwandel in der RegionAm Valentinstag referierte Diplom-Geograph Michael Volkwein vom Geopark Westerwald-Lahn-Taunus in der Aula des Philippinums für die Erdkunde Grund- und Leistungskurse der 12. Jahrgangsstufe über geographische Entwicklungen in der Region. Durch den Schwerpunkt des regionalen Strukturwandels, verbunden mit siedlungsgeographischen Elementen, gelang der thematische Übergang von der Q1 auf die Q2 sehr lebensweltbezogen, zahlreiche Fotos konnten von den Schülerinnen und Schülern während der gesamten Präsentation räumlich zugeordnet und verortet werden. Zunächst wurden die Wirtschaftssektoren im Gebiet des Geoparks beleuchtet und Michael Volkwein ging auf bedeutende Unternehmen der Sektoren ein. Er umriss die Entwicklung der Montanindustrie, die 1983 mit der Schließung der Grube Fortuna in Solms-Oberbiel endete, ebenfalls die Nebenerwerbslandwirtschaft und verdeutlichte auch den Strukturwandel im primären Sektor. Exemplarisch an der Stadt Wetzlar zeigte er den Wandel vom Industrie- zum großflächigen Einzelhandelsstandort sowie den Strukturwandel innerhalb des Einzelhandels mit der Ansiedlung von Ikea und des Forums. Positive Beispiele wie die Isabellenhütte, die noch heute als produzierender Betrieb fungiert und die Entwicklung vom Hüttenwerk zum High-Tech-Produzent geschafft hat, wurden ebenfalls herausgestellt. Bezüglich der Siedlungsentwicklung ging Michael Volkwein auf den sozialen Wohnungsbau, Industriebrachen, die Umwandlung des Militärstandortes zum Gewerbepark sowie Verkehrswege in Wetzlar ein, die als Motor sowie Standortfaktor für eine industrielle Entwicklung dienen. Segregation sowie Gentrifizierung wurden in der Theorie erläutert und können hautnah bei einem Unterrichtsgang durch Wetzlar untersucht werden. Michael Volkwein verwies zum Abschluss seines Vortrags auf die beruflichen Perspektiven nach dem Abitur, die sich auch bei uns in der Region (be)finden!

Nach oben

Ehrungen

Frank Bröckl

In der Stunde vor der Ausgabe der Halbjahreszeugnisse nahm Schulleiter Stefan Ketter die Gelegenheit wahr, zahlreiche Schülerinnen und Schüler für besondere Leistungen auszuzeichnen und mit Urkunden und Präsenten zu ehren. Den Vorlesewettbewerb der sechsten Klassen gewann Bastian Schwarz (6b) vor den übrigen Klassensiegern Philip Ufer (6a), Luca Schäfer (6c), Lucy Schneider (6d) und Carolina Zanger (6e). Sieger des Balladenwettbewerbs der Klassenstufe 7 wurde Kilian Freihold (7c) vor Tamino Stubbe (7b), auf dem dritten Platz landeten das Duo Johanna Jung und Celine Stark (7a) sowie Carina Strauss (7d) und Emilia Leimpek (7e). Das beste Ergebnis beim Mathematik-Wettbewerb des Landes Hessen (Klassenstufe 8) erreichte Amelie Weber (8b) vor Mia Neugebauer (8c) und Anna Baumbach (8e). Die Plätze vier bis sechs belegten Anika Lommel, Jakob Gombel (beide 8b) und Mauricia Buchtalek (8e), die ebenso wie die Klassensiegerinnen Jasmin Dürschner (8a) und Lena Juliana Pfützenreuter (8d) ausgezeichnet wurden. Mindestens 21 von 24 Aufgaben des Wettbewerbs „Mathe im Advent“ haben Ryan Erle, Antonia Dimitrova, Constantin Exner (alle 5d), Rahel Tilmann (5f), Paul und Lea Würz, Max Jonas Boettcher, Silvia Gertoberens, Fabio Matera (alle 6b) sowie Hannes Herrmann und Linus Rücker (beide 7a) gelöst. Johanna Gombel (12b) und Fabian Ludwig (7a) sind bei der Mathematik-Olympiade in die zweite Runde vorgestoßen. Im Informatik-Biber Wettbewerb glänzten Yannick Schuster und Johannes Papyan (beide 10d) mit einem ersten Preis, den zweiten Preis errangen Christoph Grün, Tom Pospischil, Simon Häbel, Felix Wohlert, Linus Rücker (alle 10a), Nicklas Nolte, Philipp Khayrov, Marvin Mallebré (alle 9b), Bastian Eller (9d), Lukas Müller und Niko Ketterling (beide 9e). Lukas Würz (12e) hat die ersten beiden Runden der Physik-Olympiade erfolgreich absolviert, Franka Würz (10b) und Simeon Tilmann (7c) überzeugten im Wettbewerb „Physik im Advent“. Mit den Problemen der Bienen haben sich Leonie Eberl, Jakob Gombel, Anika Lommel, Leonie Riewe, Justin Schneider und Amelie Weber (alle 8b) im Rahmen des „BundesUmweltWettbewerbs“ auseinandergesetzt. Als „Digitale Helden“ bei der Aufklärung ihrer Mitschüler über die Gefahren des Internets engagierten sich Marvin Ahl, Hergen Rabs, Lennart Salis (alle 7d), Nicolas Kowas (7e) und Jakob Gombel (8b). Florian Fischer (7d), Sophie Eber (8a), Anika Lommel (8b) und David Wolf (9c) fungierten im Rahmen der Rudertage der siebten Klassen als Instruktoren und Steuerleute der Anfängerboote. Den ersten Preis bei „Jugend musiziert“ auf regionaler Ebene mit Qualifikation für den Landeswettbewerb erreichten Jesse Widmann, Lasse Ketter (beide 5c), Arian Heigl (6c), Evelyn Rösner, Margaritha Savenko (beide 9b) und Carla Letizia Schuld (12a). Die Homepage der Schule betreuten Henning Kramer (8b), Jannik Geismar, Sören Schoenfelder (beide 9a), Noah Losacker (13a), Christina Diehl, Fabian Paul (beide 13d) und Johannes Cieluch. Sarah Fitzner (13d), Charlotte Hardt (13f), Claudia Hesse (13b), Doreen Krach, Vasiane Müller und Janina Widmann (alle 13c) haben sich als Sanitäterinnen um kleinere und größere Blessuren ihrer Mitschüler gekümmert. Für ihre Leseaktion im Medien- und Lernzentrum am Tag der offenen Tür wurde die Klasse 6b geehrt. Beim gleichen Ereignis trugen Julia Maaß, Haakon Sassenberg, Paul Wagner (alle 12a), Milena Benner, Armin Miernik, Nele Nast (alle 12b), Siméon Ehresmann, Emma Rauchfuß (beide 12c), Maja Langner, Julian Riedel (beide 12e), Hannah Berger (13a), Katrin Papyan, Janina Sartorius (beide 13b), Lina Willig (13d), Lea Engelmann und Teresa Hilpisch (beide 13f) maßgeblich zum Gelingen der Veranstaltung bei.

Nach oben

Schülervortrag „Zukunftsfähige Energieversorgung"

Frank Bröckl

Unsere Energieversorgung ist nach wie vor von begrenzten fossilen Rohstoffen wie Erdöl und Kohle abhängig. Die davon ausgehenden Umweltbelastungen und die möglichen Auswirkungen auf das globale Klima werden in der Öffentlichkeit kontrovers diskutiert. Im traditionellen Schülervortrag der Reihe „Blickfeld Naturwissenschaft“ des Gymnasium Philippinum untersuchten die Leistungskurse Erdkunde der Jahrgangsstufe 13 von Christoph Bickel und Jonas Hedrich das Potential und die Problematik einer zukunftsfähigen Energieversorgung, die ausschließlich auf alternativen Energiequellen basiert.
Im Rahmen seiner Begrüßung in der Aula dankte Schulleiter Stefan Ketter den Schülerinnen und Schülern und auch den beiden Kollegen für die Ausarbeitung des Vortrags trotz der bereits laufenden Vorbereitungen auf das schriftliche Abitur. Simon Ringsdorf, Jens Althainz, Lilly Peter und Solveig Schreiber – alle aus der Tutorgruppe von Christoph Bickel – hatten es übernommen, die von beiden Kursen erarbeiteten und zusammen gestellten Erkenntnisse mit dem Schwerpunkt der Stromerzeugung stellvertretend zu referieren.
Dürren, Überschwemmungen, Brände auf dem offenen Meer - Mit drastischen Bildern führte Simon Ringsdorf dem Publikum zunächst die Umwelt- und Klimaschädlichkeit als stärkstes Argument für eine Abkehr von fossilen Energieträgern vor Augen. Kohle, Erdöl und Erdgas provozierten zudem Rohstoffkonflikte, verursachten dauerhafte Kosten und seien endlich. Für diese Form der Energiegewinnung spreche jedoch deren Grundlastfähigkeit, wobei zu jeder Zeit im Versorgungssystem eine genügend große gesicherte Leistung gegeben sei. Hinzu komme die problemlose Steuerung der Verbrennungsrate und die große Zahl der hiermit verbundenen Arbeitsplätze. Simon Ringsdorf ging in diesem Zusammenhang auch auf die Atomenergie ein, auch wenn es sich hierbei um keinen fossilen Energieträger handelt. Er stellte ihren extrem geringen Wirkungsgrad heraus und betonte das Problem der Endlagerung des hier entstehenden Mülls mit einer Halbwertszeit von einer Million Jahre. „Erneuerbare Energien haben bereits heute einen Anteil von 38% am Strommix der Bundesrepublik Deutschland“, betonte der Schüler anschließend und verdeutlichte auch hier sehr anschaulich die Vor- und Nachteile der Nutzung von Wind- und Wasserkraft, Solarenergie, Biomasse und Geothermie. „Die Abwendung des Klimawandels und die geringe Belastung für den Menschen spricht eindeutig für einen Umstieg auf erneuerbare Energien“, so Simon Ringsdorf, der jedoch auch Gegenargumente nicht verschwieg: „Die Grundlastfähigkeit der erneuerbaren Energien ist – wie bei Windkraft und Solarenergie - derzeit nur eingeschränkt gegeben, zudem ist der finanzielle Aufwand für die Nutzung, wie man am Beispiel der Geothermie sehen kann, noch sehr hoch“. Doch wie kommt der Strom in die Haushalte? Für eine dezentrale Energieversorgung plädierte im Anschluss Jens Althainz. „Photovoltaik- und Biogasanlagen eignen sich sehr gut für eine regionale Energiegewinnung, was auch mit einer Senkung der Transportkosten und damit einhergehend mit einer Senkung des Strompreises verbunden wäre“. Doch die Regierung favorisiere – nicht zuletzt beeinflusst durch die starke Lobby der Industrie und der Netzbetreiber – den zentralen Ansatz, bei dem weitere Stromtrassen mit enormen Eingriffen in das Landschaftsbild geplant seien. „Ein Hauptproblem bei der dezentralen Energieversorgung ist die noch nicht vorhandene Versorgungsstruktur und die Speicherproblematik“, so der Schüler. „Stromtankstelle“ vor dem Rathaus, Photovoltaikanlage mit Bürgerbeteiligung auf dem Dach der Hessentagshalle, Biogasanlage auf dem Walter-Hof in der Nähe der Heinrich-von-Gagern-Schule – Leni Peters verdeutlichte bei ihrem Blick auf die Region rund um Weilburg anhand zahlreicher Beispiele bereits jetzt bestehende Ansätze einer nicht auf fossilen Trägern basierenden dezentralen Energieversorgung. „Im Jahr 2011 betrug der Anteil erneuerbarer Energien am Stromverbrauch Weilburgs bereits 25%“, referierte Leni Peters und sie ist überzeugt: „Weilburg könnte seine gesamte Stromversorgung in naher Zukunft rein über erneuerbare Energien decken“. Solveig Schreiber war es schließlich vorbehalten, ein Fazit zu ziehen. Sie plädierte angesichts der von fossilen Energieträgern und der Atomenergie ausgehenden Gefahren vehement dafür, die Klimawende so schnell wie möglich zu bewerkstelligen. „Klimaschutz ist ein gesellschaftlicher Prozess, der die Sensibilisierung der Bürger für Veränderungen notwendig macht“, so die Schülerin, und sie schloss mit dem bekannten Zitat von Franz Alt: „Die Sonne schickt keine Rechnung!“ Lange anhaltender Applaus des Publikums belohnte die Referenten für den gelungenen Vortrag, bei denen sich Schulleiter Stefan Ketter – ebenso wie bei den beiden Kursleitern – mit einem Präsent bedankte.
Der letzte Vortrag der aktuellen Reihe „Blickfeld Naturwissenschaft“ findet am 7. März mit Prof. Dr. Britta Krüger und dem Thema „Noch einmal Mit(-)Gefühl? Wie unser Gehirn versteht, was andere denken und fühlen“ wie gewohnt in der Aula des Philippinum statt.

Nach oben

Un festin français-GK Französisch kocht

Evelyn von Seggern

Un festin français
Unter dem Motto Le bonheur vient en mangeant (Das Glück kommt beim Essen) zauberten 15 Schüler/innen des Grundkurses Französisch der Jahrgangsstufe 13 am Freitag, 8.2.19, ein viergängiges französisches Menü auf den Tisch der Lehrküche in den Weilburger Stadtwerken. Nach drei Stunden Vorbereitung, Kochen und Backen wurden schließlich mit Genuss verzehrt: Tomates farcies à la Niçoise als Vorspeise, Ratatouille, Mini Quiches Lorraines auf einem Gemüsebett und als Dessert Crème brûlée sowie tartes au chocolat fondant. Als Abschluss des Kochprojektes soll nun im Unterricht ein kleines illustriertes Kochbuch entstehen, das vielleicht den einen oder die andere zum Nachkochen animiert.

Nach oben

Strukturwandel in der Region

Nicole Wagner

Am Valentinstag referierte Diplom-Geograph Michael Volkwein vom Geopark Westerwald-Lahn-Taunus in der Aula des Philippinums für die Erdkunde Grund- und Leistungskurse der 12. Jahrgangsstufe über geographische Entwicklungen in der Region. Durch den Schwerpunkt des regionalen Strukturwandels, verbunden mit siedlungsgeographischen Elementen, gelang der thematische Übergang von der Q1 auf die Q2 sehr lebensweltbezogen, zahlreiche Fotos konnten von den Schülerinnen und Schülern während der gesamten Präsentation räumlich zugeordnet und verortet werden. Zunächst wurden die Wirtschaftssektoren im Gebiet des Geoparks beleuchtet und Michael Volkwein ging auf bedeutende Unternehmen der Sektoren ein. Er umriss die Entwicklung der Montanindustrie, die 1983 mit der Schließung der Grube Fortuna in Solms-Oberbiel endete, ebenfalls die Nebenerwerbslandwirtschaft und verdeutlichte auch den Strukturwandel im primären Sektor. Exemplarisch an der Stadt Wetzlar zeigte er den Wandel vom Industrie- zum großflächigen Einzelhandelsstandort sowie den Strukturwandel innerhalb des Einzelhandels mit der Ansiedlung von Ikea und des Forums. Positive Beispiele wie die Isabellenhütte, die noch heute als produzierender Betrieb fungiert und die Entwicklung vom Hüttenwerk zum High-Tech-Produzent geschafft hat, wurden ebenfalls herausgestellt. Bezüglich der Siedlungsentwicklung ging Michael Volkwein auf den sozialen Wohnungsbau, Industriebrachen, die Umwandlung des Militärstandortes zum Gewerbepark sowie Verkehrswege in Wetzlar ein, die als Motor sowie Standortfaktor für eine industrielle Entwicklung dienen. Segregation sowie Gentrifizierung wurden in der Theorie erläutert und können hautnah bei einem Unterrichtsgang durch Wetzlar untersucht werden. Michael Volkwein verwies zum Abschluss seines Vortrags auf die beruflichen Perspektiven nach dem Abitur, die sich auch bei uns in der Region (be)finden! 

Nach oben

Besuch hr Redakteur

Evelyn von Seggern

 Es gibt nur Puzzleteilchen - das Bild muss jeder selbst zusammensetzenAm Montag, 4.2.2019, hatte der Leistungskurs Deutsch von Evelyn von Seggern Besuch von Dr. Joachim Meißner, Redakteur beim hr-Fernsehen. Zum Thema Fake news - Was kann, darf und soll ich wissen? erhielten die Schüler/innen Hintergrundinformationen zum Umgang mit „News“ in den Medien und sozialen Netzwerken. So erfuhren die Jugendlichen die ursprüngliche Wortbedeutung des Begriffs „Nachrichten“: Informationen sollten so fundiert, ausgewogen und fair sein, dass man sich nach ihnen richten kann. Dass auch seriöse Journalisten und sogar der Ministerpräsident von Nordrhein-Westfalen nicht davor gefeit sind, auf falsche Meldungen hereinzufallen, lernten die Schüler/innen ebenso wie die Funktion der sogenannten „Bots“, der  „Hybridfakes“ und der „Filterblasen“. Mithilfe von Platons Höhlengleichnis wurde die Wahrnehmung dessen, was wir Wirklichkeit nennen, anschaulich. Zum Abschluss konnten die Schüler/innen  ganz praktisch in einer Redaktionssitzung selber Nachrichten auswählen, die sie als wichtig erachteten, und dabei feststellen, dass Jugendliche und Journalisten in ihrer Einschätzung gar nicht so weit voneinander entfernt sind.                                                   

Unser Fazit: Dass ein weiter Horizont verbunden mit kritischem Denken einen mündigen Menschen ausmacht, finden jetzt auf jeden Fall die Schüler/innen der 12 d.

Nach oben

Verabschiedungen

Frank Bröckl

Nach der Ausgabe der Halbjahreszeugnisse traf sich das Kollegium zur Verabschiedung einer Reihe von Kolleginnen und Kollegen, die das Schulleben durch ihre Tätigkeit in den vergangenen Jahren bereichert haben, in der Aula. Den passenden musikalischen Auftakt übernahm dort Oliver Blüthgen am Klavier mit dem „Abschiedswalzer“ (Chopin). Isabell Höhler (Latein/Geschichte), Nicole Schöner (Kunst/Geschichte) und Felix Hecker (Politik und Wirtschaft/Erdkunde) haben ihr Referendariat beendet. Schulleiter Stefan Ketter bedankte sich sehr herzlich für die geleistete Arbeit und betonte: „Sie haben für neue Impulse und frischen Wind an der Schule gesorgt.“ Dem schloss sich Frauke Nies für den Personalrat an und übereichte den ehemaligen „LiVs“ (Lehrer/innen im Vorbereitungsdienst) zum Abschied eine mit süßen Leckereien gefüllte GPW-Tasse. „Danke für die tolle Arbeit!“, formulierte Ausbildungsleiter Martin Russ und gab der Hoffnung Ausdruck, dass sich für die drei Kolleginnen und Kollegen bald dauerhafte berufliche Perspektiven im Schuldienst ergeben mögen. „Martin, du bist das Beste, was uns passieren konnte“, stellte Isabell Höhler stellvertretend für alle drei fest. Sie bedankte sich bei Schulleitung und Kollegium für das große Entgegenkommen und die Rücksichtnahme bei allen mit der Ausbildung zusammenhängenden Belangen. Sie selbst und Felix Hecker werden dem Philippinum bis zum Sommer noch mit Vertretungsverträgen für die Fächer Geschichte sowie Politik und Wirtschaft erhalten bleiben.Die Schule würdigte auch das Engagement der ehemaligen Schülerin Jennifer Giesbrecht, die im Rahmen eines Vertretungsvertrages nach den Herbstferien eine 9. Klasse in Französisch unterrichtet hat. „Wir sind sehr froh darüber, dass du uns in diesem Engpass ausgeholfen hast“, sagte Fachsprecherin Evelyn von Seggern.

Karin Hong (Latein/evangelische Religion), die seit 2005 am Philippinum unterrichtete, hat sich aus privaten Gründen an die Kurt-Schumacher-Schule nach Karben versetzen lassen und wird dort im kommenden Schuljahr in der Nähe ihres Wohnorts ihren Dienst antreten. Den Dankesworten von Schulleiter Stefan Ketter für die langjährige, zuverlässige und engagierte Arbeit schloss sich für den Personalrat Volker Schmidt an, der betonte: „Karin, du warst eine Kollegin, mit der es Freude machte zu arbeiten und zu plaudern“. Er krönte die Lateinlehrerin mit einem (künstlichen) Lorbeerkranz und überreichte ein Weilburg-Memory. Gute Wünsche und kleine Präsente gab es auch von den Fachschaften Latein und evangelische Religion, vertreten durch Carolin Pfrogner und Carmen Rau. Karin Hong dankte insbesondere ihren ehemaligen Fachkolleginnen und -kollegen für die jahrelange gute Zusammenarbeit und stellte fest: „Ich freue mich einerseits, dass es mit meiner Versetzung geklappt hat, bin aber auch traurig über das, was ich am Philippinum zurücklassen muss“.

Ulrike Merget (Mathematik/Latein) ist in Pension gegangen. Im letzten halben Jahr erkrankt hat sie aus gesundheitlichen Gründen auf eine Verabschiedung verzichtet und den Kolleginnen und Kollegen in einer Rundmail Lebewohl gesagt.

 „Ein im Kollegium und in der Schülerschaft hoch angesehener Kollege verlässt die Schule“, formulierte Schulleiter Stefan Ketter in Richtung von Michael Rösner (Latein/Geschichte), der nach 37 Dienstjahren auf eigenen Wunsch etwas früher als vorgesehen seinen Ruhestand antritt. Dieser sei „kein Mann der lauten Töne“. „Gerade dies habe ich an Ihnen stets sehr geschätzt“, so der Direktor. Er charakterisierte Michael Rösner als korrekten und stets pflichtbewussten Lehrer mit hintergründigem Humor, der besonders durch seine ausgefeilten und tiefgründigen Reden in seiner langjährigen Funktion als „Lustwart“ des Kollegiums maßgeblich zu einem guten Betriebsklima beigetragen habe. „Du warst ein großer, solider Teil unserer Fachschaft. Du weißt gar nicht, wie sehr du gemocht wirst“, gab Carolin Pfrogner für die Fachschaft Latein ihrem stets bescheiden auftretenden, nun ehemaligen Kollegen mit auf den Weg und Michael Rangol stellte im Namen der Fachschaft Geschichte fest: „Dein Herz schlägt für Geschichte und du hast es verstanden, diesen Herzschlag an deine Schülerinnen und Schüler weiter zu geben“. Volker Schmidt für den Personalrat verblüffte in seinen Ausführungen durch den Beginn in lateinischer Sprache. Wie schon Kollegin Karin Hong krönte er auch Michael Rösner mit einem künstlichen Lorbeerkranz und schloss mit den Worten: „Wir werden dich auf vielfältige Weise vermissen, lieber Michael!“. „Die Digitalisierung kommt. Rösner geht!“ Bereits zu Beginn seiner Abschiedsrede blitzte der von Schulleiter Stefan Ketter angesprochene hintergründige Humor des frisch gebackenen Pensionärs auf, der seinen Rückblick auf seine Zeit am Philippinum für alle Anwesenden zu einer sehr kurzweiligen Angelegenheit werden ließ. Er erinnerte sich besonders an die überaus freundliche Aufnahme, als er vor nunmehr 38 Jahren seinen Dienst als Referendar an der Schule antrat und – mit etwas Wehmut – an „die entspannte Atmosphäre, die Lehrern wie Schülern guttat“. Doch „tempora mutantur“: Von einem Wandel im Laufe der Zeit sei auch das System Schule betroffen und so habe er bei seiner Rückkehr an das Philippinum im Jahr 1992 bereits ein stark verändertes Schulleben vorgefunden. Die heutige Flut an Korrekturen und Konferenzen sowie die „Kompetenzpädagogik“ bewertete er kritisch. Sich selbst hätte er im Rückblick mehr Gelassenheit angesichts der zahlreichen Veränderungen im schulischen Alltag gewünscht. „Ich mache jetzt Platz für junge, dynamische Kollegen mit Laptop“, stellte Michael Rösner gegen Ende seiner Ausführungen fest. Er bedankte sich beim Kollegium sehr herzlich für die gute Zusammenarbeit und endete schmunzelnd mit den Worten: „Sie werden mich bestimmt vergessen. Aber überstürzen Sie nichts!“ Mit einem von Christiane Glotzbach (Violine) und Martin Weinbrenner (Klavier) intonierten Abschiedswalzer (Strauss) wartete am Ende der Veranstaltung eine letzte (sportliche) Herausforderung auf Karin Hong und Michael Rösner. Beide wirbelten zur großen Freude aller Anwesenden zur Musik ebenso souverän über das Parkett der Aula, wie sie sich all die Jahre zuvor im Rahmen ihrer Unterrichtstätigkeit am Philippinum präsentiert hatten.

Nach oben

Theatergruppe „Comic On!“ präsentiert „R@USGEMOBBT 2.0“ zum Thema „Cybermobbing“

Frank Bröckl

R@USGEMOBBT 2.0“ lautete der Titel des Stücks der Kölner Theatergruppe „Comic On!“, das in der Kreissporthalle für die Schülerinnen und Schüler der Jahrgangsstufe 7 aufgeführt wurde. Jess, ein 16-jähriger Junge, hat schon einiges hinter sich und beschließt aus diesem Grund, sich an der neuen Schule aus allem heraus zu halten. Wer braucht schon neue Freunde, wenn man virtuell bestens vernetzt ist, sodass man jederzeit mit seinen Top-Freunden „reden“ – oder noch besser – zocken kann? Die Mädchen kommen seinem Vorsatz jedoch schnell in die Quere: das attraktive Gucci-Girl Vanessa, die mit ihrer Clique in der Schule tonangebend ist, und Chris, die seine Leidenschaft für Computerspiele teilt, gleichzeitig aber von Vanessa und ihrer Clique schikaniert und mit peinlichen Handyvideos extrem unter Druck gesetzt wird. Als Jess sich für eine Seite entscheiden muss, droht die Situation zu eskalieren… Doch das Theaterstück war nur der Aufhänger, um die Erfahrungen und Praktiken der Jugendlichen im Umgang mit dem Smartphone zu problematisieren. Dies erfolgte in Gesprächsrunden, die unter Beteiligung der Schauspieler im Anschluss durchgeführt wurden. „Cybermobbing hat sich an Schulen und unter Jugendlichen zu einem immer größer werdenden Problem entwickelt“, so Beratungslehrer Christof Trümner. „Für die Jugendlichen ist dies ein hoch aktuelles Thema. Das Internet und moderne Kommunikationsmittel wie Smartphones machen derartige psychische Gewalt möglich. Meist anonyme Täter quälen ihre Opfer über Netzwerke, Videoplattformen und Chatrooms und sorgen dafür, dass diese bloßgestellt und ausgegrenzt werden. Durch das Theaterstück ist nochmals ein anderer Zugang zur Thematik ermöglicht worden“. Die Schülerinnen und Schüler hatten sich bereits im vergangenen Herbst im Rahmen einer Projektwoche mit dem Thema Mobbing auseinandergesetzt. Was ist Cybermobbing? Wie geht es den Opfern? Welche Lösungsmöglichkeiten gibt es? Neben der Thematisierung dieser und ähnlicher Fragestellungen waren auch Plakate, Filme, Poster und Bilder gegen Mobbing erstellt worden. Der große Applaus nach „R@USGEMOBBT 2.0“ machte deutlich, dass Handlungsgestaltung und Sprache die Lebenswirklichkeit der Jugendlichen voll getroffen haben. Am Ende der Veranstaltung galt der besondere Dank von Christof Trümner dem Gymnasialen Schulverein für dessen großzügige finanzielle Unterstützung.

Nach oben

Barcamp der Digitalen Helden

Nicole Wagner

Digitale Helden besuchen Barcamp in Limburg
Am Safer Internet Day 2019, am Dienstag, 5. Februar, fuhren die fünf Digitalen Helden des Philippinums, Marvin Ahl, Jakob Gombel, Nicolas Kowas, Hergen Rabs und Lennart Salis mit ihren Betreuern Nicole Wagner und Johannes Langner mit dem Zug nach Limburg, um dort am Barcamp teilzunehmen, das in diesem Jahr von der Tilemannschule ausgerichtet wurde.
Nach der Begrüßung durch Schulleiterin Regine Eiser-Müller folgten zahlreiche Grußworte, u.a. vom ehemaligen und amtierenden Landrat. Viele Schulen folgten der Einladung und bereiteten den Tag inhaltlich vor, so dass eine schulübergreifende Vernetzung und ein produktiver Austausch stattfinden konnten. Neben der eigenen erstellten Session, in der die Weilburger Helden den Ablauf ihrer Klassenbesuche in Stufe 5 souverän präsentierten und gemeinsam mit den Teilnehmerinnen und Teilnehmern kritisch reflektierten, wurden drei weitere Sessions, nun selbst als Teilnehmer, ausgewählt und besucht. Hier konnte die Gruppe jeweils zwischen vielfältigen Themen wie Augmented Reality vs. Virtual Reality, eduScrum oder der Produktion von Slow-Motion-Videos wählen. Auch Schwerpunkte, die im direkten Zusammenhang mit den Klassenbesuchen stehen, wie die Nutzung von Instagram oder der Handyzone, wurden in weiteren Sessions beleuchtet.
Am Ende des Barcamps war die Youtuberin "Klein aber Hannah" live zugeschaltet und stand den Schülerinnen und Schülern Rede und Antwort. Das Feedback unserer Digitalen Helden zu ihrem ersten Barcamp fiel sehr positiv aus.

Nach oben

Exkursion ins Ruhrgebiet

Nicole Wagner

Exkursion der Erdkunde Kurse der Stufe 12 ins Ruhrgebiet
Die Erdkunde Grundkurse von Christoph Bickel, Lena Conrad und Nicole Wagner sowie der Leistungskurs von Nicole Wagner erkundeten mit ihren Lehrkräften sowie Ayse Cavusoglu und Anna-Maria Lotz von Mittwoch, 16.01.2019, auf Donnerstag, 17.01.2019, das Ruhrgebiet und trafen dabei einen einheimischen ehemaligen Lehrer des Philippinums. Im Ruhrgebiet angekommen begleiteten zwei Guides vom Regionalverband Ruhr die Gruppe zum Tetraeder in Bottrop, der bei starkem Wind erklommen wurde. Es folgten, vorbei an zahlreichen Siedlungen, der Besuch des Limbecker Platzes sowie der Zeche Zollvereins mit der längsten freistehenden Rolltreppe in Essen. Im Deutschen Bergbau-Museum in Bochum erwartete die Gruppe eine Führung, bei der sie an manchen Stellen auch selbst aktiv werden konnte, um die Arbeitsumstände von damals hautnah erleben zu können. Prägend hierbei war die wenige Wochen vorangegangene Schließung der letzten Zeche im Ruhrgebiet. Nach der Übernachtung in Bochum erwartete uns am nächsten Morgen Andreas Pindur, der die Führung der weiteren Fahrt sehr kurzweilig übernahm! Im Landschaftspark Duisburg-Nord erkundete die Gruppe das weitflächige Gelände und stieg die zahlreichen Treppenstufen eines ehemaligen Hochofens empor. Die Exkursion stand unter dem Schwerpunkt der Q1 "Globaler Wettbewerb um Arbeitsplätze und seine Folgen". Im Ruhrgebiet konnte der Strukturwandel eindrucksvoll veranschaulicht werden. Ein herzliches Dankeschön gilt der Wilinaburgia, die unsere Fahrt finanziell unterstützte!

Nach oben

Handballerinnen erreichen Platz 2 im Regionalentscheid

Frank Bröckl

Im Rahmen des Schulwettbewerbs „Jugend trainiert für Olympia“ haben die Handballerinnen des Gymnasium Philippinum beim Regionalentscheid in Wölfersheim mit einer starken kämpferischen und spielerischen Leistung überzeugt. Die Mädchen der Jahrgänge 2004 bis 2007 (Wettkampfklasse III) belegten im Endklassement den zweiten Platz.

Gleich im ersten Spiel des im Modus „Jeder gegen Jeden“ ausgetragenen Vierer-Turniers bekam es die von Sportlehrer Philip Dörnte betreute Mannschaft mit dem späteren Turniersieger, dem Gymnasium Oberursel zu tun. Trotz zahlreicher Glanztaten von Hessenauswahl-Torfrau Tizia Weier zwischen den Weilburger Pfosten und heftiger Gegenwehr musste man diese erste Partie mit 10:16 abgeben. Besser lief es dann im Spiel gegen die Freiherr-vom-Stein-Schule. Mit verbessertem Zusammenspiel in der Offensive und durch beherztes Zupacken in der Abwehr wurden die Mädchen aus Wetzlar mit 15:10 vom Feld geschickt. Im dritten Spiel gegen die Weidigschule entwickelte sich von Beginn an ein offener Schlagabtausch, den die Mädchen aus Butzbach mit 15:14 am Ende denkbar knapp und durch einige unglückliche Aktionen des Philippinum begünstigt für sich entscheiden konnten.

Dennoch reichte es zur großen Freude der Weilburgerinnen zum zweiten Platz. Die hinter dem Turniersieger aus Oberursel platzierten Mannschaften hatten sich alle gegenseitig geschlagen, doch im nun zur Ermittlung der Endplatzierung herangezogenen Torverhältnis hatte man die Nase vorn.

„Gegen eingespielte Vereinsmannschaften wird es auf dieser Ebene sehr schwierig. Unsere Torfrau Tizia Weier hat zwar insgesamt überragend gehalten, doch leider ist Anne Risse bereits angeschlagen in das Turnier gegangen, sodass wir am Ende die Aufstellung ändern mussten“, so die sportliche Bilanz von Philip Dörnte, der besonders die hervorragende kämpferische Einstellung der von ihm betreuten Schülerinnen lobte.

Nach oben

Apfelernte und Obstbaumschnittkurs

Carola Gerlach

Im Herbst 2018 wurden am Gymnasium Philippinum die Äpfel auf der Streuobstwiese vor dem Gebäude der Naturwissenschaften von freiwilligen Schülerinnen und Schülern der Klasse 9a geerntet. Die gepflückten und handverlesenen Äpfel wurden dann zu Martha´s Mosterei nach Beilstein gefahren. Martha Schmidt legte selbst mit Hand an, um aus den Äpfeln der Schule einen köstlichen Apfelsaft zu pressen. Der Apfelsaft wurde der Mini-SV zur Verfügung gestellt. Diese hat die 3- und 5- Liter-Boxen am Tag der offenen Tür am 17.11.2018 verkauft. Der Erlös kommt in voller Höhe der Mini-SV zu Gute! Damit die Ernte auch in den nächsten Jahren erfolgreich ist, ist ein richtiger Obstbaumschnitt notwendig. Hier hat Jessica Buseck in Kooperation mit dem Obst- und Gartenbauverein Weilburg e.V. (OGV-Weilburg) einen Kurs zum Erlernen des Obstbaumschnitts an unserer Schule organisiert. Am 25. Januar 2019 trafen sich die Teilnehmer, um zusammen mit dem Vorsitzenden, Herrn Ziegler, und anderen Mitgliedern des Vereins die Obstbäume zurückzuschneiden.  Nach einer theoretischen Einführung ging es an die praktische Arbeit. Nach 2,5 Stunden waren zwei Bäume vollständig und fachmännisch gestutzt.

Nach oben

Januar 2019

Klassenzimmer wird zur Bühne – "Covenant Players" führen englische Schauspiele für Schülerinnen und Schüler der Jahrgangsstufe 6 auf

Dr. Meike Keul-Stubbe

Am Donnerstag, den 31.01.2018, erhielten die Schülerinnen und Schüler der Klassen 6 die Gelegenheit, klassenweise eine Schulstunde lang jeweils drei unterschiedlich lange Theaterstücke zu erleben, wobei buchstäblich alle Schülerinnen und Schüler beteiligt waren und sich selbst in Schauspieler verwandelten. Die Schauspieltruppe, die diese Aufführungen der besonderen Art in Szene setzte, waren die am Philippinum bereits bekannten "Covenant Players", David, Sam und Lukas. Bis auf zwei Stühle und ein SmartPhone kamen sie völlig ohne Utensilien aus. Mit der Frage nach Lieblingsfarben und Vokabeln, die eine Aufführung betreffen, wie der Begriff "curtain", der immer wieder begleitet von großem Applaus von Lukas gerufen wurde, wurde zum Einstieg die Phantasie der Schüler angeregt, so dass eine Szenerie vor ihrem geistigen Auge entstand. Verschiedene Aufgaben, die sie erfüllen mussten, nahmen sie zugleich in das Stück hinein, so dass schließlich jeder der insgesamt ca. 140 Schülerinnen und Schüler innerhalb seiner Lerngruppe mindestens einmal auf der "Bühne" gestanden hatte. Mit sehr viel Fingerspitzengefühl und Empathie trafen die "Covenant Players" ihre Auswahl, so dass sich niemand bloßgestellt fühlen musste. Zumeist sprachen die Schauspieler Begriffe und Phrasen vor und die Schülerinnen und Schüler wiederholten den Text; deutsche Worte, die ihnen die Schüler zuriefen, sprachen sie zur Ermutigung der Schüler absichtlich falsch aus ("Schaumspüler" statt "Schauspieler"), Fehler wurden beinahe unmerklich korrigiert. So entstand bei den Schülerinnen und Schülern der Eindruck, nach nur eineinhalb Jahren Englischunterricht schon sehr viel muttersprachliches Englisch verstehen und sprechen zu können – ein wichtiger Aspekt für die Motivation zum Erlernen der englischen Sprache.
Die drei Stücke von unterschiedlicher Länge hatten auch jeweils eine Botschaft, die sich in das Alltagsleben von Schülerinnen und Schülern aus Jahrgangsstufe 6 fügte: Im ersten Stück "Way to go" versucht der Schüler Ted (Lukas) seinen Schulkameraden Bill (David), der Zeitung lesend auf dem Schulhof auf seinen Bus wartet, zu einer Auseinandersetzung mit Fäusten zu provozieren. Bill, der ein "positive man" ist, lässt sich nicht von dem "negative man" Ted herausfordern, weil er der Überzeugung ist: "Negatives destroys things. And two negatives are not positive."
Nach einem kurzen Austausch über Kämpfe und Bullying kam das zweite Stück zur Aufführung: eine moderne Adaption des "Verlorenen Sohns" aus der Bibel. Hier waren tatsächlich alle Zuschauer/Mitspieler und viel Körpereinsatz gefordert: In einer Bauernfamilie, bestehend aus Vater, Sohn und Tochter und natürlich den Tieren (den Zuschauern) ist es der Sohn leid, immer die schwere Farmarbeit zu verrichten und verlangt von seinem Vater sein Geld. In seiner Lieblingsstadt (Los Angeles, Athen, New York) will er mit seinen Freunden ein "adventure" erleben. Nachdem der Fußmarsch nach Frankfurt, ein Flugzeug und eine röhrende Harley Davidson mit Schülern imaginiert wurden, versuchen ihn zuerst die "cool boys" (alle Schüler der Lerngruppe) und die "dancing girls" (alle Mädchen der Lerngruppe) für ihr eigenes Vergnügen so lange auszunehmen, bis ihm nur noch € 0,50 bleiben. Als er nach Hause kommt, nimmt ihn sein Vater mit offenen Armen auf und vergibt ihm seine Schuld. Die Schwester, die zunächst eifersüchtig ist, sieht ihrem Bruder schließlich auch seine Verschwendungssucht nach, so dass er als Kompromiss wieder bei der Farmarbeit helfen muss.
Das dritte Schaustück, "Gains and Losses", holte die Besucher wieder auf den Schulhof zurück: Cool schlendert Lang (gespielt von David) auf Sam, die auf ihren Bus wartet, mit einem SmartPhone zu. Da er zuvor nie ein solches Gerät besessen hat, entlockt Sam ihm das Geständnis, das SmartPhone gestohlen zu haben. Lang ist wenig schuldbewusst und überzeugt, ein „Gain“ erworben zu haben; Sam aber ist traurig, weil sie sich bislang als "very special friend" von Lang empfunden, jetzt aber durch Langs Unaufrichtigkeit und sein Vergehen ihren Freund verloren hat. Nach einem kurzen Gespräch zwischen Schauspielern und Schülern über das Stück kam die Aufführung mit einem tosenden Applaus jeweils nach einer Schulstunde zu ihrem Ende. "Ich habe Tränen gelacht!" kommentierte eine Schülerin das Ereignis.
Die Englischkolleginnen und – Kollegen hoffen sehr, dass auch im nächsten Jahr den jetzigen Schülerinnen und Schülern der Jahrgangsstufe 5 eine solche Aufführung der besonderen Art wieder ermöglicht werden kann. Für die großzügige finanzielle Unterstützung des Gymnasialschulvereins danken – neben den beiden Organisatorinnen Dr. Meike Keul Stubbe und Julia Lorenzo – auch alle anderen Englischkolleginnen und -kollegen sehr herzlich!

Nach oben

Erdkunde Kurse der Jahrgangsstufe 13 besuchen Eurosolar, das BMZ und die Welthungerhilfe in Bonn

Nicole Wagner

Von Mittwoch, 23.01.2019, auf Donnerstag, 24.01.2019, fuhren die zwei Grundkurse von Christoph Bickel und Nicole Wagner sowie die beiden Leistungskurse von Christoph Bickel und Jonas Hedrich nach Bonn und übernachteten in Neunkirchen-Seelscheid. Die Referentin der Europäischen Vereinigung für Erneuerbare Energien (Eurosolar) stellte die Bedeutung der Energiewende dar, welche den Übergang von atomarer und fossiler Energie zu erneuerbaren Energien unter Einbeziehung der Bereiche Elektrizität, Wärme und Mobilität beinhaltet. Sie stellte konventionelle und erneuerbare Energien gegenüber und umriss kurz die bisherige Geschichte der deutschen Energiewende sowie was für diese zukünftig erreicht werden muss und auch selbst getan werden kann. Im Gruppengespräch vertieften die Schülerinnen und Schüler diese Aspekte wie auch Zukunftsvisionen. Das Ziel der gemeinnützigen und unabhängigen Organisation, die auch den Deutschen und Europäischen Solarpreis vergibt, ist die vollständige Energiewende, das vollständige und weltweite Ersetzen von atomarer und fossiler Energie durch erneuerbaren Energien. Schlüsselelemente sind hierbei der Ausbau erneuerbarer Energien, die Entwicklung von Energiespeichersystemen, die Steigerung der Energieeffizienz, das Umsetzen von Energiesparmaßnahmen, die Beteiligung der Bürgerinnen und Bürger sowie Dezentralität. Eurosolar sieht in der Energiewende den einzigen Weg für die Sicherung der Lebensgrundlage, um eine erfolgreiche und nachhaltige Wirtschaft aufzubauen. Im Anschluss bekamen die Schülerinnen und Schüler die Gelegenheit, ihre vorbereiteten Fragen zu stellen. Nicht nur durch die Unterrichtsinhalte der Q3, sondern auch durch den nahenden Vortrag der Leistungskurse bei der Naturwissenschaftlichen Vortragsreihe am 07.02.2019, ist die Gruppe mit der Problematik sehr vertraut. Im Bundesministerium für Wirtschaftliche Zusammenarbeit stellten die beiden Referenten den Aufbau und die Arbeit des Ministeriums vor und vertieften interaktiv mit der Gruppe das im Erdkundeunterricht erworbene Wissen über Entwicklungsländer und -zusammenarbeit. Am Beispiel Burundis wurde die Hilfe zur Selbsthilfe verdeutlicht. Zudem wurde das Programm "weltwärts", der entwicklungspolitische Freiwilligendienst, als mögliche Perspektive nach dem Abitur vorgestellt. Bei der Welthungerhilfe gewährte Frau Bandson einen Einblick in den größten Standort der Hilfsorganisation und präsentierte das Engagement der NGO auf der ganzen Welt sehr anschaulich. Sie stellte einige Projekte exemplarisch vor und ging ebenfalls auf das Prinzip der Hilfe zur Selbsthilfe ein. Die Entwicklung und Perspektiven von Flucht und Migration wurden erläutert und insbesondere das Engagement in krisenreichen Gebieten am Beispiel Kolumbiens beeindruckte die Schüler/innen. Bezüglich der gewaltvollen Konflikte wurden die Friedensförderung sowie Ausblicke bezüglich des schwierigen Wegs zum Frieden aufgezeigt. Ein großes Interesse bestand bei der Vorstellung der Freiwilligendienste bei der Welthungerhilfe.

Nach oben

Horst Klassen entführt Zuhörer in die Welt des Whiskys

Frank Bröckl

Die weltweite Nachfrage nach Whisk(e)y – speziell nach schottischem Malzwhisky und irischem Whiskey – verzeichnete im Laufe der letzten Jahre starke Zuwachsraten. Doch warum schmeckt Whisky eigentlich so, wie er schmeckt? Diese über den puren Hedonismus hinausgehende Fragestellung zu den Hintergründen des Whisky-Geschmacks beantwortete Dr. Horst Klassen, Mitautor des Buches „Whisky“ und Gründungsmitglied des ältesten in Deutschland ansässigen Whiskyversandhandels „SCOMA“, seinem zahlreich erschienenen Publikum beim vierten Vortrag der Reihe „Blickfeld Naturwissenschaft“ in der Aula des Weilburger Gymnasiums. Mit seinen Ausführungen lieferte der promovierte Chemiker nicht nur dem naturwissenschaftlich interessierten Konsumenten des schottischen Nationalgetränks interessante Hintergrundinformationen, sondern machte auch angehenden Einsteigern Lust auf einen ersten Schluck.
„Whisky tastes as it does because of what it is made from and how it is made“. Neben wichtigen Rohstoffen wie Gerste, Wasser und Torf spiele aber auch das Klima und der Faktor Zeit für die Reifung des späteren Endprodukts eine wichtige Rolle. Sehr anschaulich schilderte der Referent die zentralen Verfahrensschritte Mälzen, Brauen, Destillieren und Lagern, die zur Herstellung des schottischen Nationalgetränks erforderlich sind, wobei er es verstand, die dabei ablaufenden chemischen Prozesse gut nachvollziehbar zu erläutern. Dabei sei jedoch – neben dem notwendigen Know-how – das entsprechende Equipment erforderlich. So vollzieht sich der Prozess der Destillation in riesigen Brennblasen. Doch warum bestehen diese ausschließlich aus Kupfer? „Kupfer ist ein hervorragender Wärmeleiter und bindet Schwefelverbindungen, die im Destillationsprozess unerwünscht sind“, so Dr. Klassen. Ob „Butt“ (500 l) – ein gebrauchtes Sherryfass -, Hoghshead (250 l) oder „Barrel“ (200 l): „Das Wasser des Lebens“ bereitet erst nach der entsprechenden Lagerung und Reifung in Fässern den erwarteten Genuss, wie der Referent betonte und er stellte heraus: „Die Tatsache, dass fast nur Eichenfässer verwendet werden, ist – neben der entsprechenden Porosität – vor allem dem Umstand geschuldet, dass Eichenholz keine unerwünschten Geschmacksstoffe abgibt“. Unvermeidlich bei Lagerung und Reifung seien jedoch Verluste durch Verdunstung („Angels Share“, ca. 2-5% pro Jahr), die von Temperatur, Luftfeuchte sowie Art, Alter und Größe des Fasses abhingen. Ob fruchtig, blumig, nussig, süß, nach jungem Holz, nach Vanille oder nach Getreide schmeckend: Das fertige Endprodukt kann – je nach Herstellung - eine breite Palette unterschiedlichster Aromen aufweisen. „Je mehr Torf bei der Herstellung benutzt wird, desto rauchiger ist der Whisky“, betonte der Experte.
„Ester sind die Stars in der Welt der Whiskies und der Welt der Parfüms“, stellte der Chemiker heraus. Ein geübter Amateur könne dabei ungefähr 15 Basisaromen unterscheiden, wobei die Forschung über Whiskyaromen bereits über 700 Verbindungen ermittelt habe. Schließlich warf Dr. Klassen noch einen kritischen Blick in die Zukunft der Whiskyherstellung. Bereits jetzt gäbe es Praktiken, bei denen durch Zusatz von geraspeltem Eichenholz oder Aromastoffen ein „Geschmackstuning“ vorgenommen oder durch „warehouse seasoning“ der Alterungsprozess des Produkts künstlich verkürzt werde.
Lang anhaltender Applaus und zahlreiche Nachfragen am Ende seiner Ausführungen waren der Beleg dafür, dass Dr. Horst Klassen mit seinem Vortrag zum Thema Whisky sein Publikum buchstäblich auf den Geschmack gebracht hat. Carola Gerlach als Verantwortliche für die Vortragsreihe „Blickfeld Naturwissenschaft“ betonte in ihren abschließenden Worten noch einmal die enge Verbundenheit des im Vorstand der Wilinaburgia tätigen Referenten zur Schule und bedankte sich bei ihm mit einer Flasche Rotwein.

Nach oben

Dezember 2018

Begeisterndes Weihnachtskonzert

Frank Bröckl

Einmal mehr haben Orchester, Chorgruppen und zahlreiche Solisten beim traditionellen Weihnachtskonzert in der voll besetzten Schlosskirche musikalisch alle Register gezogen und ein restlos begeistertes Publikum in adventliche Vorfreude versetzt. An zwei Konzertabenden gaben sich bei der Leitung der Ensembles Michael Glotzbach, Christiane Glotzbach, Oliver Blüthgen und Martin Weinbrenner quasi den Taktstock in die Hand. Unterstützt bei der Einstudierung wurden sie von Friederike Kremers. Pfarrer Guido Hepke als „Hausherr“ bezeichnete in seiner Begrüßung die Adventszeit als Zeit der Lichterketten und betonte, dass auch wir Menschen – wie die Lichter an einer solchen Kette – miteinander verbunden sind. Renate Geil würdigte als stellvertretende Schulleiterin besonders das große Engagement der Schülerinnen und Schüler trotz der zahlreichen in dieser „heißen Phase“ schulischen Lebens anstehenden Klausuren und Klassenarbeiten und rief ihnen zu: „Ich bin total stolz auf euch“. Sie stellte heraus, dass das Weihnachtskonzert fraglos ein Höhepunkt im schulischen Veranstaltungskalender sei und bedankte sich ganz besonders „bei den fünf Menschen, die das alles einstudiert haben“ für ihre Arbeit. Das Konzert eröffnete der Chor der Klassenstufen fünf und sechs mit „Liedern zur Weihnacht“ gefolgt von den Philippinum Voices, die „Bereite dich Zion“ von Johann Sebastian Bach (1685-1750) darboten. Laetitia Fester, Marion Kops und Joanna Knecht begeisterten mit dem dreistimmig vorgetragenen „Ave Maria“ von Jakob Arcadelt (1507-1568). Es folgten die Chöre der Klassenstufen sieben, acht und neun sowie die Philippinum Voices III, wobei nicht ausschließlich weihnachtliche Weisen vorgetragen wurden, sondern mit „Streets of London“ von Ralph McTell auch eine schöne Chorinterpretation eines Popsongs. Mit „Can´t help falling in love“ und dem alten deutschen Lied „In einem kühlen Grunde“ überzeugten die zwölf Sänger der Philippinum Harmonists. Mit geschlossenen Augen hätte man meinen können, eine Nachtigall in der Schlosskirche singen zu hören, doch es war Jakob Glotzbach, der im Stück „Nightingale“ seiner Geige derart anmutige Klänge entlockte. Munteres Vogelgezwitscher bot auch das Philippinum-Orchester unter der Leitung von Martin Weinbrenner mit der hervorragend vorgetragenen Komposition „Gli ucelli“ (Die Vögel) von Ottorino Resphigis (1879-1936). Im Anschluss daran beeindruckte Cellistin Carla Schuld mit ihrem Solo in „Kol Nidrei“ von Max Bruch (1838-1920), das auf dem jüdischen Gebet Kol Nidre basiert, traditionell gebetet am Vorabend von Jom Kippur, dem höchsten jüdischen Feiertag. Für ihre einfühlsame Interpretation des jüdischen Bußgesanges erhielt sie tosenden Applaus. Auch das Gesangssolo des Super-Hits von John Miles, „Music“, vorgetragen von Carina Kegel, riss das Publikum zu Beifallsstürmen hin. Beim großen Finale reichte der Platz vor und neben dem Altar bei weitem nicht aus, sodass viele Schülerinnen und Schüler in den Bänken der Seitenschiffe standen und in einer beeindruckenden Kulisse gemeinsam zum Abschluss „You are my God and King“ intonierten. Am Ende eines grandiosen Konzerts mit zahlreichen besinnlichen Momenten und musikalischen Höhepunkten dürfte sich so mancher Besucher gefragt haben: Wie schaffen es Michael Glotzbach, Christiane Glotzbach, Martin Weinbrenner und Oliver Blüthgen immer wieder, mit ihren Schülerinnen und Schülern Veranstaltungen auf derart hohem musikalischen Niveau auf die Beine zu stellen?

Nach oben

Buchtipps für die Klassen 5 und 6: Buchvorstellungen durch Expertin der Residenzbuchhandlung in der 5

Gudrun Ehlert-Lorenz

Die Klasse 5b bekommt zusammen mit ihrer Deutschlehrerin Frau Ehlert-Lorenz und der Elternsprecherin Frau Betz eine exklusive Reihe von Büchern präsentiert durch die Kinderbuchexpertin Frau Habib von der Residenzbuchhandlung.
Anlass der Einladung in die Klasse war die große Leseaktion der 5b im Medien- und Lernzentrum des Gymnasium Philippinum Weilburg am Tag der offenen Tür: Das  von den Eltern der 5b gespendete "Lesefutter"  und gebrauchte Bücher für alle Altersstufen wurden im Lesecafé bzw. auf dem Bücherflohmarkt gegen eine freiwillige Spende für die Klassenbücherei  abgegeben. Die Schüler kamen ins Gespräch mit den vorbeikommenden Interessenten und konnten Tipps zu den angebotenen Büchern vom Bücherflohmarkt geben. Diese Aktion hat allen Beteiligten viel Spaß gemacht, zumal jetzt auch noch einige Bücher für die eingerichtete Klassenbücherei zusätzlich angeschafft werden können.


Hier die Autoren und Titel, die von Frau Habib für diese Lesesaison empfohlen werden:
1. Armand Baltazar:  Timeless – Retter der verlorenen Zeit
2. Lukas Hainer (Songwriter von Santiano): König der Piraten
3. Anna Ruhe: Seeland – Per Anhalter zum Strudelschlund
4. Greg James / Chris Smith: Kid Normal – So sehen Helden aus
5. Anna Ruhe: Die Duftapotheke – Ein Geheimnis liegt in der Luft
6. Theresa Czerny:  Die Pferde von Eldenau
7. Alex Bell: Der Polarbären-Entdeckerclub – Reise ins Eisland
8. Catherine Hapka: Dolphin Dreams – Ein einzigartiger Sommer
9. Erin Hunter: Bravelands – Der Außenseiter
10. Anca Sturm:  Der Weltenexpress
11. Kirsten Boie: Ein Sommer in Sommerby

Übrigens: Das MLZ-Team ist dankbar für die finanzielle Unterstützung des Medien- und Lernzentrums (=MLZ) durch die Wilinaburgia!

Nach oben

Exkursion Weilburg meets Essen

Hans Mayer

Studienfahrt des katholischen Religionskurses (12) zur Don-Bosco-Schule und Zeche Zollverein

Am 12. November 2018 hatten die Schülerinnen und Schüler des Grundkurses katholische Religion von Herrn Pfarrer Mayer die Gelegenheit, Einblicke in die Geschichte des Don-Bosco-Gymnasiums in Essen zu erhalten. Das Don-Bosco-Gymnasium ist eine 1966 gegründete katholische Schule unter Trägerschaft der Salesianer. Während einer Erarbeitungsphase konnte der Kurs gemeinsam mit gleichaltrigen Schülerinnen und Schülern des Don-Bosco-Gymnasiums Kenntnisse über den Ordensgründer Don Bosco gewinnen. Im anschließenden Interview mit Anhängerinnen und Anhängern des Ordens gab es einen tieferen Einblick in das Wirken und die Bedeutung Don Boscos für seine jetzigen Nachfolger. Die Antworten der Interviewpartner wurden in der Gruppe vorgestellt und besprochen. Mit einem gemeinsamen Mittagessen in der Schule wurde der erste Teil des Ausfluges abgeschlossen. Nach einem kurzen Stopp in der Essener Innenstadt  ging es weiter zur Zeche Zollverein, die als Industriedenkmal seit 2001 zum UNESCO Weltkulturerbe gehört. Im Rahmen einer zweistündigen Führung wurde die Verarbeitung der dort geförderten Steinkohle ausgiebig erklärt. Anhand diverser Ausstellungsstücke, unter anderem der original Förder- und Sortieranlage, konnten sich die Schülerinnen und Schüler ein genaueres Bild der Bergbauarbeit zur Zeit der Industrialisierung machen. Aus Zeitgründen konnten weder die beiden örtlichen Museen noch das Schaubergwerk besichtigt werden. Der Kurs bedankt sich herzlich für die finanzielle Unterstützung durch den Förderverein Wilinaburgia, die diesen interessanten Tag erst möglich gemacht hat.

Nach oben

Russischolympiade

Rita Heun

Michelle Fust und Zhanna Khayrova beim Bundesfinale der Russischolympiade
Die besten Russisch Lernenden aus Deutschland haben ihre Kräfte auf der Bundesolympiade der russischen Sprache in Bremen gemessen. Michelle Fust und Zhanna Khayrova vertraten als Sieger der Hessischen Russischolympiade das Weilburger Gymnasium Philippinum und zugleich das Land Hessen. Über 80 Olympioniken aus ganz Deutschland zeigten ihr Können in schriftlichen und mündlichen Prüfungen, verbunden mit Besuchen bei Radio Bremen, der Zeitung Weser-Kurier und dem Overbeck-Museum. Leider konnten die Weilburger dieses Mal keine Medaille mitbringen, aber es galt natürlich das olympische Motto „Dabei sein ist alles“. Michelle: „Wir haben uns gut geschlagen und uns super mit den anderen Teilnehmern verstanden.“ Zhanna gefiel besonders die Stadtbesichtigung und der Besuch im Radiostudio. Rita Heun, Russischlehrerin am Philippinum, ist stolz auf ihre Schülerinnen, die es bis ins Finale geschafft haben. Die Abschlussveranstaltung in der IHK Bremen war mit hochkarätigen Gästen besetzt. Helga Trüpel als Mitglied des Europäischen Parlaments und Andrei Sharashkin, Generalkonsul der Russischen Föderation in Hamburg, hoben die Bedeutung der russischen Sprache als Schlüssel zum Verständnis des größten Landes der Welt ebenso hervor wie Bremens Bildungssenatorin Claudia Bogedan, die  betonte: „Sprachen helfen uns, die Welt besser zu verstehen. Dieses Verstehen ist Voraussetzung für Respekt und Frieden im Zusammenleben der Völker.“Der Russlandbeauftragte der Bundesregierung, Dirk Wiese, formulierte es so: „Wir brauchen in Deutschland mehr Menschen, die versuchen, Russland zu verstehen. Um Austausch und Dialog möglich zu machen, ist es wichtig, Brückenbauer zu haben.“ Brückenbauer, die diese Olympioniken werden könnten.

Nach oben

Betriebsbesichtigung und Information zum dualen Studium bei der Firma Feig Electronic

Carola Gerlach

Am Dienstag, den 30. Oktober 2018, besuchten 10 Schülerinnen und Schüler der Qualifikationsphase zusammen mit dem Informatik-Fachlehrer Jörn Schweisgut und der Leiterin für den Fachbereich III, Carola Gerlach die Firma Feig Electronic in Weilburg. Zu Beginn bekamen die Schülerinnen und Schüler ausführliche Informationen über die verschiedenen Geschäftsbereiche der Firma Feig Electronic. Dazu zählen Controller (Tor- und Schrankensteuerungen), Sensors (Induktionsschleifendetektoren), Identification (RFID- und Barcode-Systeme) und Payment (Bezahlterminals). Nach diesem interessanten Einstieg stellten Studenten, die zur Zeit ihr duales Studium bei Feig Electronic absolvieren, ihre Projekte aus den Praxisphasen vor. So erhielten die Besucher einen sehr guten und intensiven Einblick in die Vernetzung von Theorie und Praxis beim dualen Studium. Schließlich bekam die Gruppe des Gymnasiums eine Führung durch die Produktions- und Lagerhallen der Firma. Sie konnte viel über Lean Management, den Einsatz teilautonomer Arbeitsgruppen und den Organisationsablauf der Produktion erfahren. Es gab immer wieder die Möglichkeit nachzuhaken, so dass keine Fragen offenblieben. So fiel das Resümee der Schülerinnen und Schüler auch durchweg positiv aus. Alle fanden den Nachmittag sehr interessant und die Bewerbung auf einen dualen Studienplatz bei Feig Electronic ist für den einen oder die andere eine überlegenswerte Option!

Nach oben

November 2018

Gute Zusammenarbeit ist nun auch besiegelt

Janika Wiesner

Schon seit längerer Zeit kooperieren StudiumPlus und das Gymnasium Philippinum in Weilburg – jetzt haben sie die gute Zusammenarbeit mit einem Kooperationsvertrag auch offiziell gemacht. Damit ist das Gymnasium eine von über 40 Schulen, die mit dem Anbieter dualer Studiengänge eine Kooperation geschlossen hat. „Schon jetzt besuchen unsere Botschafter das Gymnasium Philippinum und auch Mitarbeiter von StudiumPlus kommen für Informationsveranstaltungen vorbei“, sagte der Leiter des Campus Limburg von StudiumPlus, Prof. Dr. Fabian Tjon. Vor fast zehn Jahren habe StudiumPlus beschlossen, in die Fläche zu gehen und seither sechs Außenstellen eingerichtet, deren jüngste der Campus Limburg ist. Doch auch der Hauptstandort des dualen Studienprogramms in Wetzlar sei von Weilburg aus gut zu erreichen. „StudiumPlus ist ein guter Partner für uns“, sagte Schulleiter Stefan Ketter. Das Gymnasium Philippinum sei als MINT-Schule besonders ausgerichtet auf Mathematik, Naturwissenschaft, Informatik und Technik. „Wir wollen unseren Schülern Wege aufzeigen, wie es nach der Schule für sie weitergehen kann“, betonte er – und dabei könne StudiumPlus mit Informationsangeboten zu den praxisorientierten dualen Studiengängen helfen und Berührungsängste abbauen. „Wir wollen in der Region für die Region qualifizieren und die Unternehmen dabei unterstützen, geeignete Nachwuchskräfte zu finden“, sagte Tjon. Dass an den dualen Studienangeboten großes Interesse bei den Schülern besteht, bestätigte der Beauftragte für Berufs- und Studienorientierung (BSO) der Schule, Eike Kehr. „Es freut mich sehr, dass wir mit der Unterzeichnung des Kooperationsvertrags dokumentieren können, dass wie diese Orientierungsarbeit leisten“, sagte Schulleiter Ketter. Neben der Teilnahme von StudiumPlus- Mitarbeitern an allgemeinen Veranstaltungen zur Studienorientierung können Botschafter, die selbst noch mitten im Studium stecken, mit speziell zugeschnittenen Angeboten die Schüler „auf Augenhöhe“ über das duale Studium informieren. Das duale Studienprogramm der Technischen Hochschule Mittelhessen (THM) und des CompetenceCenters Duale Hochschulstudien – StudiumPlus e.V. (CCD) ist der mit Abstand größte Anbieter dualer Studienangebote in Hessen, die THM ist die größte Hochschule für Angewandte Wissenschaften in Hessen. StudiumPlus hat seinen Hauptsitz in Wetzlar und verfügt über sechs Außenstellen. Das Studium findet zur Hälfte an der Hochschule und zur Hälfte in einem der über 840 Partnerunternehmen statt. Aktuell sind bei StudiumPlus über 1400 Studierende immatrikuliert. Sämtliche Bachelor- und Master-Studiengänge, die StudiumPlus anbietet, sowie freie Studienplätze bei den Partnerunternehmen findet man unter www.studiumplus.de.

Nach oben

Stimmgewaltiger Vortrag – Kilian Freihold gewinnt Balladenwettbewerb

Dennis Kunz

Am Donnerstag, dem 29.11.2018, fand in der Aula des Gymnasium Philippinum die mittlerweile achte Auflage des Balladenwettbewerbs der Jahrgangsstufe 7 statt. Nach zehn abwechslungsreichen und unterhaltsamen Vorträgen konnte sich letzten Endes Kilian Freihold (Klasse 7c) in die Siegerliste des Wettbewerbs eintragen.
Die insgesamt 14 Teilnehmerinnen und Teilnehmer durften die im Rahmen des Deutschunterrichtes auswendig gelernten Balladen einem großen Publikum, nämlich dem gesamten Jahrgang, präsentieren und wussten mit ihren Rezitationen Zuschauer und Jury gleichermaßen zu überzeugen. Neben klassischen Balladen (beispielsweise „Der Erlkönig“, „Der Handschuh“ oder „Der Zauberlehrling“) wurden in diesem Jahr auch weniger bekannte Werke dargeboten, darunter Fontanes „Archibald Douglas“ oder „Der Reiter und der Bodensee“ von Gustav Schwab.
Die vierköpfige Jury, bestehend aus Schulleiter Stefan Ketter, Fachbereichsleiterin Anne Weigel, Deutschlehrerin Gudrun Ehlert-Lorenz sowie dem Frankfurter Goethe-Rezitator und Balladenexperten Jörg Lüdecke, welcher nach seiner letztjährigen Absenz die Veranstaltung wieder mit seiner Anwesenheit beglückte, war voll des Lobes ob der gezeigten Leistungen. Am überzeugendsten präsentierte sich dabei Kilian Freihold (Klasse 7c), der stimmgewaltig und beeindruckend Schillers „Die Bürgschaft“ zum Besten gab und sich den ersten Platz sicherte.  
Den zweiten Platz belegte Tamino Stubbe (Klasse 7b) mit seiner Version von Adelbert von Chamissos „Das Riesenspielzeug“, wobei er neben seiner Textsicherheit auch mit einigen wenigen geschickt eingesetzten Requisiten glänzte.  
Einen geteilten dritten Rang gab es zu vermelden: Mit der identischen Punktzahl gelangen dem Duo Johanna Jung/Celine Stark (Klasse 7a, „Der Reiter und der Bodensee“),  Carina Strauss (Klasse 7d, „Nis Randers“) sowie Emilia Leimpek (Klasse 7e, „Archibald Douglas“) der Sprung aufs Siegertreppchen.
Bemerkenswert an dieser Konstellation ist die Tatsache, dass zum ersten Mal in der Geschichte des Wettbewerbs Vertreter aller Klassen gleichzeitig auf den ersten drei Plätzen zu finden sind. Allen Teilnehmerinnen und Teilnehmern, gerade auch denjenigen, welchen diese besondere Ehre am Ende nicht zuteilwurde, gebührt ein großes Lob für ihr Engagement und ihre Kreativität. Sämtliche Mitwirkende erhielten Buchpreise, die dankenswerterweise von der Wilinaburgia zur Verfügung gestellt wurden, zudem durften sich die Klassen über einen Klassenfußball freuen.
Auch im kommenden Jahr wird es sicher wieder einen Balladenwettbewerb für die zukünftige Jahrgangsstufe 7 geben. Jörg Lüdecke jedenfalls hat seine Teilnahme bereits wieder fest eingeplant.

Nach oben

Handball - Kreismeistertitel für Handballerinnen des Philippinum

Philip Dörnte

Mit einer Jungen- und einer Mädchenmannschaft der Wettkampfklasse III (Jahrgänge 2004-2007) war das Gymnasium Philippinum Weilburg (GPW) zum Kreisentscheid Handball am 16.11.2018 im Rahmen des Wettbewerbs „Jugend trainiert für Olympia“ nach Limburg gereist. Dabei waren beide Teams erfolgreich und holten Gold und Silber.
Mussten die Jungen des GPW im ersten Spiel (2 x 12 Minuten) gegen die körperlich starke Mannschaft der Tilemannschule Limburg zunächst eine 9:16 Niederlage hinnehmen, zeigten sie gegen die Handballer der Taunusschule eine starke Leistung und gewannen ihr Spiel mit 14:12. Im Rückblick waren einige Jungen beeindruckt von ihrem ersten Einsatz bei einem Handball-Wettbewerb und ein GPW-Spieler sagte stellvertretend: „So ein Wettkampfspiel ist schon was anderes als das Üben in der Handball-PÄM (Pädagogische Mittagsbetreuung) an unserer Schule!“
Im einzigen Spiel der Mädchen traf das Philippinum auf die Gastgeberinnen der Tilemannschule. Die Weilburgerinnen, die mit nur sieben Spielerinnen angetreten waren, zeigten über die 2 x 20 Minuten Spielzeit eine hohe kämpferische und spielerische Leistung. Nach anfänglicher Abschluss-Schwäche fand das Team um Spielmacherin Anne Risse mit zunehmender Spielzeit sowohl im Angriff als auch in der Abwehr immer besser zusammen. Um die gesundheitlich angeschlagene Laura Blom zu entlasten, musste zwischenzeitlich sogar Torfrau Tizia Weier in den Angriff wechseln, sie konnte sich aber gleich mehrfach in die Torschützenliste eintragen. Schließlich setzten sich die Weilburger Handballerinnen hoch verdient mit 32:23 durch, sicherten sie sich damit den Kreismeistertitel und qualifizierten sich für den Regionalentscheid im Januar 2019.
Die Mannschaftsbetreuer Philip Dörnte und Jan Hooss gratulierten beiden Teams und lobten sie für ihr großes Engagement.
Für das GPW spielten:
 
(Hinten v. l.) Tizia Weier, Nicole Gehdt, Anne Risse, Laura Blom
(Vorne v. l.) Selma Eber, Noemi Streubel, Alica Nehl.
 

(Hinten v. l.) Betreuer Philip Dörnte, Marvin Jung, Luke Morscheck, Linus Armbruster, Jonas Erkel, Niklas Quack
(Mitte v. l.) Kilian Freihold, Hergen Rabs, Vincent Rau, Hannes Herrmann, Thomas Faust für den erkrankten  Lennart Salis
(Vorne) Maximilian Linke,.

Tag der offenen Tür

Frank Bröckl

Planspiele, Modenschauen, Schnupperunterricht und viele Mitmach-Angebote - Auch in diesem Jahr präsentierte das Gymnasium Philippinum am Tag der offenen Tür der breiten Öffentlichkeit sein vielfältiges Angebot. Davon wollten sich in erster Linie zahlreiche Viertklässler und deren Eltern vor dem Wechsel auf die weiterführende Schule ein Bild machen. Doch auch einige Ehemalige nutzen die Gelegenheit, die im Zuge der umfangreichen Sanierungsmaßnahmen der letzten Jahre entstandenen neuen Räumlichkeiten in Augenschein zu nehmen oder einfach nur mit den Lehrkräften zu plaudern.
„Lernen Sie die Stärken unserer Schule kennen und informieren Sie sich über die breite Palette an Entwicklungsmöglichkeiten, die wir Ihren Kindern bieten“, formulierte Schulleiter Stefan Ketter im Rahmen seiner Begrüßung. Sein besonderer Dank galt Sandra Linn als Hauptverantwortliche für die Organisation des Tages, aber auch allen Kolleginnen und Kollegen und nicht zuletzt den Schülerinnen und Schülern für das außergewöhnliche Engagement. Wer anschließend das weitläufige Schulgelände nicht auf eigene Faust erkunden wollte, konnte sich den orts- und sachkundigen Scouts der Jahrgangsstufen 12 und 13 anvertrauen und sich in kleinen Gruppen einen gezielten Überblick über das Gebotene verschaffen. Besonders großes Gedränge herrschte in der Pausenhalle, wo die AG „Fairer Freitag“ um Carmen Rau am „Fair Trade Point“ über den fairen Handel informierte und unter anderem Nikoläuse, Schokolade und Kekse verkaufte. Der Leistungskurs Politik und Wirtschaft von Jörg Freihold präsentierte bei einer Modenschau die neue Kollektion des „GPW-Shop“ bestehend aus Pullis und Shirts bedruckt mit dem neuen Schullogo. Zudem gab es Kleidung, die das neue Leitbild „Wir bilden die Zukunft – seit 1540“ als Aufdruck hatte. Auch die Elternvertreter um ihren Vorsitzenden Jörg Schönwetter und die SV mit Schulsprecherin Lena Schmidt standen als Ansprechpartner zur Verfügung, während die beiden Fördervereine der Schule, die Wilinaburgia und der Gymnasialschulverein, mit ihren Vorsitzenden Eugen Rudolf Ancke und Christian Riedel über ihre Arbeit informierten und neue Mitglieder warben.Während sich die Eltern darüber hinaus auch zum Übergang von Klassenstufe vier zu fünf, die Ganztagesklasse, die Pädagogische Mittagsbetreuung oder das Fremdsprachenangebot, das auch Russisch und Spanisch umfasst, informieren konnten, stießen bei den Kindern besonders die zahlreichen Mitmachangebote auf großes Interesse und wurden intensiv genutzt. Die Palette der Möglichkeiten reichte dabei von kleinen Versuchen und Experimenten in Chemie und Physik und dem Erkunden des Forscherraums bis hin zum Mitwirken in der Kunstwerkstatt. Während im Foyer der Kreissporthalle am Ruderergometer erste Talente gesichtet werden konnten, ging es im Stockwerk darüber an der Kletterwand hoch hinaus. Spitze Schreie aus dem Gymnastikraum wiesen den Weg zur Sound-Karate-Vorführung unter der Regie von Johannes Langner. Doch auch für Auge und Ohr wurde einiges geboten. Zahlreiche Ausstellungen und Präsentationen – darunter Lesemappen zu Jugendbüchern und eine interkulturelle Safari durch Afrika – sowie musikalische Darbietungen des Schulorchesters und der Philippinum Voices im neuen Musikgebäude, gaben einen Einblick in die Arbeit der einzelnen Fächer. Bärbel Kamphausen-Muser zeigte mit ihrer siebten Klasse das Planspiel „Wahlingen“, in dem die Schülerinnen und Schüler in die Rollen von Parteimitgliedern schlüpften und zu unterschiedlichen Themen eigene Positionen erarbeiten mussten. Auch das Team um den neuen Betreiber der Mensa, Steffen Blohmann, präsentierte sich bestens vorbereitet, sodass Eltern und Kinder im Besichtigungsstress eine Pause einlegen oder den Vormittag bei einem Getränk und einem Stück Kuchen entspannt ausklingen lassen konnten.

Nach oben

Tischtennismannschaft belegt Platz 4

 Marc Alexander Funk

Beim Kreisentscheid Tischtennis in Hadamar hat die neu formierte Schulmannschaft der Jahrgänge 2006 bis 2009 im Rahmen des Schulwettbewerbs „Jugend trainiert für Olympia“ erste Erfahrungen gesammelt. Das gemischte Team mit Lara Roth (6A), Belice Immel (5B), Moritz Lippeke (6E), Noah Hardt (6A), Johanna Baum (6A), Leonie Kram (5B) und Philip Ufer (6A) belegte in der Wettkampfklasse IV hinter den beiden Mannschaften der Taunusschule Bad Camberg und der Weiltalschule Weilmünster den vierten Platz.
Im Turniermodus „Jeder gegen Jeden“ mussten die Kinder jeweils bis zu drei Doppel und vier Einzel spielen. Hier erwies sich Philip Ufer als leistungsstärkster Spieler und eifrigster Punktesammler. Hinzu kam ein aus drei Stationen bestehender Vielseitigkeitswettbewerb. „Es gab wirklich spannende Spielverläufe. Alle Kinder sind mit ihren Doppelpartnern im Laufe des Turniers immer besser ins Spiel gekommen und hatten viel Spaß bei ihrem ersten schulischen Wettkampf im Tischtennis“, so das positive Fazit von Sportlehrer Marc Alexander Funk.

Nach oben

Zwischenstopp von FranceMobil am Gymnasium Philippinum

Frank Bröckl

Das FranceMobil ist wieder on Tour: Auch für die Schülerinnen und Schüler der Klassenstufe 7 des Gymnasium Philippinum mit Französisch als zweiter Fremdsprache legte das rollende Kulturinstitut  einen Zwischenstopp ein.Lektorin Jennifer Gava – seit September in Hessen unterwegs zu Schulen und Ausbildungsstätten - wurde mit ihrem mit Materialien vollgepackten Renault Kangoo begeistert empfangen. Den Kontakt hatte Französischlehrerin Ulrike Fuhrmann-Grote hergestellt. Das Deutsch-Französische Jugendwerk (DFJW) und die Französische Botschaft/das Institut francais Deutschland haben mit Unterstützung der Robert Bosch Stiftung, des Deutsch-Französischen Instituts (dFI) Erlangen sowie des Ernst Klett Verlags im September 2018 den Startschuss für insgesamt zwölf französische Lektorinnen und Lektoren gegeben, die mit ihren von Renault Deutschland bereitgestellten Fahrzeugen ein Jahr lang durch Deutschland fahren, um spielerisch für die französische Sprache und Kultur zu begeistern. Die Vermittlung eines zeitgemäßen Frankreichbildes gehört ebenfalls zu ihren Aufgaben. Wie begrüßt man sich auf Französisch? Wie drückt man aus, wenn man etwas mag oder nicht mag? Dies und noch viel mehr vermittelte die Mitarbeiterin von FranceMobil nun den Französisch-Schülerinnen und –Schülern der Klassen 7c, d und e um ihre Lehrerinnen Ulrike Fuhrmann-Grote und Konstanze Keul. Ganz nebenbei sorgte Jennifer Gava mit zahlreichen Spielen und Liedern nicht nur für viel Spaß bei den Mädchen und Jungen, sondern auch für eine beträchtliche Erweiterung des Wortschatzes in der Fremdsprache. Das Programm FranceMobil, das mit seinen Aktionen und Angeboten bisher über eine Million Schüler an über 13.000 Schulen in Deutschland erreicht hat, wurde 2002 von der Robert Bosch Stiftung und der Französischen Botschaft in Berlin ins Leben gerufen. FranceMobil steht – ebenso wie sein Pendant mobiklasse.de in Frankreich – unter der Schirmherrschaft von Hamburgs Erstem Bürgermeister Peter Tschentscher, gleichzeitig Bevollmächtigter für deutsch-französische kulturelle Zusammenarbeit, sowie dem französischen Minister für Bildung, Jean-Michel Blanquer. Beide Programme wurden für ihr vorbildliches Engagement in der deutsch-französischen Zusammenarbeit mit dem Adenauer-de-Gaulle-Preis ausgezeichnet.

Nach oben

Wheelup -Projekt zu Gast an unserer Schule

Christof Trümner

Waveboards, Longboards, Scooter – Das Gymnasium Philippinum ist jetzt WHEELUP!- Schule. Eine Woche lang hatten Schülerinnen und Schüler die Gelegenheit im Sportunterricht unterschiedliche Sportgeräte aus dem Bewegungsfeld „Fahren, Rollen, Gleiten“ zu erproben.
Referent Nicolas Kaspar von CITY SKATE, einer Agentur für Funsport- und Bewegungskonzepte, demonstrierte den Kolleginnen und Kollegen des Fachbereichs Sport zunächst in einem 90 minütigen Workshop in der Kreissporthalle ein mögliches Praxisprogramm mit der Klasse 8a, bevor die Lehrkräfte in einem weiteren Workshop die Gelegenheit bekamen, ihr eigenes Fahrkönnen zu verbessern.
WHEELUP! ist ein Förderprogramm der AOK Hessen, das über attraktive Funwheel-Bewegungsformen Kinder und Jugendliche zu einer aktiven Freizeitgestaltung und zu lebenslangem Sporttreiben motivieren möchte. Es wird in Kooperation mit der Zentralen Fortbildungseinrichtung für Sportlehrkräfte des Landes Hessen (ZFS) durchgeführt und von CITY SKATE konzipiert, organisiert und umgesetzt. Dabei können Lehrkräfte und Schülerinnen und Schüler sogar mit der WHEELUP!-App über das Smartphone auf methodisch und didaktisch aufbereitete Tutorials zurückgreifen. Doch warum überhaupt neue Medien im Sportunterricht? „In der Lebenswelt der Jugendlichen nimmt das Smartphone eine zentrale Rolle ein. Im Sportunterricht können erlernte Bewegungsabläufe damit eigenständig reflektiert, analysiert und optimiert werden“, so Schulsportleiter Christof Trümner, der Initiator der Veranstaltung. Nach der WHEELUP!- Aktionswoche können Schulen eigenes Equipment bei CITY SKATE bestellen, dessen Anschaffung von der AOK mit einer Förderung von 50% bezuschusst wird. Auch wenn noch nicht fest steht, in welchem Umfang das Gymnasium Philippinum von diesem Angebot Gebrauch machen wird: Die Klasse 8a und die Fachschaft Sport waren bei den Workshops mit Begeisterung dabei!

Nach oben

Oktober 2018

11 DELF-Diplome verliehen

Frank Bröckl

Französisch lernen statt Mittagspause – Ein Schuljahr lang haben sich 11 Schülerinnen und Schüler des Gymnasium Philippinum in der siebten Stunde in drei Arbeitsgemeinschaften mit unterschiedlichen Anforderungsniveaus auf die DELF-Prüfung vorbereitet. Aus den Händen ihrer Französischlehrerin Ulrike Tielesch konnten sie nun nach erfolgreich bestandener Prüfung das DELF-Diplom entgegen nehmen.
Das DELF-Diplom (Diplôme d‘études de langue française) dient als offizieller Nachweis für französische Sprachkenntnisse bei der Immatrikulation an einer Hochschule oder bei der Bewerbung für eine Arbeitsstelle in den französischsprachigen Ländern Frankreich, Belgien, Kanada und der Schweiz, aber auch in anderen Ländern, wenn eine Verwendung der französischen Sprache verlangt wird. Es richtet sich vor allem an Schülerinnen und Schüler, die ihre Französisch-Kenntnisse mit einem offiziellen Zertifikat nachweisen möchten, da dies aussagekräftiger und vergleichbarer ist als die Zeugnisnoten der Schulen in den verschiedenen Ländern. Die unterschiedlichen Niveaustufen orientieren sich an dem im gemeinsamen europäischen Referenzrahmen des Europarats und im europäischen Sprachenportfolio festgelegten Sprachniveau.
Auf der ersten Kompetenzstufe (Niveau A1) für Anfänger erreichten Jana Althainz und Maxine Hahn hervorragende 95,5 beziehungsweise 94 von möglichen 100 Punkten. Hier waren außerdem Leo Roth und Philip Khayrov erfolgreich.
Die dritte Kompetenzstufe (Niveau B1) – hier wird der Schritt von der elementaren hin zur selbstständigen Sprachverwendung mit dem Hauptaugenmerk auf den flexiblen Sprachumgang in alltäglichen Situationen vollzogen – bewältigten Tina Bentele (90 Punkte) und Johanna Gombel (89,5 Punkte) sowie Maurice Pfeiffer, Laura Kreiling und Zhanna Khayrova. Shannon Böttig und Antoinette Zimmermann legten ihr Diplom sogar auf der vierten Kompetenzstufe (B2) ab, die den unabhängigen Sprachgebrauch prüft und eine schlüssige Argumentation, sprachliche Gewandtheit sowie ein ausgeprägtes Sprachbewusstsein verlangt.

Nach oben

Gemeinsam lernen und europäische Kultur entdecken - Neues Erasmus+KA2 Projekt am Philippinum, Computer Science Connects

Barbara Klass

Vom 22.10-26.10.18 fand das erste Treffen des neuen über zwei Jahre laufenden Erasmus+KA2 Projekts mit dem Thema Computer Science Connects am Gymnasium Philippinum statt. Das Projekt wird voll durch Mittel der Europäischen Union finanziert und läuft verbunden mit dem WPU Unterricht Informatik über zwei Jahre. Es soll Kolleginnen und Kollegen und Schülerinnen und Schülern Möglichkeiten für interkulturelles und fächerübergreifendes, projektorientiertes Lernen bieten. Auf dem ersten Treffen erhielten sechs Kollegen und Kolleginnen aus den finnischen und spanischen Partnerschulen, aus Ilmajoki und Colmenar Viejo, in der Informatik und im bilingualen Unterricht Einblicke in den deutschen Schulalltag und lernten und koordinierten in Arbeitssitzungen mit den Kollegen und Kolleginnen des GPW die Zusammenarbeit im Projekt. Die intensive Planung und Vorbereitung für die transnationale Arbeit mit den Schülern und Schülerinnen wurde ergänzt durch ein vielseitiges kulturelles Programm, bei dem sich die europäischen Kollegen und Kolleginnen von den Angeboten und dem Reiz der Region rund um Weilburg beeindruckt zeigten. Die nächsten Treffen, an denen dann Schüler und Schülerinnen teilnehmen werden, finden im Frühjahr und Herbst 2019 in Spanien und Finnland statt. Die Projektergebnisse sollen über die Schulwebsite und am Tag der Offenen Tür (17. November) auch der Öffentlichkeit präsentiert werden.

Nach oben

Workshop der Digitalen Helden

Nicole Wagner

Am Mittwoch, 24.10.2018, trafen sich 22 Digitale Helden sowie fünf Betreuer von insgesamt vier Schulen am Philippinum. Zu Gast waren Schüler/innen und Lehrer/innen der Westerwaldschule Waldernbach, der Mittelpunktschule St. Blasius Frickhofen sowie der Gesamtschule Schwingbach Rechtenbach.
Nach der Vorstellung der Siebt- bis Zehntklässler referierte Frau Lehnhäuser, Jugend- und Opferschutzkoordinatorin des Polizeipräsidiums Westhessen, über Gefahren für Kinder und Jugendliche bei der Nutzung neuer Medien. Vielfältige Bedrohungen, ausgehend u.a. von diversen Foren, wurden beleuchtet. Folgen des Konsums wie Desensibilisierungen, steigende Kriminalitätsraten und immer jüngere Täter wurden problematisiert sowie Gründe analysiert. Frau Lehnhäuser verwies zudem auf den aktuellen Todesfall eines Schülers im Westerwald durch die Plastic Bag Challenge.
Im Zusammenhang mit Cybermobbing zeigte die Polizistin Möglichkeiten zum Schutz, Tipps für Betroffene, aber auch Rechtsfolgen und Speicherungen im Führungszeugnis für Täter auf. Im Anschluss an den Vortrag stand Frau Lehnhäuser für die zahlreichen Fragen im Plenum zur Verfügung.
Nach der Mittagspause folgten die Gruppenarbeiten mit den Schwerpunkten Online-Games und deren Folgen, Entwicklung eines Fragebogens zum Gebrauch von PC, Smartphone und Konsole sowie Entwicklung von Verhaltensregeln für WhatsApp Gruppen. Die Schüler/innen engagierten sich in den Diskussionsphasen und nahmen zahlreiche Anregungen für die eigenen Klassenbesuche in den fünften und sechsten Klassen mit.

Nach oben

Juniorwahl

Bärbel Kamphausen-Muser

Ginge es nach dem Wählerwillen am Gymnasium Philippinum in Weilburg, müsste der Plenarsaal im Wiesbadener Landtag erweitert werden. Neben CDU, den Grünen, SDP, FDP, den Linken und AFD, die auch nach dem vorläufigen Endergebnis der Landtags-wahl Hessen im Landtag vertreten sein werden, haben bei der Juniorwahl am Weilbur-ger Gymnasium auch die Freien Wähler und die Partei die Partei die 5%-Hürde gemeis-tert. Demnach zögen acht Parteien in den Hessischen Landtag ein.
Damit entsprechen die „Weilburger Verhältnisse“ nur bezüglich des Wahlergebnisses der Grünen und der Schwarzen dem der Juniorwahl für Gesamthessen. Dabei erreichte die SPD 15 % der Zweitstimmen (GPW: 9,5 %) und die AFD 7,4 % (GPW: 5,6 %). Das Direktmandat erhielt Holger Reich.
In diesem Zusammenhaben interessant ist das Ergebnis der SPD im Wahlkreis Limburg -Weilburg II. Hier ergatterte Tobias Eckert das Direktmandat mit 28,8 % vor seinen Konkurrenten Holger Reich von den Grünen und Andreas Hofmeister, CDU (beide 23,3 %).
Die Wahlbeteiligung der erstmalig am GPW durchgeführten Juniorwahl lag bei 87,57 %. Stimmberechtigt waren die Schülerinnen und Schüler der Oberstufe sowie der Jahr-gangsstufen neun und zehn. Gewählt wurde am 24. und 25.10.2018.
Kinderechte gestärkt
Die Schülerinnen und Schüler nahmen ebenfalls an der Volksabstimmung teil. Dabei erreichte die Gesetzesänderung von Artikel 4 (Stärkung der Kinderrechte) mit 96,25 % die höchste Zustimmung. Nach einhelliger Meinung der Fachschaft Politik und Wirtschaft muss dies auf den fruchtbaren Unterricht in der 6. Klasse zurückgeführt werden, in dem sich die Schülerinnen und Schüler laut dem Schulcurriculum mit der Umsetzung der Kinderrechte nach der UN-Kinderrechtskonvention eingehend befassen. Allerdings scheinen sie sich nicht sicher zu sein, ob sie 18-Jährigen schon die politische Arbeit im Landtag zutrauen sollen, denn bei der Änderung von Artikel 75, der Herabsetzung des Wählbarkeitsalters, lag die Zustimmungsrate nur bei 68,30 %. Ein Hinweis auf die realistische Einschätzung ihrer Lebenssituation? Wer weiß.
Zumindest trug die Juniorwahl dazu bei, politisches Bewusstsein zu schärfen, Wahlvorgänge zu erproben und Wahlkampf nachvollziehbar zu machen, denn im Vorfeld der Juniorwahl hat  am GPW auch eine Podiumsdiskussion stattgefunden.
Podiumsdiskussion im August
Regelrecht überfüllt war die Aula am 24. August, als sechs Wahlkreiskandidaten der Einladung zu einer Podiumsdiskussion folgten, um sich vorzustellen und ihre Partei-vorhaben bekannt zu machen. Jeder Politiker erhielt die Möglichkeit, zu den Themen Digitalisierung, Bildung und Verkehr Stellung zu nehmen. Dabei wurde die kostenlose Nutzung des ÖPNV in Aussicht gestellt, worauf aus der Schülerschaft eine kürzere Tak-tung der Busse gefordert wurde. In diesem Zusammenhang wies eine Schülerin darauf hin, dass um 15.00 nach der neunten Stunde die Züge der Lahntalbahn nicht zu errei-chen sind. Wer nach der neunten Stunde nach Hause will, muss entweder bis 16.00 Uhr warten oder wird, wie es die Regel ist, vom Mama-, Papa- oder Opataxi abgeholt. Inwie-fern dieses durch das „System“ erzeugte Verkehrsaufkommen in die grüne Welle passt, von der die Republik erfasst wird, mag zum Nachdenken und Handeln anregen. Die Schülerinnen und Schüler stellen weitere kritische Nachfragen, die mit wechselnder Zufriedenheit beantwortet wurden. Irritationen rief der Plan des FDP-Politikers Armin Müller hervor, der versprach, seine Partei würde im Falle einer Regierungsbeteilung dafür sorgen, dass den hessischen Schülern die weltbeste Bildung zuteil werden würde.
Die nächste Veranstaltung dieser Art soll in einem größeren Rahmen stattfinden und eine höhere Kontroversität der Positionen begünstigen. Nach der Wahl ist vor der Wahl. Am 26.Mai 2019 findet die Europawahl statt. Dann heißt es wieder: Geh wählen!

Die Wahlergebnisse im Detail

Nach oben

Prof. Albrecht Beutelspacher macht Lust auf Mathematik

Frank Bröckl

„Da soll nur einer behaupten, mit Mathematik könne man keine Hallen füllen“, stellte Schulleiter Stefan Ketter bei seiner Begrüßung im Rahmen der Eröffnung der 23. Naturwissenschaftlichen Vortragsreihe des Gymnasium Philippinum mit einem Schmunzeln fest. Und in der Tat präsentierte sich Weilburgs „gute Stube“, der Komödienbau, dem anlässlich des Eröffnungsvortrags verpflichteten Referenten bis auf den letzten Platz gefüllt.
„Mathe macht glücklich“, so das Credo von Professor Albrecht Beutelspacher, dem weit über die Grenzen Hessens hinaus bekannten Mathematiker, dessen größtes Verdienst es ist, ein nicht nur bei Schülern als schwierig verschrienes Fach einer breiten Öffentlichkeit zugänglich gemacht zu haben. Dazu hat er unter anderem in seiner Universitätsstadt Gießen das Mathematikum aufgebaut und eine Wanderausstellung konzipiert. An diesem Abend präsentiert er sich dem Weilburger Publikum als Pyramidenbauer mit Herz.
Zupp! Die beiden gespannten Gummibänder ziehen sich zusammen. Was plötzlich noch zwei flache Rauten aus Pappe mit je einem Knick in der Mitte waren, ist plötzlich ein dreidimensionales Objekt: ein Tetraeder, wie es die Mathematiker seit der Antike nennen, gemeinhin jedoch als Pyramide bezeichnet. Doch der Referent hat noch mehr Tricks auf Lager. Er wirft zwei mit einem Gummiband unter Spannung gesetzte Pappen in die Luft – jede einer regelmäßig angeordneten fünfeckigen „Blume“ ähnlich – und fängt einen Dodekaeder auf, einen Körper mit 12 Flächen, der einem Fußball ähnelt. Spätestens jetzt ist jedem der Anwesenden klar: Mathematik kann faszinierend sein! Dies vermittelt Albrecht Beutelspacher geschickt durch Experimente, die jeder nachvollziehen kann. Sie sollen zum Denken anregen. „Auf einmal macht es klick, weil man weiß, wie es funktioniert“, beschreibt er die damit verbundenen Heureka-Momente. Doch zurück in den Komödienbau: „Das Dezimalsystem ist erst 1500 Jahre alt“, so der Professor. Es stammt wie die Erfindung der Null aus Indien. Schon vor 30.000 Jahren ritzten unsere Vorfahren Kerben in Knochen, Holz oder Steine und bekamen so einen Begriff von natürlichen Zahlen. Wie kann die Multiplikation zweier Zahlen vereinfacht werden? Beutelspacher demonstriert auf den ersten Blick verblüffende, aber völlig logische Methoden. Nicht ganz, aber fast gelingt ihm sogar das Unmögliche: die Quadratur des Kreises: Er klebt zwei Papierringe versetzt aufeinander, setzt die Schere an und schneidet die Ringe jeweils in der Mitte ringsherum auf. Ein quadratischer Rahmen ist das Resultat und gibt dem Publikum das nächste mathematische Rätsel auf: Wo kommen plötzlich die rechten Winkel her? Gegen Ende unterzieht der Professor zwei Möbiusbänder – eines links herum gedreht und zusammengeklebt und eines rechts herum – derselben Prozedur. Ein skurriles Experiment, das sich jeder verliebte männliche Zuschauer im Publikum besonders eingeprägt haben dürfte: Denn das Ergebnis sind zwei ineinander verschlungene „Herzen“! „Wer hätte das der Mathematik zugetraut?“, lautete der verschmitzte Kommentar des Referenten. Wer dann dem Publikum beim lang anhaltenden Applaus am Ende des Vortrags in die Augen schaute, fand das Credo Beutelspachers eindrucksvoll bestätigt: „Mathematik macht wirklich glücklich!“
Fachbereichsleiterin Carola Gerlach, Hauptverantwortliche für die Konzeption der Naturwissenschaftlichen Vortragsreihe, bedankte sich bei Professor Beutelspacher für den unterhaltsamen und lehrreichen Einblick in die Geheimnisse der Mathematik mit einem Geschenk. Ihr besonderer Dank galt – stellvertretend für das gesamte Organisationsteam – Dr. Markus Horz, aber auch den Weilburger Stadtwerken, vertreten durch Geschäftsführer Jörg Korschinsky, für die langjährige finanzielle Unterstützung sowie der Stadt Weilburg und ihrem Vertreter Hartmut Eisenträger (Erster Stadtrat) für die Bereitstellung des Kommödienbaus.
Der nächste Vortrag der Reihe „Blickfeld Naturwissenschaft“ und dem Titel „Im Funkloch – Was nun?“ mit Prof. Dr. Dominik Schultes von der Technischen Hochschule Mittelhessen findet am 15. November um 19.30 Uhr statt, dann wieder in der Aula des Gymnasium 

Nach oben

Endstation Kreisentscheid - Fußballer belegen Platz 3

Frank Bröckl

Der Kreisentscheid Fußball im Rahmen des Schulwettbewerbs „Jugend trainiert für Olympia“ war für beide Mannschaften des Gymnasium Philippinum die Endstation im laufenden Wettbewerb. Auf der Anlage des VfR 07 Limburg gelang mit dem jeweils dritten Platz im Turnier weder den Jungen der Jahrgänge 2003/2004 (Wettkampfklasse II) noch den jüngeren Kickern der Jahrgänge 2005/2006 (Wettkampfklasse III) der Durchmarsch in die nächste Runde auf regionaler Ebene.
Für die älteren Jungs um Torwart Clemens Witzel stand bei strömendem Regen auf dem Limburger Kunstrasen bereits im ersten Spiel das Lokalderby gegen die Jakob-Mankel-Schule an, die sich als Zweiter des Vorentscheids in Weilburg ebenfalls für das Kreisfinale qualifiziert hatte. Beide Mannschaften schenkten sich nichts. Ein unnötiges Foul der Mankelschule im eigenen 16er sollte die Vorentscheidung bringen, da Leonhard Zugmann den fälligen Strafstoß souverän verwandelte. Kurz darauf zog Tom Illgen – durch einen präzisen Pass in die Schnittstelle der Abwehr von Christian Kaszemeck mustergültig in Szene gesetzt – unaufhaltsam auf dem linken Flügel davon. Seine scharfe Hereingabe traf Leonhard Zugmann nicht voll, doch ein Spieler der Mankelschule lenkte den Ball beim Versuch zu klären unglücklich zum 0:2- Endstand ins eigene Netz. In der zweiten Partie gegen die Taunusschule Bad Camberg gelang ein Auftakt nach Maß, sorgte doch der insgesamt sehr starke Tom Illgen mit dem Kopf nach Eckball für das 1:0. Bis kurz vor Schluss schnupperten die Weilburger am zweiten Sieg, kassierten jedoch zwei Minuten vor dem Ende den Ausgleich gegen die körperlich überlegenen Camberger. Ein Erfolg in der letzten Begegnung gegen die Freiherr-vom-Stein Schule Dauborn hätte dennoch das Weiterkommen ermöglicht, doch trotz großem kämpferischen Einsatz war gegen die körperliche und spielerische Überlegenheit des Gegners letztendlich kein Kraut gewachsen (0:1). Im Dreierturnier der jüngeren Jahrgänge (2005/2006) bekamen es die Vorderleute von Torhüter Deniz Schaaf gleich mit dem späteren Turniersieger, der Fürst-Johann-Ludwig-Schule Hadamar zu tun. Trotz heftiger Gegenwehr spielte sich das Geschehen weitgehend in der Weilburger Hälfte ab. Ihre individuelle und spielerische Überlegenheit nutzten die Hadamarer Jungs zu insgesamt drei Treffern, die für hängende Köpfe auf Seiten des Philippinum sorgten. Auch im zweiten Spiel gegen die Tilemannschule Limburg gab es letztendlich nichts zu holen. Für das Tor des Tages sorgte hier William Velte, der beim Stande von 0:2 aus etwas mehr als 20 Metern abzog und den Ball unter die Latte des Limburger Tores zum Endstand von 1:2 drosch.
Schulsportleiter Jan Hooss lobte bei der abschließenden Siegerehrung nicht nur die jungen Unparteiischen Berkay Yildirim und Lukas Polanski, sondern auch alle Spieler für den respektvollen Umgang miteinander. Ein besonderes Zeichen sportlicher Fairness setzten die betreuenden Lehrkräfte in der Wettkampfklasse II, die gegen die nur mit 10 Spielern angereiste Jakob-Mankel-Schule mit ihren Mannschaften ebenfalls nur zu zehnt antraten.
Für das Philippinum spielten: Mikael Adigüzel, Marian Ehresmann, Bastian Eller, Tom Illgen, Christian Kaszemeck, Jannis Keller,Tom Kortemeier, David Paul, Jannik Peckert, Justin Schneider, Evren Sibka, Jonas Stähler, Clemens Witzel, Leonhard Zugmann (alle Wettkampfklasse II)
Linus Armbruster, Samuel Georgi, Serkan Gültekin, Mert-Kaan Kücük, Julius Müller, Maximilian Roos, Deniz Schaaf, Konstantin Schulz, Maurice Strohhöfer, Emil Tamme, William Velte, Milan Weber, Ilkay Yildirim, Constantin Zugmann (alle Wettkampfklasse III)

Nach oben

Grundschulnachmittag

Frank Bröckl

Kommen meine ehemaligen Schützlinge auf dem Gymnasium gut zurecht? Habe ich die richtige Empfehlung gegeben? Diese und ähnliche Fragen bewegen viele Lehrerinnen und Lehrer der umliegenden Grundschulen, wenn sie einen Teil der von ihnen unterrichteten Kinder am Ende der vierten Klasse an das Gymnasium Philippinum abgeben. Gelegenheit zum schulübergreifenden Austausch über diese und viele andere Aspekte bot der Grundschulnachmittag.
„Es ist uns ein ganz wichtiges Anliegen, den Übergang von der Grundschule auf das Gymnasium Philippinum immer weiter zu optimieren“, betonte Schulleiter Stefan Ketter im Rahmen seiner Begrüßungsworte in der Mensa. Sein besonderer Dank galt Susanne Neusser, der verantwortlichen Koordinatorin der Klassenstufen 5 und 6, für die Organisation der Veranstaltung. Diese ist seit vielen Jahren fester Bestandteil des pädagogischen Konzepts der Schule. Anschließend bestand für die in der Klassenstufe 5 unterrichtenden Lehrerinnen und Lehrer und die zahlreichen Kolleginnen und Kollegen der umliegenden Grundschulen, die der Einladung gefolgt waren, die Gelegenheit, sich bei Kaffee und Kuchen zu stärken. Im Zentrum des Nachmittags standen jedoch die Gespräche in den Klassenteams über die bisherige Entwicklung der Sextaner und die Beratung über Maßnahmen, die einer weiteren Verbesserung des Übergangs von der Grundschule auf das Gymnasium Philippinum dienen.

Nach oben

September 2018

UV-Spektrometer an die Fachschaft Physik übergeben

Dr. Markus Horz

In diesem Jahr hat die Wilinaburgia der Fachschaft Physik einen lang gehegten Wunsch erfüllt: Im Rahmen der Fachkonferenz konnte ein UV-Kompaktspektrometer überreicht werden, das Emissions- und Absorptionsspektren  im sichtbaren und im ultravioletten Bereich aufnehmen kann. Die Fachvorsteherin Siri Metzger bedankte sich herzlich bei Rudolf Ancke, dem 1. Vorsitzenden des Vereins. Da  die Spektren erstmals elektronisch mit dem PC erfasst werden können, handelt es sich um einen bedeutenden Zugewinn für die experimentellen Möglichkeiten in den Naturwissenschaften. Markus Horz berichtete über seine ersten Erfahrungen mit dem Spektrometer und stellte mit einigen Experimenten die vielseitigen Einsatzmöglichkeiten und die einfache Bedienung vor: Die Untersuchung von Emissionsspektren erfolgt im Physikunterricht an verschiedenen Lichtquellen wie zum Beispiel Gasentladungslampen – hier kann insbesondere das Spektrum des Wasserstoffs detailliert analysiert werden. Bereits beim ersten Erproben ergaben sich weitere und unerwartete Ideen für den Einsatz, zum Beispiel bei der Untersuchung der Farbfilter im Zusammenhang mit dem Photoeffekt. Im Fach Chemie findet das Spektrometer eine sinnvolle Verwendung zum Beispiel bei der Untersuchung der Flammenfärbung, auch das Fach Biologie profitiert im Bereich der Photosynthese. Die Naturwissenschaftler bedankten sich für die Großzügigkeit der  Wilinaburgia und freuen sich auf zahlreiche Einsätze des Spektrometers.

Nach oben

Auf der Suche nach dem Traumberuf

Dr. Eike Kehr

Welche Voraussetzungen muss man erfüllen, um Architekt werden zu können? Wie sieht der Alltag eines Psychologen aus? Und wieviel verdient eigentlich eine Rechtsanwältin? Ein Projekt zum Thema „Traumberufe“ gab den neunten Klassen des Gymnasium Philippinum Gelegenheit zur Klärung dieser Fragen, während sich die zwölften Klassen über mögliche Bildungswege nach dem Abitur informierten.
Die Schülerinnen und Schüler der neunten Klassen hatten die Wahl zwischen Workshops zu unterschiedlichen „Traumberufen“, in denen sie sich Informationen aus erster Hand zu besonders begehrten Berufen einholen konnten. Neun Berufstätige waren zu diesem Zweck ans Weilburger Gymnasium gekommen, um aus der beruflichen Praxis zu berichten. Das Gehalt eines Programmierers, die Arbeitszeiten eines Chirurgen, die aufregendsten Momente im Arbeitsleben einer Polizistin – nichts blieb dabei tabu. Auch praktisch durften sich die Schülerinnen und Schüler in berufstypischen Tätigkeiten ausprobieren und mussten zum Beispiel im Workshop „Journalist“ einen Artikel verfassen.
Der Projekttag hat am Philippinum Tradition – er geht auf das Engagement einer Elterninitiative zurück, die bis heute an der Organisation beteiligt ist, und findet in ähnlicher Form schon seit zwanzig Jahren regelmäßig am Gymnasium Philippinum statt. Inzwischen ist er Teil einer ganzen Projektwoche, während der sich die Schüler intensiv mit dem Thema Berufswahl auseinandersetzen: Im Berufsinformationszentrum der Agentur für Arbeit recherchieren sie Wissenswertes zu verschiedenen Berufen und lernen die Berufsberater kennen. Mit Experten üben sie, wie man in Vorstellungsgesprächen und Bewerbungstests einen positiven Eindruck hinterlässt.
Als Abschluss stellten die Schülerinnen und Schüler im Rahmen eines Plakatwettbewerbes ihren persönlichen Traumberuf vor – mit all jenen Informationen, die sie im Laufe der Woche sammeln konnten. Die besten Plakate – ausgewählt von den Schülerinnen und Schülern – wurden mit Sachpreisen prämiert und sollen zudem in einer Filiale der Weilburger Sparkasse ausgestellt werden.
Auch die zwölften Klassen konnten sich im Rahmen der der Projekttage über verschiedene Bildungswege nach dem Abitur informieren. Vertreten waren unter anderem die Studienberater der umliegenden Hochschulen, die Berufsberater der Agentur für Arbeit und eine Repräsentantin von Volunta, einer Trägerorganisation für Freiwilligendienste. Per Videokonferenz war auch eine Expertin zu Überbrückungsmöglichkeiten im Ausland zugeschaltet.
Eine schülernahe und persönliche Perspektive ergab sich zudem aus der Einbindung früherer Abiturienten. Zwanzig Ehemalige, die selbst innerhalb der letzten fünf Jahre ihr Abitur am Gymnasium Philippinum abgelegt hatten, kehrten nun an ihre alte Schule zurück und berichteten aus persönlicher Erfahrung über Studiengänge und Ausbildungen – oder auch über ihr Work-and-Travel-Jahr in Australien. Vor allem die Begegnungen mit den Ehemaligen, so betont Projektleiter Dr. Eike Kehr, wirken ausgesprochen motivierend: „Die Schülerinnen und Schüler erfahren im persönlichen Kontakt, welche Möglichkeiten ihnen nach dem Abitur offenstehen, aber auch, was dafür geleistet werden muss. Der Altersunterschied zu den Ehemaligen ist nicht sehr groß – das macht es einfacher, von deren Erfahrungen zu profitieren.“
Insgesamt, daran lässt die positive Resonanz keinen Zweifel, war die Projektwoche ein voller Erfolg und ein großer Zugewinn für die Schülerinnen und Schüler. Das Philippinum bedankt sich dafür herzlich bei allen Referentinnen und Referenten, dem Ehemaligenverein Wilinaburgia, der Elterninitiative Schule und Freizeit mit ihrem Vorsitzenden Jochen Riedel, dem Filmtheater Delphi und der Kreissparkasse Weilburg.

Nach oben

GPW-Schulsieger im Halbfinale bei internationalem Russischturnier

Rita Heun

Schon zum 8. Mal hat ein Siegerteam der Schulrunde des Gymnasium Philippinum Weilburg (GPW) am Regionalwettbewerb des Bundescups „Spielend Russisch lernen“ teilgenommen, der dieses Jahr am Wolfgang-Ernst-Gymnasium in Büdingen stattfand. Insgesamt mehr als 4.500 Schüler von 226 Schulen aus ganz Deutschland, Österreich und der Schweiz messen sich in diesem Wettbewerb. Bei 18 Regionalrunden entscheidet sich, wer zum großen Finale im Europa Park Rust fährt, wo der Hauptgewinn, eine Russlandreise, winkt.
„Der Bundescup fördert ein tieferes Verständnis für die russische Kultur und schlägt Brücken zwischen beiden Ländern. Gerade in Zeiten politischer Spannungen macht das Mut, denn es zeigt, dass junge Menschen ohne Ressentiments ganz unbefangen und leicht Meilensteine für die deutsch-russische Verständigung setzen können“, betont Martin Hoffmann, geschäftsführendes Vorstandsmitglied des Deutsch-Russischen Forums e.V., das den Wettbewerb organisiert. Gefördert wird das Turnier von zahlreichen Institutionen, darunter Gazprom Germania sowie das Goethe-Institut, das auch den Russlandaustausch am Gymnasium Philippinum Weilburg unterstützt.
Das GPW-Team Elisabeth Beifuß und Lea Sophie Heering lag lange sehr gut im Rennen. Neben Können und einem guten Gedächtnis war aber auch eine gehörige Portion Glück nötig, und das letzte Quäntchen fehlte dem Weilburger Team diesmal. Leider kann nur ein Team ins Bundesfinale kommen, was dem GPW im letzten Jahr gelungen war. Alle Teilnehmer der Regionalrunde erhielten attraktive Preise, die GPW-Schülerinnen freuten sich über Gutscheine, Bücher und russische Souvenirs sowie über neue Bekanntschaften mit Russischlernern aus ganz Hessen und Rheinland-Pfalz. „Wir werden auf jeden Fall im kommenden Jahr wieder dabei sein und unser Glück versuchen!", plant Russischlehrerin Rita Heun.

Nach oben

Carmina Burana in der Weilburger Schlosskirche

Michael Glotzbach

Mit einem der populärsten Werke des 20.Jahrhunderts präsentierte sich am Samstag, den 8.September um 18.00 Uhr der  Chor des Gymnasium Philippinum in der Schlosskirche zu Weilburg.
Mit der szenischen Kantate „Carmina Burana“ (Uraufführung 1937), in der Orff weltliche Lyrik des Mittelalters vertonte, sicherte sich der Münchner Komponist Weltruhm. Themen sind die Wechselhaftigkeit von Glück und Wohlstand, die Flüchtigkeit des Lebens sowie die Freude über die Rückkehr des Frühlings. Deftige, weltliche Texte mit einer nach einfachen Melodie- und Rhythmusprinzipien gebauten Musik, dazu eine ausgefeilte Orchestrierung, lassen das Werk  bis heute zum Dauerbrenner der Konzertsäle in aller Welt werden.  Solisten waren die Sopranistin Samantha Gaul, der Tenor Dr. Jörn Peuser (beides ehemalige Schüler des Philippinum) und der Bariton Thomas Peter. Begleitet wurde der Chor von dem Weilburger Orchester, bestehend aus Musikern des Rhein-Main Gebiets unter der Leitung von Michael Glotzbach.

Bericht des Weilburger Tageblattes

Nach oben

Braunkohle – Auslaufmodell oder notwendiger Energieträger für die Zukunft? Erdkundekurse der Klasse 13 besuchen den Tagebau Garzweiler

Christoph Bickel

Am 10.09.2018 besuchten die Erdkunde Leistungskurse von Christoph Bickel und Jonas Hedrich sowie der Grundkurs von Christoph Bickel (Klassenstufe 13) im Zuge der Unterrichtsthematik  „Rohstoffe“ den Tagebau Garzweiler im Rheinischen Revier. Der durch die aktuelle Situation rund um den Hambacher Forst in der Öffentlichkeit stehende Tagebau sollte zusammen mit der Verstromung vor Ort besichtigt werden. Nach einem kurzen Stopp am Kraftwerk Weisweiler und dem südlich liegenden Tagebau Inden ging es zum bekanntesten Tagebau in der Region – Garzweiler. Der von der RWE betriebene Abbau konnte im Zuge einer Besichtigung per Bus erkundet werden. Zuvor gab es noch eine Präsentation durch einen externen Referenten der RWE, der die Ansichten der Energieversorger hervorhob, aber auch auf kritische Fragen antwortete. Im Anschluss fuhren wir in den Tagebau hinein und durften direkt vor Ort einen Einblick in die Abläufe nehmen. Hiernach ging es zum Thema Renaturierung, Rekultivierung und Umsiedlung weiter in die Außenbereiche. Kurz vor dem Kohlegipfel und der Räumung des Hambacher Forstes hatten die Schülerinnen und Schüler somit die Möglichkeit, sich ein eigenes Bild über den Braunkohleabbau zu machen.

Nach oben

Aktionstag Suchtprävention für Jahrgangsstufe 8

Frank Bröckl

Im Rahmen eines Projekttages haben sich die Schülerinnen und Schüler der Klassenstufe 8 intensiv mit dem Thema Alkohol auseinandergesetzt. Kleine Kooperations- und Kommunikationsspiele sorgten zu Beginn dafür, dass für die nachfolgenden Gesprächs- und Arbeitsphasen eine entspannte und gelöste Atmosphäre geschaffen wurde. Neben dem Sammeln und Diskutieren von Basiswissen zur „Volksdroge Alkohol“ reflektierten die Jugendlichen anschließend in Kleingruppen ihr eigenes Lebensumfeld und ihr Selbstbild. Auf Tapetenrollen skizzierten sie außerdem die Körperumrisse eines Menschen und füllten diese mit Eigenschaften, die einen „Suchtmenschen“ und einen „Normalmenschen“ kennzeichnen. Im Vordergrund der Gesprächsphasen stand jedoch neben der Problematisierung von Wegen in die Sucht vor allen Dingen das Aufzeigen von Lösungsmöglichkeiten, wie die Erarbeitung einer „Klaviatur der Alternativen“ (was kann ich tun, wenn…) belegt. Der Dokumentarfilm „Saufen bis der Arzt kommt“ führte den Schülerinnen und Schülern noch einmal deutlich vor Augen, welche gravierenden gesundheitlichen Folgen mit exzessivem Alkoholkonsum verbunden sind. Der Projekttag zum Thema Alkohol ist seit 2008 fester Bestandteil des von Christof Trümner initiierten und betreuten Programms zur Sucht- und Drogenprävention. Mit der Mitarbeit und dem Engagement der Jugendlichen zeigte er sich abschließend sehr zufrieden und freute sich besonders über die zahlreichen positiven Rückmeldungen der Achtklässler.

Nach oben

Die finnische Kultur entdeckt

Barbara Klass

Schüler und Schülerinnen des GPW haben in Ilmajoki, in Finnland, im Rahmen eines Schüleraustausches mit ihren Lehrerinnen Frau Klass und Frau Lorenzo eine Woche lang Gelegenheit gehabt Einblicke in den finnischen Schulalltag und die finnische Kultur und Gastfreundschaft zu erlangen. Kommuniziert wurde dabei, ganz im europäischen Geist, in Englisch.
Vom Haushaltskunde-  und Werkunterricht in der Schule, in dem gekocht bzw. gestickt wurde, bis zur Schwedisch-Stunde sammelten die Besucher dabei viele neue Eindrücke. So lernten sie auch die Eigenarten der finnischen Küche, wie z.B. mit Reis gefüllte Teigtaschen mit Eibutter kennen und erfuhren beim Besuch in einer kleinen Bonbonmanufaktur alles über die Herstellung von Pfefferminz- und Lakritzbonbons, die bei den Finnen vor allem als salzige Variante sehr beliebt sind.
Im Tierpark von Ähtäri trafen sie auf rote Pandas, Rentiere, Elche und Schneeleoparden und lernten im Sportunterricht, dass finnischer Baseball eine eigene Sportart ist, die viel Spaß machen kann. Auch ein Besuch in der in Finnland als Standard angesehenen Haussauna war für viele eine neue und trotz recht warmen Temperaturen und gutem Wetter wohltuende Erfahrung. Die flache und seenreiche Landschaft mit endlosen Birkenwäldern bot einen interessanten Kontrast zu unserer hessischen Topografie und eignete sich hervorragend zum Fahrrad fahren. Vom Bürgermeister, der Schule und den Gastfamilien gab es zum Schluss noch viele nette Andenken auf den Weg. Jetzt freuen sich alle auf den Gegenbesuch der finnischen Partner im nächsten Frühling.

Nach oben

Fußballerinnen gewinnen Kreisentscheid

Christof Trümner

Beim Kreisentscheid Fußball im Rahmen des Schulwettbewerbs „Jugend trainiert für Olympia“ hat sich die Mädchenmannschaft des Gymnasium Philippinum in der Wettkampfklasse II (Jahrgänge 2003-2005) mit einer starken Leistung durchgesetzt. Mit drei Siegen und ohne Gegentor gelang auf der Sportanlage des SV Elz der Einzug in die nächste Runde auf regionaler Ebene.
Bereits im ersten Spiel des im Modus „Jeder gegen Jeden“ ausgetragenen Vierer-Turniers stand für die Mädchen des Philippinum das Weilburger Lokalderby gegen die Jakob-Mankel-Schule an. Durch ein souverän herausgespieltes 4:0 und mit den ersten drei Punkten im Gepäck konnte man mit viel Selbstvertrauen in die anschließende Partie gegen die Freiherr-vom-Stein-Schule aus Dauborn starten. Auch hier gelang es, den Gegner von Beginn an unter Druck zu setzen und die sich bietenden Torchancen zu einem klaren 3:0-Endergebnis zu nutzen. Ein wahres Schützenfest feierten die Spielerinnen des Weilburger Gymnasiums dann gegen die Erlenbachschule aus Elz, die mit 8:0 vom Platz geschickt wurde. Die souveräne Torfrau Tizia Weier verlebte insgesamt einen ruhigen Vormittag, ohne ein einziges Mal hinter sich greifen zu müssen.
„Leider konnten wir nur wenig trainieren. Die Mädels sind jedoch ein eingespieltes Team, das auch schon in den Vorjahren erfolgreich war“, so Schulsportleiter Christof Trümner. Mit großem Stolz nahmen Victoria Brumm und Lotta Bernhardt als beste Spielerinnen des Turniers am Ende die Siegerurkunde aus der Hand von Schulsportleiter Jan Hooss in Empfang.

Nach oben

Philippinum gewinnt Kreisentscheid

Frank Bröckl

Beim Kreisentscheid Fußball im Rahmen des Schulwettbewerbs „Jugend trainiert für Olympia“ präsentierten sich die jüngsten Fußballer des Gymnasium Philippinum in der Wettkampfklasse IV (Jahrgänge 2007-2009) in bestechender Form. Auf der Anlage des VfR07 Limburg bezwangen sie im Endspiel die Freiherr-vom-Stein-Schule Dauborn mit 2:1 und haben sich damit für die nächste Runde auf regionaler Ebene qualifiziert.
Vor dem ersten Spiel in der eigenen Dreiergruppe galt es jedoch den Vielseitigkeitswettbewerb zu absolvieren, der die Grundtechniken Dribbling, Passen und Torschuss abprüft. Die hier ermittelte Rangfolge hatte zur Konsequenz, dass die jeweils bessere Mannschaft mit einem 1:0-Vorsprung in das eigentliche Fußballspiel starten durfte. Dieses Polster sollte sich für die Weilburger Jungs in ihrer ersten Partie gegen die Tilemannschule aus Limburg als sehr beruhigend erweisen, agierte man zu Beginn doch reichlich nervös und mit zahlreichen „Stockfehlern“, während man vor dem eigenen Tor einige brenzlige Situationen zu überstehen hatte. Hinzu kam, dass die Vorderleute von Schlussmann Michel Rau zahlreiche Großchancen sträflich ungenutzt ließen. Für Erlösung sorgte schließlich ein Freistoß von Emilio Groß an die Latte des Limburger Gehäuses, den Mika Cromm als Abpraller reaktionsschnell über die Linie drückte. Zu diesem Zeitpunkt war bereits das Halbfinale fest gebucht, da die Tilemannschule zuvor auch gegen den zweiten Gruppengegner des Philippinum – die Freiherr-vom-Stein-Schule aus Dauborn – verloren hatte. Trotzdem war der Gruppensieg das erklärte Ziel, doch es galt im Spiel gegen Dauborn zunächst das 0:1 aus der schlechteren Platzierung im Technikwettbewerb wettzumachen. Die Freude über den Ausgleich nach drei Spielminuten durch Tiago Streubel währte jedoch nur kurz, da Dauborns schnelle Stürmer die offensive, vor dem gegnerischen Tor aber zu umständliche Weilburger Spielweise mit drei Konter-Toren gnadenlos bestraften. Nach dieser Klatsche war klar, dass der Weg ins Endspiel nur über den Sieger der Parallelgruppe, die Weiltalschule aus Weilmünster, führen konnte. Hier brannten die Weilburger in ihrem Halbfinale ein wahres Feuerwerk ab und schickten den Gegner nach Toren von Tiago Streubel, Mika Cromm, Jesse-Noah Widmann und Till Sauer mit 5:0 vom Feld (1:0 nach Technikwettbewerb). Im Endspiel wartete erneut die Freiherr-vom-Stein-Schule auf das Philippinum, die ihr Halbfinale ebenfalls souverän gewinnen konnte. Hier gelang es, mit einer etwas defensiveren Grundaufstellung und geringer Fehlerquote im Passspiel den Gegner von Beginn an unter Druck zu setzen und die gefährlichen Konter der schnellen Dauborner Stürmer im Keim zu ersticken. Als Till Sauer mit einem direkten Freistoß bereits nach fünf Minuten den Rückstand durch den Vielseitigkeitswettbewerb egalisiert hatte, witterten die Jungs des Philippinum ihre Chance und kämpften um jeden Ball. Nach dem Seitenwechsel schlug die große Stunde von Tiago Streubel: Er setzte sich gleich gegen zwei gegnerische Abwehrspieler durch, behielt unter Bedrängnis die Nerven und versenkte den Ball eiskalt gegen die Bewegungsrichtung des Torwarts im Dauborner Gehäuse. Beim Abpfiff des Schiedsrichters kannte der Weilburger Jubel über den Turniersieg und den Einzug in die nächste Runde keine Grenzen, während auf Dauborner Seite die Enttäuschung groß war.

Nach oben

August 2018

Leitbildkonferenz am Gymnasium Philippinum Weilburg

Dr. Wolfgang Jordan

Am Mittwoch, 22.08.2018, fand am GPW die Leitbildkonferenz im Rahmen eines pädagogischen Tages statt. Mit Hilfe ihres externen Prozessbegleiters, Herrn Rolf-Dieter Bausch, hat die Projektgruppe zur Leitbildentwicklung diesen Tag vorbereitet und gemeinsam mit dem Kollegium sowie Schüler- und Elternvertretern durchgeführt. In acht Teilgruppen wurden jeweils zu den Kernbereichen „Unser Miteinander“, „Unser Schulprofil“ und „Unser ganzheitliches pädagogisches Konzept“ zahlreiche Leit- und Erläuterungssätze formuliert, die später zu einem fertigen Leitbildtext zusammengeführt werden sollen.
Zu Beginn begrüßte Schulleiter Stefan Ketter alle Teilnehmer in der Aula und gab einen Überblick zur bisherigen Entwicklung des Vorhabens. Ausgehend von den Ergebnissen der Zukunftskonferenz sei die Leitbildentwicklung ein notwendiger Schritt, um Grundprinzipien und Selbstverständnis der Schule zu artikulieren sowie diese verständlich nach innen und außen zu kommunizieren. Als „realistisches Idealbild“ wolle ein Leitbild Bewährtes hervorheben und Entwicklungsaufgaben in den Blick nehmen. Wolfgang Jordan stellte als Sprecher der Projektgruppe den geplanten Tagesablauf vor: Am Vormittag beschäftigten sich alle acht Gruppen mit dem Thema „Unser Miteinander“, während nach dem gemeinsamen Mittagessen in der Mensa jeweils vier Gruppen zum Schulprofil bzw. zum pädagogischen Konzept arbeiteten. Im Anschluss an die zweite Gruppenarbeitsphase am Nachmittag sollte die Präsentation der Ergebnisse mit der Marktplatzmethode durchgeführt werden, so dass alle Beteiligten Gelegenheit bekämen, sich an den im Medien- und Lernzentrum ausgestellten Stellwänden über die geleistete Arbeit zu informieren.
In den acht Arbeitsgruppen, die jeweils von den Projektgruppenmitgliedern Stefan Ketter, Renate Geil, Jörg Freihold, Wolfgang Jordan, Stefanie Kötz, Martin Sobbe, Lena Schmidt und Jörg Schönwetter geleitet wurden, erhielten die Lehrinnen und Lehrer sowie Eltern- und Schülervertreter konkrete Arbeitsaufträge, um ihre Vorstellungen zu den drei Kernbereichen mit Hilfe der placemat-Methode zu beschreiben. So konnte zunächst jeder Einzelne seine Gedanken zur Impulsfrage „Wo erleben Sie gutes Miteinander an unserer Schule?“ notieren, um sich dann mit anderen Teilnehmern der Teilgruppe auszutauschen. Anschließend wurden die Ergebnisse gebündelt und nach Relevanz und Grad der bisher gelungenen Verwirklichung sortiert. Dies war schließlich Ausgangspunkt für eine Ausformulierung erster Leitsätze, die nach Möglichkeit noch durch Erläuterungssätze ergänzt werden konnten. Gleichermaßen verfuhren am Nachmittag die Gruppen zum Schulprofil anhand der Frage „Was bietet und leistet unsere Schule zur (Aus-)Bildung auf dem Weg zur Allgemeinen Hochschulreife?“ bzw. die Gruppen zum pädagogischen Konzept anhand der Frage „Welche Elemente und Ziele zeichnen unsere pädagogische Arbeit besonders aus und wo sollten wir uns weiterentwickeln?“.
Am späteren Nachmittag begann die Präsentationsphase und alle Gruppen stellten ihre Leitsätze mit den entsprechenden Vorarbeiten aus. Bei Kaffee und Kuchen war dann Gelegenheit, sich über die Ergebnisse anderer Gruppen zu informieren. Nicht selten ergab sich nach der Lektüre ein intensiver Austausch über Gemeinsamkeiten und Unterschiede der Aussagen.
Beendet wurde die Leitbildkonferenz mit dem Dank des Schulleiters an alle Beteiligten und mit einem Hinweis auf die noch bevorstehenden Arbeitsschritte. So sollten die Ergebnisse möglichst zügig von der Entwicklungsgruppe gesichtet und gebündelt werden, um der Schulgemeinde zeitnah einen ersten Leitbildentwurf vorstellen zu können. Vor der Fertigstellung des Leitbildes hätten aber alle Beteiligten die Gelegenheit, sich zu den Textfassungen zu äußern und der Projektgruppe Änderungsvorschläge mitzuteilen. Schließlich solle das Leitbild von der Gesamtkonferenz und der Schulkonferenz verabschiedet werden.

Nach oben

Von der Wolga an die Lahn: Schüleraustausch am Gymnasium Philippinum

Rita Heun

12 Schüler und Schülerinnen haben sich mit ihrer Lehrerin Ludmila Antonowa auf die über 3.000 km weite Reise von der russischen Großstadt Tscheboksary an der Wolga ins schöne Weilburg gemacht und mit ihren neuen Freunden am GPW erlebnisreiche Tage verbracht.
Sie wurden sehr herzlich von ihren Austauschpartnern empfangen und von Schulleiter Stefan Ketter und Bürgermeister Dr. Johannes Hanisch willkommen geheißen, die betonten, wie wichtig Begegnungen der Jugendlichen aus verschiedenen Ländern für gegenseitiges Verständnis und friedliches Miteinander sind, gerade in schwierigen Zeiten wie heute.
Neben dem Kennenlernen von deutschem Schulalltag und Familienleben wurden den Gästen auch die vielfältigen Sehenswürdigkeiten der Umgebung gezeigt, wie das Weilburger Schloss, die Kubacher Kristallhöhle, der Limburger Dom sowie die Marburger Altstadt, in der der russische Universalgelehrte Lomonossov im 18. Jahrhundert studierte und seine Frau kennenlernte. In Wetzlar wurde das moderne Leica-Werk besucht, bei einem Ausflug nach Gießen erkundeten die Schüler begeistert das Mathematikum.
Überrascht waren die russischen Schüler vom frühen Unterrichtsbeginn in Deutschland. Die deutschen Austauschpartner konnten wiederum kaum glauben, dass in Russland die Eltern täglich auf digitalem Weg über die Noten ihrer Kinder informiert werden. „Das wollen wir hier aber bitte nicht einführen“, waren sie sich einig.
Sportliche Aktivitäten wie Tanzen beim Weilburger Tanzverein Blau-Orange, Bowling in Limburg und gemeinsame Sport- und Musikstunden am GPW machten allen viel Spaß und vertieften die Freundschaften ebenso wie ein Kunstworkshop und gemeinsames Kochen in der Gaslehrküche der Weilburger Stadtwerke, bei dem deutsche Käsespätzle neben russischen Pfannkuchen allen hervorragend mundeten.
Am Wochenende in den Familien fanden unterschiedlichste Aktivitäten statt, von Tretbootfahrten auf der Lahn über eine Geburtstagsfeier bis hin zu Kletter- und Freizeitparkbesuchen. Manche fuhren mit ihren Gästen sogar bis nach Straßburg oder Amsterdam.
Die Verständigung klappte prima. Am Philippinum wird Russisch als 3. Fremdsprache unterrichtet, die russischen Schüler lernen Deutsch mit großer Begeisterung, einige von ihnen waren nicht zum ersten Mal in Deutschland. Einige Schüler des GPW, die zu Hause auch Russisch sprechen, konnten ihre Sprachkenntnisse einmal voll zur Geltung bringen und die Mitschüler so unterstützen.
Durch das Internet ist das Kontakthalten heute kein Problem mehr und alle freuen sich bereits sehr auf den Gegenbesuch in Tscheboksary 2019! Unser Dank geht an alle Unterstützer dieses Austausches, vor allem das Goethe-Institut, die Wilinaburgia sowie an die Eltern und Lehrer, die in vielfacher Weise zum Gelingen des Austausches beigetragen haben.

Nach oben

Philippinum Weilburg triumphiert im Kreisentscheid Beachvolleyball

Pieter Kleemann

Vier Schulen aus Elz, Waldernbach und Weilburg schickten ihre Sandspezialisten zum Kreisentscheid Beach im Rahmen der Wettkämpfe Jugend trainiert für Olympia. Es spielte jeder gegen jeden in einem Damen-, einem Herren- und einem Gemischten Doppel. Jedes Team muss also mindestens sechs Spieler stellen: drei Mädchen und drei Jungen Auf den 4 Feldern der Beachanlage im Stadion Weilburg wurden zunächst zwei Damen-(Netzhöhe 2,24 m) und zwei Herrendoppel (Netzhöhe 2,35 m) ausgetragen, anschließend kämpften die gemischte Doppel (ebenfalls 2,35 m). Sportkoordinator Jan Hooss vom Gymnasium Philippinum Weilburg, begrüßte die vier Teams und erläuterte die speziellen Regeln im Sand, die im Gegensatz zu den Gepflogenheiten in der Halle die Spielerinnen und Spieler einschränken, um auszugleichen, dass nur zwei Akteure das 8x8 Meter große Feld verteidigen – in der Halle spielen 6 gegen 6. Spielfreie Spielerinnen und Spieler der vier Schulen stellten die Schiedsgerichte und dennoch gab es keine Rudelbildung, keine gelben und roten Karten und keinen Streit, ob ein Ball im Feld war oder Aus. Man respektierte sich und die Leistungen des Gegners. Bei jedem Seitenwechsel klatschten sich die vier Wettkämpferinnen/-kämpfer ab. Nach sieben Punkten wurden jeweils die Seiten gewechselt, um Nachteile durch Sonne und Wind auszugleichen. Das Gymnasium Philippinum Weilburg mit Lea Heering, Nicole Lupp, Anne Risse, Marlo Feick, Moritz Müller und Clemens Witzel gewann alle Spiele gegen die Westerwaldschule Waldernbach, die Erlenschule Elz und die Jakob-Mankelschule Weilburg und verlor nur das Damendoppel an den Weilburger Gegner. Zweiter wurde die Jakob-Mankel-Schule Weilburg, die gegen Elz mit 3:0 und gegen Waldernbach mit 2:1 gewann. Den dritten Rang belegte die Schule aus Waldernbach vor Elz.

Nach oben

Sextaneraufnahme

Frank Bröckl

Das Gymnasium Philippinum startet im Jahrgang 5 siebenzügig in das neue Schuljahr. 186 Mädchen und Jungen wurden in der Kreissporthalle in insgesamt 7 Klassen in die Schulgemeinde aufgenommen.
„Nach dem Wechsel von G8 zu G9 haben die Schülerzahlen wieder kontinuierlich zugenommen“, stellte Schulleiter Stefan Ketter im Rahmen seiner Begrüßung erfreut fest. Die Zahl von 186 Neuanmeldungen sei der vorläufige Höhepunkt dieser Entwicklung und zugleich auch eine Bestätigung der Arbeit des Weilburger Gymnasiums. Zu seiner Rede habe ihn bei der Autofahrt in den Urlaub das Lied von Mark Forster „Wir sind groß“ inspiriert, das er Kinder und Eltern zunächst zu Gehör brachte. „ Wie im Lied besungen, könnt auch ihr das Buch selber schreiben, das heißt, eure Schulzeit am Philippinum trotz aller Vorgaben weitgehend selbst gestalten“, so der Schulleiter. Notwendig seien allerdings Fleiß und Einsatzbereitschaft, um hier Kapitel um Kapitel, Schuljahr um Schuljahr, bis zum Abitur erfolgreich hinzufügen zu können. In diesem Zusammenhang verwies er auf die zahlreichen außerunterrichtlichen Angebote der Schule und lud zur Teilnahme ein. „Ihr müsst das Buch Gymnasium Philippinum nicht alleine schreiben“, betonte Stefan Ketter, „denn eure Lehrer, Eltern und Mitschüler unterstützen euch dabei“. Er schloss mit dem Wunsch und der Hoffnung, allen Mädchen und Jungen in neun Jahren an gleicher Stelle zum bestandenen Abitur gratulieren zu können.
Jörg Schönwetter, Vorsitzender des Schulelternbeirats, betonte in seiner Rede die besondere Rolle der Eltern bei der Begleitung ihrer Kinder auf diesem neuen Lebensabschnitt: „Unsere Verantwortung endet nicht an der Schultür. Wir sind auch zuhause als Unterstützung gefragt“. Und er fügte hinzu: „Ermutigen Sie Ihre Kinder, sich auch außerhalb des Regelunterrichts am Gymnasium Philippinum zu engagieren“. „Bei der Klasseneinteilung habe ich versucht, alle Wünsche zu berücksichtigen“, formulierte Stufenleiterin Susanne Neusser anschließend und übergab das Wort an die Klassenlehrerinnen und Klassenlehrer Nadja Gundermann-Neumann (5a), Alexander Funk (5b), Lena Arndt (5c), Dennis Kunz (5d), Nicole Wagner (5e), Franziska Hesse (5f) und Verena Maras (5g), die ihre Schützlinge einzeln nach vorne baten. Als Begrüßungsgeschenk wartete schon der neue, vom Gymnasialschulverein gesponserte Schulplaner auf die Kinder, den sie aus den Händen des ersten Vorsitzenden Christian Riedel entgegen nehmen konnten. Schulleiter Stefan Ketter begrüßte die frischgebackenen Sextaner mit Handschlag und überreichte einen Button mit dem neuen Schullogo. Während die neuen Fünftklässler erstmals ihre Klassenräume in Beschlag nahmen, nutzten die Wilinaburgia in Person des ersten Vorsitzenden Eugen Rudolf Ancke, der Gymnasialschulverein und der Schulelternbeirat noch die Gelegenheit sich den Eltern vorzustellen und ihre Aktivitäten zur Unterstützung der Schule zu erläutern. Am Ende der Veranstaltung dankte Schulleiter Stefan Ketter ganz besonders Stufenleiterin Susanne Neusser, dem Schulorchester unter der Leitung von Martin Weinbrenner („Game of Thrones“) und den Philippinum Voices unter der Leitung von Christiane und Michael Glotzbach („I have a dream“) für die beeindruckende musikalische Umrahmung sowie den Damen des Sekretariats und den Schulhausverwaltern für die Organisation der Veranstaltung und wünschte einen guten Nachhauseweg.

Nach oben

Berichte-Archiv
© 2018, Gymnasium Philippinum Weilburg  |  Impressum und rechtliche Hinweise Datenschutz